Terrorismus Tausende Ägypter trauern

Bei der Beerdigung für die Opfer des Attentats protestierten die Trauergäste laut gegen den ägyptischen Staatschef. International wurde der Anschlag scharf verurteilt.

Nach dem tödlichen Anschlag auf eine Kirche im ägyptischen Alexandria haben tausende Menschen an der Beisetzung der Opfer teilgenommen. Mindestens 5000 Trauernde kamen zu der Zeremonie im Kloster Marmina in King Mariut, einem Vorort von Alexandria. Bei dem Anschlag auf das koptische Gotteshaus – die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten – waren in der Neujahrsnacht 21 Menschen getötet worden, 79 wurden nach offiziellen Angaben verletzt.

Wütend unterbrachen die Trauernden den Sekretär von Kopten-Patriarch Schenuda III., Bischof Juanes, als er das Beileid von Staatschef Husni Mubarak übermitteln wollte. "Nein, nein, nein", skandierte die Menge aufgebracht. Bereits am Samstagnachmittag hatten sich junge koptische Christen und Sicherheitskräfte gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert.

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Das verheerende Selbstmordattentat wurde nicht nur in Ägypten sondern auch international verurteilt. US-Präsident Barack Obama bezeichnete den Terroranschlag als ungeheuerlich. Die Attentäter hätten keinen Respekt vor dem menschlichen Leben. Sie müssten für ihre "barbarische und abscheuliche Tat" vor Gericht gebracht werden, hieß es in einer Erklärung aus dem Weißen Haus.

Die Herrscher und Präsidenten vieler arabischer Länder zeigten gleichfalls Abscheu für die Terrortat. Entsprechende Botschaften trafen von König Abdullah II. von Jordanien, vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Chalifa bin Said al-Nahjan, vom saudischen Königshof und aus Kuwait und Katar in Kairo ein.

Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilte die Terrortat scharf. "Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Anschlag", sagte sie in Brüssel. "Das Recht der koptischen Christen auf die Ausübung ihrer Religion muss geschützt werden." Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sprach von einem "feigen Verbrechen".

Die Bombe – die nach Informationen aus Sicherheitskreisen aus rund 100 Kilogramm Sprengstoff bestand – war von einem Selbstmordattentäter in einem Wagen direkt vor der Kirche gezündet worden, als erste Gläubige die Mitternachtsmesse in der St.-Markus- und Petri-Kirche im Stadtteil Sidi Bischr verließen. Das war gegen 0.30 Uhr griechischer Zeit. Unter den Opfern sollen auch muslimische Passanten gewesen sein.

Wütende Christen bewarfen nach dem Anschlag eine Moschee in der Nähe mit Steinen. Die Polizei trieb die Menge auseinander. Die St. Markus- und Petri-Kirche ist eines der größten Gotteshäuser der Kopten in Alexandria, die etwa zehn Prozent der ansonsten überwiegend muslimischen Bevölkerung ausmachen. Unmittelbar benachbart ist das kirchliche St.-Markus-Spital, in dem viele der Verletzten behandelt wurden.

 
Leser-Kommentare
  1. ODER WER IST DER TÄTER?

    [...]

    Ja, Herr OBAMA, Sie haben Recht:
    "Die Attentäter hätten keinen Respekt vor dem menschlichen Leben. Sie müssten für ihre "barbarische und abscheuliche Tat" vor Gericht gebracht werden, hieß es in einer Erklärung aus dem Weißen Haus."

    MORD BLEIBT MORD!
    Teile entfernt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg

  2. Redaktion

    Lieber Leser, die genannte Meldung finden Sie auch hier:

    http://www.zeit.de/politi...

  3. War es nicht der letzte Präsident der USA der zum KREUZZUG aufgerufen hat und ein Bundeskanzler der seine BEDINGUNGSLOS Solidarität verkündet hat.
    Solche Worte wurden im Nahen Osten möglicherweise als Kriegserklärung der Christen gegen die Muslime verstanden.
    Und außerdem, wer als Präsident und Oberbefehlshaber eine Staates völkerrechtswidrige Kriege in eben dieser Region führen lässt und eine befreundete Regierung bei ihren ebenfalls völkerrechtswidrigen Handlungen unterstützt sollte besser schweigen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sollten ihre Argumente als Entschuldigung oder gar Begründung für diese schändlichen Morde an unschuldigen Menschen gedacht sein?

    Ich hoffe, dass ist eine Fehlinterpretation.

    Für solche Mordtaten gibt es KEINE aber auch wirklich keine Begründung. Sie sind eines Menschen unwürdig und ein "Gott", der solche Taten begrüßen/erlauben sollte, wäre der Menschen und eines jeden Lebenswesens unwürdig.

    • dacapo
    • 02.01.2011 um 13:15 Uhr

    "Der Anschlag war gerechtfertigt". So kurz hätten Sie es sagen können. Denn, so ihre Weisheit, es gibt für jede Tat eine Rechtfertigung.

    • dacapo
    • 02.01.2011 um 13:18 Uhr

    ......... wird nur ein Muslim umgebracht. Aber wehe, es wird eine blöde Karikatur von Mohamed, dem Propheten verööfentlicht, dann wird im Nu die dänsiche Flagge rausgeholt und darauf rumgetrampelt und verbrannt, in der ganzen islamischen Welt.

    Sollten ihre Argumente als Entschuldigung oder gar Begründung für diese schändlichen Morde an unschuldigen Menschen gedacht sein?

    Ich hoffe, dass ist eine Fehlinterpretation.

    Für solche Mordtaten gibt es KEINE aber auch wirklich keine Begründung. Sie sind eines Menschen unwürdig und ein "Gott", der solche Taten begrüßen/erlauben sollte, wäre der Menschen und eines jeden Lebenswesens unwürdig.

    • dacapo
    • 02.01.2011 um 13:15 Uhr

    "Der Anschlag war gerechtfertigt". So kurz hätten Sie es sagen können. Denn, so ihre Weisheit, es gibt für jede Tat eine Rechtfertigung.

    • dacapo
    • 02.01.2011 um 13:18 Uhr

    ......... wird nur ein Muslim umgebracht. Aber wehe, es wird eine blöde Karikatur von Mohamed, dem Propheten verööfentlicht, dann wird im Nu die dänsiche Flagge rausgeholt und darauf rumgetrampelt und verbrannt, in der ganzen islamischen Welt.

    • hede
    • 02.01.2011 um 12:00 Uhr

    die Muslime an sich völlig friedlich.

    Darf ich mal daran erinnern, das der 11. September und auch die Anschläge auf die Botschaften in Afrika zu einer Zeit waren, als die Amis weder im Irak noch in Afghanistan waren.

    Ich will nicht den Irak-Krieg in Schutz nehmen, gegen diesen Krieg bin ich immer gewesen, genauso wie ich immer gegen Bush war.

    Doch man sollte nicht die USA als Sündenbock dafür nehmen, das fast überall in der islamischen Welt Hass gegen Juden, Christen den Westen und Alles gepredigt wird, was nicht muslimisch ist.

    In Abdel-Samads Buch der Untergang der Islamischen Welt wird die Sichtweise der Muslime sehr gut dargestellt. Kleiner Auszug aus einem saudischen Schulbuch:
    "Die Affen sind die Juden,und die Schweine sind die Christen, die ungläubigen Anhängger Jesu".

    • hede
    • 02.01.2011 um 12:09 Uhr

    die Al Kaida hat der USA durch Anschläge und Botschaften den Krieg erklärt und diesen Krieg führt die USA nun. (gilt nicht für den Irak, Saddam hatte mit der Al Kaida nichts zu tun)

    Die Kopten haben den Muslimen nichts getan. Die unschuldigen Menschen, darunter Frauen und Kinder, die ermordet wurden, als Sie aus der Kirche kamen, mit Al Kaida Mitgliedern zu vergleichen ist ein Unverschämtheit.

  4. Erst einmal veurteile ich als Muslim selbst diesen feigen Anschlag.
    Der Islam gestattet eine solche Tat nicht, sondern verbietet es unschuldige Menschen zu töten, ganz gleich ob es Muslime, Juden, Christen oder Atheisten sind.
    Und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen[...][Surah 35 Vers 18]

    Dennoch finde ich es heftig, wie diese Nachricht großartig rausgebracht wird und überall steht, wenn aber Hundertausende von Muslimen sterben obgleich durch Terroranschlag oder Militärangriffen der USA, etc. kommt eine kurze Meldung und das wars.

    Vorallem muss mann aufpassen das nicht gesagt wird <> sondern eher fanatische Islamisten töten Christen. Denn würden Muslime Christen töten wäre Heute kein einziger Christ mehr in Ägypten oder als die Muslime für 800 Jahre Spanien regierten und in den anderen Länder, wo der Islam dominiert.

    Ich empfehle das Video auf Youtube: Hat der ISLAM sich durch das SCHWERT verbreitet? Ahmed Deedat

    Ich werfe niemanden vor, dass er behaupten würde <> Ich möchte nur daran erinnern dass es nicht soweit kommen darf und das wir nach wievor differenzieren müssen.

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    Klar, hat mit Islam rein gar nichts zu tun.

    Professor Puin Islamwissenschaftler in Saarbrücken: "Der Hauptgrund dafür ist, dass keiner weiß, was überhaupt im Koran steht. Dort gibt es kein einziges nettes Wort über die ‚Ungläubigen’, aber 300 Verse, die ihnen das Schlimmste auf Erden und im Himmel androhen."

    http://www.saarbruecker-z...

    Klar, hat mit Islam rein gar nichts zu tun.

    Professor Puin Islamwissenschaftler in Saarbrücken: "Der Hauptgrund dafür ist, dass keiner weiß, was überhaupt im Koran steht. Dort gibt es kein einziges nettes Wort über die ‚Ungläubigen’, aber 300 Verse, die ihnen das Schlimmste auf Erden und im Himmel androhen."

    http://www.saarbruecker-z...

  5. Sollten ihre Argumente als Entschuldigung oder gar Begründung für diese schändlichen Morde an unschuldigen Menschen gedacht sein?

    Ich hoffe, dass ist eine Fehlinterpretation.

    Für solche Mordtaten gibt es KEINE aber auch wirklich keine Begründung. Sie sind eines Menschen unwürdig und ein "Gott", der solche Taten begrüßen/erlauben sollte, wäre der Menschen und eines jeden Lebenswesens unwürdig.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Kreuzzug"
  6. Klar, hat mit Islam rein gar nichts zu tun.

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