Wikileaks Inder sollen in Kaschmir gefoltert haben
Indische Sicherheitskräfte haben laut dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes Gefangene in Kaschmir gefoltert. Das geht aus von Wikileaks veröffentlichten Dokumenten hervor.
© Tauseef Mustafa/AFP/Getty Images

Ein Soldat der paramilitärischen Indian Central Reserve Police Force (CRPF) hält Wache im kaschmirischen Srinagar
Kaschmir gehört zu den labilen Krisenregionen dieser Welt. Sie wird regelmäßig vom Terror heimgesucht, wegen ihr gab es bereits Krieg zwischen Indien und Pakistan. Indische Sicherheitskräfte sollen nun nach Erkenntnissen des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) Hunderte Gefangene in Kaschmir missbraucht und gefoltert haben. Das geht aus einem Bericht der US-Botschaft in Neu Delhi hervor, der als geheim eingestuft worden war. Er gehört zu den Wikileaks-Depeschen und ist nun vom britischen Guardian veröffentlicht worden.
Demnach informierte ein IKRK-Vertreter, dessen Name unkenntlich gemacht wurde, die Amerikaner im April 2005 über die Erkenntnisse, die die humanitäre Organisation aus Gesprächen mit 1491 Gefangenen in den Jahren 2002 bis 2004 gewonnen hatte.
Der IKRK-Vertreter berichtete der Botschaftsdepesche zufolge von Misshandlungen in Form von Schlägen bei 171 Gefangenen. 681 Gefangene seien auf verschiedene Arten gefoltert worden. Sie seien etwa mit Stromschlägen gequält oder sexuell missbraucht worden. Anderen seien die Beine in einem 180-Grad-Winkel gespreizt worden. Gefangene seien oft mehr als einer Form der Folter ausgesetzt gewesen. Das IKRK sei daher zu dem Schluss gekommen, dass die Regierung in Neu Delhi Folter im indischen Teil Kaschmirs billige.
Die Inhaftierten seien zudem in seltenen Fällen militante Extremisten, diese würde normalerweise getötet ( routinely killed ). Vielmehr seien es solche Personen, von denen die Sicherheitskräfte annahmen, dass sie in Beziehung zu Aufständischen stünden oder Informationen über diese hätten.
Indische Regierungsvertreter hatten dem ungenannten IKRK-Vertreter gegenüber auch betont, dass sich die Menschenrechtslage in Kaschmir 2005 im Vergleich zu den 1990er-Jahren wesentlich verbessert habe. Diese Sicht vertrat laut Depesche auch der IKRK-Mann. So würden nicht mehr des Nachts ganze Dörfer von Sicherheitskräften aufgeschreckt und willkürlich Gefangene genommen. Auch hätte es in den Neunzigern rund 300 Arrestzentren gegeben, heute seien es wesentlich weniger ( a lot fewer ).
- Datum 17.12.2010 - 18:41 Uhr
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- Quelle dpa
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An allen Ecken und Enden der Welt wird gefoltert und Kriegsverbrechen begangen, solange die Öffentlichkeit nicht hinsieht. Damit ist, dank WikiLeaks, nun Schluss! Wir erfahren alles!
Danke, Kids des neuen Jahrtausends.
Im Namen des "Krieges gegen den Terror" wird eben Folter bei den Verbündeten billigend in Kauf genommen.
Wenn die amerikanischen Botschafter entsprechende Informationen über Taliban oder iranische Sicherheitsbehörden ins State Department gefunkt hätten, dann wäre ein Leitartikel im "Time" mit dem Titel "Warum wir kämpfen!" erschienen. So wurde es unter den Teppich geklärt.
wann findet die Abstimmung im Kaschmir über die Zugehörigkeit zu welchem Staat endlich statt ?
Es gibt hier keine Frage wer den Konflikt verursacht hat und wer die Bevölkerung unterdrückt.
daß nun zum Guardian verlinkt wird. Bitte weiter so.
Die Foltervorwürfe waren bzw. sind doch schon länger bekannt.
In der Tat, leider wird noch viel zu viel gefoltert.
Daran wird wikileaks auch nichts ändern, leider.
Folterfallstudien speziell in Kaschmir
http://www.achrweb.org/re...
Folterfallstudien generell in Indien.
Indien hat keine Folterkonventionen unterzeichnet:
http://www.peopleswatch.o... Reports/AU Reports 2008 Volume-I PDF/volume1.pdf
Siehe weiter "National Project on Preventing Torture in India:
From Public Awareness to State Accountability
(This Publication has been produced with the assistance of the European Union and Friedrich
Naumann Stiftund (FNSt),
Bihar Orissa Rajasthan Uttar Pradesh West Bengal", "volume-II.pdf"
http://www.omarabdullah.com/
Wo möchten Sie lieber leben in Indien oder Singapur? Singapur ist keine Demokratie, aber ein Rechtstaat (solange die Familie von Lee Kwan Yu nicht tangiert wird). Wer mir entgegenhält, Singapur sei ja reicher, dem antworte ich, daß auch das ein Ergebnis der Rechtstaatlichkeit ist.
Wo sind wir denn jetzt gelandet, ich dachte es sei beschlossene Sache bei der Zeit, dass Informationen von dieser Platform unrechtmaessig sind ('das Faustrecht, wie es Assange sich nimmt, verbietet jede Gemeinschaft') und 'nicht der Transparenz, sondern dem Gegenteil' dienen.
'Wie soll das der Wahrheitsfindung dienen?'
Alle Zitate vom ZEIT Herausgeber im 'Faustrecht Digital' Artikel www.zeit.de/2010/51/P-Zei...
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