Flugverbotszone über Libyen Kampfjets fliegen Angriffe auf Gadhafi-Truppen

Der internationale Militäreinsatz gegen Libyen ist im Gange. Kampfflugzeuge der USA und Frankreichs haben auf Stellungen des Regimes nahe der Stadt Bengasi gefeuert.

Ein Kampfjet der französischen Luftwaffe

Ein Kampfjet der französischen Luftwaffe

Die internationale Gemeinschaft macht ernst: Seit dem Mittag greift sie militärisch in die Libyen-Krise ein und setzt damit die Vorgaben der UN-Resolution um. Dabei hat die französische Luftwaffe einen ersten Luftangriff auf Libyen geflogen und ein Fahrzeug aus der Luft beschossen und komplett zerstört. Wie der Generalstab der Armee mitteilte, konnte das Fahrzeug eindeutig als den Truppen von Machthaber Muammar al-Gadhafi zugehörig identifiziert werden. Über die Gefahr, die von dem Fahrzeug ausging, sei man zuvor alarmiert worden.

Später starteten die USA von einem Kriegsschiff aus Raketenangriffe auf die Truppen des Diktators Muammar al-Gadhafi. Das bestätigte ein Sprecher des Afrika-Kommandos der US-Streitkräfte (Africom) in Stuttgart auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sprach von einer "ersten Phase" der Angriffe.

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Auch Kampfjets der britischen Luftwaffe haben am Samstag in die Militäraktion in Libyen eingegriffen. Das bestätigte Großbritanniens Premierminister David Cameron in London. Die Militäraktion sei "notwendig, legal und richtig", sagte der Regierungschef. Zuvor war bekannt geworden, dass die britischen Streitkräfte sowohl Tornado-Bomber als auch Eurofighter sowie Aufklärungs- und Tankflugzeuge nach Libyen schicken wollten.

Der internationale Militäreinsatz hatte Stunden zuvor mit dem Einsatz mehrerer Geschwader französischer Kampfjets begonnen, die nach Angaben eines Armeeangehörigen das "gesamte libysche Territorium" zu Aufklärungszwecken überflogen. Laut Generalstab waren etwa 20 Maschinen im Einsatz. "Unsere Flugzeuge verhindern bereits Attacken aus der Luft auf die Stadt", sagte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy.

Sarkozy zufolge ist es für ein Einlenken des Regimes allerdings noch nicht zu spät. Die Militäraktion könne sofort gestoppt werden, wenn Gadhafi seine Einheiten zurückziehe. "Ein sofortiger Waffenstillstand kann für Gadhafi das Schlimmste noch verhindern", sagte Sarkozy nach einem Sondergipfel mit zwei Dutzend Spitzenpolitikern aus aller Welt in Paris. "Die Tür der Diplomatie wird sich öffnen, wenn die Aggressionen aufhören."

Dies gilt vor allem für Bengasi. In der ostlibyschen Stadt gibt es seit Stunden schwere Gefechte zwischen den Aufständischen und Gadhafi-Milizen, die sich damit nicht an die Waffenruhe halten, die von der libyschen Führung am Freitagmittag selbst ausgerufen worden war. Augenzeugenberichten zufolge sollen die Regierungstruppen nun auch "wahllos" Wohnviertel der Stadt "mit schweren Waffen" beschossen haben. Besonders die Viertel im Westen seien betroffen.

Nach Angaben von zwei französischen Fotografen befanden sich mehr als ein Dutzend Panzer innerhalb von Bengasi. Ins Stadtzentrum, so sagen es Aufständische, sei aber noch keiner vorgedrungen. Dort befindet sich in einem Gerichtsgebäude der Stützpunkt des von den Aufständischen gebildeten Nationalrats. Sarkozy zufolge sind die französischen Kampfjets bereit, Panzer der Gadhafi-Truppen anzugreifen.

Auch der britische Premier David Cameron machte die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft deutlich. "Die Zeit zum Handeln ist gekommen", sagte er. "Und es ist dringend." Gadhafi würde weiter "brutal" gegen sein Volk vorgehen und habe den versprochenen Waffenstillstand gebrochen. "Wir müssen den Willen der Vereinten Nationen durchsetzen und können das Abschlachten von Zivilisten nicht weiter zulassen." Cameron räumte ein, dass es im weiteren Verlauf der Aktion "unvorhersehbare Risiken" gebe. Diese einzugehen, sei aber besser, als nicht einzugreifen.

Die von der UN verabschiedete Resolution erlaubt es, in Libyen eine Waffenruhe und eine Flugverbotszone "mit allen nötigen Maßnahmen" durchzusetzen, um die Gewalt gegen die Aufständischen und Zivilisten zu stoppen. Zahlreiche westliche und auch einige arabische Staaten sind an dem internationalen Militäreinsatz beteiligt. Die Hauptlast wird dabei voraussichtlich von französischen, britischen und US-Streitkräften getragen. Die USA werden sich nach den Worten von Außenministerin Hillary Clinton mit ihren "einzigartigen Einsatzmöglichkeiten" beteiligen. Italien hat die Nutzung von sieben Luftwaffenstützpunkten angeboten.

Die Bundesregierung, die sich bei der Abstimmung im Sicherheitsrat enthalten hatte und eine Beteiligung an einem Militärschlag ablehnt, will sich am Libyen-Einsatz indirekt beteiligen. Zum einen würde die Bundeswehr die Nato in Afghanistan stärker entlasten, zum anderen sollen die US-Stützpunkte in Deutschland für Maßnahmen gegen Gadhafi zur Verfügung gestellt werden. Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Libyen-Sondergipfel in Paris an. "Deutschland hatte gegen Teile der UN-Resolution Bedenken. Aber jetzt gilt die Resolution, und wir wollen, dass sie erfolgreich durchgesetzt wird."

Die Führung in Tripolis setzt dagegen unbeirrt auf Diplomatie. Nach den Worten von Außenminister Musa Kusa habe man UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gebeten, die Waffenruhe durch internationale Beobachter überwachen zu lassen. Dies sei auch geschehen, so Musa, um die eigene Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen. Diese ist allerdings durch die Ereignisse in Bengasi erschüttert. Kusa zufolge habe Libyen aber "all seine Verpflichtungen gegenüber der internationalen Gemeinschaft" erfüllt.

 
Leser-Kommentare
  1. Gut,dass deutsche Soldaten sich nicht beteiligen.
    http://www.freitag.de/com...

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    • joG
    • 19.03.2011 um 19:26 Uhr

    ...feige Trittbrettfahrer auch.

    • Jenss
    • 19.03.2011 um 20:19 Uhr

    Schade das Westerwelle und diese Regierung erst jetzt an der Macht sind. Ich hätte Westerwelle und Frau Merkel 1939 gerne anstatt Churchill in England an der Macht gehabt.

    Anstelle völlig überhastet das Leben britischer Soldaten zu riskieren, hätte Westerwelle Hitler doch nahegelegt, mit den Polen den Konflikt im Dialog zu suchen.

    Wir hätten die ganze Geschichte umschreiben können. Nach dieser wirklich ernsten Ermahnung hätte Hitler sich besonnen. Den Feldzug eingestellt und eine Synagoge eröffnet.

    AAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

    • joG
    • 19.03.2011 um 19:26 Uhr

    ...feige Trittbrettfahrer auch.

    • Jenss
    • 19.03.2011 um 20:19 Uhr

    Schade das Westerwelle und diese Regierung erst jetzt an der Macht sind. Ich hätte Westerwelle und Frau Merkel 1939 gerne anstatt Churchill in England an der Macht gehabt.

    Anstelle völlig überhastet das Leben britischer Soldaten zu riskieren, hätte Westerwelle Hitler doch nahegelegt, mit den Polen den Konflikt im Dialog zu suchen.

    Wir hätten die ganze Geschichte umschreiben können. Nach dieser wirklich ernsten Ermahnung hätte Hitler sich besonnen. Den Feldzug eingestellt und eine Synagoge eröffnet.

    AAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

  2. Gute Frage von Glenn Greenwald: "As our Saudi, Yemeni, Bahraini, Jordanian, Kuwaiti, Egyptian and Iraqi close friends continue to impose varying degrees of domestic oppression and violence, is yet another military intervention in an oil-rich Muslim nation really going to transform rather than bolster how we're perceived in that region?"
    http://www.salon.com/news...

  3. Der Westen hat grünes Licht für eine Militäroperation in Libyen. Sicherheitsexperte Andreas Zumach warnt vor einer Eskalation wie damals im Bosnienkrieg.
    http://www.20min.ch/news/...

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    Er weist lediglich darauf hin, daß man letztlich, wie in Bosnien, Bodentruppen einsetzen müßte.

    Im übrigen kann man aus dem Interview keineswegs eine negative Bewertung des militärischen Einsatzes herauslesen. Und das wollten Sie doch suggerieren, oder Täusche ich mich da?

    Er weist lediglich darauf hin, daß man letztlich, wie in Bosnien, Bodentruppen einsetzen müßte.

    Im übrigen kann man aus dem Interview keineswegs eine negative Bewertung des militärischen Einsatzes herauslesen. Und das wollten Sie doch suggerieren, oder Täusche ich mich da?

  4. Da reibt sich die Waffenindustrie wieder mal die Hände. Wenn's darum geht dann geht alles immer ganz schnell.

    18 Leser-Empfehlungen
  5. Natürlich ist Gadhafi ein übler Diktator. Aber bisher kamen in der arabischen Welt nach einem Eingreifen der USA und den Sturz der Diktatoren immer radikale Islamisten.

    Wer sagt, was die sogenannten Rebellen in Libyen für Ziele haben und wer hinter den Unruhen in Bahrain und syrien steckt ?

    Deutschland ist gut beraten, sich künftig aus diesen Auseinandersetzungen heraus zu halten. Bisher die beste außenpolitische Entscheidung dieser Regierung.

    20 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 19.03.2011 um 19:37 Uhr

    ....was die Revolution "will" zumal es da wohl sehr viele unterschiedliche Meinungen vertreten sein werden. Es geht darum, dass man eine Präzedenz schafft, dass Regierungen ihre Bevölkerungen nicht umbringen dürfen. Diese Präzedenz kann ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Internalisierung der internationalen Sicherheit für Menschen statt Nationen auf der Ebene der UNO. Auch ist es eine Präzedenz die Nato als Instrument der UNO zur Durchsetzung ihrer Ziele. Auch das ist ganz wesentlich.

    Dass sich Deutschland der Kosten entzieht ist eine kurzsichtige und gefährliche Entscheidung, weil man sich als Trittbrettfahrer erster Ordnung offiziell outete. Das wird auch Welt weit momentan kommentiert. Die einzigen positiveren Kommentare sind bei Russia Today zu hören, die aber auch dort nur halbherzig sind. Das kann uns leicht sehr teuer zu stehen kommen.

    • joG
    • 19.03.2011 um 19:37 Uhr

    ....was die Revolution "will" zumal es da wohl sehr viele unterschiedliche Meinungen vertreten sein werden. Es geht darum, dass man eine Präzedenz schafft, dass Regierungen ihre Bevölkerungen nicht umbringen dürfen. Diese Präzedenz kann ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Internalisierung der internationalen Sicherheit für Menschen statt Nationen auf der Ebene der UNO. Auch ist es eine Präzedenz die Nato als Instrument der UNO zur Durchsetzung ihrer Ziele. Auch das ist ganz wesentlich.

    Dass sich Deutschland der Kosten entzieht ist eine kurzsichtige und gefährliche Entscheidung, weil man sich als Trittbrettfahrer erster Ordnung offiziell outete. Das wird auch Welt weit momentan kommentiert. Die einzigen positiveren Kommentare sind bei Russia Today zu hören, die aber auch dort nur halbherzig sind. Das kann uns leicht sehr teuer zu stehen kommen.

  6. Skepsis auch gegenüber den Vertretern des National Transitional Council:
    Libya: The Western-Linked and Backed National Council, and the Hallmarks of War Propaganda:
    http://empirestrikesblack...

    • mladic
    • 19.03.2011 um 16:16 Uhr

    Noch ein Krieg,der verloren wird....Kosovo,Afghanistan,Irak,Lybien...Bald auch in Jemen,Saudi-Arabien,Bahrain?Wird auch der Iran bald gebombt?

    Und jetzt haben die zivilen und friedlichen Demonstranten auch Kampfflugzeuge?Interessant sowas..

    Der Nato Zirkus bombt rund um die Welt....Alles ist erlaubt...
    Die Bevölkerung wird für dumm verkauft..

    Bravo Deutschland-eine WEISE Entscheidung nicht mit zu machen..
    CCCC

    24 Leser-Empfehlungen
    • PES
    • 19.03.2011 um 16:19 Uhr
    8. Danke

    Gadaffi gehört hinter Schloß und Riegel. So schrecklich wie ein Eingreifen sein mag, sie ist und bleibt das kleinere Übel.
    Einem Völkermord zu dulden, ist nicht zu verzeihen.

    22 Leser-Empfehlungen
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    "Einem Völkermord zu dulden, ist nicht zu verzeihen."

    Es gibt keinen "Völkermord" in Libyen. Es ist erschreckend, wie leichtfertig mit solchen Begrifflichkeiten in der Öffentlichkeit umgegangen wird. Und das gerade in Deutschland.

    "In Libyen herrscht eine Art Bürgerkrieg - und angesichts eines Bürgerkrieges gibt es grundsätzlich kein völkerrechtliches Interventionsrecht." http://www.taz.de/1/polit...

    Dank Merkel und Westerwelle hat sich Deutschland richtig verhalten.

    1.Der Name lautet nicht Gadaffi
    2.Es gibt kein UN Mandat für seine Gefangennahme
    3.Es gibt auch keine Garantie für das Ende seiner Herrschaft
    4.Ein Bürgerkrieg ist kein Völkermord
    5.Lyben verfügt über riesige Ölvorräte
    6.Kriege werden nie aus humanitären Gründen geführt
    7.Gaddafi wurde vom Westen als Geschäftspartner hofiert und hochgerüstet
    8.Plädieren Sie auch für eine No Fly Zone über Gaza ?
    9.Befürworten Sie eine Bombardierung von Bahrein,Jemen oder Saudi Arabien ?

    Besonders verräterisch die heutige SPON Schlagzeile:
    "Westen gegen Gaddafi:Countdown für den Gegenschlag"
    Die Benutzung der Formulierung Gegenschlag ist genauso
    falsch wie zu Beginn des Afghanistan Krieges.
    Wen hat Gaddafi im Westen angegriffen ?

    • PES
    • 19.03.2011 um 16:49 Uhr

    Ein Hauch der Debilität weht mir entgegen John.

    Das ganze liest sich wie ein Operettenplot: http://t.co/abZ8Oip

    zu 8

    Jeder kann natürlich seine Meinung haben, aber was sich in Libyen abspielt, ist kein Völkermord. Gaddaf ermordert kein Volk und auch nicht sein Volk. Das ist übertrieben.

    Gaddafi geht gegen Aufständische vor, von denen man nicht weiß, wer sie überhaupt sind. Siehe den Link weiter oben.

    Wieder einmal ein Einsatz gegen das Völkerrecht.

    was heisst denn hier Völkermord? Das sind schwer bewaffnete nicht legitimierte, zumeist jugendliche Milizen, von mir aus nennen wir sie auch Freiheheitskämpfer. Aber von einem Völkermord kann nun wirklich keine Rede sein.

    Im Medienzeitalter darf man sich nicht mehr informieren lassen, man sollte sich selbst informieren:

    Exclusive: Saif al-Gaddafi wants money back from Sarkozy

    [url]http://www.youtube.com/watch?v=UZnbCbCcEEg[/url]

    The West is to be forgotten. We will not give them our oi ; - Gaddafi
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=8RYOx5BErIg[/url]

    Saif al-Islam Gaddafi: In 48 Stunden ist alles vorbei.
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=e7HiFLlUXfc[/url]

    Gaddafi son: Libya is 'not a piece of cake
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=-C6CpeRzLiQ&feature=related[/url]

    • veloce
    • 20.03.2011 um 0:05 Uhr

    die inflationäre Verwendung des Begriffs "Völkermord" ist unsinnig und äusserst ärgerlich. In Lybien beginnt nun nach einem Aufstand ein Bürgerkrieg. Das ist ganz etwas anderes. Völkermord fand in Ruanda statt, während des Holocausts und teilweise in der Türkeit während des 1.Weltkriegs.

    • lagern
    • 20.03.2011 um 8:51 Uhr

    zwischen Bürgerkrieg und Völkermord ist Ihnen bekannt??? Wie leichtfertig man heute mit dem Begriff Völkermord umgeht. Ruanda war Völkermord. Aus Libyen gibt es kaum verifizierte Meldungen. Glaubt man einem Schweizer Tagesschaujournalisten führen dort beide Seiten einen Propagandakrieg. Nennen Sie den Einatz der Nato in Afganistan auch Völkermord??? Krieg ist nie schön(meiner Meinung nach auch prinzipiell abzulehnen), Ghaddafi ein Diktator(aber das ist ja wohl für den Westen sonst auch kein Grund), aber Völkermord???? Das ist doch das Argument mit dem wir in den Kosovo marschiert sind(Schauen sie mal die WDR-Dokumentation Es began mit einer Lüge)und wo sich rausstellte das die Lage eben nicht so war wie uns Nato, Scharping, Schröder und Fischer glaubhaft machen wollte. Hier wird eben nicht eine klassische Demokratiebewegung unterstützt, sondern der Teil des Landes der schon immer mit Ghaddafi im Clinch war. Von den 140 Stämmen in Libyen steht ein nicht unerheblicher Teil hinter Ghaddafi(aus welchen Gründen auch immer). Was wenn die Rebellen mit "unsere" Unerstützung gewinnen. Tauschen wir dann ein Unrechtsregime gegen das andere???? Werden dann statt der östlichen Landesteile die westlichen unterdrückt??Ist das dann besser weil der Unterdrücker nicht Ghaddafi heißt??? Zu guter letzt sind die Zivilisten die in Tripois wohnen nicht schützenswert??? Warum muß man zum Schutz von Bengasi Zivilisten im hunderte Kilometer entfernten Tripolis bombardieren???

    "Einem Völkermord zu dulden, ist nicht zu verzeihen."

    Es gibt keinen "Völkermord" in Libyen. Es ist erschreckend, wie leichtfertig mit solchen Begrifflichkeiten in der Öffentlichkeit umgegangen wird. Und das gerade in Deutschland.

    "In Libyen herrscht eine Art Bürgerkrieg - und angesichts eines Bürgerkrieges gibt es grundsätzlich kein völkerrechtliches Interventionsrecht." http://www.taz.de/1/polit...

    Dank Merkel und Westerwelle hat sich Deutschland richtig verhalten.

    1.Der Name lautet nicht Gadaffi
    2.Es gibt kein UN Mandat für seine Gefangennahme
    3.Es gibt auch keine Garantie für das Ende seiner Herrschaft
    4.Ein Bürgerkrieg ist kein Völkermord
    5.Lyben verfügt über riesige Ölvorräte
    6.Kriege werden nie aus humanitären Gründen geführt
    7.Gaddafi wurde vom Westen als Geschäftspartner hofiert und hochgerüstet
    8.Plädieren Sie auch für eine No Fly Zone über Gaza ?
    9.Befürworten Sie eine Bombardierung von Bahrein,Jemen oder Saudi Arabien ?

    Besonders verräterisch die heutige SPON Schlagzeile:
    "Westen gegen Gaddafi:Countdown für den Gegenschlag"
    Die Benutzung der Formulierung Gegenschlag ist genauso
    falsch wie zu Beginn des Afghanistan Krieges.
    Wen hat Gaddafi im Westen angegriffen ?

    • PES
    • 19.03.2011 um 16:49 Uhr

    Ein Hauch der Debilität weht mir entgegen John.

    Das ganze liest sich wie ein Operettenplot: http://t.co/abZ8Oip

    zu 8

    Jeder kann natürlich seine Meinung haben, aber was sich in Libyen abspielt, ist kein Völkermord. Gaddaf ermordert kein Volk und auch nicht sein Volk. Das ist übertrieben.

    Gaddafi geht gegen Aufständische vor, von denen man nicht weiß, wer sie überhaupt sind. Siehe den Link weiter oben.

    Wieder einmal ein Einsatz gegen das Völkerrecht.

    was heisst denn hier Völkermord? Das sind schwer bewaffnete nicht legitimierte, zumeist jugendliche Milizen, von mir aus nennen wir sie auch Freiheheitskämpfer. Aber von einem Völkermord kann nun wirklich keine Rede sein.

    Im Medienzeitalter darf man sich nicht mehr informieren lassen, man sollte sich selbst informieren:

    Exclusive: Saif al-Gaddafi wants money back from Sarkozy

    [url]http://www.youtube.com/watch?v=UZnbCbCcEEg[/url]

    The West is to be forgotten. We will not give them our oi ; - Gaddafi
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=8RYOx5BErIg[/url]

    Saif al-Islam Gaddafi: In 48 Stunden ist alles vorbei.
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=e7HiFLlUXfc[/url]

    Gaddafi son: Libya is 'not a piece of cake
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=-C6CpeRzLiQ&feature=related[/url]

    • veloce
    • 20.03.2011 um 0:05 Uhr

    die inflationäre Verwendung des Begriffs "Völkermord" ist unsinnig und äusserst ärgerlich. In Lybien beginnt nun nach einem Aufstand ein Bürgerkrieg. Das ist ganz etwas anderes. Völkermord fand in Ruanda statt, während des Holocausts und teilweise in der Türkeit während des 1.Weltkriegs.

    • lagern
    • 20.03.2011 um 8:51 Uhr

    zwischen Bürgerkrieg und Völkermord ist Ihnen bekannt??? Wie leichtfertig man heute mit dem Begriff Völkermord umgeht. Ruanda war Völkermord. Aus Libyen gibt es kaum verifizierte Meldungen. Glaubt man einem Schweizer Tagesschaujournalisten führen dort beide Seiten einen Propagandakrieg. Nennen Sie den Einatz der Nato in Afganistan auch Völkermord??? Krieg ist nie schön(meiner Meinung nach auch prinzipiell abzulehnen), Ghaddafi ein Diktator(aber das ist ja wohl für den Westen sonst auch kein Grund), aber Völkermord???? Das ist doch das Argument mit dem wir in den Kosovo marschiert sind(Schauen sie mal die WDR-Dokumentation Es began mit einer Lüge)und wo sich rausstellte das die Lage eben nicht so war wie uns Nato, Scharping, Schröder und Fischer glaubhaft machen wollte. Hier wird eben nicht eine klassische Demokratiebewegung unterstützt, sondern der Teil des Landes der schon immer mit Ghaddafi im Clinch war. Von den 140 Stämmen in Libyen steht ein nicht unerheblicher Teil hinter Ghaddafi(aus welchen Gründen auch immer). Was wenn die Rebellen mit "unsere" Unerstützung gewinnen. Tauschen wir dann ein Unrechtsregime gegen das andere???? Werden dann statt der östlichen Landesteile die westlichen unterdrückt??Ist das dann besser weil der Unterdrücker nicht Ghaddafi heißt??? Zu guter letzt sind die Zivilisten die in Tripois wohnen nicht schützenswert??? Warum muß man zum Schutz von Bengasi Zivilisten im hunderte Kilometer entfernten Tripolis bombardieren???

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