Sicherheitspolitik Türkei bremst Nato-Raketenabwehr

Die Nato will sich mit einer Raketenabwehr vor Angriffen schützen - vor allem aus Iran. Doch die Türkei blockiert die Verhandlungen wegen der namentlichen Nennung Irans.

Patriot-Raketen auf einem Militärflughafen in Athen

Patriot-Raketen auf einem Militärflughafen in Athen

Die USA wollen mit der Beteiligung der Nato einen Raketenschirm aufbauen. Derzeit ist die Türkei das Haupthindernis für das geplante Projekt. Ankara verlangt, dass Iran - gegen dessen Raketen das Abwehrsystem hauptsächlich errichtet werden soll - in diesem Zusammenhang nicht namentlich genannt wird.

In Nato-Kreisen hieß es, die Türkei wolle die guten Beziehungen zum Nachbarn Iran nicht dadurch gefährden, dass dieser Staat als derzeitige Hauptbedrohung der Nato genannt werde. Stattdessen solle beim Gipfel lediglich erklärt werden, dass die Raketenabwehr das gesamte Bündnisgebiet schützen und sich auch etwa 100 Kilometer über die Grenzen dieses Gebiets hinaus erstrecken solle.

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Andere Nato-Staaten, auch die USA, wollen jedoch Iran klar benennen. Dies solle unter anderem klarstellen, dass die Raketenabwehr nicht gegen Russland gerichtet sei. Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew kündigte nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen an, Moskau werde das Angebot einer Beteiligung an der Raketenabwehr prüfen. Die Raketenabwehr soll vor allem aus der Verbindung bereits vorhandener Raketenabwehrsysteme entstehen.

Während der Vorbereitung der Gipfel-Schlusserklärung erhob die Türkei auch Einwände gegen eine Passage, in der eine engere Zusammenarbeit zwischen der Nato und der Europäischen Union angekündigt werden soll. Diplomaten in Brüssel zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass der Nato-Gipfel am 19. und 20. November in Lissabon wie geplant die Raketenabwehr beschließen kann.

 
Leser-Kommentare
  1. ....der türkei wenn sie sich dazu einlassen würde. die usa und kein su-land würde dass tuhen für die türkei was man von türken erwartet. wer würde den seinen nachbarn offiziel als feind erklären und einen mit der man die guten beziehungen erweitert. war den da auch noch nicht die indirekte vorderung der eu dass die türkei mit seinen nachbarn freundschaftlicher umgehen soll?- was für ein paradoxon.

    tja wenn es um die eigenen interessen geht versteht man unter peacekeeping und peacemaking halt dass was man verstehen möchte.

  2. Versucht das mal! Geht nicht?

    Warum sollte dies dann funktionieren?:

    "Die Raketenabwehr soll vor allem aus der Verbindung bereits vorhandener Raketenabwehrsysteme entstehen."

    Iranische Mittelstreckenraketen erreichen allerhöchstens Osteuropa. Warum sollten sie Osteuropa beschießen wollen? Die Länder dort sind nicht der "Feind".
    Der "Feind" für die iranischen Machthaber sind Israel und die USA. Ziele also für Kurzstreckenraketen und ICBM's.
    Raketen auf Israel können von Polen und der Tschechischen Republik nicht abgefangen werden.
    Und gegen ICBM's sind vorhandene Raketenabwehrsysteme wirkungslos. Systeme die ICBM's abschießen können befinden sich noch in der Entwicklung und haben bisher über 30 Millarden Dollar Entwicklungskosten verschlungen.
    Mal abgesehen vom Billionen schweren Star Wars Programm als Teil des SDI, welches nicht verwirklicht werden konnte.

    Ich erkenne nur, durch europäische Steuergelder, subventionierte Gewinne für die US-Rüstungsindustrie.

    MfG
    AoM

    • SenBen
    • 04.11.2010 um 14:23 Uhr

    Die AKP sieht eine Teilung von Jungen und Mädchen in offiziellen Schulen in BEtracht. Auch soll der Glaube an den Islam eine grßere Rolle in der Schulerziehung spielen.

    aleviten, Christen, Juden, Secularisten und Atheisten werden weiter bedrängt.

    DEr Islamismus in der Türkei schleicht nun auch in die Erziehung.

    Die Ablehnung der Rakentenabwehr, wegen Iran, ist teilweise zu verstehen (wirtschaftliche Gründe). Der nichtzuverstehende Grund ist die Symphtatie Erdogans zu Regime in Iran.

    Die Türkei ist an einem Scheidepunkt, die AKP und Erdogan werden die nächsten 6 Monate entweder ihr wahres GEsicht zeigen, oder noch die Kurve kriegen.

    Neben der Spaltung zum Westen und Israel, treibt die AKP und die Gülenbewegung im Hintergrund eine Spaltung der türkischen GEsellschaft voran.

    Die Annäherung der Türkei an EU Forderungen hat den Islamisten mehr Spielraum geschaffen.

    Am Ende hat die EU den Sekularen in der Türkei damit einen Bärendienst erwiesen.

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    warum sollte die türkei ihre mittlerweile guten verhältnisse zu ihren nachbarn für die undurchsichtige außenpolitik der usa verschlechtern? die kemalistischen türken verfeindeten sich mit griechenland,bulgarien,iran,irak,syrien...und dachten die ganze zeit daß sie modern sind.daß aber die kemalisten für steinzeitpolitik stehen während die muslime sie längst überholt haben dürfte jedem bekannt sein. ich hoffe daß die jetzige regireung einer ihren wichtigsten nachbarn nicht verärgert. die guten beziehungen nach teheran sind wichtiger als die unsinnigen raketenabwehrsysteme der usa. wann oder wen hat der iran schon mal angegriffen? der letzte angriffskrieg der iraner war vor über 1000 jahren! die usa würde keine 50 jahre ohne kriege überleben. dafür ist ihr gesamtes system zu sehr auf kriege-waffenindustrie-eroberung der wertstoffe ect. angelegt.

    warum sollte die türkei ihre mittlerweile guten verhältnisse zu ihren nachbarn für die undurchsichtige außenpolitik der usa verschlechtern? die kemalistischen türken verfeindeten sich mit griechenland,bulgarien,iran,irak,syrien...und dachten die ganze zeit daß sie modern sind.daß aber die kemalisten für steinzeitpolitik stehen während die muslime sie längst überholt haben dürfte jedem bekannt sein. ich hoffe daß die jetzige regireung einer ihren wichtigsten nachbarn nicht verärgert. die guten beziehungen nach teheran sind wichtiger als die unsinnigen raketenabwehrsysteme der usa. wann oder wen hat der iran schon mal angegriffen? der letzte angriffskrieg der iraner war vor über 1000 jahren! die usa würde keine 50 jahre ohne kriege überleben. dafür ist ihr gesamtes system zu sehr auf kriege-waffenindustrie-eroberung der wertstoffe ect. angelegt.

  3. warum sollte die türkei ihre mittlerweile guten verhältnisse zu ihren nachbarn für die undurchsichtige außenpolitik der usa verschlechtern? die kemalistischen türken verfeindeten sich mit griechenland,bulgarien,iran,irak,syrien...und dachten die ganze zeit daß sie modern sind.daß aber die kemalisten für steinzeitpolitik stehen während die muslime sie längst überholt haben dürfte jedem bekannt sein. ich hoffe daß die jetzige regireung einer ihren wichtigsten nachbarn nicht verärgert. die guten beziehungen nach teheran sind wichtiger als die unsinnigen raketenabwehrsysteme der usa. wann oder wen hat der iran schon mal angegriffen? der letzte angriffskrieg der iraner war vor über 1000 jahren! die usa würde keine 50 jahre ohne kriege überleben. dafür ist ihr gesamtes system zu sehr auf kriege-waffenindustrie-eroberung der wertstoffe ect. angelegt.

  4. Bei allem Respekt vor den militärischen Möglichkeiten des Staates Iran.So dumm sind die nicht irgendein Land anzugreifen welches mit einem Nato Land verbündet ist.Die haben die waffentechnische Überlegenheit eine modernen Armee gesehen in Ihrer Nachbarschaft.Es ist für mich an den Haaren herbeigezogen so eine Bedrohungskulisse aufzubauen.Ich habe den Eindruck dass die Militärs vor allem in Amerika Ihren Einfluss auf die Politik ausbauen wollen.Je mehr Einfluss der Militärs umso mehr ist auch die Demokratie gefährdet.

    • lolan
    • 05.11.2010 um 0:12 Uhr

    Iran mag eine gefährliche Regierung haben aber ich glaube nicht dass das Raketenabwehrsystem gegen die Angriffe aus dem Iran aufgebaut wird.
    Es ist jeden Falls ein diplomatischer falle für die Türkei. Iran wird als Begründung des Abwehrschildes namentlich erwähnt und eigentlich Russland gemeint. Beide Länder nehmen für die türkische Wirtschaft eine zunehmend wichtige Rolle als in der Vergangenheit.
    Und Nato und West Europa verlangen von der Türkei Loyalität zum Bündniss. Dass viele europäische Verbündete die türkei politisch fast auf allen Ebenen bekämpfen, macht die Lage auch nicht einfach.
    Ich denke, dass die Türkei diesem projekt nur zustimmen wird, wenn die Verbündete der türkei vergleichbare Vorteile oder Gegengeschäfte als alternative zu Iran und Russland anbieten und sonst nicht..

  5. Deshalb ist das Argument "Iran darf nicht genannt werden" kindlich albern.
    Im übrigen sollten mal einige Kommentatoren einen Atlas und Zirkel zur Hand nehmen und 2000 km vom nördlichen Iran aus abstecken. Sie werden wohl im Gesicht blas werden. Und das der Iran Atomwaffen bald besitzen wird, verhindert wohl kaum ein westlicher Politiker mit seiner intellektuellen Schlagkraft.

  6. Das ist eine Verkennung der Wirklichkeit. In der Türkei gibt es erheblich mehr Religionsfreiheit als im "verbündeten" Saudi-Arabien. Auch als Christ kann man ohne Probleme seine Religion ausüben. Entgegengesetzte Behauptungen entbehren jeder Grundlage. Die Kommentatoren, die der Türkei solche Vorwürfe machen, sollten lieber Saudi-Arabien diesbezüglich kritisieren. Da kommt aber wenig.
    Die Türkei vertritt ihre Interessen wie andere Länder auch und dazu gehören gute Beziehungen zu ihren Nachbarländern.
    Dies ist nicht unvernünftig und verständlich. Die USA sollten sich einmal angewöhnen die regionalen natürlichen Interessen andere Nationen bei ihren politischen Forderungen mit zu berücksichtigen. Die offensichtlich alleinige Ausrichtung der US-Amerikaner auf ihren politischen oder wirtschaftlichen Vorteil ohne Rücksicht auf verständliche Interessen selbst ihrer Verbündeten ist für viele Länder schwer zu ertragen und fördert Konfliktsituationen.

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