Atomstreit Iran ist bereit zu Gesprächen in der Türkei
Die iranische Regierung will die Verhandlungen über ihren Atomkurs in der Türkei aufnehmen. Dies würde die einjährige Verhandlungsunterbrechung beenden.
Iran hat die Türkei als Ort für neue Atomverhandlungen im Rahmen der Vereinten Nationen (UN) vorgeschlagen. Iran könne "so bald wie möglich" an den Verhandlungstisch zurückkehren, kündigte Außenminister Manuchehr Mottaki an.
"Die Beratungen laufen, sie gehen in die richtige Richtung", sagte der Minister. "Wir sind zuversichtlich, dass Zeit, Agenda und Inhalte der Gespräche schon bald zwischen den Parteien vereinbart werden". Als Alternative zu Wien, dem Sitz der UN-Atomenergiebehörde, schlug Mottaki die Türkei vor. "Wir haben unseren türkischen Freunden erzählt, dass wir in dieser Hinsicht im Konsens sind." Die Türkei hat sich als Mediator in dem Streit angeboten.
Die fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder (USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China) und Deutschland haben vorgeschlagen, vom 15. bis 17. November in Wien Gespräche über das Atomprogramm Irans zu führen. Der Vorstoß war zwar von Iran begrüßt worden. Das Land hat das Angebot aber offiziell nicht angenommen.
Die Gespräche zwischen Iran und der internationalen Gemeinschaft über dessen umstrittenes Atomprogramm sind seit gut einem Jahr unterbrochen. Dies führte zur Verschärfung der Sanktionen gegen die islamische Republik.
"Wie genau die Sanktionen wirken, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen" , sagte Außenminister Guido Westerwelle. "Dass sich die iranische Führung aber gerade jetzt erneut zu Gesprächen bereit erklärt hat, ist bemerkenswert." Deutschland beabsichtige ernsthafte und substanzielle Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. "Iran täte gut daran, diese Chance nicht zu verpassen", sagte Westerwelle.
Am Samstag hatte sich der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak wenig optimistisch mit Blick auf eine neue Verhandlungsrunde im Atomstreit gezeigt. "Wir befinden uns derzeit noch im Stadium von Diplomatie und Sanktionen", sagte er.
Vor einigen Tagen hatte ein Berater des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gesagt, der Iran werde während der geplanten Gesprächsrunde Mitte November nicht über das Atomprogramm sprechen. Die Bedingungen seien nicht erfüllt. Das Land hatte vor einiger Zeit gefordert, es müsse vor neuen Gesprächen Klarheit über das israelische Atomprogramm geben. Israel und Iran sind Erzfeinde. Iran hat in der Vergangenheit mehrfach damit gedroht, Israel zu vernichten. Israel wird nachgesagt, als einziges Land im Nahen Osten über Atomwaffen zu verfügen.
- Datum 07.11.2010 - 19:18 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, AFP
- Kommentare 71
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Ja dann ab in die nächste Runde des Affentheaters. Wann wird man hierzulande endlich verstehen, dass die Mullahs die Welt an die Nase herumführen. Das ganze Schauspiel dient doch lediglich dazu, Zeit zu gewinnen. Im Iran ist seit jeher bekannt, dass man mit Mullahs keine Geschäfte machen sollte. Bald wird man auch hier zu dieser Erkenntnis gelangen.
Deutschland ist der zweitgrößte Geschäfte macher mit dem Iran , gleich nach den USA.
sonst noch Fragen?
Was glauben sie wo ihr Pistazieneis herkommt?
ich finde ja ,man sollte die Iraner mit Solazellen nur zu werfen, die haben doch genug Sonne da unten, dann könnten sie außerdem beweisen ob es ihnen nur um Strom/Energie oder etwas anderes geht.
Deutschland ist der zweitgrößte Geschäfte macher mit dem Iran , gleich nach den USA.
sonst noch Fragen?
Was glauben sie wo ihr Pistazieneis herkommt?
ich finde ja ,man sollte die Iraner mit Solazellen nur zu werfen, die haben doch genug Sonne da unten, dann könnten sie außerdem beweisen ob es ihnen nur um Strom/Energie oder etwas anderes geht.
Warum darf israel ein land besetzen, gegen un resolutionen verstoßen und zig atomwaffen besitzen und der iran nicht? der iran hat in den letzten 1000 jahren kein anderes land angegriffen, im gegensatz zu den "friedlichen" amis und israel..daß ausgerechnet diese beiden länder am lautesten schreien wenn es um iranische atomwaffen geht ist an dreistheit kaum zu überbieten! schön daß die amis ihre kriegerischen fähigkeiten überschätzt und überstrapaziert haben. sonst wären sie schon längst im iran einmarschiert. für den "fieden" versteht sich und nicht für die wertvollen rohstoffe...
....gleich behandeln? So ist die UNO nicht konzipiert. Das mag Einen nicht gefallen, aber es ist so. Wenn man ein allgemeines Recht international etablieren will, muss man die Kosten dafür bereit sein zu schultern. Das tut Deutschland aber nicht. Also muss man seine Vorwürfe an die hiesigen Parteien richten und nicht andere Länder für deren völlig legitimes Verhalten kritisieren.
....gleich behandeln? So ist die UNO nicht konzipiert. Das mag Einen nicht gefallen, aber es ist so. Wenn man ein allgemeines Recht international etablieren will, muss man die Kosten dafür bereit sein zu schultern. Das tut Deutschland aber nicht. Also muss man seine Vorwürfe an die hiesigen Parteien richten und nicht andere Länder für deren völlig legitimes Verhalten kritisieren.
dass Iran die Bombe so schnell wie möglich bekommt.
[...].
Bitte argumentieren Sie sachlicher und differenzierter. Danke, die Redaktion/vv
Bitte beachten Sie die Netiquette in der explizit darum gebten wird, mit Artikelbezug zu kommentieren. Danke, die Redaktion/fk.
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"Iran hat in der Vergangenheit mehrfach damit gedroht, Israel zu vernichten."
Diese Feststellung vom Format der "weapons of massdestruction" des Irak wurde doch eindeutig und endgültig als Lüge entlarvt. In seriösen Medien besteht eine eindeutige Order, die freche Fälschung nicht mehr zu wiederholen. Jeder pflegt halt journalistische Tugenden soweit wie es die Sponsoren zulassen.
Was einst Perle, Kissinger und Wolfowitz in ihren tollen "thinktanks" besorgten erledigt das Personal von Kissinger-Freund Schmidt und Israel-Freund Joffe anscheinend inzwischen unaufgefordert.
Haben sie Belege für ihre Behauptung, dass die Drohung des Iran, Israel zu vernichten, eine weit verbreitete Falschmeldung ist?
Lese dies gerade zum ersten mal und würde mich gerne selbst davon überzeugen.
Wir möchten darum bitten auf Polemik zu verzichten, weiterhin sich an die Netiquette zu halten und daher mit Artikelbezug zu kommentieren. Danke, die Redaktion/fk.
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Bitte äußern Sie Ihre Kritik konstruktiv und wenden Sie Sich bei Fragen an community@zeit.de .Danke. Die Redaktion/er
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Haben sie Belege für ihre Behauptung, dass die Drohung des Iran, Israel zu vernichten, eine weit verbreitete Falschmeldung ist?
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Entfernt. Bitte achten Sie auf eine sachliche und differenzierte Darstellung Ihrer Ansichten ohne Provokationen. Die Redaktion/cs
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Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er
Entfernt. Bitte achten Sie auf dem Thema entsprechend differenzierte Beiträge und eine sachliche Wortwahl. Die Redaktion/cs
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