PakistanFrau in Burka tötet Dutzende Flüchtlinge

Sie flohen vor Gefechten zwischen Armee und Taliban – und wurden Opfer einer Selbstmordattentäterin: Mindestens 44 Menschen kamen im Nordwesten Pakistans ums Leben.

Die Attentäterin habe die Menschen in einem Zentrum für internationale Nahrungsmittelhilfe in der Stadt Khar angegriffen, sagte ein Regierungsvertreter der Region Bajaur an der afghanischen Grenze. Die junge Attentäterin trug Augenzeugen zufolge einen Ganzkörperschleier. Sie hatte während der Ausgabe von Nahrungsmitteln zunächst Handgranaten in die Menge geworfen, als sie am Tor von Sicherheitskräften gestoppt wurde. Dann habe sie sich in die Luft gesprengt. Die radikalislamischen Taliban übernahmen die Verantwortung für das Attentat.

Auf dem Gelände waren offiziellen Angaben zufolge zum Zeitpunkt des Anschlags etwa 300 Menschen versammelt. Die Zahl der Toten könnte noch steigen, da es viele Schwerverletzte gab. "Sieben bis acht Menschen schweben noch in Lebensgefahr", sagte ein Arzt der Intensivstation des Krankenhauses in Khar, wo die Opfer behandelt werden. Insgesamt wurden durch den Anschlag mindestens 70 Menschen verletzt.

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Bei den Opfern handelt es sich offiziellen Angaben zufolge um Flüchtlinge, die sich vor Kämpfen zwischen der Armee und den pakistanischen Taliban in Sicherheit bringen wollten. Erst am Vortag hatte es in einer Nachbarregion von Bajaur heftige Gefechte gegeben, bei denen elf Soldaten und 24 Extremisten getötet wurden.

Der Augenzeuge schätzte die Täterin auf Anfang 20. Selbstmordanschläge durch Frauen sind eher selten. In Pakistan gab es vor dem jüngsten Anschlag lediglich zwei Attentate dieser Art. Auch der Regierungsbeamte ging davon aus, dass eine Frau das Blutbad anrichtete.

Im Grenzgebiet zu Afghanistan halten sich viele radikalislamische Extremisten der Taliban und des Terrornetzwerks al-Qaida auf. Bajaur war früher ein Hauptdurchgangsgebiet für Aufständische, die jenseits der Grenze in Afghanistan Anschläge verübten. Mit einer ganzen Serie von Angriffen versucht die pakistanische Armee mithilfe der USA, die Extremisten aus der Region zu vertreiben . Dabei wurden Hunderte Kämpfer getötet . Im vergangenen Jahr hatte das Militär dann verkündet, die Militanten seien aus dem Grenzgebiet geflohen. Allerdings sollen sich weiterhin Aufständische in den Bergen verstecken und Soldaten und Zivilisten in Bajaur und im benachbarten Distrikt Mohmand angreifen. Durch Anschläge im ganzen Land kamen bereits ebenfalls Hunderte Menschen ums Leben kamen.

 
Leserkommentare
  1. von hier aus beurteilen zu wollen, was die Frau getrieben hat, sich in Pakistan unter Glaubensgefährten in die Luft zu sprengen. Eines wird man aber mit Sicherheit ausschließen können, 72 Jungfrauen im Paradies waren nicht die zu erwartende Belohnung, denn gleichgeschlechtlicher Sex hat nicht den hohen und regierungsseitig bevorzugten Stellenwert wie bei uns. Wenn Mohammedaner glauben, sich in die Luft sprengen zu müssen, will und kann ich sie nicht hindern, solange sie das in ihren Ländern tun und sie dabei unter sich bleiben. Wenn das ihrem wie auch immer geartetem Glauben geschuldet ist, steht es mir nicht zu, darüber zu richten oder mich einzumischen.

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  2. Wann begreifen die Europäer endlich, dass mit dem Islamismus eine Ideologie in der Welt ist, die [...] extem destruktiv und jenseits jeder Moralität ist. [...] und wenn die Terroristen könnten, wie sie wollten, und die entsprechenden Mittel (z.B. ABC-Waffen) in der Hand hätten, so würden sie noch ganz andere Dinge veranstalten. Es nützt nichts, über "sozio-ökonomische Hintergründe" zu spekulieren, auch der Nationalsozialismus hatte seine ideologischen und historischen Randbedingungen - irgendwann war das Monster geboren, fertig und hat die Welt an den Rand des Abgrunds gebracht. Und es sind wahrhaft feine Aussichten, dass wir in Europa, von London bis Rom, von Madrid bis Stockholm eine unkalkulierbare Anzahl von "zornigen, jungen Männern", frustrierten, entwurzelten Muslimen, haben, die sich jederzeit dieser Wahnsinnsideologie anschließen können.
    Teile entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/wg

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  3. Meldung von heute 25.12.:
    Jos (Nigeria) – Bei Angriffen auf Kirchen und weiteren Gewalttaten sind in Nigeria mindestens 38 Menschen ermordet und 74 verletzt worden. Bei mehreren Explosionen in Jos im Zentrum des Landes wurden mindestens 32 Menschen getötet. Mutmaßliche Mitglieder einer islamistischen Gruppierung griffen drei Kirchen in der Stadt Maiduguri an. Dabei starben sechs Menschen. Eine Kirche ging in Flammen auf.
    http://www.bild.de/BILD/n...

    Eine Leserempfehlung
  4. Ich muss Ihre Streichung natürlich akzeptieren, allerdings erinnere ich zum Beispiel an die berüchtigte Hamas-Charta, in der mit folgenden Worten zur "zweiten Endlösung" aufgerufen wird. Achtung, dies sind Zitate !
    Aus der Präambel: "Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat."
    Weiterhin: "Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! (...)Ende des Zitats. Vielleicht wird hierdurch meine NS-Assoziation einleuchtender...

    3 Leserempfehlungen
  5. zu Freitagsgebeten und höre mir die Predigten an.

    Aus den Gesprächen mit den Muslimen geht sehr viel Wissenswertes über die "Religion des Friedens" hervor, was meine hiesigen Thesen stützt.

    Man hat hier in Berlin sehr gute Möglichkeiten um sich in den muslimischen Zentren zu informieren.

    Der tag der offenen Moschee ist auch eine Möglichkeit mit Muslimen in Kontakt zu treten und den Qran erklärt zu bekommen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/cs

  6. >>Vor 2001 gab es keine solchen Kämpfer wie Sie, jedenfalls waren sie nicht sichtbar.<<

    So ein Unsinn. Sie wollten das vermutlich nicht wahrnehmen, wie viele andere auch. Es gab schon lange vor Bush Menschen, die vor einem immer stärker um sich greifenden Islamismus, dem politischen Islam gewarnt haben. Aber das wollte ja niemand hören. Es heißt nicht umsonst: "Lesen bildet". Scholl-Latour z.B. hat sehr früh ausführlich darüber berichtet und viele Entwicklungen beschrieben, die tatsächlich genauso eingetreten sind.

    Das Schwert des Islam – Revolution im Namen Allahs Heyne, München 1990

    Den Gottlosen die Hölle – Der Islam im zerfallenden Sowjetreich. Deutscher Bücherbund, Stuttgart 1991;

    Lügen im Heiligen Land – Machtproben zwischen Euphrat und Nil. Siedler, Berlin 1998

    Gibt noch viele andere Werke, die sich mit dem Islamismus beschäftigt haben. Wie gesagt, lesen bildet.

    Eine Leserempfehlung
    • leon1
    • 26.12.2010 um 1:22 Uhr

    das der Herr der Drohnen zur Zeit ein Herr Obama ist.
    Das ist der mit dem Friedensnobelpreis dem ueber 200 000
    Berliner zugejubelt haben.
    Frohe Weihnachten [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    • Afsoen
    • 26.12.2010 um 5:49 Uhr
    56. Danke

    für die beste Stellungnahme bislang. Sie bringen es auf den Punkt.

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