Rüstung Nordkorea liefert Atomtechnik an Iran

Das Regime in Pjöngjang betreibt laut UN über Strohfirmen schwunghaften Handel mit Waffen und Atomtechnologie. Sechs Monate war dies auf Druck Chinas hin geheim geblieben.

Nordkoreanische Waffensysteme während einer Parade im Oktober in Pjöngjang

Nordkoreanische Waffensysteme während einer Parade im Oktober in Pjöngjang

Das marode Regime in Pjöngjang bessert seine Einnahmen mit dem Verkauf von Waffen- und Atomtechnologie auf. Das besagt ein Expertenbericht der Vereinten Nationen (UN), der in New York vorgelegt wurde.

Nordkorea beliefert dem Bericht zufolge heimlich Iran mit Technologie, Know-how und Material für sein Atomprogramm. Außerdem erhielten Syrien und Birma ähnliche Lieferungen aus Pjöngjang. Medien hatten bereits im Mai aus dem Papier zitiert , es wurde jedoch UN-Diplomaten zufolge auf Druck Chinas sechs Monate lang geheim gehalten.

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Die Experten riefen die internationale Gemeinschaft zu "besonderer Aufmerksamkeit" auf, um die Lieferungen Pjöngjangs zu unterbinden. Der US-Sender CNN berichtete, Nordkorea unterlaufe UN-Sanktionen, indem es Finanztransaktionen über "Geschäftsträger im Ausland, Strohfirmen, informelle Transfermechanismen, Geldboten oder Tauschhandelsgeschäfte" tarne. Die Führung habe ein "hoch entwickeltes internationales Netzwerk für die Akquise, das Marketing und den Verkauf von Waffen und militärischer Ausrüstung aufgebaut". Dadurch seien Waffengeschäfte für Nordkorea mittlerweile zu einer der Haupteinnahmequellen für Devisen geworden.

Pjöngjang hatte erstmals im Oktober 2006 und dann im Mai 2009 Atomwaffen getestet. Kurz vor dem zweiten Test war Nordkorea aus den Sechser-Gesprächen mit China, Südkorea, den USA, Japan und Russland über sein umstrittenes Atomwaffenprogramm ausgestiegen. Nordkorea kündigte seitdem immer wieder an, die Verhandlungen wieder aufnehmen zu wollen, machte aber stets direkte Verhandlungen mit den USA zur Bedingung.

Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms ebenfalls nach Atomwaffen zu streben. Anfang Juli verhängte der UN-Sicherheitsrat erneut Sanktionen gegen Teheran.

 
Leser-Kommentare
    • WiKa
    • 12.11.2010 um 20:01 Uhr

    …vielleicht das es die USA bislang verabsäumt haben alle Nationen zeitnah zu überfallen die sich ebenfalls solcher Techniken bemächtigen wollen? Der Iran steht ja nach wie vor als Kandidat für eine Bombardierung ganz oben auf der Liste. Nur kann man die USA nicht mehr ernst nehmen. Bei Israel werden Atombomben geduldet, ohne jegliche Diskussion, Nordkorea hat sich in den Kreis der Atommächte geschlichen, auch Indien wurde lange Zeit dafür diskriminiert und ist jetzt halt auch eine Atommacht und man macht auch wieder „Business as usual“ mit ihnen. Vielleicht wollen ja auch die potentiellen Atommächte gar nichts anderes als eben diese Anerkennung.

    Beachtlich ist die stete Ungleichbehandlung der Aspiranten. Nordkorea zu überfallen bringt einfach nichts, da offensichtlich nichts zu holen. Indien war immer zu groß. Ach Pakistan ganz vergesse … naja, die sind ja jetzt mit den Amerikanern verbündet, da sollte man die auch nicht überfallen.

    Die Sache bleibt von vorn bis hinten schräg und der Schulterschluss von „Schurkenstaaten“ oder „Aussätzigen“ wie man im Mittelalter sagte, wird ein stets zu beobachtendes Phänomen bleiben und ebenso die offene Frage um die politische Mitverantwortung der sogenannten „Leader-Staaten“. Bedauerlich aber wahr. Und so wird es beim jahreszeitlich und politisch bedingten Staaten-Bashing bleiben, ohne dass sich was nennenswertes ändern wird und der Leser blickt ratlos drein.

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    • ksai
    • 13.11.2010 um 1:22 Uhr

    Israel wird "uns" nicht angreifen, Indien auch nicht -> unnötig anzugreifen.
    N-Korea: obwohl gefährlich ist zu stark und hat den Schutz Chinas -> unmöglich.
    Iran: gefährlich und militärisch eventuell machbar.

    Was wollen Sie?

    Natürlich kann man kulturrelativistisch behaupten: "Alle Regime sind gleich und jeder hat das gleiche Recht auf Atomwaffen." Man kann da aus offensichtlich guten Gründen dagegen sein.

    • joG
    • 13.11.2010 um 12:20 Uhr

    ....Sie glauben Proliferation wäre unausweichlich. Daher sollten wir es akzeptieren?

    Ich bin nicht sicher, dass man so schließen kann oder sollte. Die Analysen eines solchen Zustands scheinen alle darauf hinauszulaufen, dass wir über kurz oder lang einem Einsatz entgegensehen. Ob er klein (Erpressungs- oder Terroranschlag in Köln) oder groß (Weltkrieg) würde, hängt von der internationalen Ordnungsstruktur der Sicherheit ab. Aber im Prinzip ist es halt so, dass wir da schon etwas tun sollten oder unsere Ansprüche an Moral und Ethik überdenken.

    • ksai
    • 13.11.2010 um 1:22 Uhr

    Israel wird "uns" nicht angreifen, Indien auch nicht -> unnötig anzugreifen.
    N-Korea: obwohl gefährlich ist zu stark und hat den Schutz Chinas -> unmöglich.
    Iran: gefährlich und militärisch eventuell machbar.

    Was wollen Sie?

    Natürlich kann man kulturrelativistisch behaupten: "Alle Regime sind gleich und jeder hat das gleiche Recht auf Atomwaffen." Man kann da aus offensichtlich guten Gründen dagegen sein.

    • joG
    • 13.11.2010 um 12:20 Uhr

    ....Sie glauben Proliferation wäre unausweichlich. Daher sollten wir es akzeptieren?

    Ich bin nicht sicher, dass man so schließen kann oder sollte. Die Analysen eines solchen Zustands scheinen alle darauf hinauszulaufen, dass wir über kurz oder lang einem Einsatz entgegensehen. Ob er klein (Erpressungs- oder Terroranschlag in Köln) oder groß (Weltkrieg) würde, hängt von der internationalen Ordnungsstruktur der Sicherheit ab. Aber im Prinzip ist es halt so, dass wir da schon etwas tun sollten oder unsere Ansprüche an Moral und Ethik überdenken.

  1. als würden die UN Staaten kein Waffenhandel betreiben...

    auch deren Waffen landen in irgendeinen Krisen Gebiet auch auf Umwegen... und nicht nur bei den Blauhelmen....

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    Und wenn sie dann auch noch einen Beweis für ihre Behauptung haben,bin ich von ihrer These auch überzeugt .
    Aber in diesem Fall bedroht der Iran nicht nur Israel und einige Emirate sondern auch die Staaten der "Ungläubigen "
    Insbesondere Europa.

    Insider warnt: Iran wird von Atomwaffen Gebrauch machen

    Freitag, 12. November 2010 | von nai news
    Ein ehemaliges iranisches Mitglied der Revolutionsgarde, der militärischen Elitetruppe, die das Regime an der Macht hält, hat öffentlich gewarnt, dass Iran nicht zögern werde, Israel, die Golfstaaten und selbst Europa anzugreifen, wenn die Entwicklung der Nuklearwaffen abgeschlossen sind. Der Mann sprach unter einem Pseudonym zum israelischen National Radio, um sich und seine Familie zu schützen. Viele Iraner wie er seien mittlerweile desillusioniert bezüglich des islamischen Regimes und würden die Hilfe Israels oder einer Nation beim Sturz der Regierung sehr willkommen heißen, versicherte er. Der Iraner erklärte weiterhin, Präsident Ahmadinedschad und die geistlichen Diktatoren des Landes seien darauf aus, Chaos und Zerstörung herbeizuführen, weil dies in der letzten „Hadith“ (islamische Kommentare von Mohammeds Lehren) gefordert werde. Aus diesem Chaos, so lehrt die Hadith, werde der Imam Mahdi, der islamische Messias, hervortreten.

    Und wenn sie dann auch noch einen Beweis für ihre Behauptung haben,bin ich von ihrer These auch überzeugt .
    Aber in diesem Fall bedroht der Iran nicht nur Israel und einige Emirate sondern auch die Staaten der "Ungläubigen "
    Insbesondere Europa.

    Insider warnt: Iran wird von Atomwaffen Gebrauch machen

    Freitag, 12. November 2010 | von nai news
    Ein ehemaliges iranisches Mitglied der Revolutionsgarde, der militärischen Elitetruppe, die das Regime an der Macht hält, hat öffentlich gewarnt, dass Iran nicht zögern werde, Israel, die Golfstaaten und selbst Europa anzugreifen, wenn die Entwicklung der Nuklearwaffen abgeschlossen sind. Der Mann sprach unter einem Pseudonym zum israelischen National Radio, um sich und seine Familie zu schützen. Viele Iraner wie er seien mittlerweile desillusioniert bezüglich des islamischen Regimes und würden die Hilfe Israels oder einer Nation beim Sturz der Regierung sehr willkommen heißen, versicherte er. Der Iraner erklärte weiterhin, Präsident Ahmadinedschad und die geistlichen Diktatoren des Landes seien darauf aus, Chaos und Zerstörung herbeizuführen, weil dies in der letzten „Hadith“ (islamische Kommentare von Mohammeds Lehren) gefordert werde. Aus diesem Chaos, so lehrt die Hadith, werde der Imam Mahdi, der islamische Messias, hervortreten.

  2. Wir brauchen einen neune Feind .Wir müssen den Iran überfallen ,weil er nicht in unser conzept passt, weil es da Rohstoffe gibt!
    Das kann doch nicht war sein , dass sich die "kluge" deutsche Bevölkerung mal wieder verarschen lässt, nur um des Profittes wegen!
    Ich nehme mein Recht auf freie Meinungsäußerung war!

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    Nehmen Sie doch bitte erst einmal Ihr Recht auf korrekte deutsche Rechtschreibung wahr. Danke.

    Nehmen Sie doch bitte erst einmal Ihr Recht auf korrekte deutsche Rechtschreibung wahr. Danke.

  3. Die USA, der Befreier in der Not?
    Die USA ist allen Regeln ,egal aus welchen Ecken in discutabel!
    Die Welttherrschafft wäere schon lange Geschichte, wenn sich andere Staaten nicht so anbiedern würden. Wieso, sollten wir uns jemanden unterwerfen?

  4. Der böse Iran und das böse Korea und das böse Syrien und das böse China. Pah! Ihr bösen seit Verbrecher, Menschenrechtsverletzer, Kommunisten, Islamisten ...

    Nur wir und unsere Distributoren dürfen Waffen und Technologien verkaufen, ist das klar? Die Angebot und Nachfrage Geschichte gilt nicht für euch, nur für uns Herrenmenschen!

  5. Warum sind da immer soviel Aversionen und Antipathien
    im Spiel? Das Bauchgefühl dominiert den Kopf. Mag ja sein,
    dass etliche das als "Denken" betrachten. Wieso muss man
    hier Nordkorea für seinen illegalen und indiskutablen Atomdeals mit dem Iran apologieren? Lasst mal alle die Kirche da, wo sie hin gehört: namlich im Dorf!

  6. Nehmen Sie doch bitte erst einmal Ihr Recht auf korrekte deutsche Rechtschreibung wahr. Danke.

    Antwort auf "Egal Hetzen ,......"
  7. Ganz egal wie man zum Iran steht, in unserem Interesse sollte die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrages sein.
    Je weniger Atomwaffen in weniger Händen umso besser für uns.

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