Hartz-IV-Kompromiss Mindestlohn für Zeitarbeit kommt

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat zugesichert: Spätestens in zwei Monaten soll der Mindestlohn für Zeitarbeiter gelten. Die Gewerkschaften begrüßen das.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen während einer Pressekonferenz in Berlin

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen während einer Pressekonferenz in Berlin

Nach der Verabschiedung der Hartz-IV-Reform hat Arbeitsministerin Ursula von der Leyen zugesichert, sie werde die im Rahmen des Hartz-Kompromisses vereinbarten Mindestlöhne für Zeitarbeit zügig umsetzen. Die CDU-Politikerin kündigte an, die Lohnuntergrenzen für die Zeitarbeit sollen noch vor dem 1. Mai in Kraft treten. Denn von da an gilt die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus osteuropäischen EU-Staaten. Das sorge "wasserdicht dafür, dass Zeitarbeit ab Mai auch aus anderen Ländern Europas bei uns nur zu fairen Preisen angeboten werden kann".

DGB-Chef Michael Sommer begrüßte die Mindestlohn-Pläne für die Zeitarbeitsbranche. Andernfalls wären "Polen und andere Länder in Osteuropa zum Leiharbeits-Paradies für Deutschland und Westeuropa" gemacht worden, sagte er der Bild-Zeitung. Sommer warnte zugleich Bundeskanzlerin Angela Merkel davor, sich Forderungen nach gleicher Bezahlung für Leiharbeiter weiterhin entgegenzustellen. Er kündigte an, der DGB werde deswegen in allen kommenden Landtagswahlkämpfen "Druck auf die Regierung" machen.

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Unterdessen blieb die Hartz-IV-Reform selbst weiterhin umstritten. Sommer kritisierte die vorgesehene Anhebung der Regelsätze um insgesamt acht Euro bis Anfang 2012 als unzureichend. Von einem "inakzeptablen Gesetz" sprach erneut auch die Parteichefin der Linken, Gesine Lötzsch. Auch SPD-Chef Sigmar bekräftigte seine Zweifel, dass die Berechnung der Regelsätze verfassungskonform ist.

Von der Leyen wies solche Bedenken zurück. "Die Opposition hat acht Wochen lang jeden Cent des Regelsatzes auf den Prüfstand gestellt und uns keinen Fehler nachweisen können", sagte sie der Zeitschrift Super Illu. "Von daher bin ich zuversichtlich, dass wir jetzt ein verfassungsgemäßes Gesetz haben." Sie rief zugleich die Vereine in Deutschland auf, an dem geplanten Bildungspaket mitzuwirken. "Macht jetzt Angebote, die im Rahmen des Bildungspakets für bedürftige Kinder erschwinglich sind."

 
Leser-Kommentare
  1. Mindestlöhne waren, sind und bleiben ökonomisch betrachtet maximaler Unsinn. Sie gefährden bestehende Arbeitsplätze und verhindern die Schaffung von neuen.
    Das sollte sich eigentlich auch bis in die Regierung herumgesprochen haben.

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    Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Irland haben einen gesetzlichen Mindestlohn von mehr als 8 bzw. 7 EUR die Stunde.

    Warum sollen Arbeitnehmer in Deutschland für weniger Geld arbeiten ? Nur damit Deutschland weiter die "Lokomotive" Europas bleibt und über Rettungsmilliarden den Mindestlohn in Irland mitsubventionieren kann ?

    Deutschland müsste etwas tun, um die Binnennachfrage zu stärken und die (oft mit EU Milliarden erkauften) Exportüberschüsse abzubauen. Das Dumpinglohn - Subventionen Prinzip zum Ankurbeln des Exports führt zu einer Verzerrung der Wirtschaft in Europa.

    Einige dt. Arbeitnehmer verkaufen ihre Arbeitskraft unter Wert und die Produkte ihrer Arbeit werden indirekt verschenkt. Gleichzeitig ist in D weniger Geld vorhanden, um Waren aus Griechenland oder Frankreich zu importieren.

    Vor dem 1. Weltkrieg war Deutschland schon einmal das Billiglohnland Europas. Dies hat meiner Meinung nach zum Teil zu den Spannungen beigetragen, die im Krieg mündeten. Sollte man nicht aus der Geschichte lernen ?

    Bisher hat noch niemand empirisch beweisen können, dass Mindestlöhne eindeutig schädigend sind; Es gibt ebenso Studien die dafür als auch dagegen sprechen.

    Aber dafür sind Dumpinglöhne von z.T. 5 Euro im Einzelhandel leider kein Normalfall; Natürlich arbeiten da mehr Menschen, aber am Ende zahlt der Staat sowieso die Zeche weil der Mitarbeiter nicht mehr vom Lohn leben kann.
    Es stimmt, dass dafür der Staat nicht alleine stehen kann, weil so auch nicht einmal garantiert ist, dass es den Arbeitnehmern besser geht; Wenigstens aber wird der Grundsatz von menschenwürdiger Arbeit behalten.

    Was die Zeitarbeit angeht, ist das durchaus ein schöner Schritt, nur in die falsche Richtung; Zeitarbeit ist gleichzusetzen mit versteckter Sklaverei, und solange das so ist und der Arbeitnehmer z.T. 50% an eine Firma abgibt die ihn nur vermittelt, dürfen diese Firmen nicht geduldet werden.

    Die praktischen Auswirkungen der Mindestlöhne für Zeitarbeitnehmer in Deutschland sind zu vernachlässigen, da die Zeitarbeitsbranche in Deutschland nahezu komplett tarifgebunden ist und die künftigen Mindestlöhne schon heute zahlt.

    Freilich könnten einzelne Haustarifverträge ihre Wirkung verlieren. Dabei handelt es sich um die miesesten tariflichen Vereinbarungen, die es in Deutschland gibt. Liegen sie tatsächlich unterhalb dieser Mindestlöhne, so dürften sie noch von der CGZP ausgehandelt worden und ohnehin nicht mehr gültig sein.

    Bis zu diesem Punkt gilt also erst einmal: Höchstwahrscheinlich keine praktische Auswirkung für Deutschland.

    Wichtig ist die Änderung in Hinsicht auf den 1. Mai, wenn die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Ost- und Mitteleuropäer in Kraft tritt. Zeitarbeitgeber (!) und Gewerkschaften haben eindringlich davor gewarnt, dass ohne einen Mindestlohn in Deutschland ausländische Anbieter in Deutschland antreten und hier Zeitarbeitnehmer für Dumpinglöhne arbeiten lassen könnten.
    Beispiel: Arbeitgeber sitzt in Osteuropa und lässt jemanden für 4 € die Stunde in Deutschland arbeiten.

    Das hätte den Deutschen Zeitarbeitsunternehmen die Preise kaputt gemacht. Deshalb haben diese sich für einen Mindestlohn stark gemacht und - da sie über einflussreiche Lobbyisten verfügen - auch in der Politik durchgesetzt.

    Arbeitsplätze werden durch diese Mindestlöhne jedenfalls nicht bedroht.

    "Mindestlöhne waren, sind und bleiben ökonomisch betrachtet maximaler Unsinn. Sie gefährden bestehende Arbeitsplätze und verhindern die Schaffung von neuen."
    Ihre Behauptung ist durch nichts begründet.Unternehmen, die keine auskömmlichen Löhne bezahlen gehören an den Pranger, denn sie sind schlicht Ausbeuter.Auf Arbeitsplätze, die keinen auskömmlichen Lohn erbringen, kann getrost verzichtet werden.

    Aber selbst wenn es wahr wäre: Arbeit muss sich lohnen, und wer Vollzeit arbeitet, muss mehr als das Existenzminimum verdienen. Punkt. Selbst um den Preis von mehr Arbeitslosigkeit.

    Ausserdem: Wer hat ihnen erzählt, dass Unternehmer darauf aus sind, Arbeitsplätze zu schaffen? So etwas wird so gut es geht vermieden, ist ja klar. Arbeit schafft, wer Aufträge hat-keine Kaufkraft, keine Aufträge (oder wollen sie nur auf China warten?)

    Ein Job, von dem ein Mensch nicht leben kann, der dann wahrscheinlich noch aufstockt - das ist kein Job, den wir gebrauchen können. Statt einzuzahlen, zieht dieser Job aus den Sozialkassen Geld raus. Mehr noch: der ökonomische Nutzen dieses Jobs ist geringer, als wenn er überhaupt nicht gemacht würde - sonst würde er ja entsprechend bezahlt.

    Augenwischerei, verdeckte Lohnkürzung, Druck auf Löhne und Gehälter - das bedeutet: Kein Mindestlohn.

    Selbst wenn es so wäre, wie Sie sagen (was scheinbar nicht der Fall ist):
    Mindestlohn ist primär keine Frage der Ökonomie, sondern eine des Bürgerrechts und der Frage, was die Zeit eines jeden Menschen wert ist. Mindestlohn kann den Unterschied machen zwischen einem Staat der Ausbeutung und einer Demokratie - es mag bessere Mittel geben (etwa Bürgergeld oder dergleichen), aber er ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Irland haben einen gesetzlichen Mindestlohn von mehr als 8 bzw. 7 EUR die Stunde.

    Warum sollen Arbeitnehmer in Deutschland für weniger Geld arbeiten ? Nur damit Deutschland weiter die "Lokomotive" Europas bleibt und über Rettungsmilliarden den Mindestlohn in Irland mitsubventionieren kann ?

    Deutschland müsste etwas tun, um die Binnennachfrage zu stärken und die (oft mit EU Milliarden erkauften) Exportüberschüsse abzubauen. Das Dumpinglohn - Subventionen Prinzip zum Ankurbeln des Exports führt zu einer Verzerrung der Wirtschaft in Europa.

    Einige dt. Arbeitnehmer verkaufen ihre Arbeitskraft unter Wert und die Produkte ihrer Arbeit werden indirekt verschenkt. Gleichzeitig ist in D weniger Geld vorhanden, um Waren aus Griechenland oder Frankreich zu importieren.

    Vor dem 1. Weltkrieg war Deutschland schon einmal das Billiglohnland Europas. Dies hat meiner Meinung nach zum Teil zu den Spannungen beigetragen, die im Krieg mündeten. Sollte man nicht aus der Geschichte lernen ?

    Bisher hat noch niemand empirisch beweisen können, dass Mindestlöhne eindeutig schädigend sind; Es gibt ebenso Studien die dafür als auch dagegen sprechen.

    Aber dafür sind Dumpinglöhne von z.T. 5 Euro im Einzelhandel leider kein Normalfall; Natürlich arbeiten da mehr Menschen, aber am Ende zahlt der Staat sowieso die Zeche weil der Mitarbeiter nicht mehr vom Lohn leben kann.
    Es stimmt, dass dafür der Staat nicht alleine stehen kann, weil so auch nicht einmal garantiert ist, dass es den Arbeitnehmern besser geht; Wenigstens aber wird der Grundsatz von menschenwürdiger Arbeit behalten.

    Was die Zeitarbeit angeht, ist das durchaus ein schöner Schritt, nur in die falsche Richtung; Zeitarbeit ist gleichzusetzen mit versteckter Sklaverei, und solange das so ist und der Arbeitnehmer z.T. 50% an eine Firma abgibt die ihn nur vermittelt, dürfen diese Firmen nicht geduldet werden.

    Die praktischen Auswirkungen der Mindestlöhne für Zeitarbeitnehmer in Deutschland sind zu vernachlässigen, da die Zeitarbeitsbranche in Deutschland nahezu komplett tarifgebunden ist und die künftigen Mindestlöhne schon heute zahlt.

    Freilich könnten einzelne Haustarifverträge ihre Wirkung verlieren. Dabei handelt es sich um die miesesten tariflichen Vereinbarungen, die es in Deutschland gibt. Liegen sie tatsächlich unterhalb dieser Mindestlöhne, so dürften sie noch von der CGZP ausgehandelt worden und ohnehin nicht mehr gültig sein.

    Bis zu diesem Punkt gilt also erst einmal: Höchstwahrscheinlich keine praktische Auswirkung für Deutschland.

    Wichtig ist die Änderung in Hinsicht auf den 1. Mai, wenn die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Ost- und Mitteleuropäer in Kraft tritt. Zeitarbeitgeber (!) und Gewerkschaften haben eindringlich davor gewarnt, dass ohne einen Mindestlohn in Deutschland ausländische Anbieter in Deutschland antreten und hier Zeitarbeitnehmer für Dumpinglöhne arbeiten lassen könnten.
    Beispiel: Arbeitgeber sitzt in Osteuropa und lässt jemanden für 4 € die Stunde in Deutschland arbeiten.

    Das hätte den Deutschen Zeitarbeitsunternehmen die Preise kaputt gemacht. Deshalb haben diese sich für einen Mindestlohn stark gemacht und - da sie über einflussreiche Lobbyisten verfügen - auch in der Politik durchgesetzt.

    Arbeitsplätze werden durch diese Mindestlöhne jedenfalls nicht bedroht.

    "Mindestlöhne waren, sind und bleiben ökonomisch betrachtet maximaler Unsinn. Sie gefährden bestehende Arbeitsplätze und verhindern die Schaffung von neuen."
    Ihre Behauptung ist durch nichts begründet.Unternehmen, die keine auskömmlichen Löhne bezahlen gehören an den Pranger, denn sie sind schlicht Ausbeuter.Auf Arbeitsplätze, die keinen auskömmlichen Lohn erbringen, kann getrost verzichtet werden.

    Aber selbst wenn es wahr wäre: Arbeit muss sich lohnen, und wer Vollzeit arbeitet, muss mehr als das Existenzminimum verdienen. Punkt. Selbst um den Preis von mehr Arbeitslosigkeit.

    Ausserdem: Wer hat ihnen erzählt, dass Unternehmer darauf aus sind, Arbeitsplätze zu schaffen? So etwas wird so gut es geht vermieden, ist ja klar. Arbeit schafft, wer Aufträge hat-keine Kaufkraft, keine Aufträge (oder wollen sie nur auf China warten?)

    Ein Job, von dem ein Mensch nicht leben kann, der dann wahrscheinlich noch aufstockt - das ist kein Job, den wir gebrauchen können. Statt einzuzahlen, zieht dieser Job aus den Sozialkassen Geld raus. Mehr noch: der ökonomische Nutzen dieses Jobs ist geringer, als wenn er überhaupt nicht gemacht würde - sonst würde er ja entsprechend bezahlt.

    Augenwischerei, verdeckte Lohnkürzung, Druck auf Löhne und Gehälter - das bedeutet: Kein Mindestlohn.

    Selbst wenn es so wäre, wie Sie sagen (was scheinbar nicht der Fall ist):
    Mindestlohn ist primär keine Frage der Ökonomie, sondern eine des Bürgerrechts und der Frage, was die Zeit eines jeden Menschen wert ist. Mindestlohn kann den Unterschied machen zwischen einem Staat der Ausbeutung und einer Demokratie - es mag bessere Mittel geben (etwa Bürgergeld oder dergleichen), aber er ist ein Schritt in die richtige Richtung.

  2. Nicht das am Ende noch einer auf eine Gehaltserhöhung spekuliert - auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit. Aber so schlimm wird es schon nicht kommen.

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    Westdeutschland 7,60 Euro je Stunde,
    im Osten 6,65 Euro,
    jeweils brutto versteht sich.

    Westdeutschland 7,60 Euro je Stunde,
    im Osten 6,65 Euro,
    jeweils brutto versteht sich.

  3. Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Irland haben einen gesetzlichen Mindestlohn von mehr als 8 bzw. 7 EUR die Stunde.

    Warum sollen Arbeitnehmer in Deutschland für weniger Geld arbeiten ? Nur damit Deutschland weiter die "Lokomotive" Europas bleibt und über Rettungsmilliarden den Mindestlohn in Irland mitsubventionieren kann ?

    Deutschland müsste etwas tun, um die Binnennachfrage zu stärken und die (oft mit EU Milliarden erkauften) Exportüberschüsse abzubauen. Das Dumpinglohn - Subventionen Prinzip zum Ankurbeln des Exports führt zu einer Verzerrung der Wirtschaft in Europa.

    Einige dt. Arbeitnehmer verkaufen ihre Arbeitskraft unter Wert und die Produkte ihrer Arbeit werden indirekt verschenkt. Gleichzeitig ist in D weniger Geld vorhanden, um Waren aus Griechenland oder Frankreich zu importieren.

    Vor dem 1. Weltkrieg war Deutschland schon einmal das Billiglohnland Europas. Dies hat meiner Meinung nach zum Teil zu den Spannungen beigetragen, die im Krieg mündeten. Sollte man nicht aus der Geschichte lernen ?

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    "Das Dumpinglohn - Subventionen Prinzip zum Ankurbeln des Exports führt zu einer Verzerrung der Wirtschaft in Europa."

    die Wirtschaft ist global , und in diesem Maßstab hat Deuschland alles andere als Dumping-Löhne. Wenn es eine Verzerrung gibt , dann durch China und seine Geldpolitik.
    Das Problem ist doch viel eher das unsere Nachbarn ihre Lohnkosten durch total ungerechtfertige Löhne selber extrem nach oben getrieben haben.
    Es nützt Europa gar nichts , wenn sich nun auch Deutschland in die Nicht Konkurenzfähigkeit hinein manövriert.

    "Das Dumpinglohn - Subventionen Prinzip zum Ankurbeln des Exports führt zu einer Verzerrung der Wirtschaft in Europa."

    die Wirtschaft ist global , und in diesem Maßstab hat Deuschland alles andere als Dumping-Löhne. Wenn es eine Verzerrung gibt , dann durch China und seine Geldpolitik.
    Das Problem ist doch viel eher das unsere Nachbarn ihre Lohnkosten durch total ungerechtfertige Löhne selber extrem nach oben getrieben haben.
    Es nützt Europa gar nichts , wenn sich nun auch Deutschland in die Nicht Konkurenzfähigkeit hinein manövriert.

  4. halb sank sie hin!
    Das Ganze wird von ihr jetzt noch als Quantensprung ihrer Politik verkauft!
    Bin mal gespannt, was das Bundesverfassungsgericht zum Hartz4-Basar-Handel meint. Kippt die Schose, ist dann der Mindestlohn für Zeitarbeiter auch sofort wieder im Orkus der Gechichte?
    Den Bimbeskanzler wird´s freuen, falls er das Schmierentheater noch mitbekommt.

  5. ...bedroht die Gesellschaft!

    Arbeitsplätze, die zum Lebensunterhalt nicht reichen, verdienen den Namen nicht! Wie kann man so vernagelt sein und diesen Blödsinn von Arbeitsplatzgefährdung nachbeten? Schließlich haben die meisten unserer europäischen Nachbarn einen Mindestlohn, teilweise sogar flächendeckend, und das hat ihnen nicht geschadet.

    Unsere Gesellschaft soll vielleicht doch lieber erst grundsätzliche Fragen stellen - wie soll unser Land sich entwickeln, wollen wir die immer weiter aufklaffende Ungleichheit weiter fördern, wie mit dem technischen Produktionszuwachs umgehen, der den Bedarf an menschlicher Arbeitskraft kontinuierlich senkt - statt bestimmten Unternehmen Wettbewerbsvorteile auf Kosten ihrer Arbeitnehmer zu erlauben.

    Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter nicht bezahlen kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen! Es bracuht nicht vom Staat über den Umweg deren Aufstockung subventioniert zu werden.

    Ein Unternehmen, das zahlen kann, soll das gefälligst auch tun!

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    • K.Mehl
    • 27.02.2011 um 19:25 Uhr

    "Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter nicht bezahlen kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen! Es bracuht nicht vom Staat über den Umweg deren Aufstockung subventioniert zu werden."

    Da stimmen Sie ja voll mit den Neocons und sonstigen Marktliberalen überein, die Republikaner in den USA wären stolz auf Sie. Kann man auch sicher so sehen, man muss sich nur der Konsequenzen bewusst sein.

    Ein Lohn der wirklich garantiert, dass eine Familie davon leben kann, würde bei >10€/h, je nach Familiengröße auch >12€/h liegen. Wenn dies als Mindestlohn festgelegt würde, würden sofort zehntausende Unternehmen mit Millionen Beschäftigten schließen müssen. Insbesondere viele inhabergeführte Kleinunternehmen hätten keine Überlebenschance. Andere Unternehmen würden Ihre Produktion ins Ausland verlegen. Außerdem würde die Inflation sprunghaft ansteigen (höhere Löhne = höhere Preise), mit allen damit verbundenen Folgen.

    Für die Lösung dieser Probleme habe ich bisher noch keine überzeugenden Vorschläge gehört.

    ...allerdings ist diese Aussage falsch:

    "wie mit dem technischen Produktionszuwachs umgehen, der den Bedarf an menschlicher Arbeitskraft kontinuierlich senkt"

    Der Bedarf sinkt keinesfalls, nur die Nachfrage nach Arbeitskräften, weil allen das Geld fehlt. Ich könnte locker 2 Handwerksbetriebe ein Jahr lang beschäftigen, allein mir fehlt die Kohle dazu und deshalb muss ich umständlich alles selber machen und zusätzlich der Familie die Haare schneiden, am Auto rumbasteln usw. so siehts aus. Und bei den Firmen ist es ähnlich, ich kenne keine Firma die sich weniger Beschäftigte wünscht, allerdings kann kaum eine die höheren Preise durchsetzen, die sie bräuchte. Das ganz Geldsystem ist in Schieflage, der Normalzustand müsste eigentlich Vollbeschäftigung sein...

    "Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter nicht bezahlen kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen! Es bracuht nicht vom Staat über den Umweg deren Aufstockung subventioniert zu werden."

    Ein Unternehmen , dessen Produkte aufgrund der Lohnkosten für den Internationalen Markt zu teuer sind , baut Arbeitsstellen ab und nicht auf.

    Auch hier geht einem die Doppelte Moral der Deutschen gewaltig auf den Senkel. Auf der Einen Seite ist alles viel zu teuer denn - Geiz ist ja Geil ! Solange es nur möglichst billg ist , ist es egal zu welchen Sklaven löhnen die Sachen in China produziert werden.
    Auf der anderen Seite wird hier in Deutschland aber rumgejammert wir würden Lohndumping betreiben. Nur merkwürdig das aufgrund unserer Hohen Löhne sich die Produktion von nicht-Luxus Artikeln hier im Lande kaum noch lohnt.

    • K.Mehl
    • 27.02.2011 um 19:25 Uhr

    "Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter nicht bezahlen kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen! Es bracuht nicht vom Staat über den Umweg deren Aufstockung subventioniert zu werden."

    Da stimmen Sie ja voll mit den Neocons und sonstigen Marktliberalen überein, die Republikaner in den USA wären stolz auf Sie. Kann man auch sicher so sehen, man muss sich nur der Konsequenzen bewusst sein.

    Ein Lohn der wirklich garantiert, dass eine Familie davon leben kann, würde bei >10€/h, je nach Familiengröße auch >12€/h liegen. Wenn dies als Mindestlohn festgelegt würde, würden sofort zehntausende Unternehmen mit Millionen Beschäftigten schließen müssen. Insbesondere viele inhabergeführte Kleinunternehmen hätten keine Überlebenschance. Andere Unternehmen würden Ihre Produktion ins Ausland verlegen. Außerdem würde die Inflation sprunghaft ansteigen (höhere Löhne = höhere Preise), mit allen damit verbundenen Folgen.

    Für die Lösung dieser Probleme habe ich bisher noch keine überzeugenden Vorschläge gehört.

    ...allerdings ist diese Aussage falsch:

    "wie mit dem technischen Produktionszuwachs umgehen, der den Bedarf an menschlicher Arbeitskraft kontinuierlich senkt"

    Der Bedarf sinkt keinesfalls, nur die Nachfrage nach Arbeitskräften, weil allen das Geld fehlt. Ich könnte locker 2 Handwerksbetriebe ein Jahr lang beschäftigen, allein mir fehlt die Kohle dazu und deshalb muss ich umständlich alles selber machen und zusätzlich der Familie die Haare schneiden, am Auto rumbasteln usw. so siehts aus. Und bei den Firmen ist es ähnlich, ich kenne keine Firma die sich weniger Beschäftigte wünscht, allerdings kann kaum eine die höheren Preise durchsetzen, die sie bräuchte. Das ganz Geldsystem ist in Schieflage, der Normalzustand müsste eigentlich Vollbeschäftigung sein...

    "Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter nicht bezahlen kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen! Es bracuht nicht vom Staat über den Umweg deren Aufstockung subventioniert zu werden."

    Ein Unternehmen , dessen Produkte aufgrund der Lohnkosten für den Internationalen Markt zu teuer sind , baut Arbeitsstellen ab und nicht auf.

    Auch hier geht einem die Doppelte Moral der Deutschen gewaltig auf den Senkel. Auf der Einen Seite ist alles viel zu teuer denn - Geiz ist ja Geil ! Solange es nur möglichst billg ist , ist es egal zu welchen Sklaven löhnen die Sachen in China produziert werden.
    Auf der anderen Seite wird hier in Deutschland aber rumgejammert wir würden Lohndumping betreiben. Nur merkwürdig das aufgrund unserer Hohen Löhne sich die Produktion von nicht-Luxus Artikeln hier im Lande kaum noch lohnt.

  6. Bisher hat noch niemand empirisch beweisen können, dass Mindestlöhne eindeutig schädigend sind; Es gibt ebenso Studien die dafür als auch dagegen sprechen.

    Aber dafür sind Dumpinglöhne von z.T. 5 Euro im Einzelhandel leider kein Normalfall; Natürlich arbeiten da mehr Menschen, aber am Ende zahlt der Staat sowieso die Zeche weil der Mitarbeiter nicht mehr vom Lohn leben kann.
    Es stimmt, dass dafür der Staat nicht alleine stehen kann, weil so auch nicht einmal garantiert ist, dass es den Arbeitnehmern besser geht; Wenigstens aber wird der Grundsatz von menschenwürdiger Arbeit behalten.

    Was die Zeitarbeit angeht, ist das durchaus ein schöner Schritt, nur in die falsche Richtung; Zeitarbeit ist gleichzusetzen mit versteckter Sklaverei, und solange das so ist und der Arbeitnehmer z.T. 50% an eine Firma abgibt die ihn nur vermittelt, dürfen diese Firmen nicht geduldet werden.

    20 Leser-Empfehlungen
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    Ein Mindestlohn ist im Grunde genommen ein Verbot des Vertragsschlusses zu Löhnen unterhalb der Mindestgrenze. Ist ein Arbeitgeber (und das kann jeder sein, vom armen Rentner der Betreuung benötigt bis hin zum Gutverdiener oder Konzern) nicht bereit diesen Betrag zu zahlen, obwohl ein potenzieller Arbeitnehmer gewillt ist zu diesem Betrag zu arbeiten, so kommt ein beidseitig vorteilhaftes Geschäft nicht zu stande. Ergo es entsteht ein Schaden.

    Ist eine Gesellschaft gewillt, das Einkommen im Niedriglohnbereich zu verbessern, so gibt es m.E. sehr viel bessere Methoden, als den bösen, bösen Arbeitgebern Vorschriften zu machen. Ein Anfang wäre es, staatliche Leistungen im Niedriglohnbereich nicht derart drastisch zu kürzen. Wer sich als Harz 4-Empfäger zur Arbeit entscheidet muss auf einen Schlag Wohnung, Krankenkasse und Lebensunterhalt selbst stemmen. Inklusive Arbeitgeberanteil zur KK sind das knapp tausend Euro, die man verdienen muss, ohne auch nur einen Cent mehr in der Tasche zu haben. Ein Kombilohn oder Bürgergeld wäre der nächste sinnvolle Schritt.

    Was mich am Mindestlohn jedoch am Meisten stört, ist, dass es kaum jemanden im Niedriglohnbereich hilft. Bereits heute ist dort ein Arbeitsvertrag eher die Ausnahme. Mir bekannte Sprachlehrer, Interviewer, etc. arbeiten ausnahmslos auf Werksvertragsbasis. Ein System, welches sich auch leicht auf Friseure etc. übertragen lässt. Auch Pfandflaschensammler oder Kioskbetreiber profitieren nicht... Ein sehr fragwürdiges Mittel!

    Ein Mindestlohn ist im Grunde genommen ein Verbot des Vertragsschlusses zu Löhnen unterhalb der Mindestgrenze. Ist ein Arbeitgeber (und das kann jeder sein, vom armen Rentner der Betreuung benötigt bis hin zum Gutverdiener oder Konzern) nicht bereit diesen Betrag zu zahlen, obwohl ein potenzieller Arbeitnehmer gewillt ist zu diesem Betrag zu arbeiten, so kommt ein beidseitig vorteilhaftes Geschäft nicht zu stande. Ergo es entsteht ein Schaden.

    Ist eine Gesellschaft gewillt, das Einkommen im Niedriglohnbereich zu verbessern, so gibt es m.E. sehr viel bessere Methoden, als den bösen, bösen Arbeitgebern Vorschriften zu machen. Ein Anfang wäre es, staatliche Leistungen im Niedriglohnbereich nicht derart drastisch zu kürzen. Wer sich als Harz 4-Empfäger zur Arbeit entscheidet muss auf einen Schlag Wohnung, Krankenkasse und Lebensunterhalt selbst stemmen. Inklusive Arbeitgeberanteil zur KK sind das knapp tausend Euro, die man verdienen muss, ohne auch nur einen Cent mehr in der Tasche zu haben. Ein Kombilohn oder Bürgergeld wäre der nächste sinnvolle Schritt.

    Was mich am Mindestlohn jedoch am Meisten stört, ist, dass es kaum jemanden im Niedriglohnbereich hilft. Bereits heute ist dort ein Arbeitsvertrag eher die Ausnahme. Mir bekannte Sprachlehrer, Interviewer, etc. arbeiten ausnahmslos auf Werksvertragsbasis. Ein System, welches sich auch leicht auf Friseure etc. übertragen lässt. Auch Pfandflaschensammler oder Kioskbetreiber profitieren nicht... Ein sehr fragwürdiges Mittel!

    • Kelhim
    • 27.02.2011 um 18:54 Uhr

    Das Lob der Gewerkschaften für den Mindestlohn kann ich gut verstehen. Vor ein paar Tagen waren sie noch nicht so begeistert, aber jeder kann sich einmal korrigieren.

    Eine Leser-Empfehlung
    • K.Mehl
    • 27.02.2011 um 19:25 Uhr

    "Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter nicht bezahlen kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen! Es bracuht nicht vom Staat über den Umweg deren Aufstockung subventioniert zu werden."

    Da stimmen Sie ja voll mit den Neocons und sonstigen Marktliberalen überein, die Republikaner in den USA wären stolz auf Sie. Kann man auch sicher so sehen, man muss sich nur der Konsequenzen bewusst sein.

    Ein Lohn der wirklich garantiert, dass eine Familie davon leben kann, würde bei >10€/h, je nach Familiengröße auch >12€/h liegen. Wenn dies als Mindestlohn festgelegt würde, würden sofort zehntausende Unternehmen mit Millionen Beschäftigten schließen müssen. Insbesondere viele inhabergeführte Kleinunternehmen hätten keine Überlebenschance. Andere Unternehmen würden Ihre Produktion ins Ausland verlegen. Außerdem würde die Inflation sprunghaft ansteigen (höhere Löhne = höhere Preise), mit allen damit verbundenen Folgen.

    Für die Lösung dieser Probleme habe ich bisher noch keine überzeugenden Vorschläge gehört.

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    • hb05
    • 27.02.2011 um 20:10 Uhr

    Da durchaus beide arbeiten können, ist das ein völlig überzogener Mindestlohn.

    Aber ja, mit Kindergeld sollte ein Erwachsener und ein Kind vom Mindeslohn leben können, wenn der Erwachsene Vollzeit arbeitet.

    ...wenn die glauben nur einen Groschen mehr zu verdienen zu können. Warum soll die Allgemeinheit für Arbeit aufkommen, die für den Markt kein Mehrwert bringt?

    Das Problem sind nicht die Kosten für ein Arbeiter - wir leben nicht mehr im Mittelalter, wo 1000 Leute die Ähren mit den eigenen Fingern abknabbern müssen. Es gibt doch heutzutage kaum noch Betriebe mit Massenbeschäftigten.

    Die Minderwettbewerbsfähigkeit Deuthscland liegt in den Parsiten: Beamte, Juristen, Consulter, Experten, Politiker und der sonstige Schmock, der zehnmal soviel Geld und Pension verdient wie ein Arbeiter, der jeden morgen um fünf aufsteht und mit seinen Händen physische Werte schafft...

    Wenn das Unternehmen zu groß ist muss es sich gesundschrumpfen. Wenn man auf den Gesetzen des Marktes schon so dringend herumpocht, so sind die ganzen Pseudo-Subventions-Giganten aus neoklassischer Sicht schlichtweg unerwünscht.

    Zweitens hängt der Lohn von der Branche ab. Ich denke aber, dass ein gewisser Lohn durchaus angemessen ist, aber das ist eben abhängig von den Kosten, die der Mitarbeiter zu tragen hat; Ferner müsste er ja auch konsumieren können, und da beißt sich die Katze hier in Deutschland in den Schwanz.
    Aus derartig miserablen Löhnen folgt ein schlechter Binnenmarkt und damit keine stabile Konjunktur.

    Außerdem ist nicht der Lohn entscheidend sondern die Effizienz des Mitarbeiters; Die Lohnstückkosten in Deutschland sind trotz der Abgaben usw. erstaunlich geringer als in anderen Ländern der EU. Ebenso steigt seit 20 Jahren der Reallohn so gut wie gar nicht an, und das muss effektiv bekämpft werden, übrigens auch im Interesse der Unternehmen.

    Damit zusammenhängend ist ihr Argument der Inflation nicht der Realität gerecht, da wir erstens einen Währungsraum besitzen, der aus mehr Ländern besteht (somit gleicht es sich aus könnte man sagen) und zweitens sind höhere Löhne bei den Lohnstückkosten gerechtfertigt!

    Wie gesagt, es besteht kein Problem darin, wenn ein Unternehmen schrumpft, das gleicht sich wieder aus. Ebenso ist die große Mähr vom unternehmenfressenden Ausland auch nur eine leere Drohung seitens der Unternehmen um Politik zu machen!

    den Wettbewerb um die niedrigsten Kosten im Lohnbereich beenden. (Früher nannte man das dann eben "flächendeckende Tarifverträge" !, wo kein Arbeitnehmer unter X verdient hat - das wurd ja mit Begeisterung klein geschlagen.)

    Zitat: > Ein Lohn der wirklich garantiert, dass eine Familie davon leben kann, würde bei >10€/h, je nach Familiengröße auch >12€/h liegen. Wenn dies als Mindestlohn festgelegt würde, würden sofort zehntausende Unternehmen mit Millionen Beschäftigten schließen müssen. Insbesondere viele inhabergeführte Kleinunternehmen hätten keine Überlebenschance. Andere Unternehmen würden Ihre Produktion ins Ausland verlegen. Außerdem würde die Inflation sprunghaft ansteigen (höhere Löhne = höhere Preise), mit allen damit verbundenen Folgen. <

    Bitte legen Sie uns einmal dar, wie Sie darauf kommen, dass in Deutschland Millionen von Beschäftigten weniger als 10 bis 12 Euro BRUTTO verdienen. Ich kann das nicht nachvollziehen, jedenfalls nicht für Vollzeitarbeitsstellen außerhalb der Zeitarbeit.

    Da haben wir zunächst die ca. 900.000 Zeitarbeitskräfte, die in der Tat meist zwischen 7 und 11 € brutto bekommen. Aber die Entleiherunternehmen zahlen meist 20 bis 25 € pro Stunde.

    Ein guter Teil der Hartz IV-Aufstocker hat Minijobs oder Teilzeitstellen oder ist selbstständig.

    Ich bezweifle, dass außerhalb der genannten Personengruppen Millionen mit so niedrigen Bruttolöhnen übrigbleiben. Dann wäre Equal Pay für Zeitarbeitnehmer ja auch kein anstrebenswertes Ziel mehr.

    Die Niedrigeinkommen beziehen sich m.E. auf bestimmte Branchen, für die aber wirklich Handlungsbedarf besteht.

    • hb05
    • 27.02.2011 um 20:10 Uhr

    Da durchaus beide arbeiten können, ist das ein völlig überzogener Mindestlohn.

    Aber ja, mit Kindergeld sollte ein Erwachsener und ein Kind vom Mindeslohn leben können, wenn der Erwachsene Vollzeit arbeitet.

    ...wenn die glauben nur einen Groschen mehr zu verdienen zu können. Warum soll die Allgemeinheit für Arbeit aufkommen, die für den Markt kein Mehrwert bringt?

    Das Problem sind nicht die Kosten für ein Arbeiter - wir leben nicht mehr im Mittelalter, wo 1000 Leute die Ähren mit den eigenen Fingern abknabbern müssen. Es gibt doch heutzutage kaum noch Betriebe mit Massenbeschäftigten.

    Die Minderwettbewerbsfähigkeit Deuthscland liegt in den Parsiten: Beamte, Juristen, Consulter, Experten, Politiker und der sonstige Schmock, der zehnmal soviel Geld und Pension verdient wie ein Arbeiter, der jeden morgen um fünf aufsteht und mit seinen Händen physische Werte schafft...

    Wenn das Unternehmen zu groß ist muss es sich gesundschrumpfen. Wenn man auf den Gesetzen des Marktes schon so dringend herumpocht, so sind die ganzen Pseudo-Subventions-Giganten aus neoklassischer Sicht schlichtweg unerwünscht.

    Zweitens hängt der Lohn von der Branche ab. Ich denke aber, dass ein gewisser Lohn durchaus angemessen ist, aber das ist eben abhängig von den Kosten, die der Mitarbeiter zu tragen hat; Ferner müsste er ja auch konsumieren können, und da beißt sich die Katze hier in Deutschland in den Schwanz.
    Aus derartig miserablen Löhnen folgt ein schlechter Binnenmarkt und damit keine stabile Konjunktur.

    Außerdem ist nicht der Lohn entscheidend sondern die Effizienz des Mitarbeiters; Die Lohnstückkosten in Deutschland sind trotz der Abgaben usw. erstaunlich geringer als in anderen Ländern der EU. Ebenso steigt seit 20 Jahren der Reallohn so gut wie gar nicht an, und das muss effektiv bekämpft werden, übrigens auch im Interesse der Unternehmen.

    Damit zusammenhängend ist ihr Argument der Inflation nicht der Realität gerecht, da wir erstens einen Währungsraum besitzen, der aus mehr Ländern besteht (somit gleicht es sich aus könnte man sagen) und zweitens sind höhere Löhne bei den Lohnstückkosten gerechtfertigt!

    Wie gesagt, es besteht kein Problem darin, wenn ein Unternehmen schrumpft, das gleicht sich wieder aus. Ebenso ist die große Mähr vom unternehmenfressenden Ausland auch nur eine leere Drohung seitens der Unternehmen um Politik zu machen!

    den Wettbewerb um die niedrigsten Kosten im Lohnbereich beenden. (Früher nannte man das dann eben "flächendeckende Tarifverträge" !, wo kein Arbeitnehmer unter X verdient hat - das wurd ja mit Begeisterung klein geschlagen.)

    Zitat: > Ein Lohn der wirklich garantiert, dass eine Familie davon leben kann, würde bei >10€/h, je nach Familiengröße auch >12€/h liegen. Wenn dies als Mindestlohn festgelegt würde, würden sofort zehntausende Unternehmen mit Millionen Beschäftigten schließen müssen. Insbesondere viele inhabergeführte Kleinunternehmen hätten keine Überlebenschance. Andere Unternehmen würden Ihre Produktion ins Ausland verlegen. Außerdem würde die Inflation sprunghaft ansteigen (höhere Löhne = höhere Preise), mit allen damit verbundenen Folgen. <

    Bitte legen Sie uns einmal dar, wie Sie darauf kommen, dass in Deutschland Millionen von Beschäftigten weniger als 10 bis 12 Euro BRUTTO verdienen. Ich kann das nicht nachvollziehen, jedenfalls nicht für Vollzeitarbeitsstellen außerhalb der Zeitarbeit.

    Da haben wir zunächst die ca. 900.000 Zeitarbeitskräfte, die in der Tat meist zwischen 7 und 11 € brutto bekommen. Aber die Entleiherunternehmen zahlen meist 20 bis 25 € pro Stunde.

    Ein guter Teil der Hartz IV-Aufstocker hat Minijobs oder Teilzeitstellen oder ist selbstständig.

    Ich bezweifle, dass außerhalb der genannten Personengruppen Millionen mit so niedrigen Bruttolöhnen übrigbleiben. Dann wäre Equal Pay für Zeitarbeitnehmer ja auch kein anstrebenswertes Ziel mehr.

    Die Niedrigeinkommen beziehen sich m.E. auf bestimmte Branchen, für die aber wirklich Handlungsbedarf besteht.

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