Alternativer Nobelpreis "Die großen Holzfirmen halten ihre Versprechen nicht"
René Ngongo, Träger des Alternativen Nobelpreises, kämpft für den Erhalt des Regenwaldes im Kongo. ZEIT ONLINE sprach mit ihm über den Raubbau durch große Unternehmen.
Energiehunger, Wassermangel, Umweltzerstörung: Wie groß sind die Probleme der Menschheit und was können wir in Europa tun, um etwas zu verändern? ZEIT ONLINE hat mit Trägern des Alternativen Nobelpreises gesprochen.
Der Umweltschützer René Ngongo kämpft für den Erhalt des zweitgrößten Regenwaldes der Welt. Er versucht die Waldwirtschaft im Kongo auf rechtliche und formelle Grundlagen zu stellen. Ngongo hat sich erfolgreich für strenge Konzessionen an die Holzkonzerne eingesetzt und versucht, deren Einhaltung zu kontrollieren. Ein Anliegen, dass im Kongo mit seinem schwachen Staat und der damit einhergehenden Rechtsunsicherheit, ein schweres Unterfangen ist. Während des Bürgerkrieges dokumentierte er den Rohstoffraub des an Diamanten und Erzen reichen Landes durch die Kriegsparteien. Zurzeit ist er Greenpeace-Chef für Kongo. Bei seiner Arbeit wird er auch von gewalttätigen Milizen bedroht. Er braucht daher den Schutz der UN-Kongotruppe Monuc.
- Datum 17.12.2010 - 13:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Niemand kann anstelle der Kongo-Regierung den Kongo regieren.
Mit irgendwelchen Unternehmen Vereinbarungen zu treffen und sich nachher über deren Nichteinhalten zu beklagen, ist sinnlos. Sich mit Lügnern zu einigen, macht selber zum Lügner.
Hat schon mal jemand an einen internationalen Gerichtshof für mutwillige Vernichter der Lebensgrundlagen gedacht?
Die UNO tut doch auch etwas gegen Prädidenten, die regieren wollen, aber nicht gewählt sind: Da könnte sie doch auch was tun gegen Präsidenten, die gewählt sind, aber nicht regieren wollen.
Ich bin sonst kein "Sprach-Wächter", aber es wäre schön, wenn Ngongo auf deutsch für die *Erhaltung* der Wälder einträte – per Post wird er sie wohl kaum erhalten können :-)
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