Aufstand Die Gewalt in Ägypten nimmt zu
Die Parteizentrale brennt, Demonstranten wollten das Außenamt stürmen, Gewehrfeuer in Kairo: In Ägypten eskaliert die Gewalt. Staatschef Mubarak schickt mehr Militär.
© Peter Macdiarmid/Getty Images

Demonstranten sammeln sich am Abend in Kairo
Den vierten Tag in Folge haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte in Ägypten heftige Auseinandersetzungen geliefert. Zehntausende Menschen gingen nach dem Freitagsgebet in Kairo und in anderen Städten auf die Straße und verlangten den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak. Die Proteste der Opposition waren so massiv, dass die Regierung eine Ausgangssperre über die Hauptstadt Kairo, Suez und Alexandria verhängte. Sie gelte von 18.00 Uhr bis 07.00 Uhr, berichtete das Staatsfernsehen.
Doch viele Demonstranten hielten sich nicht an das Verbot. Im Gegenteil: Der Unmut der Regierungsfeinde nahm zu. Die Zentrale der Regierungspartei stand am Abend in Flammen. In den Straßen Kairos war Gewehrfeuer zu hören. Mubarak entsandte mehr Soldaten in die Stadtzentren. Die Armee wies er an, die Polizei zu unterstützen. Im Lauf des Abends dehnte er die Ausgangssperre auf ganz Ägypten aus.
Während der Demonstrationen am Mittag hatte die Polizei mit Gummigeschossen gefeuert, Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um die Menschenmengen auseinander zu treiben. Doch die Demonstranten harrten aus. Gepanzerte Truppentransporter der Polizei fuhren auf und patrouillierten durch die Straßen. Soldaten postierten sich in der gesamten Altstadt. Augenzeugen zufolge wurden viele Menschen ohne weitere Begründung abgeführt, zahlreiche Passanten durchsucht, ihre Ausweise kontrolliert.
Proteste in Kairo auf einer größeren Karte anzeigen
Erstmals nahm auch der zurückgekehrte Friedensnobelpreisträger und frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohamed ElBaradei, an den Protesten teil. Am Abend bestätigten ägyptische Regierungskreise, dass er unter Hausarrest gestellt wurde.
ElBaradei hatte zunächst mit 2000 Gläubigen das Freitagsgebet auf einem Platz vor einer Moschee im Zentrum Kairos besucht. Im Anschluss daran begannen Teilnehmer lautstark "Nieder mit Mubarak" zu rufen. Die Polizei ging darauf mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Tränengas gegen die Demonstranten vor.
ElBaradei flüchtete sich in die Moschee, wo die Polizei ihn und weitere Menschen laut mehreren Berichte festsetzte. Er forderte ein Ende von Gewalt, Verhaftungen und Folter durch die Sicherheitskräfte. Am Donnerstag hatte er sich als Führer der Revolution und als Alternative zu Mubarak angeboten.
Ein Demonstrant soll in Kairo ums Leben gekommen sein. Der Sender Al Jazeera zitierte einen seiner Korrespondenten, wonach es auf dem Moneim-Riyad-Platz gewaltsame Auseinandersetzungen gegeben habe.
Einige Regierungskritiker schafften es bis zum Präsidentenpalast im Stadtteil Heliopolis. Überall in Kairo zerstörten Demonstranten Propagandaposter von Mubarak.
Mit einem Großaufgebot postierte sich die Polizei in weiteren Städten Ägyptens. Die Behörden drohten den Demonstranten mit "entschlossenen Maßnahmen". Auch in Ägyptens zweitgrößter Stadt, Alexandria, gingen Beamte mit Tränengas und Gummigeschossen gegen mehrere Tausend Demonstranten vor. "Wir wollen ihn nicht" riefen sie und meinten damit Mubarak. Einige Demonstranten warfen Steine auf die Sicherheitskräfte. In den Provinzen Minia, Assiut und auf der Sinai-Halbinselgabe es ebenfalls schwere Zusammenstöße. Auch dort setzte die Polizei Tränengas ein.
Neben ElBaradei hatte auch die größte Oppositionsgruppe, die Muslimbruderschaft, angekündigt, sich erstmals an dem Protest gegen den Jahrzehnte währenden Ausnahmezustand im Land zu beteiligen. Bereits in der Nacht hatten Sicherheitskräfte mindestens 20 Mitglieder der Bruderschaft festgenommen, darunter fünf frühere Abgeordnete. Auch vier französische Journalisten sollen kurzzeitig festgenommen gewesen sein.
- Politische Situation
-
Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak ist seit fast dreißig Jahren an der Macht. Er trat sein Amt am 13. Oktober 1981 an. Seit der Parlamentswahl im vergangenen Herbst hat Mubaraks Regierungspartei NDP (Nationaldemokratische Partei) zwei Drittel aller Sitze im Parlament. Damit können die Abgeordneten auch die Verfassung ändern. Die Opposition ist praktisch ausgeschaltet.
Erfahrungen mit Demokratie hat das ägyptische Volk kaum. Nach dem Sturz von König Faruk im Jahr 1952 wurde das Land zwischen 1954 und 1970 von Revolutionsführer Gamal Abdel Nasser regiert. Er machte aus Ägypten einen sozialistischen Staat, der mehrfach in Konflikt mit dem Nachbarn Israel geriet. Nach Nassers Tod regierte Anwar al-Sadat das Land, er setzte sich für Frieden mit Israel ein. 1981 wurde Sadat von Islamisten ermordet.
- Notstandsgesetze
-
Sadats Nachfolger wurde der damalige Vizepräsident Mubarak. Dieser erließ 1982 Notstandsgesetze, die bis heute bestehen und so dem Präsidenten zum autoritären Herrscher machen. Grund für die Notstandsgesetze war der erfolgreiche Anschlag fundamentalistischer Angehöriger der ägyptischen Streitkräfte auf seinen Vorgänger.
2005 versprach Mubarak erstmals eine politische Öffnung des Landes und die Zulassung von unabhängigen Kandidaten zu den Präsidentschaftswahlen. Als die islamistische Muslimbruderschaft bei den Wahlen an Einfluss gewann, wurde der Liberalisierungskurs wieder gekappt.
- Ägypten heute
-
Heute leben 80 Millionen Menschen in dem nordafrikanischen Staat. Über 90 Prozent von ihnen sind nach Angaben des Auswärtigen Amts Muslime, rund sechs Prozent sind Christen.
Ein Anschlag auf koptische Christen in Alexandria mit mehr als 20 Toten schürte Angst vor aufkeimendem Radikalislamismus. Bei den jetzigen Demonstrationen seien aber keine entsprechenden Tendenzen zu bemerken, berichten Beobachter.
Die Sicherheitskräfte hatten für Freitag angekündigt, Demonstranten notfalls brachial zurückdrängen. "Die Polizei hat klare Anweisungen erhalten, jede Demonstration zu verhindern und notfalls auch direkt auf mögliche Demonstranten zu schießen", hieß es.
- Datum 28.01.2011 - 20:35 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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Mit Mubarak gerät auch Israel in massive Bedrängnis. Nicht umsonst kommen von dort bereits indirekte Kriegsdrohungen in Richtung Ägypten. Einen Regimewechsel in Ägypten kann und will man weder in Jerusalem nicht hinnehmen, besteht dann doch die Gefahr, dass der rigoros abgeriegelte Gaza-Streifen von Ägypten aus versorgt wird. Sollte Mubarak genauso, wie Ben Ali in Tunesien stürzen, dürfte es wohl nur eine Frage von Tagen sein, bis Israel die Sinai-Halbinsel bis hin zum Suez-Kanal besetzt. Dann dürfte allerdings wohl eine erneute Rückgabe des Gebiets an Ägypten endgültig nicht mehr statt finden.
... der ägyptischen 'Freiheitsbewegung':
"Angesichts der immer heftiger werdenden Proteste in Ägypten warnt denn auch der Zentralrat der Juden in Deutschland vor möglichen Konsequenzen für die Sicherheit Israels. „Generell vergrößern neue Instabilitäten in der Region die Risiken“, sagte der Präsident des Zentralrats, Dieter Graumann, Handelsblatt Online. Eine neue Hisbollah-Regierung im Libanon, der blutige Dauerkampf zwischen Hamas und Fatah, das sei schon schwierig genug. „Und Ägypten in Aufruhr - eine neue Unsicherheit.“ Um so mehr sei zu würdigen, „dass Israel eine stabile Oase der Demokratie in der Region ist“, so Graumann.
Deutschland setzt deshlab auf eine weitere demokratische und wirtschaftliche Öffnung des Landes. Ägyptens Präsident habe in der Vergangenheit immer eine wichtige moderierende Rolle im Nahost-Friedensprozess eingenommen, betonten deutsche Regierungskreise kurz vor den Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen am Montag in Jerusalem. Deutschland habe wie Israel ein Interesse daran, dass sich diese Haltung Ägyptens zum Friedensprozess auch in Zukunft fortsetze und dass mögliche Radikalisierungstendenzen in dem Land nicht außer Kontrolle gerieten."
Quelle: http://www.handelsblatt.c...
Es hilft nichts: Zu Mubarak gibt es keine Alternative. Man den Ägyptern klar machen, dass sein Sturz Krieg und Fremdherrschaft nach sicht ziehen kann.
... der ägyptischen 'Freiheitsbewegung':
"Angesichts der immer heftiger werdenden Proteste in Ägypten warnt denn auch der Zentralrat der Juden in Deutschland vor möglichen Konsequenzen für die Sicherheit Israels. „Generell vergrößern neue Instabilitäten in der Region die Risiken“, sagte der Präsident des Zentralrats, Dieter Graumann, Handelsblatt Online. Eine neue Hisbollah-Regierung im Libanon, der blutige Dauerkampf zwischen Hamas und Fatah, das sei schon schwierig genug. „Und Ägypten in Aufruhr - eine neue Unsicherheit.“ Um so mehr sei zu würdigen, „dass Israel eine stabile Oase der Demokratie in der Region ist“, so Graumann.
Deutschland setzt deshlab auf eine weitere demokratische und wirtschaftliche Öffnung des Landes. Ägyptens Präsident habe in der Vergangenheit immer eine wichtige moderierende Rolle im Nahost-Friedensprozess eingenommen, betonten deutsche Regierungskreise kurz vor den Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen am Montag in Jerusalem. Deutschland habe wie Israel ein Interesse daran, dass sich diese Haltung Ägyptens zum Friedensprozess auch in Zukunft fortsetze und dass mögliche Radikalisierungstendenzen in dem Land nicht außer Kontrolle gerieten."
Quelle: http://www.handelsblatt.c...
Es hilft nichts: Zu Mubarak gibt es keine Alternative. Man den Ägyptern klar machen, dass sein Sturz Krieg und Fremdherrschaft nach sicht ziehen kann.
sollte sich einmal ausführlich mit der deutschen Wiedervereinigung beschäftigen und wie sie trotz massiver staatlicher Unterdrückung zustande kam.
Die Zeit des Niederknüppelns ist vorbei, der Wille der Bevölkerung, die der einzige Souverän eines Staates ist, kann nicht unterdrückt werden.
Zu dieser Erkenntnis sollten auch die Wirtschaftslenker in den Industrieländern kommen.
"... sollte sich einmal ausführlich mit der deutschen Wiedervereinigung beschäftigen und wie sie trotz massiver staatlicher Unterdrückung zustande kam.
Die Zeit des Niederknüppelns ist vorbei, ..."
... das sollte Mubarak lieber nicht tun, auf die DDR schauen, sonst kommt er noch auf dumme Ideen. Denn dann sieht er, dass im Osten Deutschlands ein Gorbatschow die Kasernentore der Roten Armee geschlossen hielt. Und wenn man dann noch das weitere Schicksal der DDR mit China nach dem Massaker auf dem "Platz des himmlischen Frieden" aus dem gleichen Jahr vergleicht, sieht auch der nur mittelmäßig begabte 08/15-Zyniker: DDR tot, China faktisch neue Supermacht.
"... sollte sich einmal ausführlich mit der deutschen Wiedervereinigung beschäftigen und wie sie trotz massiver staatlicher Unterdrückung zustande kam.
Die Zeit des Niederknüppelns ist vorbei, ..."
... das sollte Mubarak lieber nicht tun, auf die DDR schauen, sonst kommt er noch auf dumme Ideen. Denn dann sieht er, dass im Osten Deutschlands ein Gorbatschow die Kasernentore der Roten Armee geschlossen hielt. Und wenn man dann noch das weitere Schicksal der DDR mit China nach dem Massaker auf dem "Platz des himmlischen Frieden" aus dem gleichen Jahr vergleicht, sieht auch der nur mittelmäßig begabte 08/15-Zyniker: DDR tot, China faktisch neue Supermacht.
... der ägyptischen 'Freiheitsbewegung':
"Angesichts der immer heftiger werdenden Proteste in Ägypten warnt denn auch der Zentralrat der Juden in Deutschland vor möglichen Konsequenzen für die Sicherheit Israels. „Generell vergrößern neue Instabilitäten in der Region die Risiken“, sagte der Präsident des Zentralrats, Dieter Graumann, Handelsblatt Online. Eine neue Hisbollah-Regierung im Libanon, der blutige Dauerkampf zwischen Hamas und Fatah, das sei schon schwierig genug. „Und Ägypten in Aufruhr - eine neue Unsicherheit.“ Um so mehr sei zu würdigen, „dass Israel eine stabile Oase der Demokratie in der Region ist“, so Graumann.
Deutschland setzt deshlab auf eine weitere demokratische und wirtschaftliche Öffnung des Landes. Ägyptens Präsident habe in der Vergangenheit immer eine wichtige moderierende Rolle im Nahost-Friedensprozess eingenommen, betonten deutsche Regierungskreise kurz vor den Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen am Montag in Jerusalem. Deutschland habe wie Israel ein Interesse daran, dass sich diese Haltung Ägyptens zum Friedensprozess auch in Zukunft fortsetze und dass mögliche Radikalisierungstendenzen in dem Land nicht außer Kontrolle gerieten."
Quelle: http://www.handelsblatt.c...
Es hilft nichts: Zu Mubarak gibt es keine Alternative. Man den Ägyptern klar machen, dass sein Sturz Krieg und Fremdherrschaft nach sicht ziehen kann.
... des Ägyptisch-Israelischen Verhältnisses mit der Lage in Ägypten und dem Verlangen der Bevölkerung nach Demokratie miteinander zu tun? Und wieso sollten vage Befürchtungen, ersteres betreffend, wichtiger sein?
Ich finde diese teils menschenverachtende, teils nur feige und taktische Haltung der USA und Deutschlands ziemlich deprimierend. Und das der Zentralrat jetzt auch noch brutale Diktaturen in anderen Ländern als richtig und notwendig lobt, nur um den israelischen Staat vor einer (nur theoretisch möglichen) Änderung seiner Okkupationspolitik zu bewahren, ist auch nur traurig.
Zu Mord, Totschlag, Kleptokratie, Wahlfälschung, politischer Justiz, Folterung und Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung gibt es keine Alternative? Diese Meinung reisst einen Abgrund an politischem Zynismus auf! Haben Sie vergessen, dass das Wort ALTERNATIVLOS gerade zum Unwort des Jahres gewählt wurde. Die Ägypter sind ein kluges Volk, sie werden auch ohne Mubarak und ohne Unterdrückung ein stabiles Land bleiben.
Zitat:
"Es hilft nichts: Zu Mubarak gibt es keine Alternative. Man den Ägyptern klar machen, dass sein Sturz Krieg und Fremdherrschaft nach sicht ziehen kann"
Wie kommen Sie denn auf einen solchen Schmarrn?
Mubarak wird in den nächsten Tagen stürzen, das steht m.E. fest. Die Lage ist nicht mehr zu beruhigen, also wird eher früher als später das Militär die Notbremse ziehen und eine Übergangsregierung bilden. Danach müssen freie Wahlen her.
Alles andere führt nur zur weiteren Eskalation der Lage.
Ob diese Entwicklung einem Herrn Graumann passt oder nicht, dürfte den mutigen Demonstrantenin Kairo herzlich egal sein. Unsere Regierung aber, so wie jede demokratische Regierung, sollte den bevorstehenden Sturz eines korrupten und brutalen Tyrannen begrüßen.
Was meinen Sie eigentlich mit Ihrer Anspielung auf Krieg und Fremdherrschaft?
Dass dieser Lobbygruppe derart viel Raum in den Medien zugesprochen wird, wundert mich seit Jahren. Und das sie sich jetzt mal wieder in deutsche Politik einmischen will, stinkt mir gewaltig.
Ihre Befürchtung, dass Israel weiteres Territorium einnimmt, um den Gaza-Streifen weiter zu blockieren halte ich für unwahrscheinlich. Die Gefahr einer Eskalation mit islamischen Staaten, die ihre "ägyptischen Glaubensbrüder" schützen wollen, wäre zu groß. Unter diesem Vorwand sind schließlich schon etliche Nationen in Kriege eingetreten.
Da wehrt sich das ägyptische Volk nach Jahrzehnten im von Mubarak seinerzeit veranlassten Ausnahmezustand endlich gegen Diktatur, Unterdrückung und Korruption, demonstriert endlich für Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Armutsbekämpfung und der Zentralrat der Juden hat nichts eiligeres zu tun, als sich um die Sicherheit Israels zu sorgen??? Um die Sicherheit dieses bis an die Zähne bewaffneten Landes??? Dieser Zynismus ist unfassbar! Viel eher als um Israels Sicherheit muss man sich um die des Sinai sorgen. Wie leicht könnte Israel die innenpolitisch instabile Situation für einen Ausfall nutzen. Und denn brennt im Nahen Osten wirklich die Hütte.
Hier in diesem Land gehen die unglaublichsten Sachen ab, der Krieg in Afgahnistan wird verlängert, die "Spitzen Politiker" oder auch Puppen genannt, streiten sich um 5 Euro bei der Harz4 Regelung, die Banken zocken wieder fröhlich vor sich hin, der Zentral Rat der Juden zeigt mal wieder das sie zu nichts zu gebrauchen sind und nur für die Interessen Israels exestieren und und und... Eine endlose Geschichte ohne Happy End ?
Muss nicht sein, anstatt gegen Afgahnistan Kreig zu führen sollten wir lieber den anderen Ländern helfen die wirkliche Probleme mit ihren Diktatoren zu kämpfen haben, aber zu aller erst müssen wir hier mal im eigenen Land aufräumen. Es ist bedauerlich wie verkommen die ganze Welt ist und umso mehr freut es mich wenn ein Volk mal endlich zeigt was es kann und sich nicht mehr verarschen lassen will. Und wann ist es hier soweit ? Die Wetten laufen schon, mal sehn wer am ende richtig liegt.
unterstützt Mubarak, weil dies im israelischen Interesse liegt! Einfach widerlich!
Pfui, Frau Merkel!
... des Ägyptisch-Israelischen Verhältnisses mit der Lage in Ägypten und dem Verlangen der Bevölkerung nach Demokratie miteinander zu tun? Und wieso sollten vage Befürchtungen, ersteres betreffend, wichtiger sein?
Ich finde diese teils menschenverachtende, teils nur feige und taktische Haltung der USA und Deutschlands ziemlich deprimierend. Und das der Zentralrat jetzt auch noch brutale Diktaturen in anderen Ländern als richtig und notwendig lobt, nur um den israelischen Staat vor einer (nur theoretisch möglichen) Änderung seiner Okkupationspolitik zu bewahren, ist auch nur traurig.
Zu Mord, Totschlag, Kleptokratie, Wahlfälschung, politischer Justiz, Folterung und Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung gibt es keine Alternative? Diese Meinung reisst einen Abgrund an politischem Zynismus auf! Haben Sie vergessen, dass das Wort ALTERNATIVLOS gerade zum Unwort des Jahres gewählt wurde. Die Ägypter sind ein kluges Volk, sie werden auch ohne Mubarak und ohne Unterdrückung ein stabiles Land bleiben.
Zitat:
"Es hilft nichts: Zu Mubarak gibt es keine Alternative. Man den Ägyptern klar machen, dass sein Sturz Krieg und Fremdherrschaft nach sicht ziehen kann"
Wie kommen Sie denn auf einen solchen Schmarrn?
Mubarak wird in den nächsten Tagen stürzen, das steht m.E. fest. Die Lage ist nicht mehr zu beruhigen, also wird eher früher als später das Militär die Notbremse ziehen und eine Übergangsregierung bilden. Danach müssen freie Wahlen her.
Alles andere führt nur zur weiteren Eskalation der Lage.
Ob diese Entwicklung einem Herrn Graumann passt oder nicht, dürfte den mutigen Demonstrantenin Kairo herzlich egal sein. Unsere Regierung aber, so wie jede demokratische Regierung, sollte den bevorstehenden Sturz eines korrupten und brutalen Tyrannen begrüßen.
Was meinen Sie eigentlich mit Ihrer Anspielung auf Krieg und Fremdherrschaft?
Dass dieser Lobbygruppe derart viel Raum in den Medien zugesprochen wird, wundert mich seit Jahren. Und das sie sich jetzt mal wieder in deutsche Politik einmischen will, stinkt mir gewaltig.
Ihre Befürchtung, dass Israel weiteres Territorium einnimmt, um den Gaza-Streifen weiter zu blockieren halte ich für unwahrscheinlich. Die Gefahr einer Eskalation mit islamischen Staaten, die ihre "ägyptischen Glaubensbrüder" schützen wollen, wäre zu groß. Unter diesem Vorwand sind schließlich schon etliche Nationen in Kriege eingetreten.
Da wehrt sich das ägyptische Volk nach Jahrzehnten im von Mubarak seinerzeit veranlassten Ausnahmezustand endlich gegen Diktatur, Unterdrückung und Korruption, demonstriert endlich für Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Armutsbekämpfung und der Zentralrat der Juden hat nichts eiligeres zu tun, als sich um die Sicherheit Israels zu sorgen??? Um die Sicherheit dieses bis an die Zähne bewaffneten Landes??? Dieser Zynismus ist unfassbar! Viel eher als um Israels Sicherheit muss man sich um die des Sinai sorgen. Wie leicht könnte Israel die innenpolitisch instabile Situation für einen Ausfall nutzen. Und denn brennt im Nahen Osten wirklich die Hütte.
Hier in diesem Land gehen die unglaublichsten Sachen ab, der Krieg in Afgahnistan wird verlängert, die "Spitzen Politiker" oder auch Puppen genannt, streiten sich um 5 Euro bei der Harz4 Regelung, die Banken zocken wieder fröhlich vor sich hin, der Zentral Rat der Juden zeigt mal wieder das sie zu nichts zu gebrauchen sind und nur für die Interessen Israels exestieren und und und... Eine endlose Geschichte ohne Happy End ?
Muss nicht sein, anstatt gegen Afgahnistan Kreig zu führen sollten wir lieber den anderen Ländern helfen die wirkliche Probleme mit ihren Diktatoren zu kämpfen haben, aber zu aller erst müssen wir hier mal im eigenen Land aufräumen. Es ist bedauerlich wie verkommen die ganze Welt ist und umso mehr freut es mich wenn ein Volk mal endlich zeigt was es kann und sich nicht mehr verarschen lassen will. Und wann ist es hier soweit ? Die Wetten laufen schon, mal sehn wer am ende richtig liegt.
unterstützt Mubarak, weil dies im israelischen Interesse liegt! Einfach widerlich!
Pfui, Frau Merkel!
Wo bleibt der Aufschrei der sogennanten westlichen Führer , die diese schreckliche Diktatur seit über 30 Jahren unterstützt haben ?
Die feigen und unreifen Lippenbekenntnisse von Obama/Clinton/Westerwelle und Co. sind eine einzige Farce und die Doppelmoral des Westens hängt einem mittlerweile zum Hals raus.
- er gilt als verlässlich
- er steht für Kontinuität in den diplomatischen Beziehungen
- er ist derjenige, der den Spagat zwischen den Bedürfnissen des Ägypters auf der Straße und den Sicherheitsbedürfnissen Israels un Europas hin bekommt
- er steht für die sichere und garantierte Passage des Suez-Kanals und somit für die Versorgungssicherheit Europas und des Mittelmeerraumes
- er ist ein klarar und durchsetzungsstarker Gegner gegen die Moslem-Brüder und andere Islamisten
- er hat es ermöglicht, dass sich an den Küsten des Roten Meeres eine prosperierende Tourismus-Industrie entwickeln konnte
- er steht dafür, dass Ägypten für westliche Investoren ausserordentlich interessant ist, denn nur in wenigen Ländern auf der Welt gibt es für sie derart unbürokratische und schnelle Entscheidungen seitens des Staates.
Dies alles würde durch seinen Sturz in Frage gestellt. Zudem dürfen wir nicht vergessen: in Ägypten können rund 20% der Bevölkerung nicht lesen und schreiben. Wie sollen solche Leute einen Wahlzettel oder gar ein demokratisches Politiksystem verstehen?! Ein Autokrat, wie Mubarak ist schon der richtige Herrscher im Land am Nil. Eine Alternative wäre vielleicht eine Monarchie unter einem Mitglied der früheren Ägyptischen Herrscherfamilie Ali Pascha.
man sollte sich frühzeitig fragen, ob bzw. wie weit man diesem 'friedensnobelpreis-träger' über den weg trauen kann. der kuschelkurs, den er damals als iaea-oberinspektor gg.über der iranischen diktatur fuhr, lässt nichts gutes erwarten.
http://www.welt.de/print-...
http://www.morgarten.info...
das war die Antwort der Moslembruderschaft auf einen Versuch al-Baradeis mit der zweitstärksten Opposition in Ägypten zu koalieren.( zu lesen heute nachmittag). Wundert es da, wenn westliche Politiker sich zurückhalten. Man will ja schließlich nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben.
Wenn das ägyptische Volk es so will ( falls es einen algemeinen Willen gibt), dann muß es diesen Weg gehen, aber ohne westliche Unterstützung, zumindestens hoffe ich das.
- er gilt als verlässlich
- er steht für Kontinuität in den diplomatischen Beziehungen
- er ist derjenige, der den Spagat zwischen den Bedürfnissen des Ägypters auf der Straße und den Sicherheitsbedürfnissen Israels un Europas hin bekommt
- er steht für die sichere und garantierte Passage des Suez-Kanals und somit für die Versorgungssicherheit Europas und des Mittelmeerraumes
- er ist ein klarar und durchsetzungsstarker Gegner gegen die Moslem-Brüder und andere Islamisten
- er hat es ermöglicht, dass sich an den Küsten des Roten Meeres eine prosperierende Tourismus-Industrie entwickeln konnte
- er steht dafür, dass Ägypten für westliche Investoren ausserordentlich interessant ist, denn nur in wenigen Ländern auf der Welt gibt es für sie derart unbürokratische und schnelle Entscheidungen seitens des Staates.
Dies alles würde durch seinen Sturz in Frage gestellt. Zudem dürfen wir nicht vergessen: in Ägypten können rund 20% der Bevölkerung nicht lesen und schreiben. Wie sollen solche Leute einen Wahlzettel oder gar ein demokratisches Politiksystem verstehen?! Ein Autokrat, wie Mubarak ist schon der richtige Herrscher im Land am Nil. Eine Alternative wäre vielleicht eine Monarchie unter einem Mitglied der früheren Ägyptischen Herrscherfamilie Ali Pascha.
man sollte sich frühzeitig fragen, ob bzw. wie weit man diesem 'friedensnobelpreis-träger' über den weg trauen kann. der kuschelkurs, den er damals als iaea-oberinspektor gg.über der iranischen diktatur fuhr, lässt nichts gutes erwarten.
http://www.welt.de/print-...
http://www.morgarten.info...
das war die Antwort der Moslembruderschaft auf einen Versuch al-Baradeis mit der zweitstärksten Opposition in Ägypten zu koalieren.( zu lesen heute nachmittag). Wundert es da, wenn westliche Politiker sich zurückhalten. Man will ja schließlich nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben.
Wenn das ägyptische Volk es so will ( falls es einen algemeinen Willen gibt), dann muß es diesen Weg gehen, aber ohne westliche Unterstützung, zumindestens hoffe ich das.
Er ist nicht festgenommen sondern kann nicht aus der Moschee raus
twitter, facebook, überhaupt das internet, fernsehen - alles wird abgedreht und weggeschaltet...
sind wir das ausschaltbare volk?
http://bernhardjenny.word...
...das hat im iran 2009 geklappt und das klappt auch jetzt wieder. schalte die modernen und alltäglichen kommunikationswege ab und eine großflächige mobilisierung vieler menschen wird erschwert bis unmöglich gemacht.
...das hat im iran 2009 geklappt und das klappt auch jetzt wieder. schalte die modernen und alltäglichen kommunikationswege ab und eine großflächige mobilisierung vieler menschen wird erschwert bis unmöglich gemacht.
... des Ägyptisch-Israelischen Verhältnisses mit der Lage in Ägypten und dem Verlangen der Bevölkerung nach Demokratie miteinander zu tun? Und wieso sollten vage Befürchtungen, ersteres betreffend, wichtiger sein?
Ich finde diese teils menschenverachtende, teils nur feige und taktische Haltung der USA und Deutschlands ziemlich deprimierend. Und das der Zentralrat jetzt auch noch brutale Diktaturen in anderen Ländern als richtig und notwendig lobt, nur um den israelischen Staat vor einer (nur theoretisch möglichen) Änderung seiner Okkupationspolitik zu bewahren, ist auch nur traurig.
Man kann die allgemeine Situation durchaus mit grösster Sorge
betrachten. Denn wie schnell werden die radikal-islamistischen Kräfte
versuchen das Ruder in die Hand zu nehmen. Vergleiche an dieser Stelle mit der Deutschen Wiedervereinigung hinken alleine deshalb, weil die Alternative zum sozialistischen Deutschland ein demokratisches Deutschland war.
kann ich sie beruhigen,die ist längst verbürgerlicht und gemässigt.
Also kein Grund hier Panik zu machen.
kann ich sie beruhigen,die ist längst verbürgerlicht und gemässigt.
Also kein Grund hier Panik zu machen.
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