Protest in Kairo Ägyptens Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein
In Ägypten ist die Polizei mit Gewalt gegen Teilnehmer einer Demonstration vorgegangen. Tausende protestieren dort gegen das Dauer-Regime von Präsident Mubarak.
© Mohammed Abed/AFP/Getty Images

Polizei während der Proteste in Kairos Stadtzentrum
Im Zentrum von Kairo hat die Polizei Tränengas auf regimekritische Demonstranten gefeuert. Die auf dem zentralen Tahrir-Platz versammelten Menschen wichen ein wenig zurück, die Menge löste sich jedoch nicht auf, wie ein Augenzeuge schilderte. Vor dem Parlament zielte die Polizei mit Wasserwerfern auf die Protestierer.
Die Demonstranten schwenkten ägyptische Fahnen und forderten unter anderem politische und soziale Reformen, den Abtritt von Präsident Hosni Mubarak und einen höheren Mindestlohn. Die Polizei zählte etwa 15.000 Menschen. Ihnen gegenüber standen 20.000 bis 30.000 Polizisten. Einige Demonstranten bewarfen die Sicherheitsbeamten mit Steinen.
"Nieder mit Hosni", skandierte die Menschenmenge in Kairo. Demonstranten riefen: "Mubarak – geh, geh, wir wollen dich nicht." Mubaraks Sohn riefen sie symbolisch zu: "Sag deinem Vater, dass die Ägypter dich hassen, Gemal." Viele Ägypter glauben, dass dieser von seinem 82-jährigen Vater als Nachfolger vorgesehen ist, was beide aber bestreiten.
Offenbar hat der Protest gegen Armut und Unterdrückung in Tunesien die Ägypter ermutigt, selbst auf die Straße zu gehen. Viele hatten im Internet zu einem Tag des Zorns aufgerufen und so die Demonstranten mobilisiert. In Kairo und andernorts protestierten daraufhin Tausende gegen die drei Jahrzehnte dauernde Herrschaft Mubaraks und den seit Jahrzehnten andauernden Ausnahmezustand im Land.
Auch in den Städten Alexandria, Mansura und Ismailija sowie in Assuan, Assiut und El Mahdia gab es Demonstrationen. An früheren Protesten hatten sich aus Angst vor der Polizeigewalt immer nur weit weniger Menschen beteiligt.
Der Protesttag fiel auch mit dem Tag der Polizei zusammen, einem Feiertag zu Ehren der ägyptischen Sicherheitskräfte, an dem die Schulen und Ämter geschlossen bleiben.
Viele Demonstranten forderten auch den Rücktritt von Innenminister Habib al-Adly, der für Menschenrechtsverstöße verantwortlich gemacht wird. Er hatte vorab durchblicken lassen, dass die Polizei kurzen Prozess machen werde, "falls diese Eigentum zerstören oder die Sicherheit gefährden sollten".
In Tunesien hatte sich Mitte Januar Präsident Sein al-Abidin Ben Ali dem Druck der Straßenproteste gebeugt und war nach Saudi-Arabien geflohen. In Kairo riefen einige Demonstranten: "Mubarak, Saudi-Arabien erwartet dich."
- Datum 25.01.2011 - 17:06 Uhr
- Quelle dpa, AFP, Reuters
- Kommentare 25
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Eine Demokratisierung Ägyptens wird nicht aufzuhalten sein.
Ob eine Demokratie sicherer ist und weniger Menschen zu Schaden kommen, darauf läßt sich nicht immer mit der gewünschten Antwort hausieren gehen.
Fraglich ob Minderheiten in Ägypten dann nicht auf "koptische Zustände" zusteuern.
"Fraglich ob Minderheiten in Ägypten dann nicht auf "koptische Zustände" zusteuern."
Diese Zustände hat das Mubarak-Regime ganz bewusst selbst mit geschaffen, verschärft und eskalliert, in bester Kooperation mit jenen Muslimbrüdern, die ihre Anhänger dazu angehalten haben, sich heute NICHT an den Demonstrationen gegen das Mubarak-Regime zu beteiligen!
"Fraglich ob Minderheiten in Ägypten dann nicht auf "koptische Zustände" zusteuern."
Diese Zustände hat das Mubarak-Regime ganz bewusst selbst mit geschaffen, verschärft und eskalliert, in bester Kooperation mit jenen Muslimbrüdern, die ihre Anhänger dazu angehalten haben, sich heute NICHT an den Demonstrationen gegen das Mubarak-Regime zu beteiligen!
Die USA-EU Achse hat auf ganzer Linie versagt.
Wenn die Dikatoren der Region dann Alle nach SA flüchten , wird eine Situation entstehen , die keine Macht der Welt mehr kontrollieren kann.
Die Fehler der USA-EU Achse in den letzten Jahrzehnten , rächen sich nun massiv.
Welche Fehler sind denn das? Ich frage das aus Interesse, weil ich keine Ahnung habe. :) Danke!
Was ist das denn für eine Achse? Und, was hat diese "Ihre Achse" mit den Zuständen in Ägypten und Tunesien zu tun? Sie sollten sich mal mehr mit den inneren Zuständen dieser Länder befassen. Die Zustände, die jetzt endlich für das Aufbegehren der Bevölkerung sorgen, gab es schon sehr lange, sie gab es auch schon in den Ländern, für die es die "Achse SU und Ostblockländer" gab.
Welche Fehler sind denn das? Ich frage das aus Interesse, weil ich keine Ahnung habe. :) Danke!
Was ist das denn für eine Achse? Und, was hat diese "Ihre Achse" mit den Zuständen in Ägypten und Tunesien zu tun? Sie sollten sich mal mehr mit den inneren Zuständen dieser Länder befassen. Die Zustände, die jetzt endlich für das Aufbegehren der Bevölkerung sorgen, gab es schon sehr lange, sie gab es auch schon in den Ländern, für die es die "Achse SU und Ostblockländer" gab.
Welche Fehler sind denn das? Ich frage das aus Interesse, weil ich keine Ahnung habe. :) Danke!
Geehrter Otto,
kürzer geht es nicht :
""Mit der europäischen Kolonialherrschaft hielten die abendländische Zivilisation, der technische Fortschritt und die kapitalistische Wirtschaftsweise Einzug in die überseeischen Kolonialgebiete, die Kolonien fanden Anschluss an den Weltverkehr. Zugleich wurden sie mit neuen Formen der Ausbeutung und Unterdrückung überzogen, traditionelle Sozial- und Stammesordnungen wurden zerstört, die Völker ihrer eigenen kulturellen und politischen Entwicklungsmöglichkeiten beraubt. Dauerhafte ökonomische und ökologische Schäden in vielen Regionen richtete der Raubbau an den natürlichen Ressourcen an. Die weiße Fremdherrschaft war eine der Grundlagen, auf denen in vielen Kolonialgebieten, nachdem sie unabhängig geworden waren, einheimische Potentaten autoritäre Systeme etablieren konnten. Der Kolonialismus legte den Keim für viele kriegerische Konflikte zwischen den und auch innerhalb der neuen Staaten der Dritten Welt, die sich z. B. in Grenzen einrichten mussten, die von den Kolonialmächten ohne Rücksicht auf die sozialen und ethnischen Strukturen der Bevölkerung gezogen worden waren....
www.hschumacher.de/html/k...
Geehrter Otto,
kürzer geht es nicht :
""Mit der europäischen Kolonialherrschaft hielten die abendländische Zivilisation, der technische Fortschritt und die kapitalistische Wirtschaftsweise Einzug in die überseeischen Kolonialgebiete, die Kolonien fanden Anschluss an den Weltverkehr. Zugleich wurden sie mit neuen Formen der Ausbeutung und Unterdrückung überzogen, traditionelle Sozial- und Stammesordnungen wurden zerstört, die Völker ihrer eigenen kulturellen und politischen Entwicklungsmöglichkeiten beraubt. Dauerhafte ökonomische und ökologische Schäden in vielen Regionen richtete der Raubbau an den natürlichen Ressourcen an. Die weiße Fremdherrschaft war eine der Grundlagen, auf denen in vielen Kolonialgebieten, nachdem sie unabhängig geworden waren, einheimische Potentaten autoritäre Systeme etablieren konnten. Der Kolonialismus legte den Keim für viele kriegerische Konflikte zwischen den und auch innerhalb der neuen Staaten der Dritten Welt, die sich z. B. in Grenzen einrichten mussten, die von den Kolonialmächten ohne Rücksicht auf die sozialen und ethnischen Strukturen der Bevölkerung gezogen worden waren....
www.hschumacher.de/html/k...
was im Maghreb und jetzt in Ägypten passiert.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Wandel nicht letztlich das Werk der Islamisten unterstützt.
Allerdings wird es in dieser Region keine Kopien der westlichen Demokratie geben und das ist auch gut so, da dieses System inzwischen auch gravierende Schwachstellen hat.
Was für eine Gefahr soll entstehen wenn alle Diktatoren in Saudi-Arabien Asyl suchen? Mehr als Gäste werden sie dort nicht sein also auch keine Gefahr. Hauptsache mal wieder Zusammenhangslos auf eine imaginäre Achse des Bösen geschimpft.
Eine Chance auf eine wirkliche Demokratie wäre vielen der Staaten in dieser Region zu wünschen. Was wirklich draus wird bleibt abzuwarten.
Zeitnahe Informationen erhalten sie auch über diese Seite:
http://www.facebook.com/e...
"Fraglich ob Minderheiten in Ägypten dann nicht auf "koptische Zustände" zusteuern."
Diese Zustände hat das Mubarak-Regime ganz bewusst selbst mit geschaffen, verschärft und eskalliert, in bester Kooperation mit jenen Muslimbrüdern, die ihre Anhänger dazu angehalten haben, sich heute NICHT an den Demonstrationen gegen das Mubarak-Regime zu beteiligen!
Ja bestimmt Titanic.
Das Minderheiten verfolgt werden daran ist ..
in Ägypten bestimmt Mubarak verantwortlich.
[...]
Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten und Thesen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/lv
Ja bestimmt Titanic.
Das Minderheiten verfolgt werden daran ist ..
in Ägypten bestimmt Mubarak verantwortlich.
[...]
Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten und Thesen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/lv
Geehrter Otto,
kürzer geht es nicht :
""Mit der europäischen Kolonialherrschaft hielten die abendländische Zivilisation, der technische Fortschritt und die kapitalistische Wirtschaftsweise Einzug in die überseeischen Kolonialgebiete, die Kolonien fanden Anschluss an den Weltverkehr. Zugleich wurden sie mit neuen Formen der Ausbeutung und Unterdrückung überzogen, traditionelle Sozial- und Stammesordnungen wurden zerstört, die Völker ihrer eigenen kulturellen und politischen Entwicklungsmöglichkeiten beraubt. Dauerhafte ökonomische und ökologische Schäden in vielen Regionen richtete der Raubbau an den natürlichen Ressourcen an. Die weiße Fremdherrschaft war eine der Grundlagen, auf denen in vielen Kolonialgebieten, nachdem sie unabhängig geworden waren, einheimische Potentaten autoritäre Systeme etablieren konnten. Der Kolonialismus legte den Keim für viele kriegerische Konflikte zwischen den und auch innerhalb der neuen Staaten der Dritten Welt, die sich z. B. in Grenzen einrichten mussten, die von den Kolonialmächten ohne Rücksicht auf die sozialen und ethnischen Strukturen der Bevölkerung gezogen worden waren....
www.hschumacher.de/html/k...
Wir reden über Ägypten.
Zählen Sie doch bitte mal auf , ohne bei Wikipedia nachzuschaun,welche Fremdherrschaften Ägypten so im Laufe der letzten 5000 Jahre hatte . Welche Farben hatten diese Fremdherschaften und wie lange dauerten sie?
Sie werden feststellen, dass sie Unsinn erzählt haben.
Das die Ägypter einen höheren Mindestlohn fordern , hat auch nicht mit Demokratie zu tun und was die von Ihnen genannten Grenzen angeht, es gibt keine Grenzstreitigkeiten zu den Nachbarn und auch keine Stammesfehden.
An der Koptenverfolgung sind die USA und EU auch nicht Schuld. Das die Ägypter Ihren Despoten loswerden wollen , ist Ihr gutes Recht . Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und keinen Ersatz-kohmeni
Wir reden über Ägypten.
Zählen Sie doch bitte mal auf , ohne bei Wikipedia nachzuschaun,welche Fremdherrschaften Ägypten so im Laufe der letzten 5000 Jahre hatte . Welche Farben hatten diese Fremdherschaften und wie lange dauerten sie?
Sie werden feststellen, dass sie Unsinn erzählt haben.
Das die Ägypter einen höheren Mindestlohn fordern , hat auch nicht mit Demokratie zu tun und was die von Ihnen genannten Grenzen angeht, es gibt keine Grenzstreitigkeiten zu den Nachbarn und auch keine Stammesfehden.
An der Koptenverfolgung sind die USA und EU auch nicht Schuld. Das die Ägypter Ihren Despoten loswerden wollen , ist Ihr gutes Recht . Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und keinen Ersatz-kohmeni
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