Paketbomben Wie al-Qaida sich im Jemen eingerichtet hat
Seit den neunziger Jahren gibt es einen Ableger des Terrornetzwerks im Jemen. Nun steht dieser im Verdacht, die Paketbomben verschickt zu haben
© GAMAL NOMAN/AFP/Getty Images

Ein Vorort der jemenitischen Hauptstadt Sanaa: Die Polizei nahm hier einen ersten Verdächtigen fest
Die US-Ermittler zumindest hegen keinen Zweifel: Die Paketbomben aus dem Jemen stammen von der Terrorgruppe "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel" (AQAP). Die in UPS- und FedEx-Paketen verborgenen Sprengsätze auf dem Weg in die USA wurden zum Glück rechtzeitig entdeckt. Saudischen Sicherheitsbehörden zufolge soll der Al-Qaida-Bombenbauer Jaber al-Faifi den entscheidenden Tipp gegeben haben, der zur Entdeckung der Bomben führte. Noch wird geklärt, was genau Ziel des Anschlagsversuchs war, und ob die Paketbomben funktionsfähig gewesen sind.
Warum gilt die arabische al-Qaida AQAP als Drahtzieher, und was ist sie für eine Organisation?
Der Bombenexperte Jaber al-Faifi war in Guantánamo inhaftiert und nahm im Anschluss daran an einem saudischen Rehabilitationsprogramm für gewaltbereite Extremisten teil. Nach dessen vermeintlich erfolgreichem Abschluss schloss er sich AQAP im Jemen an, um sich dann vor zwei Wochen freiwillig zu stellen. Es ist deshalb bis auf Weiteres davon auszugehen, dass die Organisation auch hinter dem Anschlagsversuch steckt. Bereits vor zehn Monaten schlug der spektakuläre Versuch eines AQAP-Mitgliedes fehl, die eigene mit Sprengstoff gefüllte Unterhose an Bord eines Passagierflugzeugs im Anflug auf die US-Stadt Detroit zur Explosion zu bringen.
Die heutige "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel" ist eine im Januar 2009 aus der Not geborene Fusion von al-Qaida in Saudi Arabien und der Niederlassung im Jemen. Denn als Resultat auf Dutzende brutale Anschläge in Saudi Arabien – insbesondere in den Jahren 2003 bis 2006 – erhöhten die saudischen Behörden den Verfolgungsdruck so sehr, dass eine Neugründung im Nachbarstaat Jemen das Überleben der Organisation sichern helfen sollte.
Im Jemen konnten sich damit gut ausgebildete saudische Terroristen, darunter viele Afghanistan- und Irakveteranen, mit jemenitischen Gleichgesonnenen und lokalen Rebellen zusammenschließen. Die saudischen Terroristen kamen in ein Land, dessen innenpolitische Lage komplex ist. Es ist das ärmste Land im Nahen Osten, seine Wasser- und Ölvorräte versiegen. Die Regierung um Präsident Ali Abdullah Saleh ist dabei in einen langjährigen Bürgerkrieg verwickelt, und obwohl die verschiedenen Rebellengruppen nicht direkt miteinander kooperieren, schwächen sie doch gemeinsam die Regierung.
Die separatistischen schiitischen Houthis sind dabei für das jemenitische Regime gefährlicher als die sunnitischen Extremisten, welche die AQAP unterstützen. Indirekt profitiert Saleh sogar von den Aktivitäten der "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel", denn nicht nur Saudi Arabien, sondern auch die USA und andere unterstützen ihn finanziell im Antiterrorkampf. Die Unterstützung würde sich drastisch reduzieren, sollte AQAP marginalisiert werden oder gar aus dem Land verschwinden. Saleh wäre dann alleine mit seinen Rebellen.
Inwieweit AQAP zentral gesteuert wird, ist Spekulation. Aufgrund der sehr autonomen Strukturen der Al-Qaida-Zellen insgesamt, von Mauretanien bis Indonesien, spricht vieles dagegen. Klar ist jedoch, dass AQAP sich bei der Fusion unter die strategische Führerschaft Osama bin Ladens begeben hat. Dieser hatte die Ziele für die arabische Halbinsel klar benannt.
- Datum 02.11.2010 - 17:32 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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So neu ist das nicht.
http://www.tagesschau.de/...
"Ob das Verschicken von zwei Paketbomben nun ein Ausdruck von Stärke ist oder eher das Gegenteil dokumentiert, wird jedoch erstmal kritisch zu diskutieren sein." Da werden wohl noch ein paar andere Sachen kritisch zu diskutieren sein, beispielsweise ob man diesen ganzen sich selbst widersprechenden Schwachsinn der Geheimdienste ungefiltert reproduzieren sollte.
hat Fragen.
http://www.welt.de/politi...
Woher stammen Terroristen?
Einfach aus den Gebieten der Welt in der den Menschen keine Aufstiegschancen, gesellschaftliche Strukturen, Werte, Normen und Recht existieren.
Wer wissen will was ich meine sollte sich über das Hexagon des Friedens informieren.
Irak? Flüchtlingslager in Jordanien? Situation in Somalia?
Um einmal ein paar Orte zu nennen, und man kann noch Afghanistan mit dazurechnen, wenn man nämlich sich anschaut, dass teilweise dort noch Gesetzlosigkeit herrscht.
Wenn jemand wirklich Terroristen bekämpfen möchte dann bringen derartige Angriffskriege absolut nichts. Das einzige, was hilft ist die Situation der Menschen zu verbessern, ihnen Chancen und Perspektiven im Leben zu geben und sie eben nicht zum Abschaum der Welt zu degradieren, wie das der Westen leider mittlerweile teilweise in seinen eigenen Staaten tut.
Als Fazit folgt nur: Wir erschaffen unsere Terroristenphantome selbst!
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/ag
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/ag
Der Terror im Jemen hat Namen …
Hauptverdächtigen: der in den USA geborene Ideologe Anwar al Awlaki und der saudische mutmaßliche Bombenbauer Ibrahim al Asiri. Da kann man den Special Forces nur Waidmanns Heil wünschen.
werden nicht "erschaffen". Mündige Menschen entscheiden sich, welche zu werden. Das heißt: nicht der Angegriffene ist schuld, sondern der Mörder!
Alles andere stellt unser Verständnis von Recht und Strafrecht in absurderweise auf den Kopf!
Wir Europäer mußten über mehrere Jahrhunderte blutige Kriege untereinander führen, um zu dem Ergebnis zu kommen, daß verhandeln besser ist, als sich zu bekriegen.
Mit dieser Idee bildet der Westen eine einsame Insel des Wohlstands und Friedens. Der Rest der Menschheit scheint allerdings unsere Auffassung leider nicht zu teilen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/ag
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Der Terror im Jemen hat Namen …
Hauptverdächtigen: der in den USA geborene Ideologe Anwar al Awlaki und der saudische mutmaßliche Bombenbauer Ibrahim al Asiri. Da kann man den Special Forces nur Waidmanns Heil wünschen.
werden nicht "erschaffen". Mündige Menschen entscheiden sich, welche zu werden. Das heißt: nicht der Angegriffene ist schuld, sondern der Mörder!
Alles andere stellt unser Verständnis von Recht und Strafrecht in absurderweise auf den Kopf!
Wir Europäer mußten über mehrere Jahrhunderte blutige Kriege untereinander führen, um zu dem Ergebnis zu kommen, daß verhandeln besser ist, als sich zu bekriegen.
Mit dieser Idee bildet der Westen eine einsame Insel des Wohlstands und Friedens. Der Rest der Menschheit scheint allerdings unsere Auffassung leider nicht zu teilen.
Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/ag
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/ag
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/ag
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