Islamismus Pakistanischer Gouverneur bei Attentat getötet
In Pakistan ist ein enger Vertrauter von Staatschef Zardari ermordet worden. Der Gouverneur Salman Taseer hatte sich gegen das Blasphemie-Gesetz eingesetzt.
Bei einem Attentat in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist ein enger Vertrauter von Staatspräsident Asif Ali Zardari getötet worden. Salman Taseer, der für seine Kritik an radikalen Islamisten bekannte Gouverneur der wichtigsten pakistanischen Provinz Punjab, wurde von seinem Leibwächter erschossen.
Nach offiziellen Angaben wurde er vor einem Restaurant in der Nähe seines Wohnhauses angegriffen und durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Wenig später starb er in einem Krankenhaus.
Wie Innenminister Rehman Malik mitteilte, handelt es sich bei dem Täter um einen 26-jährigen Polizisten, der für den Personenschutz des Gouverneurs zuständig war. Der Mann habe nach seiner Festnahme gestanden, auf Taseer geschossen zu haben.
Als Grund nannte der Täter den Angaben zufolge die scharfe Kritik des Gouverneurs am sogenannten Blasphemie-Gesetz. Dieses ermöglicht es den Gerichten, Menschen wegen "Gotteslästerung" zum Tode zu verurteilen.
Taseer war früher Minister und führendes Mitglied der regierenden Pakistanischen Volkspartei (PPP). Er galt als einer der wichtigsten Vertreter des moderaten Flügels in der Regierungspartei.
Der Gouverneur hatte sich vehement für die Rücknahme des Blasphemie-Gesetzes stark gemacht, nachdem im November eine pakistanische Christin zum Tod durch den Strang verurteilt worden war. Die Frau soll sich abfällig über den Propheten Mohammed geäußert haben. Die Mutter von fünf Kindern hatte dies vor einem Gericht in der Provinz Punjab jedoch bestritten. Das Urteil hatte weltweit Bestürzung ausgelöst und war unter anderem von Papst Benedikt XVI. kritisiert worden.
Nach Verhängung des Todesurteils hatte der Gouverneur die Christin im Gefängnis besucht und sie ermutigt, ein Gnadengesuch an Staatschef Zardari zu richten. In mehreren Interviews zeigte er sich zudem von ihrer Unschuld überzeugt.
Neben Taseer hatten sich zuletzt weitere prominente Politiker für eine Änderung des Gesetzes ausgesprochen. Radikale muslimische Gruppen riefen daraufhin zu Massendemonstrationen auf. Erst am vergangenen Freitag waren in mehreren Großstädten Zehntausende auf die Straßen gegangen, um gegen eine mögliche Lockerung des umstrittenen Blasphemie-Gesetzes zu protestieren.
Pakistan hat bislang kein Todesurteil wegen Blasphemie vollstreckt. Allerdings sitzen Dutzende Menschen deswegen in Gefängnissen. Das Gesetz ist umstritten, da es nach Einschätzung von Menschenrechtlern und Juristen vielfach nicht um "Gotteslästerung" geht, sondern um politisch oder religiös motivierte Rache. Nur drei Millionen der mehr als 160 Millionen Pakistaner sind Christen.
Der Anschlag wurde in einer ohnehin angespannten politischen Lage verübt. In Pakistan herrscht eine Regierungskrise, nachdem die PPP am Sonntag ihren Koalitionspartner verloren hat. Die Muttahida Qaumi Bewegung (MQM) kündigte der Regierungspartei die Zusammenarbeit auf, Ministerpräsident Yousuf Raza Gilanis PPP ist seitdem ohne Mehrheit.
Oppositionsführer Nawaz Sharif stellte Gilani ein Ultimatum, binnen 72 Stunden wichtigen Reformen zuzustimmen. Andernfalls werde seine Partei, die Muslim-Liga (PML-N), die Zusammenarbeit mit der Regierungspartei in der im Osten des Landes liegenden Provinz Punjab beenden. Sharif hatte bereits im August 2008 die Zusammenarbeit mit der Zentralregierung aufgekündigt.
- Datum 04.01.2011 - 19:49 Uhr
- Quelle dpa, AFP, Reuters
- Kommentare 18
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Über kurz oder lang werden die gemäßigten Kräfte in dieser Region ausgerottet sein.
Bleibt nur zu hoffen, daß die Nukleargefahr "evakuiert" werden kann.
Wie die radikalen Moslems so viel Macht ergattern konnten ist wunderlich. Vor 30 Jahren konnte man noch durch Pakistan, Afghanistan und den Iran reisen.
Die Freiheit scheint sich auf schnellem Fuße aus dem Mittleren Osten und den angrenzenden Gebieten zu schleichen.
Was übrig bleibt wird ausgebomt. Hier hätten wir dann die Überleitung zu Europa. Pakistan ist näher als sich manch Tagträumer hierzulande vorstellt.
Die intellektuelle Aushöhlung des Islams gründet auf der Finanzkraft der Wahhabiten Saudi-Arabiens.
Saudi-Arabien hat vor ziemlich genau dreissig Jahren Zia-ul-Haq dazu gebracht, Intoleranz zur Verfassungsnorm zu erklären.
Anstatt dass der Westen den Irak oder Afghanistan besetzt hält, würde er sich besser vom saudischen Öl abwenden.
Wir würden staunen, wie vernünftig der Islam wieder werden würde, wenn all' die kleinen islamofaschistischen Gauleiter nach Saudi-Arabiens Gnaden nicht mehr von Ölgeld gesponsert würden.
Mit der Terrorbekämpfung ist es wie mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität: Wenn man wirklich Schaden unter dem Gegner anrichten will, muss man die Finanzströme kappen, und nicht ein paar ersetzbare, schlecht qualifizierte Deppen, die eh' nur Kanonenfutter sind, mit Drohnenangriffen umbringen. Also: Kein Öl aus der arabischen Halbinsel.
Die intellektuelle Aushöhlung des Islams gründet auf der Finanzkraft der Wahhabiten Saudi-Arabiens.
Saudi-Arabien hat vor ziemlich genau dreissig Jahren Zia-ul-Haq dazu gebracht, Intoleranz zur Verfassungsnorm zu erklären.
Anstatt dass der Westen den Irak oder Afghanistan besetzt hält, würde er sich besser vom saudischen Öl abwenden.
Wir würden staunen, wie vernünftig der Islam wieder werden würde, wenn all' die kleinen islamofaschistischen Gauleiter nach Saudi-Arabiens Gnaden nicht mehr von Ölgeld gesponsert würden.
Mit der Terrorbekämpfung ist es wie mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität: Wenn man wirklich Schaden unter dem Gegner anrichten will, muss man die Finanzströme kappen, und nicht ein paar ersetzbare, schlecht qualifizierte Deppen, die eh' nur Kanonenfutter sind, mit Drohnenangriffen umbringen. Also: Kein Öl aus der arabischen Halbinsel.
Wer Drohnen schickt, und denkt, so der Lage Herr werden zu können, sticht lediglich in ein Wespennest, dass nicht mehr zu kontrollieren ist.
gms
und nur passives Wahlrecht bei der Wiederherstellung der
Demokratie nach dem Putsch Juni/Juli, viele Jahre vorher,
gegen pakistanische Demokratievereidiger durch einen damals unbekannten Obersten, namens Musha, welcher den amtierenden Ministerpraesidenten Nawaz Sharif unsanft aus dem Amt entfernte und als Pakistanpraesident der Militaerregierung
unter der Bedingung zuruecktrat, dass Nawaz Sharif kein aktives Wahlrecht z.B. als MP bei den Zivilwahlen bekommt bzw.
ausueben darf. Wenn Sie dazu die Regierungswebseiten darauf hin ansehen wollen ? Nawaz Sharif wurde dort wie ein toter Hund behandelt!
Referenz :
@Oppositionsführer Nawaz Sharif stellte Gilani ein Ultimatum, binnen 72 Stunden wichtigen Reformen zuzustimmen. Andernfalls werde seine Partei, die Muslim-Liga (PML-N), die Zusammenarbeit mit der Regierungspartei in der im Osten des Landes liegenden Provinz Punjab beenden. Sharif hatte bereits im August 2008 die Zusammenarbeit mit der Zentralregierung aufgekündigt@(dpa, AFP, Reuters).
Max Stockhaus schreibt: "Wer Drohnen schickt, und denkt, so der Lage Herr werden zu können, sticht lediglich in ein Wespennest, dass nicht mehr zu kontrollieren ist."
Der Vergleich mit einem Wespennest gefällt mir. Nur - fürchte ich - braucht es keine Drohnen, um in diese Wespennester zu stechen. Schon eine Kritik am Islam reizt die Wespen zur Weißglut und lässt sie ausschwärmen. Nicht nur Westergaard, sondern auch Salman Rushdie und seinen Übersetzern droht diese Gefahr.
und nur passives Wahlrecht bei der Wiederherstellung der
Demokratie nach dem Putsch Juni/Juli, viele Jahre vorher,
gegen pakistanische Demokratievereidiger durch einen damals unbekannten Obersten, namens Musha, welcher den amtierenden Ministerpraesidenten Nawaz Sharif unsanft aus dem Amt entfernte und als Pakistanpraesident der Militaerregierung
unter der Bedingung zuruecktrat, dass Nawaz Sharif kein aktives Wahlrecht z.B. als MP bei den Zivilwahlen bekommt bzw.
ausueben darf. Wenn Sie dazu die Regierungswebseiten darauf hin ansehen wollen ? Nawaz Sharif wurde dort wie ein toter Hund behandelt!
Referenz :
@Oppositionsführer Nawaz Sharif stellte Gilani ein Ultimatum, binnen 72 Stunden wichtigen Reformen zuzustimmen. Andernfalls werde seine Partei, die Muslim-Liga (PML-N), die Zusammenarbeit mit der Regierungspartei in der im Osten des Landes liegenden Provinz Punjab beenden. Sharif hatte bereits im August 2008 die Zusammenarbeit mit der Zentralregierung aufgekündigt@(dpa, AFP, Reuters).
Max Stockhaus schreibt: "Wer Drohnen schickt, und denkt, so der Lage Herr werden zu können, sticht lediglich in ein Wespennest, dass nicht mehr zu kontrollieren ist."
Der Vergleich mit einem Wespennest gefällt mir. Nur - fürchte ich - braucht es keine Drohnen, um in diese Wespennester zu stechen. Schon eine Kritik am Islam reizt die Wespen zur Weißglut und lässt sie ausschwärmen. Nicht nur Westergaard, sondern auch Salman Rushdie und seinen Übersetzern droht diese Gefahr.
und nur passives Wahlrecht bei der Wiederherstellung der
Demokratie nach dem Putsch Juni/Juli, viele Jahre vorher,
gegen pakistanische Demokratievereidiger durch einen damals unbekannten Obersten, namens Musha, welcher den amtierenden Ministerpraesidenten Nawaz Sharif unsanft aus dem Amt entfernte und als Pakistanpraesident der Militaerregierung
unter der Bedingung zuruecktrat, dass Nawaz Sharif kein aktives Wahlrecht z.B. als MP bei den Zivilwahlen bekommt bzw.
ausueben darf. Wenn Sie dazu die Regierungswebseiten darauf hin ansehen wollen ? Nawaz Sharif wurde dort wie ein toter Hund behandelt!
Referenz :
@Oppositionsführer Nawaz Sharif stellte Gilani ein Ultimatum, binnen 72 Stunden wichtigen Reformen zuzustimmen. Andernfalls werde seine Partei, die Muslim-Liga (PML-N), die Zusammenarbeit mit der Regierungspartei in der im Osten des Landes liegenden Provinz Punjab beenden. Sharif hatte bereits im August 2008 die Zusammenarbeit mit der Zentralregierung aufgekündigt@(dpa, AFP, Reuters).
ist Pakistan mit seinen bald 180 Mio. Menschen bis auf die Armee ein verlorener Staat.
Da helfen auch nicht die CIA-Drohnen und Bestechungsgelder.
Die Mehrheit der Sunnis will die Minderheit der Shias am liebsten nach IRAN vertreiben und sprengen mit Eifer deren ketzerischen Moscheen weg.
Der Staat ist absolut notorisch pleite und würde ohne die USD-Hilfen und die Unterstützung durch die fundamentalistischen Saudis keinen Monat mehr zahlungsfähig sein.
Chaos bleibt das täglich Brot.
zu einem "failed state". Angesichts der Beölkerungsgröße, der Atomwaffen und des massiven religiösen Fundamentalismus dort eine enorm gefährliche Entwicklung für die Nachbarländer und die ganze Welt.
Gibt es etwas niederträchtigeres als jemanden zu töten, der einem sein Leben anvertraut hat? Das Wertesystem gewisser Moslems scheint das genaue Gegenteil von dem zu sein, was sympathischere Menschen als redlich empfinden.
Das gilt z.B. auch, wenn Attentäter es gezielt auf Ersthelfer nach einem 'Köder-Attentat' abgesehen haben, wie es sowohl bei Palästinensern als auch im Irak gelegentlich vorkommt. Man sollte doch meinen, daß die Helfer, die der Gefahr trotzen, um andere zu retten, als Helden verehrt werden -- weit gefehlt!
Ohne Menschenrechte ist keine Demokratie. Dass man da dennoch versucht Wahlen, und Koalitionen und Mehrheiten zu suggerieren ist wirklich verlogen.
Das sollten sich auch mal einige in der gemäßigten westlichen Welt vor Augen halten, die versuchen Frauen oder Homosexuellen ihre Rechte zu nehmen nur weil es nicht in ihr Weltbild passt, dass es Menschen gibt die trotz Vagina denken können, oder denen egal ist welches Genital der Mensch hat den sie lieben.
Solche Ereignisse sollten uns vor Augen halten, warm wir Menschenrechte haben, und warum wir sie mit allen demokratischen Mitteln verteidigen sollten, und das am ehesten vor uns selbst.
Die intellektuelle Aushöhlung des Islams gründet auf der Finanzkraft der Wahhabiten Saudi-Arabiens.
Saudi-Arabien hat vor ziemlich genau dreissig Jahren Zia-ul-Haq dazu gebracht, Intoleranz zur Verfassungsnorm zu erklären.
Anstatt dass der Westen den Irak oder Afghanistan besetzt hält, würde er sich besser vom saudischen Öl abwenden.
Wir würden staunen, wie vernünftig der Islam wieder werden würde, wenn all' die kleinen islamofaschistischen Gauleiter nach Saudi-Arabiens Gnaden nicht mehr von Ölgeld gesponsert würden.
Mit der Terrorbekämpfung ist es wie mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität: Wenn man wirklich Schaden unter dem Gegner anrichten will, muss man die Finanzströme kappen, und nicht ein paar ersetzbare, schlecht qualifizierte Deppen, die eh' nur Kanonenfutter sind, mit Drohnenangriffen umbringen. Also: Kein Öl aus der arabischen Halbinsel.
Ahasver69 schreibt: "Mit der Terrorbekämpfung ist es wie mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität: Wenn man wirklich Schaden unter dem Gegner anrichten will, muss man die Finanzströme kappen"
So einfach ist es leider nicht, fürchte ich. Organisierten Kriminellen, zum Beispiel Drogenhändlern oder Mädchenhändlern geht es um Geld, sie werden von materialistischen Motiven getrieben. Islamistische Attentäter dagegen werden von einer Idee getrieben: Ihre Religion gegen Kritik zu schützen.
Die Macht von Drogenhändlern kann man austrocknen, wenn man kein Rauschgift mehr von ihnen kauft, die von Fanatikern nicht.
Ahasver69 schreibt: "Mit der Terrorbekämpfung ist es wie mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität: Wenn man wirklich Schaden unter dem Gegner anrichten will, muss man die Finanzströme kappen"
So einfach ist es leider nicht, fürchte ich. Organisierten Kriminellen, zum Beispiel Drogenhändlern oder Mädchenhändlern geht es um Geld, sie werden von materialistischen Motiven getrieben. Islamistische Attentäter dagegen werden von einer Idee getrieben: Ihre Religion gegen Kritik zu schützen.
Die Macht von Drogenhändlern kann man austrocknen, wenn man kein Rauschgift mehr von ihnen kauft, die von Fanatikern nicht.
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