Ägypten Die Konterrevolution formiert sich

Ein Präsident, der nicht verstehen will. Mubarak-Anhänger, die Straßenschlachten anzetteln: Die ägyptische Revolte ist an einem kritischen Punkt. Ein Kommentar

Ist dies das Ende des Kairoer Frühlings? Die Konterrevolution ist auf dem legendären Tahrir-Platz im Herzen der Zwanzig-Millionen-Stadt ausgebrochen. Tausende von jungen Männern strömen seit dem frühen Nachmittag auf den Platz. Die Jackenkragen hochgeklappt, die Fäuste in die Luft gestreckt. "Wir lieben Mubarak!", rufen sie. Dann reißen sie das Pflaster auf, nehmen Steine in die Hand. Sie greifen die Demonstranten an, die heute den neunten Tag friedlich und mit großer Disziplin den Abtritt des Herrschers Hosni Mubarak fordern. Sie hatten Kinder mitgebracht. Der Mubarak-Block hatte Knüppel dabei.

Die Anti-Regime-Demonstranten werden eingekesselt. Es kommt zur Schlacht. Von beiden Seiten fliegen Steine. Väter und Mütter flüchten mit ihren Kindern in die Seitenstraßen. Dort sind auch Kämpfe ausgebrochen. Man hört Schreie, es soll Verletzte geben. Tote? Das ist bisher nicht klar. Die Polizei ist auch heute wieder komplett abwesend. Es gibt keine Kontrolle.

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Die Soldaten, die in den letzten Tagen von den Demonstranten mit Blumen beschenkt wurden, die Kinder küssten, sind hilflos und verwirrt. Armeepanzer rangieren zwischen den wütenden, schreienden Massen hin und her. Sie müssen aufpassen, nicht gekapert zu werden. Ein Panzer ist in einer Straßenschlacht so fehl am Platze wie eine Atombombe im Häuserkampf.

Geht hier das bösartige Kalkül eines Diktators auf, der mit 82 Jahren immer noch nicht von der Macht lassen kann? Gestern Nacht kündigte Hosni Mubarak an, sich nicht zur Wiederwahl stellen zu wollen. Das kam auf dem Tahrir-Platz unter den Hunderttausenden von Demonstranten in der Nacht nicht gut an. "Das reicht nicht", riefen sie. "Tritt ab!" hallten die Sprechchöre bis zum Morgen über den Platz.

Mubarak scheint seit Wochen hinter den Ereignissen hinterherzulaufen. Er hätte seinen Vizepräsidenten längst vor dem Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali vor zwei Wochen benennen müssen. General Omar Suleiman war seit Jahren der zweite Mann im Staate. Vor wenigen Tagen bekam er formell das Amt, das er ohnehin schon ausfüllte. Die Ankündigung, dass er sich mit 82 Jahren nach drei Jahrzehnten an der Macht nicht wieder zur Wahl stellt, ist eigentlich selbstverständlich. Und zu wenig, zu zögerlich, zu spät. Mubarak ist entweder taub – oder hat noch im letzten Akt seiner Karriere einen Plan zum Weitermachen.

Schauen wir uns seine Rede genau an. "Die Demonstrationen sind gewalttätig", behauptete er. Was augenfällig nicht stimmte, denn das Wunder der Millionenrallye vom Dienstag war, dass sie ohne Polizei und Wachschutz ohne Zwischenfälle ablief. Ägypten habe die Wahl zwischen Chaos und Stabilität, sagte Mubarak und wiederholte damit seine alte Selbstlegitimierung. Noch eine Lüge, denn das Chaos der letzten Tage, die Plünderungen, die Unsicherheit waren eine Folge staatlicher Handlungen: Rückzug der Polizei in die Kasernen, gezielte Öffnung von Gefängnissen. "Meine zentrale Aufgabe ist es nun, Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen", sagte Mubarak. "Ich möchte meine Karriere beenden, die mit Gott und den Menschen in Einklang steht."

Leser-Kommentare
  1. Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Man möge mir verzeihen wenn ich mittlerweile nicht erst den Artikel lese sondern erst meine Meinung.

    Ich beobachte nun schon seit einer Woche direkt in Twitter und Al Jazeera live was in Ägypten passiert. Der heutige Tag ist eine Zuspitzung die sicherlich niemand so erwartet hat.

    Das geht sowohl aus den Kommentaren bei Twitter hervor, als auch aus der Berichterstattung bei Al Jazeera. Anbei direkt Links zu den einzelnen Tags, Stichworte unter denen alle die eine Kurznachricht hinterlassen wollen, ihre Nachricht hinterlassen:

    Englisch und Ägypten allgemein:
    http://twitter.com/#searc...
    http://twitter.com/search...

    Deutsch
    http://twitter.com/#searc...

    Spanisch
    http://twitter.com/#searc...

    Der heutige Tag zeigt meiner Meinung nach eindeutig, das jene Kräfte die seit Beginn der Revolution bisher im dunkel der Nacht Unruhen stifteten, nun dazu übergangenen sind dies am helllichten Tag zu tun. Ich bin der Ansicht das es Ziel ist das Militär zu destabilisieren und gegen das Volk aufzubringen. Die letzte Chance der aktuellen Machtriege zu überleben. Auf Al Jazeera konnte man ein erstaunliches Telefoninterview hören, in dem der Anrufer der Mubarakschlächter (auf Twitter wird expliziter von allen darauf hingewiesen, das Unterstützer zu sagen gelinde gesagt eine Lüge ist) der sich als Teilnehmer einer Demonstration ausgibt ins Telefon ruft: "Hören sie, hören sie die Menschenmassen, wir sind Hunderttausende." Was man so im Hintergrund hört ? Kein Kommentar. Auf die Frage ob sie nach Hause gehen werden denn das Militär hat dies ja verlangt sagt der Man:
    "Nein, wir doch nicht. Wir sind friedlich."

    Da für Freitag erneut ein Großdemonstration geplant ist, halte ich es u.a. für den Versuch, jene Demonstration zu verhindern.

    Das gleichzeitig das Netz wieder freigeschaltet wurde, lässt sich schwer interpretieren. Musste es frei geschaltet werden um die Wirtschaft nicht vollständig zu ruinieren ? Haben die Informatiker den Dienst quittiert weil sie von dem heutigen Chaos wussten und so wenigstens versuchten, zu retten was zu retten ist ? War es Absicht um noch mehr Chaos und Angst zu verbreiten ? Es ist schwer zu sagen.

    Die Nachrichten sind herzzerreißend. Ganz Ägypten ergießt sich ins Netz. Aus "endlich wieder da, hallo" wird ein "Vorsicht da kommen ein paar durchgeknallte die Straße hoch", zu verzweifelten Anweisungen Fluchtwege anzuzeigen und aufzuweisen. Die erste Liveübertragung der Opfer einer Militärdiktatur während sie verängstigt, gequält und zerstört werden.

    Schwankend zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

    Die Attitud des deutschen Außenministers (meiner ist er ganz bestimmt nicht mehr) werde ich nie vergessen. Und nicht nur seine.

    Eines weiß ich schon jetzt, sollte diese Revolution "gut" aus gehen, werde ich als erstes ein Ticket für den nächsten Urlaub in dieses Land buchen, diese Menschen brauchen Arbeit und keine Almosen. Sollte das Regime sich hallten werde ich niemals hinfahren.

    Ich bin beschämt.

    alma

    Man möge mir verzeihen wenn ich mittlerweile nicht erst den Artikel lese sondern erst meine Meinung.

    Ich beobachte nun schon seit einer Woche direkt in Twitter und Al Jazeera live was in Ägypten passiert. Der heutige Tag ist eine Zuspitzung die sicherlich niemand so erwartet hat.

    Das geht sowohl aus den Kommentaren bei Twitter hervor, als auch aus der Berichterstattung bei Al Jazeera. Anbei direkt Links zu den einzelnen Tags, Stichworte unter denen alle die eine Kurznachricht hinterlassen wollen, ihre Nachricht hinterlassen:

    Englisch und Ägypten allgemein:
    http://twitter.com/#searc...
    http://twitter.com/search...

    Deutsch
    http://twitter.com/#searc...

    Spanisch
    http://twitter.com/#searc...

    Der heutige Tag zeigt meiner Meinung nach eindeutig, das jene Kräfte die seit Beginn der Revolution bisher im dunkel der Nacht Unruhen stifteten, nun dazu übergangenen sind dies am helllichten Tag zu tun. Ich bin der Ansicht das es Ziel ist das Militär zu destabilisieren und gegen das Volk aufzubringen. Die letzte Chance der aktuellen Machtriege zu überleben. Auf Al Jazeera konnte man ein erstaunliches Telefoninterview hören, in dem der Anrufer der Mubarakschlächter (auf Twitter wird expliziter von allen darauf hingewiesen, das Unterstützer zu sagen gelinde gesagt eine Lüge ist) der sich als Teilnehmer einer Demonstration ausgibt ins Telefon ruft: "Hören sie, hören sie die Menschenmassen, wir sind Hunderttausende." Was man so im Hintergrund hört ? Kein Kommentar. Auf die Frage ob sie nach Hause gehen werden denn das Militär hat dies ja verlangt sagt der Man:
    "Nein, wir doch nicht. Wir sind friedlich."

    Da für Freitag erneut ein Großdemonstration geplant ist, halte ich es u.a. für den Versuch, jene Demonstration zu verhindern.

    Das gleichzeitig das Netz wieder freigeschaltet wurde, lässt sich schwer interpretieren. Musste es frei geschaltet werden um die Wirtschaft nicht vollständig zu ruinieren ? Haben die Informatiker den Dienst quittiert weil sie von dem heutigen Chaos wussten und so wenigstens versuchten, zu retten was zu retten ist ? War es Absicht um noch mehr Chaos und Angst zu verbreiten ? Es ist schwer zu sagen.

    Die Nachrichten sind herzzerreißend. Ganz Ägypten ergießt sich ins Netz. Aus "endlich wieder da, hallo" wird ein "Vorsicht da kommen ein paar durchgeknallte die Straße hoch", zu verzweifelten Anweisungen Fluchtwege anzuzeigen und aufzuweisen. Die erste Liveübertragung der Opfer einer Militärdiktatur während sie verängstigt, gequält und zerstört werden.

    Schwankend zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

    Die Attitud des deutschen Außenministers (meiner ist er ganz bestimmt nicht mehr) werde ich nie vergessen. Und nicht nur seine.

    Eines weiß ich schon jetzt, sollte diese Revolution "gut" aus gehen, werde ich als erstes ein Ticket für den nächsten Urlaub in dieses Land buchen, diese Menschen brauchen Arbeit und keine Almosen. Sollte das Regime sich hallten werde ich niemals hinfahren.

    Ich bin beschämt.

    alma

  2. dass die Reaktionen sämtlicher Regierungschefs und Vertreter internationaler politischer Organisationen so verhalten reagieren. Ban ki-Moon beispielweise sagte, die Gewaltanwendung gegen die friedlichen Demonstranten sei "unakzeptabel". Aber welche Konsequenz ziehen die Mächtigen dieser Welt daraus? Anscheinend keine. Mit dem ängstlichen Blick auf Israel traut man sich nicht, klare Aussagen zu treffen und Flagge zu zeigen. Nach dem der Westen so lange ignoriert hat, was dort in Ägypten und im Reste Arabiens vor sich geht, darf man nun nicht länger zögern. Es muss endlich lautstark Mubarraks Rücktritt gefordert werden. Wir stehen in der Verantwortung.

    19 Leser-Empfehlungen
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    Mubarak ist Amerikas Liebling.
    Und Mubarak will mit Sicherheit nicht in Schande und ehrenlos in Saudi-Arabien enden.
    Es sieht nicht gut aus.

    Wie viel sollen sich fremde Länder in die Innenpolitik eines anderen Landes einmischen? Wollen Sie, dass ein fremdes Land in letzter Konsequenz mit einem Militärschlag droht, falls Mubarak nicht sofort abdankt?
    Wessen Armee würden Sie gern in Ägypten sehen? Wären Sie auch dafür gewesen in den Iran einzumaschieren? Dort gab es deutlich mehr Tote und dort gibt es deutlich härtere Repressionen.

    Immerhin haben die Amerikaner Mubarak ja schon die Zusage abgerungen, dass er nicht nochmals kandidiert und Obama hat gesagt, dass es schneller gehen muss.

    Mubarak ist Amerikas Liebling.
    Und Mubarak will mit Sicherheit nicht in Schande und ehrenlos in Saudi-Arabien enden.
    Es sieht nicht gut aus.

    Wie viel sollen sich fremde Länder in die Innenpolitik eines anderen Landes einmischen? Wollen Sie, dass ein fremdes Land in letzter Konsequenz mit einem Militärschlag droht, falls Mubarak nicht sofort abdankt?
    Wessen Armee würden Sie gern in Ägypten sehen? Wären Sie auch dafür gewesen in den Iran einzumaschieren? Dort gab es deutlich mehr Tote und dort gibt es deutlich härtere Repressionen.

    Immerhin haben die Amerikaner Mubarak ja schon die Zusage abgerungen, dass er nicht nochmals kandidiert und Obama hat gesagt, dass es schneller gehen muss.

  3. Mubarak ist Amerikas Liebling.
    Und Mubarak will mit Sicherheit nicht in Schande und ehrenlos in Saudi-Arabien enden.
    Es sieht nicht gut aus.

    Antwort auf "Es kann nicht sein,"
  4. Für viele einfache Polizisten ist Mubarak wie eine Vaterfigur: dafür, dass er sie aus der Armut holte, die vielfach am Anfang weder lesen, noch schreiben konnten, stehen sie ihm loyal zur Seite. Stürzt Mubarak, werden sie diejenigen sein, die die ganze Katastrophe auszubaden haben; die nackte Zukunftsangst treibt sie. Dabei sind sie es, die dankbar und loyal nicht nur zu Mubarak, sondern auch zu Uns zivilisierten Europäern stehen. Wir, die Mitglieder der zivilisierten westlichen Welt sollten ein paar Brosamen für sie übrig haben.

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    • mk142
    • 02.02.2011 um 20:23 Uhr

    Wenn Sie es als westlich zvilisiert erachten, dass Mubarak-Anhänger gewaltsam auf Frauen und Kinder losgehen, dann fürchte ich um unsere Gesellschaft!

    "Wir, die Mitglieder der zivilisierten westlichen Welt sollten ein paar Brosamen für sie übrig haben."

    Man muss schon hinter dem Mond leben um heute noch so eine rückständige Meinung zu vertreten.

    • mk142
    • 02.02.2011 um 20:23 Uhr

    Wenn Sie es als westlich zvilisiert erachten, dass Mubarak-Anhänger gewaltsam auf Frauen und Kinder losgehen, dann fürchte ich um unsere Gesellschaft!

    "Wir, die Mitglieder der zivilisierten westlichen Welt sollten ein paar Brosamen für sie übrig haben."

    Man muss schon hinter dem Mond leben um heute noch so eine rückständige Meinung zu vertreten.

  5. reagieren auf die sozialen Unruhen ambivalent, weil sie sich durch derartige Unruhen selbst bedroht fühlen.

    17 Leser-Empfehlungen
    • deva
    • 02.02.2011 um 19:13 Uhr

    "Die Polizei ist auch heute wieder komplett abwesend."

    Laut einem Vor-Ort-Bericht des Guardian (guardian.co.uk)ist die Polizei nicht abwesend, sondern in erheblicher Anzahl auf Seiten der Gegner - allerdings in zivil.

    Die vom Regime erzwungene Radikalisierung (sofern die Revolutionäre nicht weichen) wird einen möglichen Neuanfang sehr erschweren.

    Die Ereignisse erinnern frappierend an die Kämpfe um die erste Berliner Republik, die Zeit vor dem Mauerfall 1989 oder den Kampf in Rumänien gegen die Securitate - die entscheidende Frage ist, ob das Militär oder milit. Einheiten Partei ergreifen.

  6. von Mubarak. Er hat es immer noch nicht begriffen und sendet seine kameltreibenden Barbaren gegen friedliche Demonstranten. Man hätte schon aufhorchen müssen, als er ankündigte ´die Schuldigen´ strafen zu wollen. Er alleine ist verantwortlich für das heutige und kommende Desaster. Erfüllt ihm seinen Wunsch nach einem Pharaonengrab. Die Polizei und das Innenministerium dürfen keine zweite Chance erhalten.

    Spätestens am Sonntag muß die Aktion beendet sein.

    Der Iran sollte nicht zu früh ´frohlocken´- es ist nur eine Frage der Zeit. Die Menschen wollen raus aus der Steinzeit.

    14 Leser-Empfehlungen
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    Wenn ElBaradei an die Macht kommt, müsste Israel schnell Iran angreifen

    http://www.heise.de/tp/r4...

    • Manam
    • 02.02.2011 um 19:42 Uhr

    Meinen Sie die iranische Regierung? Auch die iranischen Menschen wollen raus aus der aufgezwungenen Steinzeit! Mubarak ist im Vergleich zu Khamenei ein mildtätiger Engel. Schade, dass die Reaktion der demokratischen Länder vor knapp 2 Jahren, als erheblich mehr Menschen auf den Straßen von ganz Iran waren, fast null war. Am allerwenigsten der liebe Obama. Hätte er doch damals auch gefordert, dass bis Freitag der Ofen aus sein müsse.

    Wenn ElBaradei an die Macht kommt, müsste Israel schnell Iran angreifen

    http://www.heise.de/tp/r4...

    • Manam
    • 02.02.2011 um 19:42 Uhr

    Meinen Sie die iranische Regierung? Auch die iranischen Menschen wollen raus aus der aufgezwungenen Steinzeit! Mubarak ist im Vergleich zu Khamenei ein mildtätiger Engel. Schade, dass die Reaktion der demokratischen Länder vor knapp 2 Jahren, als erheblich mehr Menschen auf den Straßen von ganz Iran waren, fast null war. Am allerwenigsten der liebe Obama. Hätte er doch damals auch gefordert, dass bis Freitag der Ofen aus sein müsse.

  7. Wenn ElBaradei an die Macht kommt, müsste Israel schnell Iran angreifen

    http://www.heise.de/tp/r4...

    Antwort auf "Altersstarrsinn"

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