Alternativer Nobelpreis "Wir müssen die Globalisierung stoppen"

Maude Barlow, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, kämpft für das Recht auf Wasser. ZEIT ONLINE sprach mit ihr über kommende Wasserkrisen und was dagegen zu tun ist.

Energiehunger, Wassermangel, Umweltzerstörung: Wie groß sind die Probleme der Menschheit und was können wir in Europa tun, um etwas zu verändern? ZEIT ONLINE hat mit Trägern des Alternativen Nobelpreises gesprochen.

Die Frauenrechtlerin und Umweltschützerin Maude Barlow (Preisträgerin im Jahr 2005) setzt sich für den Schutz der globalen Wasserreserven ein. Sie hat den Council of the Canadians gegründet, die größte zivilgesellschaftlichen Organisation Kanadas, und ist aktives Mitglied des Forums on Globalisation.

Maude Barlow war federführend bei der Arbeit an der Verfassung von Uruguay, in der zum ersten Mal das Menschenrecht auf Wasser in einer Verfassung festgeschrieben wurde, und hat Ähnliches in der UN und verschiedenen internationalen Organisationen initiiert.

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Leser-Kommentare
    • Crest
    • 01.12.2010 um 13:48 Uhr

    "Wir müssen die Globalisierung stoppen"

    Wir müssen den 2. Hauptsatz der Thermodynamik stoppen.

    Herzlichst Crest

  1. 2. Wasser

    läßt sich nicht vernichten, allenfalls verunreinigen. Also ist alles letztendlich ein Energieproblem. Wie sollen alle Menschen Zugang zu dieser Technik erhalten, wenn man sie vom Fortsachritt abschneiden will?

    • tabe
    • 01.12.2010 um 14:05 Uhr

    Erst mal muss der Staat als Staat wiedererstehen, dazu gehört, dass man die Möglichkeiten zur Steuerflucht für die Multis beendet. Dass Großkonzerne in Irland einfach Steuern sparen ist unerhört.

  2. ... keine Alternative dazu, damit aufzuhören, Dinge zu produzieren und zu konsumieren, die wir bei näherer Betrachtung nicht wirklich brauchen. Die Globalisierung wird sich ganz von alleine stoppen, wenn Öl aufgrund der Überschreitung des weltweiten Fördermaximums teuer wird ... zu teuer ...

  3. Was mich immer wieder zum Schmunzeln bringt, ist die Tatsache, dass südamerikanische Staaten über Jahrzehnte zu den gefährlichsten und ärmsten Ländern der Welt gehören - und dann ganz plötzlich, als der Manchester Kapitalismus angeschafft wird - zu den florierensten Länder mit den fortschrittlichsten Verfassungen der Welt werden.

    Also ganz ehrlich: Eine Verfassung wie in Uruguay...danach würden sich die Mexikaner oder die Kolumbianer die Finger lecken. Und die Amerikaner erst...

    • helgam
    • 01.12.2010 um 15:04 Uhr

    Sagte nicht schon die Nobelpreisträgerin für Wirtschaft 2009, Frau Elinor Ostrom GEMEINSCHAFTSEIGENTUM WIRD ÖKOLOGISCHER VERWALTET ALS PRIVATEIGENTUM?
    Hören unsere derzeitigen Entscheidungsträger auf solche Persönlichkeiten?
    Warum sagen die politiker immer, daß es keine Alternative zur globalisierung gibt? werden sie dafür extra von der Wirtschaftsmafia bezahlt?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Liebe Helgam,

    Ich finde es natürlich sehr überraschend, dass die Politik nicht auf so etwas hört. Gemeinschaftseigentum ist ja auch so eine gute Sache. Das sieht man vor allem wenn man sich die wunderbar sauberen öffentlichen Toiletten ansieht. Schade, dass sie sich nie eine solche ansehen konnten, das liegt allerding daran, dass diese oftmals gesperrt sind, weil ein Fremder plötzlich unbedingt sauber machen wollte. Meine Toilette zuhause sieht im Vergleich dazu natürlich schrecklich aus. Außerdem hatten wir ja schon wunderbare Beispiele von Kommunismus in der Weltgeschichte. Russland,... etc.

    Aber jetzt mal ernst. Es ist so, dass es nichts bringt über Vor- und Nachteile der Globalisierung zu streiten. Man muss die Dinge nehmen wie sie kommen, denn aufhalten kann und sollte man auch nicht. Auch das ausgehende Öl wird dem keinen Abbruch tun. Denn wenn das Öl zu teuer wird, wird halt Biomasse oder was sonst noch in der Zukunft kommt automatisch atraktiver und somit gefördert. Somit bleibt nur noch die Möglichkeit die Globalisierung zu gestalten. Und genau hier finden sich die Zukunftsmärkte. Photovoltaik oder wie hier Wasseraufbereitungsanlagen werden in er Zukunft weltweit gefragt sein. Somit wird Deutschland Anlagen exportieren und ärmere Länder nachfragen. So ist der Lauf der Dinge, und nur so kann jeder zu Wasser kommen. Dass es da selbst unter Nobelpreisträgern ein paar Schwätzer gibt betrübt einen. Anscheinend geht es mit dem Nobelpreis ganz schön bergab.

    "Sagte nicht schon die Nobelpreisträgerin für Wirtschaft 2009, Frau Elinor Ostrom GEMEINSCHAFTSEIGENTUM WIRD ÖKOLOGISCHER VERWALTET ALS PRIVATEIGENTUM?"

    Nein, das sagte Sie nicht. Sie sagte, dass eine ganz bestimmte Form von Gütern (Allmendegüter) in einer ganz bestimmten Form von Gemeinschaftseigentum ökologischer und effizienter verwaltet werden kann. Ihre Verabsolutung ist entweder eine Lüge (Sie wissen es besser) oder ein Zeichen, dass Sie selbst nicht so richtig zuhören (Sie wissen es nicht besser).

    Mit Globalisierung hat das eher wenig zu tun, dabei handelt es sich um lokale Allokationsprobleme, die jenseits der Existenz von Globalisierung bestehen.

    Die Globalisierung wird in halbwegs freiheitlichen Staaten glücklicherweise kaum aufzuhalten sein. Was soll das auch heißen, "Globalisierunbg aufhalten". Soll die Nutzung globaler Kommunikationsinstrumente verboten werden? Soll die Reisefreiheit aufgehoben werden? Soll der Austausch und Handel mit unseren Mitmenschen in anderen Ländern verboten werden? Klingt, als wäre die Globalisierung besonders erfolgreich in Nordkorea "gestoppt" worden. Wollen wir dem wirklich nacheifern?

    Liebe Helgam,

    Ich finde es natürlich sehr überraschend, dass die Politik nicht auf so etwas hört. Gemeinschaftseigentum ist ja auch so eine gute Sache. Das sieht man vor allem wenn man sich die wunderbar sauberen öffentlichen Toiletten ansieht. Schade, dass sie sich nie eine solche ansehen konnten, das liegt allerding daran, dass diese oftmals gesperrt sind, weil ein Fremder plötzlich unbedingt sauber machen wollte. Meine Toilette zuhause sieht im Vergleich dazu natürlich schrecklich aus. Außerdem hatten wir ja schon wunderbare Beispiele von Kommunismus in der Weltgeschichte. Russland,... etc.

    Aber jetzt mal ernst. Es ist so, dass es nichts bringt über Vor- und Nachteile der Globalisierung zu streiten. Man muss die Dinge nehmen wie sie kommen, denn aufhalten kann und sollte man auch nicht. Auch das ausgehende Öl wird dem keinen Abbruch tun. Denn wenn das Öl zu teuer wird, wird halt Biomasse oder was sonst noch in der Zukunft kommt automatisch atraktiver und somit gefördert. Somit bleibt nur noch die Möglichkeit die Globalisierung zu gestalten. Und genau hier finden sich die Zukunftsmärkte. Photovoltaik oder wie hier Wasseraufbereitungsanlagen werden in er Zukunft weltweit gefragt sein. Somit wird Deutschland Anlagen exportieren und ärmere Länder nachfragen. So ist der Lauf der Dinge, und nur so kann jeder zu Wasser kommen. Dass es da selbst unter Nobelpreisträgern ein paar Schwätzer gibt betrübt einen. Anscheinend geht es mit dem Nobelpreis ganz schön bergab.

    "Sagte nicht schon die Nobelpreisträgerin für Wirtschaft 2009, Frau Elinor Ostrom GEMEINSCHAFTSEIGENTUM WIRD ÖKOLOGISCHER VERWALTET ALS PRIVATEIGENTUM?"

    Nein, das sagte Sie nicht. Sie sagte, dass eine ganz bestimmte Form von Gütern (Allmendegüter) in einer ganz bestimmten Form von Gemeinschaftseigentum ökologischer und effizienter verwaltet werden kann. Ihre Verabsolutung ist entweder eine Lüge (Sie wissen es besser) oder ein Zeichen, dass Sie selbst nicht so richtig zuhören (Sie wissen es nicht besser).

    Mit Globalisierung hat das eher wenig zu tun, dabei handelt es sich um lokale Allokationsprobleme, die jenseits der Existenz von Globalisierung bestehen.

    Die Globalisierung wird in halbwegs freiheitlichen Staaten glücklicherweise kaum aufzuhalten sein. Was soll das auch heißen, "Globalisierunbg aufhalten". Soll die Nutzung globaler Kommunikationsinstrumente verboten werden? Soll die Reisefreiheit aufgehoben werden? Soll der Austausch und Handel mit unseren Mitmenschen in anderen Ländern verboten werden? Klingt, als wäre die Globalisierung besonders erfolgreich in Nordkorea "gestoppt" worden. Wollen wir dem wirklich nacheifern?

  4. "Wir müssen die Globalisierung stoppen"

    Ja, lasst uns auch das Rad stoppen und anschliessend zersägen.
    Kann es sein, dass dieser Planet schon immer global war? (Im Volksmund gern auch innen beleuchtet als "Globus" bezeichnet.)
    Wie wärs mit gestalten statt stoppen?!

    Eine Leser-Empfehlung
  5. ist nicht schlecht, wenn man nicht nur die schlechten Seiten wahrnimmt.
    Meine Meinung ist völlig unmaßgeblich. Aber wenn es nach mir ginge, würde ich einigen wilden Männern etwas besser auf die Finger schauen. Vielleicht sollten ihnen vorsichtshalber einige Ärzte zur Seite gestellt werden.

    Wollt Ihr die Wahrheit hörn? NEIN!

    Ist das gesund?

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