Euro-Krise Frust statt Feststimmung in Griechenland
Der griechische Sparkurs ist ein Marathonlauf, der gerade erst begonnen hat. Das Land spart sich arm, bei Politikern und Bürgern liegen die Nerven blank.
© Louisa Gouliamaki/AFP/Getty Images

Viele Griechen stellen sich auf langjährige Haushalts-Einschnitte ein
Geschafft: Mit 156 gegen 142 Stimmen hat die griechische Regierung ihren Haushalt am frühen Donnerstagmorgen um kurz nach Mitternacht durchs Athener Parlament gebracht. Das Budget für 2011 sieht, wie schon die Sparmaßnahmen im zu Ende gehenden Jahr , tiefe Einschnitte vor. Und es ist nicht der letzte Sparhaushalt.
Mit der nächtlichen Abstimmung hat der sozialistische Ministerpräsident Giorgos Papandreou zwar eine Hürde genommen. Aber am Ziel ist er noch lange nicht. Die Sanierungsbemühungen gleichen einem Marathonlauf , der gerade erst begonnen hat. Ermüdungserscheinungen sind bereits unübersehbar – auch in der Regierung.
"Ist dies ein glaubwürdiger Haushalt? Nein!" Ein hartes Urteil über das Zahlenwerk, das Finanzminister Giorgos Papakonstantinou dem Parlament zur Beratung vorgelegt hatte – zumal es aus den eigenen Reihen kam: Die sozialistische Abgeordnete und ehemalige EU-Kommissarin Vasso Papandreou (nicht verwandt mit dem Regierungschef Giorgos Papandreou) war es, die ihre eigene Regierung in der Haushaltsdebatte attackierte. Sie bezweifelt, dass der Haushalt verlässlich umsetzbar ist: Es gebe zu viele Unwägbarkeiten bei der Wirtschaftsentwicklung und insbesondere dem Steueraufkommen.
Zwar stimmte auch Vasso Papandreou am Ende für das Budget, aber in den Reihen der Regierungspartei, der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok), regt sich Unmut. Der Abgeordnete Thomas Robopoulos denkt daran, die Regierungsfraktion zu verlassen. Auch der Pasok-Parlamentarier Frangiskos Parasyris aus Kreta hat "schon oft an Rücktritt gedacht". Beide monieren, dass sich die sozialistische Partei mit ihrem Sparkurs von ihren sozialpolitischen Grundsätzen entfernt habe.
Frust statt Festtagsstimmung: Das Land ist dabei, sich arm zu sparen, um fast sechs Prozentpunkte hat Finanzminister Papakonstantinou das Haushaltsdefizit in diesem Jahr zurückgefahren. Jetzt kommen auf die Griechen weitere Opfer zu: Die Gehälter bei den Staatsbetrieben werden um bis zu 25 Prozent gekürzt, die Mehrwertsteuer wird erneut erhöht. EU-Kommission und Internationaler Währungsfonds (IWF) loben die Konsolidierungserfolge. Aber an den Finanzmärkten erntet Griechenland statt Anerkennung nur Misstrauen. Diese Woche stellte die Ratingagentur Fitch eine neuerliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands in Aussicht, bereits die dritte Warnung einer Ratingagentur in diesem Monat.
Die Nerven der meisten Griechen liegen blank, vor allem in der Hauptstadt Athen. In den Straßen rund um die Akropolis türmen sich Müllgebirge, weil die Straßenreinigung streikt. Am Mittwoch standen alle öffentlichen Verkehrsmittel still – wieder einmal. Seit Wochen revoltieren die Bediensteten der staatlichen Nahverkehrsbetriebe gegen die Sparpolitik der Regierung.
Die Streiks treiben nicht nur die Berufspendler zur Verzweiflung, sondern auch die Einzelhändler, die nach einem schweren Jahr mit Zehntausenden Pleiten im Einzelhandel jetzt auch noch um das Weihnachtsgeschäft gebracht werden. Populär sind die Arbeitsniederlegungen schon deshalb nicht, weil es Privilegierte sind, die da auf die Barrikaden gehen, nämlich die Beschäftigten der Staatsunternehmen.
- Datum 23.12.2010 - 10:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das Land ist arm. Aber es hat sich zehn Jahre lang wie ein reiches geriert. Der erschlichene Traum ist geplatzt. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Steuererhöhungen in Griechenland sind unnötig und treffen insbesondere die wenigen "Ehrlichen" , die noch Steuern abführen. Das ist schlicht dumm, denn man sollte die wenigen Zahler nicht noch zwangsweise in den Steuerbetrug schicken.
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Wesentlich intelligenter wäre es, die fälligen Steuern tatsächlich einzuziehen: Solange Sie in Griechenland Grundbücher haben, in denen "Fremdgebrauch" eine Rechts-bildende Rolle spielt, solange man Häuser und Grundstücke gegen bar kaufen und nur ein Drittel des Kaufbetrages in den Vertrag zu schreiben braucht, solange für "nicht fertiggestellte" Häuser (90 Prozent) überhaupt keine Steuer zu zahlen ist und solange man an jeder Ecke und Kante in Griechenland Steuerbetrugsmöglichkeiten sieht, die leichtestens abzustellen wären - ja so lange ist die ganze Sparklamotte reiner Theaterdonner zur Beeindruckung der Gläubiger.
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Man WILL einfach nicht an die Mißstände heran. Wahrscheinlich, weil die Führingsleute gleichfalls vom Steuerbetrug leben.
"Man WILL einfach nicht an die Mißstände heran. Wahrscheinlich, weil die Führungsleute gleichfalls vom Steuerbetrug leben."
keine griechische Spezialität.
Es hätte nicht der Verurteilung der Deutschen Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bedurft, umm dessen gewahr zu werden.
Die HerrenDamen zahlen halt nicht gern, sie haben schon an den Profiten genug zu schleppen.
"Man WILL einfach nicht an die Mißstände heran. Wahrscheinlich, weil die Führungsleute gleichfalls vom Steuerbetrug leben."
keine griechische Spezialität.
Es hätte nicht der Verurteilung der Deutschen Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bedurft, umm dessen gewahr zu werden.
Die HerrenDamen zahlen halt nicht gern, sie haben schon an den Profiten genug zu schleppen.
"Jedem Griechen seine Yacht bis der Euro zusammenkracht."
Liebe Griechen, es geht so nicht mehr weiter !
Natürlich bin auch ich dafür, die Banken stärker in Pflicht zu nehmen. Aber Haushalte manipulieren und dann Transferleistungen vom Feinsten kassieren und dann auch noch kein durchsetzungsstarkes Steuerwesen besitzen, geht einfach nicht auf Dauer.
Irgendwann gehen auch die wirtschaftsstarken Länder zugrunde.
es war nie nicht bewusst das der algemeinen greiche auf der strasse der staats haushalt manipuliert hat...ich dachte es wäre banken wie goldman sachs die zussamen mit korupten politiker in der EU und daheim solchen macht hat..sich bereichert hat auf kosten der bevolkerung..die jetzt davür zahlen muss?
nein?...haben die bevolkerung in griechenland soviel macht?
glaube ich nicht...
...machst du dich mal kundig, bevor du hier Phrasen auf B**D-Nivea ablässt:
http://www.wsws.org/de/20...
"Aber Haushalte manipulieren und dann Transferleistungen vom Feinsten kassieren und dann auch noch kein durchsetzungsstarkes Steuerwesen besitzen, geht einfach nicht auf Dauer."
Das wissen die Griechen auch, die meisten waren skeptisch:
"Trotz des erfolgreichen politischen Kurses und der Tatsache, dass das Land mit dem Beitritt in die Europäische Gemeinschaft z. B. eine allgemeine Stabilisierung der nationalen Wirtschaft erfahren hat, hielt sich die Europabegeisterung in der Bevölkerung zunächst in Grenzen. Der Grund hierfür lag vor allem an der Tatsache, dass sich positive Auswirkungen der Mitgliedschaft schleppend sowie für breite Teile der Bevölkerung eher unsichtbar einstellten. So befürchtete man in dieser Zeit unter anderem einen negativen Einfluss auf die griechische Ökonomie oder einen umfangreichen Verlust nationaler Kompetenzen."
Quelle: http://de.wikipedia.org/w...
Das hier stimmt aber vermutlich nicht mehr:
"Heute ist eine starke Integrationsfreudigkeit der griechischen Bevölkerung zu verzeichnen."
Die merken, dass das ein Strohfeuer war, für dass man sie jetzt bluten lässt. Die werden genauso verar***t wie wir.
es war nie nicht bewusst das der algemeinen greiche auf der strasse der staats haushalt manipuliert hat...ich dachte es wäre banken wie goldman sachs die zussamen mit korupten politiker in der EU und daheim solchen macht hat..sich bereichert hat auf kosten der bevolkerung..die jetzt davür zahlen muss?
nein?...haben die bevolkerung in griechenland soviel macht?
glaube ich nicht...
...machst du dich mal kundig, bevor du hier Phrasen auf B**D-Nivea ablässt:
http://www.wsws.org/de/20...
"Aber Haushalte manipulieren und dann Transferleistungen vom Feinsten kassieren und dann auch noch kein durchsetzungsstarkes Steuerwesen besitzen, geht einfach nicht auf Dauer."
Das wissen die Griechen auch, die meisten waren skeptisch:
"Trotz des erfolgreichen politischen Kurses und der Tatsache, dass das Land mit dem Beitritt in die Europäische Gemeinschaft z. B. eine allgemeine Stabilisierung der nationalen Wirtschaft erfahren hat, hielt sich die Europabegeisterung in der Bevölkerung zunächst in Grenzen. Der Grund hierfür lag vor allem an der Tatsache, dass sich positive Auswirkungen der Mitgliedschaft schleppend sowie für breite Teile der Bevölkerung eher unsichtbar einstellten. So befürchtete man in dieser Zeit unter anderem einen negativen Einfluss auf die griechische Ökonomie oder einen umfangreichen Verlust nationaler Kompetenzen."
Quelle: http://de.wikipedia.org/w...
Das hier stimmt aber vermutlich nicht mehr:
"Heute ist eine starke Integrationsfreudigkeit der griechischen Bevölkerung zu verzeichnen."
Die merken, dass das ein Strohfeuer war, für dass man sie jetzt bluten lässt. Die werden genauso verar***t wie wir.
es war nie nicht bewusst das der algemeinen greiche auf der strasse der staats haushalt manipuliert hat...ich dachte es wäre banken wie goldman sachs die zussamen mit korupten politiker in der EU und daheim solchen macht hat..sich bereichert hat auf kosten der bevolkerung..die jetzt davür zahlen muss?
nein?...haben die bevolkerung in griechenland soviel macht?
glaube ich nicht...
Korruption, Vetternwirtschaft, Steuerhinterziehung und Inanspruchnahme staatlicher Wohlfahrt (Renten- und Pensionen, vererbbare Pensionen beim Militär, Stellenbeschaffung für ganze Familienclans beim Staat) sind bis an den Tischen in die kleinsten Insel-Taverne anerkannter griechischer Konsens.
Das griechische Volk hat doch niemals diese Wohltaten hinterfragt. Sondern auch die Hand aufgehalten.
Im Grunde müssen wir uns bei der Regierung Bush für die Lehmannpleite bedanken. Denn im Zuge der Finanzkrise konnten die korrupten Strukturen aufgedeckt werden.
Das Schneeballsystem würde noch heute funktionieren.
Korruption, Vetternwirtschaft, Steuerhinterziehung und Inanspruchnahme staatlicher Wohlfahrt (Renten- und Pensionen, vererbbare Pensionen beim Militär, Stellenbeschaffung für ganze Familienclans beim Staat) sind bis an den Tischen in die kleinsten Insel-Taverne anerkannter griechischer Konsens.
Das griechische Volk hat doch niemals diese Wohltaten hinterfragt. Sondern auch die Hand aufgehalten.
Im Grunde müssen wir uns bei der Regierung Bush für die Lehmannpleite bedanken. Denn im Zuge der Finanzkrise konnten die korrupten Strukturen aufgedeckt werden.
Das Schneeballsystem würde noch heute funktionieren.
Die Mehrwertsteuer steigt auf 13%.
Sollten wir nicht auch mal sparen, nicht den fetten EU- Nettobeitragszahler geben und unsere MWSt auf 13% "anheben"?
sind anscheinnend nicht ihre stärke
dort ist vom vermindertem mehrwertsteuersatz die rede , der in deutschland übrigens 7% beträgt...
zum glück gabs zu ihrer zeit keine pisa studien - ich würde ihnen empfehlen ihre kommentare wieder bei der bild abzugeben
es handelt sich um den/ einen/ ermaessigten ("mittleren) mwst. betrag.
"von der erneuten Mehrwertsteuererhöhung betroffen sind unter anderem Milch und Molkereiprodukte, Getreideprodukte, Fleisch, Fisch, Früchte, Gemüse, Eier, Speiseöl, Trinkwasser, elektrischer Strom, Erdgas und nicht zuletzt auch Dienstleistungen wie auf dem Sektor der Gebäude- und Wohnungsinstandhaltung und im Transportwesen.
...die Mwst. in Griechenland ist bereits bei 23%:
http://www.ad-hoc-news.de...
Was sich von 11% auf 13% erhöht:
"Die Erhöhung des mittleren Satzes der Mehrwertsteuer von 11% auf 13%"
Quelle: http://www.griechenland-b...
Leider hab ich keine Beschreibung gefunden, was das genau sein soll, bzw. was unter die ermässigten Steuersätze fällt und was nicht.
sind anscheinnend nicht ihre stärke
dort ist vom vermindertem mehrwertsteuersatz die rede , der in deutschland übrigens 7% beträgt...
zum glück gabs zu ihrer zeit keine pisa studien - ich würde ihnen empfehlen ihre kommentare wieder bei der bild abzugeben
es handelt sich um den/ einen/ ermaessigten ("mittleren) mwst. betrag.
"von der erneuten Mehrwertsteuererhöhung betroffen sind unter anderem Milch und Molkereiprodukte, Getreideprodukte, Fleisch, Fisch, Früchte, Gemüse, Eier, Speiseöl, Trinkwasser, elektrischer Strom, Erdgas und nicht zuletzt auch Dienstleistungen wie auf dem Sektor der Gebäude- und Wohnungsinstandhaltung und im Transportwesen.
...die Mwst. in Griechenland ist bereits bei 23%:
http://www.ad-hoc-news.de...
Was sich von 11% auf 13% erhöht:
"Die Erhöhung des mittleren Satzes der Mehrwertsteuer von 11% auf 13%"
Quelle: http://www.griechenland-b...
Leider hab ich keine Beschreibung gefunden, was das genau sein soll, bzw. was unter die ermässigten Steuersätze fällt und was nicht.
...am Anfang Verständnis vorgaukeln, am Ende ein großes TINA und weiter so.
Das "über die Verhältnisse gelebt" hört man hier ja auch öfter mal, dabei war Griechenland bis zur Krise Vorzeigekind der EU, niedrige Steuern und gutes Wachstum. So wie sich die *Elite* in Brüssel das wünscht. War wohl nichts.
Und Herr Höhler, wenn sie schon Sachen schreiben wie:
"von Jahr zu Jahr höher verschuldete, um Sozialleistungen zu finanzieren"
dann sollten sie vielleicht auch welche aufzählen? Meines Wissens gibt es in G nämlich gar keine nennenswerte soziale Absicherung. Oder wollen sie nur gutbürgerliche deutsche Reflexe bedienen?
Bluten werden ohnehin die Schwächsten, die Jugendarbeitslosigkeit liegt geschätzt bei 30%, von den Einstiegsgehältern kann man jetzt schon kaum noch leben. Aber Hauptsache sparen, damit die deutschen Banken auch weiterhin ihre Zinsen kassieren können und der Euro nicht kippt.
"Man WILL einfach nicht an die Mißstände heran. Wahrscheinlich, weil die Führungsleute gleichfalls vom Steuerbetrug leben."
keine griechische Spezialität.
Es hätte nicht der Verurteilung der Deutschen Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bedurft, umm dessen gewahr zu werden.
Die HerrenDamen zahlen halt nicht gern, sie haben schon an den Profiten genug zu schleppen.
...machst du dich mal kundig, bevor du hier Phrasen auf B**D-Nivea ablässt:
http://www.wsws.org/de/20...
"Aber Haushalte manipulieren und dann Transferleistungen vom Feinsten kassieren und dann auch noch kein durchsetzungsstarkes Steuerwesen besitzen, geht einfach nicht auf Dauer."
Das wissen die Griechen auch, die meisten waren skeptisch:
"Trotz des erfolgreichen politischen Kurses und der Tatsache, dass das Land mit dem Beitritt in die Europäische Gemeinschaft z. B. eine allgemeine Stabilisierung der nationalen Wirtschaft erfahren hat, hielt sich die Europabegeisterung in der Bevölkerung zunächst in Grenzen. Der Grund hierfür lag vor allem an der Tatsache, dass sich positive Auswirkungen der Mitgliedschaft schleppend sowie für breite Teile der Bevölkerung eher unsichtbar einstellten. So befürchtete man in dieser Zeit unter anderem einen negativen Einfluss auf die griechische Ökonomie oder einen umfangreichen Verlust nationaler Kompetenzen."
Quelle: http://de.wikipedia.org/w...
Das hier stimmt aber vermutlich nicht mehr:
"Heute ist eine starke Integrationsfreudigkeit der griechischen Bevölkerung zu verzeichnen."
Die merken, dass das ein Strohfeuer war, für dass man sie jetzt bluten lässt. Die werden genauso verar***t wie wir.
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