Fotografie

Stillleben des Krieges

"Living Room, Schwend", 2008

Unverputzte Wände, Möbel die gar nicht zusammenpassen, Unordnung und Staub. Dieses Wohnzimmer bekäme bei "Schöner Wohnen" keine Auszeichnung. Es erfüllt aber seinen Zweck. Hier lernen Soldaten den Häuserkampf, das Schießen auf engem Raum und hier lernen sie das Töten. Die in Chicago lebenden Fotografen Beate Geissler und Oliver Sann haben Truppenübungsplätze der amerikanischen Armee in den USA und in Deutschland besucht. Sie haben die Räume fotografiert, in denen Soldaten die Tötungshemmung abtrainiert wird. Sie lernen hier, Gegner auf kurze Distanz zu töten – was im Militärjargon "personal kill" genannt wird. Die Fotografen zeigen aber nicht die Soldaten in Aktion, sondern nur die leeren Räume. So wollen Geissler und Sann auch auf die Folgen des Trainings für die Soldaten und auf die Verdrängung psychischer Kriegsfolgen verweisen. Mit ihren ästhetischen Fotos thematisieren sie den Krieg, ohne dass eine einzige Waffe zu sehen ist: Sie stellen mit ihrer Kunst das Töten auf eine distanzierte, abstrakte – und dennoch erschreckende Art dar.

Das Buch Personal Kill mit Fotografien von Beate Geissler & Oliver Sann und Texten von Johan Frederik Hartle, aus dem folgende Fotos entnommen sind, ist im Verlag für moderne Kunst erschienen.


Leser-Kommentare
  1. ...gute bildstrecke. besonders
    http://www.zeit.de/politi...
    hat mich an eine fotografie aus rwanda erinnert, obwohl oder weil es so antiseptisch daherkommt weiß ich noch nicht.

  2. Abgesehen von z.B. der katastrophalen "Friedenspolitik" der Amis in der letzten Zeit gibt es durchaus Situationen in denen gut ausgebildete Soldaten nötig sind.
    Wenn es solche Übungsplätze nicht gäbe, wären die USA und Russland wohl kaum im Stande gewesen Hitler und seine menschenverachtenden Ideen aufzuhalten, die UN könnte niemanden in Krisengebiete schicken um grausame Bürgerkriege zu unterbinden.

    • Harzer
    • 21.02.2011 um 13:20 Uhr

    ... sicher nicht mehr Wehrpflichtige mit "innerer Führung".
    Deswegen ist Herr Gutenberg so unverzichtbar.
    Er muß die Armee schnell entsprechend umbauen.

    Haben Sie ein Grundstück mit einem Wachhund? Einen deutschen Schäferhund ?
    Verkaufen Sie den. Der ist von gestern. Heute brauchen Sie einen Pitt-Bull.

  3. Die Bilder zeigen leere Räume.
    Der Zweck dieser Räumlichkeiten ist allerdings mehr als pervers.
    Und Menschen die Menschen töten,wozu auch Soldaten zählen, zeigen nur das sie nicht in der Lage sind eine alternative zum Krieg zu erkennen.Naja,mit der Dummheit der Menschen werden wir es sicher bald schaffen die Menscheit auszurotten

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...und Sie würden in Libyen den ausländischen Söldnern die Hand reichen? Sich festnehmen und zu Tode foltern lassen? Oder zusehen, wie Ihre Peiniger IhreN LebenspartnerIn vergewaltigen?
    Zivilisation beruht auf gemeinsame Werte. Wenn diese nicht anerkannt werden, muss jeder Staat und jeder Bürger auf nackte, rohe Gewalt zurückgreifen.
    Das sollten wir aus unserer europäischen warme-Stuben-Perspektive nicht vergessen...
    Recht ist nur eine sublimierte Form von Gewalt.
    Der Staat ist nur eine von der Mehrheit akzeptierte Gangstergruppe (womit ich nicht behaupten will, dass ich mit dem Staat unzufrieden wäre. Hier in der Schweiz lässt man uns Bürgern relativ viel Mitbestimmung...)

    Es handelt sich um eine ganz normale Anlage für den KAmpf im bebauten Gelände.

    Mithin nichts besonderes1

    MfG Karl Müller

    Wenn man Gewalt völlig verneint und immer alles mit Streicheleinheiten und gutem Zureden lösen will, wird man auf kurz oder lang überrannt werden. Denn die Mode im Westen möglichst Anti-Krieg zu sein wird irgendwann unser Grab sein.

    Denn, weil die Völker dieser Erde inhomogen sind, kommt es auch und vor allem in der Geopolitik zu Konflikten, die man fiedlich lösen muss. Aber wenn dir eine Knarre auf die Brust gesetzt wird, wirst du der Erste sein der schießen wird.
    Wir können viel mit Diplomatie lösen, aber wenn man uns angreifen will, müssen wir handeln, nicht reden. Und wenn wir unsere Gewaltbereitschaft verloren haben, werden wir diejenigen sein, die überrannt werden. Fressen und gefressen werden. Irgendwie werden Vegetarier nur gefressen.

    Die Ausbildung von Soldaten und das Unterhalten einer Streitmacht ist das einzige was uns vor einem offenen Krieg bewahrt, denn sonst gäbe es keine Hemmschwelle uns anzugreifen.
    Wer Gewalt um keinen Preis anwenden will, wird mit seinem Pazifimus untergehen.
    Wer Soldaten als Tötungsmaschine bezeichnet, übersieht, dass die es sind, die uns unsere Freiheit garantieren. (Zumindest hier in Deutschland)

    (Mit Vegetariern meinte ich Vegetarier aus dem Tierreich)

    ...und Sie würden in Libyen den ausländischen Söldnern die Hand reichen? Sich festnehmen und zu Tode foltern lassen? Oder zusehen, wie Ihre Peiniger IhreN LebenspartnerIn vergewaltigen?
    Zivilisation beruht auf gemeinsame Werte. Wenn diese nicht anerkannt werden, muss jeder Staat und jeder Bürger auf nackte, rohe Gewalt zurückgreifen.
    Das sollten wir aus unserer europäischen warme-Stuben-Perspektive nicht vergessen...
    Recht ist nur eine sublimierte Form von Gewalt.
    Der Staat ist nur eine von der Mehrheit akzeptierte Gangstergruppe (womit ich nicht behaupten will, dass ich mit dem Staat unzufrieden wäre. Hier in der Schweiz lässt man uns Bürgern relativ viel Mitbestimmung...)

    Es handelt sich um eine ganz normale Anlage für den KAmpf im bebauten Gelände.

    Mithin nichts besonderes1

    MfG Karl Müller

    Wenn man Gewalt völlig verneint und immer alles mit Streicheleinheiten und gutem Zureden lösen will, wird man auf kurz oder lang überrannt werden. Denn die Mode im Westen möglichst Anti-Krieg zu sein wird irgendwann unser Grab sein.

    Denn, weil die Völker dieser Erde inhomogen sind, kommt es auch und vor allem in der Geopolitik zu Konflikten, die man fiedlich lösen muss. Aber wenn dir eine Knarre auf die Brust gesetzt wird, wirst du der Erste sein der schießen wird.
    Wir können viel mit Diplomatie lösen, aber wenn man uns angreifen will, müssen wir handeln, nicht reden. Und wenn wir unsere Gewaltbereitschaft verloren haben, werden wir diejenigen sein, die überrannt werden. Fressen und gefressen werden. Irgendwie werden Vegetarier nur gefressen.

    Die Ausbildung von Soldaten und das Unterhalten einer Streitmacht ist das einzige was uns vor einem offenen Krieg bewahrt, denn sonst gäbe es keine Hemmschwelle uns anzugreifen.
    Wer Gewalt um keinen Preis anwenden will, wird mit seinem Pazifimus untergehen.
    Wer Soldaten als Tötungsmaschine bezeichnet, übersieht, dass die es sind, die uns unsere Freiheit garantieren. (Zumindest hier in Deutschland)

    (Mit Vegetariern meinte ich Vegetarier aus dem Tierreich)

  4. ...und Sie würden in Libyen den ausländischen Söldnern die Hand reichen? Sich festnehmen und zu Tode foltern lassen? Oder zusehen, wie Ihre Peiniger IhreN LebenspartnerIn vergewaltigen?
    Zivilisation beruht auf gemeinsame Werte. Wenn diese nicht anerkannt werden, muss jeder Staat und jeder Bürger auf nackte, rohe Gewalt zurückgreifen.
    Das sollten wir aus unserer europäischen warme-Stuben-Perspektive nicht vergessen...
    Recht ist nur eine sublimierte Form von Gewalt.
    Der Staat ist nur eine von der Mehrheit akzeptierte Gangstergruppe (womit ich nicht behaupten will, dass ich mit dem Staat unzufrieden wäre. Hier in der Schweiz lässt man uns Bürgern relativ viel Mitbestimmung...)

    Antwort auf "Was soll`s"
  5. Es handelt sich um eine ganz normale Anlage für den KAmpf im bebauten Gelände.

    Mithin nichts besonderes1

    MfG Karl Müller

    Antwort auf "Was soll`s"
  6. wie Übungsplatz aussieht, ist es auch nur Übungsplatz und nicht "personal kill ground".
    Psychologisch wird es erst hart, wenn es nicht mehr ausschaut wie shooting range sondern tatsächlich wie privates Lebensumfeld.

  7. Wenn man Gewalt völlig verneint und immer alles mit Streicheleinheiten und gutem Zureden lösen will, wird man auf kurz oder lang überrannt werden. Denn die Mode im Westen möglichst Anti-Krieg zu sein wird irgendwann unser Grab sein.

    Denn, weil die Völker dieser Erde inhomogen sind, kommt es auch und vor allem in der Geopolitik zu Konflikten, die man fiedlich lösen muss. Aber wenn dir eine Knarre auf die Brust gesetzt wird, wirst du der Erste sein der schießen wird.
    Wir können viel mit Diplomatie lösen, aber wenn man uns angreifen will, müssen wir handeln, nicht reden. Und wenn wir unsere Gewaltbereitschaft verloren haben, werden wir diejenigen sein, die überrannt werden. Fressen und gefressen werden. Irgendwie werden Vegetarier nur gefressen.

    Die Ausbildung von Soldaten und das Unterhalten einer Streitmacht ist das einzige was uns vor einem offenen Krieg bewahrt, denn sonst gäbe es keine Hemmschwelle uns anzugreifen.
    Wer Gewalt um keinen Preis anwenden will, wird mit seinem Pazifimus untergehen.
    Wer Soldaten als Tötungsmaschine bezeichnet, übersieht, dass die es sind, die uns unsere Freiheit garantieren. (Zumindest hier in Deutschland)

    (Mit Vegetariern meinte ich Vegetarier aus dem Tierreich)

    Antwort auf "Was soll`s"

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