Jemen Generäle schließen sich Demonstranten in Jemen an
Wichtige Offiziere und Botschafter im Jemen sind zurückgetreten und unterstützen die Demokratie-Bewegung. Zuvor hatten Heckenschützen 52 Demonstranten erschossen.
© Ahmad Gharabli/AFP/Getty Images

Ein Demonstrant in Sanaa, der Hauptstadt von Jemen, fordert den Rücktritt des Präsidenten Salih
Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih gerät zunehmend unter Druck. Einer der wichtigsten Generäle des Regimes Ali Mohsen al-Ahmar ist zurückgetreten. Er hat sich der Demokratie-Bewegung des Landes angeschlossen.
"Wir erklären unsere friedliche Unterstützung für die friedliche Revolution der Jugend", sagte al-Ahmar in einer vom Fernsehsender Al Jazeera verbreiteten Erklärung. Er warf Salih vor, die "friedlichen Demonstranten niederzuschlagen" und das "Land an den Rand eines Bürgerkriegs zu drängen". Ein Beamter des Außenministeriums in Sanaa erklärte, auch die meisten Offiziere seiner Einheit stünden nun aufseiten der Opposition. Der General gehört zu einem der einflussreichsten Stämme des Landes und kommandiert die erste Panzerdivision der Armee. Es handelt sich um den ersten Offizier dieses Rangs, der seit Beginn der Proteste Ende Januar abtrünnig wurde.
Doch nicht nur das Militär distanziert sich von Präsident Salih. Auch mehrere Botschafter des Jemen und der Gouverneur der Hafenstadt Aden erklärten ihren Rücktritt. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija. Die Staatsdiener reagierten damit auf die Gewalt der Staatsmacht gegen Demonstranten, die den Rücktritt des Präsidenten gefordert hatten.
Am Freitag hatten Heckenschützen in Zivilkleidung während einer Demonstration 52 Oppositionelle erschossen und 126 weitere Demonstranten verletzt. Salih erklärte daraufhin den Ausnahmezustand und entließ am Sonntag die Regierung. Salih dementierte zwar, dass die Scharfschützen im Auftrag der Regierung handelten, die Opposition ist jedoch vom Gegenteil überzeugt.
Salih kündigte für 2013 sein Ausscheiden aus dem Amt an und stellte eine neue Verfassung in Aussicht. Durch den Ausnahmezustand erhält die Polizei mehr Machtbefugnisse, zudem sind die Bewegungs- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Vor dem Palast des Diktators fuhren am Montag die Panzer vor, auch an anderen zentralen Plätzen in Sanaa gingen Panzer in Stellung. Am Wochenende hatten sich wieder Zehntausende Regimegegner versammelt. Die Menschenmenge forderte erneut den Rücktritt des seit 32 Jahren herrschenden Diktators.
Die Rebellen haben von dem Chaos in Sanaa bislang profitiert. Die Nachrichtenwebsite News Yemen meldete, sie hätten einen Militärstützpunkt in der Provinz Al-Dschauf umzingelt. Bei einem Gefecht zwischen Armee und Rebellen seien 15 Menschen getötet worden, darunter zehn Soldaten.
Experten warnen vor einem Zerfall des Staates. Sie sagen dem Jemen eine ähnliche Entwicklung wie in Somalia voraus. Schon jetzt hat die Staatsmacht in vielen ländlichen Gegenden die Kontrolle verloren. Viele Jemeniten haben Waffen zu Hause. Das Land ist einer der wichtigsten Rückzugsorte für Terroristen des Al-Qaida-Netzwerkes.
- Datum 21.03.2011 - 14:30 Uhr
- Quelle AFP, dpa, Reuters
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Neben den vielen grundsätzlichen und strukturellen Problemen ist die Bewaffnung weiter Teile der Gesellschaft (Jemen und nun auch Libyen, wo Gaddafi eine Million Libyer bewaffnen will) ein Grundproblem. Im Zuge eines stabilen Friedensprozesses bedarf es einer umfassenden Entwaffnung, am besten unter internationaler Aufsicht (damit ist nicht der Westen gemeint, das können auch Länder der Region machen). Und man kann natürlich - in Europa - nicht so agieren, dass die linke Hand nicht weiss, was die rechte tut. Dh. einerseits von seiten des Westens Demokratisierung, Frieden, Stabilität auf seine Flaggen schreiben und sich dafür engagieren, andererseits ignorieren, wenn Waffen in Krisenregionen exportiert werden (http://www.greenpeace-mag...)
Aber so weit ist man im Jemen oder auch in Libyen noch nicht. Aber es wäre parallel dazu an der Zeit, international voranzukommen, was die Produktion und den Export von Waffen, Minen etc. betrifft. Die Konflikte lassen aber eher gesteigerte Aktivitäten in diesem Wirtschaftsbereich erwarten.
ist noch lange nicht klar.Kurz nachdem der General den Demostranten seine Unterstützung zugesagt hatte,stellte der Verteidigungsminister sich auf die Seite des Präsidenten.Saudi
Arabien soll jetzt vermitteln.Das es im Jemen so viele Waffen gibt sollte man nicht so eng sehen.Mir sagte vor Jahren ein Mann dort:Um ein richtiger Mann zu sein braucht man eine Waffe,einen Krummdolch,eine Sonnenbrille und ein Jacket.Wer sich dann noch eine Landcruiser leiten kann ist der King.
Es ist also mehr ein Statussymbol ohne böse Absichten.Die Leute dort waren ein wenig wild,Nachmittags alle ein bissen high vom Kat,aber alle recht liebenswert.
wurde von den Kolonialherren und englischen Hofdamen und deren Bleistift, Linealéquerre mit dem grössten Winkelstück des Jemens beschenkt. Heute heisst dieser
Landanteil einer jemenitischen Hirtenfamilie das königliche Saudi-Arabien. Die Palastrevolution eines Stiefsohns
von Präsident Saleh, MohsenMuhsin,
montags morgens am 21.3.2011 fügt
sich nahtlos in diesen Stammbaum
als verzweigte Ahnentafel Jemens.
Für mich kam der Schritt von Major Mohsen aus dem Nord-Jemen am Montag in keinem überraschenden Schlingerkursschwenker sondern vielmehr um Dezennien zu spät.
Er ist allerdings ein "Meilenstein", da mag ich den General bei seinem Wort nehmen, zur längst überfälligen Unifikation und Wiedervereinigung Nordjemens mit
den saudi-arabischen Sezessionisten rund um die sakralen frühjemenitischen Stätten, die später als Mekka und Medina umgetauft worden sind. Die beiden soeben genannten Mekka und Medina sind nichts Anderes als "Haine" nach dem germanischen Verständnis, wo verlorener Schlachten erinnert werden sollte. Der verlorene Winterkrieg 2009 von Jemeniten gegen Saudis endete mit der Vertreibung und Entwurzelung von mehr als hunderttausend Bessarabern. Versklavte Flüchtlinge, die sich an diese Niederlage erinnern, werden am meisten auf eine Beendigung der saudischen Dynastie hinarbeiten. Die Uhrzeiger des jemenitischen Sukzessionsstaates "Saudi-Arabien" wurden auf die alten säkularen entgrenzten Weidegebiete zurückgestellt.
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