Der Schütze von Arizona, dessen Attentat auf eine Kongressabgeordnete zum Tod von sechs Menschen geführt hatte, hat am Montag vor einem Bundesrichter in Phoenix auf "nicht schuldig" plädiert. Es war der zweite Auftritt des 22-jährigen Jared Loughner vor Gericht seit dem Blutbad vor einem Supermarkt in Tucson vor zweieinhalb Wochen.

Die Anwältin Judy Clarke beantwortete am Montag vor einem Gericht in Phoenix die Frage negativ, ob sich ihr Mandant des versuchten Mordes in drei Fällen schuldig bekenne. Ein Geschworenengericht hatte vergangene Woche erste Anklagen gegen Loughner erhoben, die Anklagepunkte betreffen die Schüsse auf die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords und zwei ihrer Mitarbeiter.

Zwei weitere Anklagepunkte werden in den kommenden Wochen erwartet, wegen Mordes an einem Richter und an Giffords Spitzenmitarbeiter. In allen fünf Fällen sind die Opfer Bundesbedienstete, daher soll sich Loughner für diese Taten auch vor einem Bundesgericht verantworten. Zudem wird er sich später wahrscheinlich auch vor einem staatlichen Gericht verantworten müssen.

Giffords hatte sich mit Bürgern aus ihrem Wahlkreis getroffen, als der Attentäter das Feuer eröffnete. Die Abgeordnete wurde in den Kopf getroffen, überlebte aber. Die amerikanische Öffentlichkeit bangte tagelang um das Leben der Demokratin. Erst vor vier Tagen war ihr Zustand wieder stabil genug, um das Krankenhaus in Tuscon zu verlassen. Nun hält sich Gifford in einer Rehabilitationseinrichtung im texanischen Houston auf.

Bei dem Attentat am 8. Januar in der Stadt Tucson wurden sechs Menschen erschossen und 14 weitere verletzt, darunter die demokratische Abgeordnete Giffords. In dem Verfahren gegen Loughner wurde die nächste Anhörung auf den 9. März festgesetzt.