Libyen Kampf um Bengasi

Truppen Gadhafis sind in die Rebellenhochburg Bengasi eingedrungen. Ein Kampfflugzeug wurde abgeschossen.

Trotz der vom libyschen Regime verkündeten Waffenruhe greifen die Truppen von Machthaber Muammar al-Gadhafi die Stadt Bengasi an. Nach Angaben von Aufständischen beschossen sie Wohngebiete und  setzten Panzer und Artillerie ein. Das sagte der Vorsitzende der provisorischen Gegenregierung in Bengasi, Mustafa Abdul Dschalil, dem arabischen Nachrichtensender Al-Jazeera. Es gebe viele Opfer, in den Krankenhäusern herrsche großer Andrang.

Ein Korrespondent vonAl-Jazeera sagte, die von Rebellen kontrollierte Stadt sei mit Flugzeugen bombardiert worden, die Lage unübersichtlich. Ein über Bengasi fliegendes Kampfflugzeug sei abgeschossen worden, berichteten Al-Jazeera- und BBC-Korrespondenten. Es war aber unklar, zu wem das Flugzeug gehörte, dessen Einsatz die vom UN-Sicherheitsrat verhängte Flugverbotszone verletzte. Vor wenigen Tagen war ein den Rebellen zugeordnetes Flugzeug abgestürzt.

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Arabischen Medien zufolge drangen Gadhafi-Truppen in die südlichen Vorstädte von Bengasi ein. Das Regime in Tripolis stritt ab, die Stadt angegriffen zu haben. Vielmehr seien die Truppen am Rande Bengasis attackiert worden.

US-Präsident Barack Obama drohte Gadhafi mit militärischer Gewalt, sollten seine Truppen nicht umgehend die Kampfhandlungen gegen die Opposition einstellen. Falls Gadhafi der UN-Resolution nicht nachkomme, werde die internationale Gemeinschaft die "Konsequenzen" ziehen. Die Vereinigten Staaten seien "vorbereitet", als Teil einer internationalen Koalition in Libyen einzugreifen.

Die libysche Führung hatte am Freitag als Reaktion auf eine Resolution der Vereinten Nationen eine sofortige Waffenruhe erklärt. Sie warf den Aufständischen dann vor, diese Waffenruhe zu missachten. Die am Donnerstag in New York verabschiedete Resolution erlaubt, eine Flugverbotszone über Libyen und eine Waffenruhe "mit allen nötigen Maßnahmen" durchzusetzen, um Gewalt gegen die Opposition und Zivilisten zu stoppen.

Die USA, Großbritannien, Frankreich und arabische Länder haben Gadhafi nun ein Ultimatum gestellt. Sie forderten den Machthaber auf, unverzüglich die Waffen ruhen zu lassen. Alle Angriffe auf Zivilisten sollten unverzüglich eingestellt werden, hieß es in einer Mitteilung des Élysée-Palastes in Paris. Die Truppen müssten aus den Schlüsselpositionen Adschdabija, Misurata und Al-Sawija abgezogen werden. Der Vormarsch von Gadhafis Soldaten auf die Rebellenhochburg Bengasi müsse gestoppt werden. Zudem solle dort die Strom-, Gas- und Wasserversorgung wiederhergestellt werden. Die Bevölkerung müsse ferner Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten.

"Gadhafi hat genügend Warnungen erhalten, dass er seine Kampagne der Repression stoppen muss oder zur Verantwortung gezogen wird", sagte Obama. "Diese Bedingungen sind nicht verhandelbar", so der Präsident.

Die USA würden in Libyen weder Alleingänge unternehmen noch eine ausdrückliche Führungsrolle einnehmen. "Tatsächlich haben unsere britischen und französischen Alliierten und Mitglieder der arabischen Liga bereits zugesagt, eine Führungsrolle in der Durchsetzung der Resolution zu übernehmen", sagte Obama. Dies sei ein Beispiel, wie die internationale Gemeinschaft funktionieren solle.

Die USA würden keine Bodentruppen in das nordafrikanische Land entsenden, sagte Obama außerdem. Vielmehr würde das US-Militär seine "speziellen Fähigkeiten" zur Verfügung stellen, um der Weltgemeinschaft bei der Durchsetzung einer Flugverbotszone zu helfen. Details ließ er allerdings offen.

Auch die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice sagte dem US-Nachrichtensender CNN, dass Gadhafi die UN-Resolution missachte und er deshalb auch die Konsequenzen zu tragen habe. Die USA und ihre Alliierten seien zum Handeln bereit. Die libysche Regierung bestritt, gegen die Resolution verstoßen zu haben und lud internationale Beobachter ins Land, um die Einhaltung der Feuerpause zu überwachen.

Vertreter der Europäischen und Afrikanischen Union, der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga beraten am Samstag das weitere Vorgehen gegen das Regime in Libyen. An dem Treffen in Paris werden neben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Außenministerin Hillary Clinton teilnehmen. Deutschland will sich anders als Großbritannien, Spanien, Frankreich oder auch Qatar nicht an Militäraktionen beteiligen.

 
Leser-Kommentare
  1. Statt dabei mitzuhelfen verwickelt sich Deutschland immer weiter in den fragwürdigen Afghanistaneinsatz.

    10 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    … wenn Gaddafi letztendlich die Herrschaft verliert und wir wie seine letzten klammheimlichen Unterstützer aussehen. Während ausgerechnet ein Land wie Frankreich, das ihm wirklich in den Hintern gekrochen war, nun erfolgreich seine Unterstützung in der Vergangenheit vergessen macht und sich mit der künftigen Regierung gut stellt. Mit Gaddafi wird man so oder so keine Geschäfte mehr machen können.

    Welche gedankliche Fehlzündung es war, die unsere Regierung veranlasst hat, eine deutsche Enthaltung im Sicherheitsrat anzuordnen, verstehe ich einfach nicht. Nur weil man sich selbst nicht beteiligt, heißt das ja nicht, dass man sich enthalten muss. Das wird noch eine Menge Erklärungsbedarf verursachen.

    • Zack34
    • 19.03.2011 um 9:47 Uhr

    Und ganz gewiss ist der König von Bahrain der nächste, weil dort gerade seit Wochen auf die friedlichen Demonstranten geschossen wird. Anschließend sind freilich die Sauds von Riad dran, nicht´wahr?

    Autsch! Ich habe vergessen, dass diese "unsere Freunde und Partner" sind, ja die Guten.


    Macht nichts? Bravo! Hurra! ...


    ps.
    (kommen Sie mir jetzt nicht mit "eigenes Volk aus der Luft massakrieren" oder einer der ähnlichen Geschichten für´s Fernsehvolk...)

    • joG
    • 19.03.2011 um 10:26 Uhr

    ...d'Ivoire sind alle Facetten der gleichen Fragestellung nach internationaler Sicherheit. So kann man zwischen den einzelnen unterscheiden nach diesem oder jenem Kriterium. Im Prinzip ist es aber muss man wissen, wofür man bereit ist die Kosten eines Krieges einzugehen und wieso es im Einen Fall lohnt und im anderen nicht, obwohl in beiden Fällen die Kosten und Zahlen der Verstümmelungen und Toten ähnlich sind.

    • Regers
    • 19.03.2011 um 11:16 Uhr

    Jawohl Hurrah, es ist ein harmloser Krieg, den wir nie verlieren können. Wir werden siieehgen.
    Bitte gleich die Menschenrechte im Bahrein und im Jemen durch die Nato herstellen.

    Danke ist das geil

    … wenn Gaddafi letztendlich die Herrschaft verliert und wir wie seine letzten klammheimlichen Unterstützer aussehen. Während ausgerechnet ein Land wie Frankreich, das ihm wirklich in den Hintern gekrochen war, nun erfolgreich seine Unterstützung in der Vergangenheit vergessen macht und sich mit der künftigen Regierung gut stellt. Mit Gaddafi wird man so oder so keine Geschäfte mehr machen können.

    Welche gedankliche Fehlzündung es war, die unsere Regierung veranlasst hat, eine deutsche Enthaltung im Sicherheitsrat anzuordnen, verstehe ich einfach nicht. Nur weil man sich selbst nicht beteiligt, heißt das ja nicht, dass man sich enthalten muss. Das wird noch eine Menge Erklärungsbedarf verursachen.

    • Zack34
    • 19.03.2011 um 9:47 Uhr

    Und ganz gewiss ist der König von Bahrain der nächste, weil dort gerade seit Wochen auf die friedlichen Demonstranten geschossen wird. Anschließend sind freilich die Sauds von Riad dran, nicht´wahr?

    Autsch! Ich habe vergessen, dass diese "unsere Freunde und Partner" sind, ja die Guten.


    Macht nichts? Bravo! Hurra! ...


    ps.
    (kommen Sie mir jetzt nicht mit "eigenes Volk aus der Luft massakrieren" oder einer der ähnlichen Geschichten für´s Fernsehvolk...)

    • joG
    • 19.03.2011 um 10:26 Uhr

    ...d'Ivoire sind alle Facetten der gleichen Fragestellung nach internationaler Sicherheit. So kann man zwischen den einzelnen unterscheiden nach diesem oder jenem Kriterium. Im Prinzip ist es aber muss man wissen, wofür man bereit ist die Kosten eines Krieges einzugehen und wieso es im Einen Fall lohnt und im anderen nicht, obwohl in beiden Fällen die Kosten und Zahlen der Verstümmelungen und Toten ähnlich sind.

    • Regers
    • 19.03.2011 um 11:16 Uhr

    Jawohl Hurrah, es ist ein harmloser Krieg, den wir nie verlieren können. Wir werden siieehgen.
    Bitte gleich die Menschenrechte im Bahrein und im Jemen durch die Nato herstellen.

    Danke ist das geil

    • Zenj
    • 19.03.2011 um 9:11 Uhr

    Ghadhafi klagt die Rebellen an unter Verletzung des UN Ultimatums mit Hubschraubern und Jets Angriffe auf seine Truppen zu fliegen.

    Al Jazeera
    9:54am
    Libya's government says that its armed forces are under attack west of the rebel-held stronghold of Benghazi and have responded in self-defence.
    This was issued in a statement carried by the official Jana news agency:
    The gangs of Al-Qaeda attacked the units of the Libyan armed forces stationed to the west of Benghazi.
    The statement accused the rebels of using "a helicopter and a fighter jet to bomb the Libyan armed forces in blatant violation of the no-fly zone imposed by the UN Security Council."

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    • joG
    • 19.03.2011 um 10:31 Uhr

    ....Gaddafi macht ist, dass wir nicht wissen können, ob er lügt, sich irrt oder die Wahrheit sagt. Das ist in internationale Konfrontationen oft der Fall. Meistens entschließt man zu glauben, was der Freund sagt und als Lüge zu bezeichnen, was der Feind. Das kann man am medialen und populären Verhalten unseres Landes zum Thema Bush gut beobachten, um ein Reizthema aufzugreifen.

    • joG
    • 19.03.2011 um 10:31 Uhr

    ....Gaddafi macht ist, dass wir nicht wissen können, ob er lügt, sich irrt oder die Wahrheit sagt. Das ist in internationale Konfrontationen oft der Fall. Meistens entschließt man zu glauben, was der Freund sagt und als Lüge zu bezeichnen, was der Feind. Das kann man am medialen und populären Verhalten unseres Landes zum Thema Bush gut beobachten, um ein Reizthema aufzugreifen.

  2. Es ist völlig unverständlich, wie manche westliche Politiker dem Friedensgelabere dieses Massenmörders am eigenen Volkes auch nur eine Sekunde Gehör schenken können.

    Aber offensichtlich verbindet die deutschen Nomenclatura viele freundschaftliche Bande mit diesem Schwerverbrecher.

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    • kaleb
    • 19.03.2011 um 9:32 Uhr

    Wie brav Sie doch die Worte wiederkäuen, die man Ihnen in den Mund gelegt hat(Massenmörder, Schweerbrecher) Ghadaffi ist nicht Adolf Hitler. Sie merken offenbar nicht, dass Ihre Schlüsse bloß die Folge ausgesuchter Prämissen sind, die man Ihnen präsentiert und halten Ihre Konklusionen für eine objektive Meinung.Dass hier und jetzt Unrecht geschieht, gibt selbst Prof. Rainer Merkel (Staatsrecht) zu:

    http://www.n-tv.de/politi...

    Wie kann man überhaupt noch einem Politiker oder Staatsmann Glauben schenken?

    Seit Bush II. den Irak überfiel, und Obama den Friedensnobelpreis dafür erhielt, daß er vielleicht die ungesetzlich existierende Folteranstalt auf Kuba schließt, glaube ich niemandem mehr.

    Alle Politik ist Interessen geleitet und nicht basierend auf den Menschenrechten.

    Wäre für mich erst mal die vorrangigste Frage

    Erst war es Westerwelle selbst, der mit bekanntem rhetorischen Getöse ein Flugverbot propagiert hat, als er glaubte, es wäre wohl nicht nötig,
    um sich dann dann auszuklinken als es ernst wurde, noch dazu gemeinsam mit den einflussreichsten Weltdiktaturen wie Russland und China.
    "Die Lage in der Stadt ist chaotisch, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Jonathan Stock: Die Rebellen fahren mit Taxis an die Front - und flehen den Westen um sofortige Hilfe an."
    http://www.spiegel.de/pol...

    Somit hat uns diese bemerkelnswerte Regierung in die Nähe der Unterstützung eines Vökermorders an seinem Volk gebracht.
    Möge das Superwahljahr uns am Ende den vorzeitigen Zusammenbruch dieser unheilvollen Bundeskoalition bescheren!!!

    • kaleb
    • 19.03.2011 um 9:32 Uhr

    Wie brav Sie doch die Worte wiederkäuen, die man Ihnen in den Mund gelegt hat(Massenmörder, Schweerbrecher) Ghadaffi ist nicht Adolf Hitler. Sie merken offenbar nicht, dass Ihre Schlüsse bloß die Folge ausgesuchter Prämissen sind, die man Ihnen präsentiert und halten Ihre Konklusionen für eine objektive Meinung.Dass hier und jetzt Unrecht geschieht, gibt selbst Prof. Rainer Merkel (Staatsrecht) zu:

    http://www.n-tv.de/politi...

    Wie kann man überhaupt noch einem Politiker oder Staatsmann Glauben schenken?

    Seit Bush II. den Irak überfiel, und Obama den Friedensnobelpreis dafür erhielt, daß er vielleicht die ungesetzlich existierende Folteranstalt auf Kuba schließt, glaube ich niemandem mehr.

    Alle Politik ist Interessen geleitet und nicht basierend auf den Menschenrechten.

    Wäre für mich erst mal die vorrangigste Frage

    Erst war es Westerwelle selbst, der mit bekanntem rhetorischen Getöse ein Flugverbot propagiert hat, als er glaubte, es wäre wohl nicht nötig,
    um sich dann dann auszuklinken als es ernst wurde, noch dazu gemeinsam mit den einflussreichsten Weltdiktaturen wie Russland und China.
    "Die Lage in der Stadt ist chaotisch, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Jonathan Stock: Die Rebellen fahren mit Taxis an die Front - und flehen den Westen um sofortige Hilfe an."
    http://www.spiegel.de/pol...

    Somit hat uns diese bemerkelnswerte Regierung in die Nähe der Unterstützung eines Vökermorders an seinem Volk gebracht.
    Möge das Superwahljahr uns am Ende den vorzeitigen Zusammenbruch dieser unheilvollen Bundeskoalition bescheren!!!

    • R.B.
    • 19.03.2011 um 9:17 Uhr

    Gutes erzeugt Gutes. Böses erzeugt Böses. Ja. Aber wer Gutes will, kann nicht nur Gutes tun und wer Böses tut, muss nicht böse sein. Manchmal muss der Gute Böses tun, damit es gut ist. Das ist der alte Konflikt das Gute wollender friedlicher Menschen.

    Genau in diesem Konflikt steht die Staatengemeinschaft im Falle Libyens mit dem keineswegs irren - sondern absolut skrupellosen - Diktator Gaddafi gegenüber dem libyschen Volk.

    Darf, kann der „Gute“ länger zuschauen, wenn ein Diktator mit seinen 2200 Panzern und 320 Kampfflugzeugen das eigene Volk zum eigenen Machterhalt abschlachtet?

    Ja, man kann. Aber es bleibt ein ungutes Gefühl, das Gute, Menschen nicht geschützt zu haben.

    Ja, man kann nicht, aber es bleibt das ungute Gefühl selbst Menschen getötet zu haben.

    Gaddafi will nur noch sich selbst schützen. Taktisch signalisierte er den Waffenstillstand, aber er tat es und tut es weiter. Es ist seine letzte Chance, im eigenen Land durch einen Luft- und Bodenkrieg zu überleben.

    Deshalb muss die Staatengemeinschaft jetzt sofort seine Waffengewalt massiv brechen, dann laufen auch seine Söldner weg, damit das Abschlachten des libyschen Volkes beendet wird.

    Ja, manchmal muss der „Gute“ das Böse tun, den Bösen massiv stoppen, damit Gutes entstehen kann. Jetzt und sofort.

    Und dennoch, es bleibt ein ungutes Gefühl dabei zurück.

    13 Leser-Empfehlungen
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    ein aufgeklärter Mensch spricht von richtig oder falsch und weiß auch dass diese Frage nicht immmer und schon garnicht von jedem klar beanwortet werden kann.

    • R.B.
    • 19.03.2011 um 9:59 Uhr

    Sie stören sich als aufgeklärter Mensch an der Disputation von "Gut und Böse" und wollen dieses durch "Richtig oder falsch" ersetzten.

    Ihnen ist aber schon klar, dass eine Bewertung (richtig oder falsch) nur in Bezug zu etwas möglich ist (Mathematikaufgabe oder Grundkategorie von Gut oder von Böse) ansonsten absolut sinnlos wird.

    • joG
    • 19.03.2011 um 10:40 Uhr

    ....den Fall Saddam auf Libyen übertragen:
    Ein Diktator tötet immerzu aber manchmal gehäuft und manchmal nur im Duzend Menschen aus der Bevölkerung seines Machtgebiets. Gaddafi hat vermutlich weniger Tote und Krüppel gemacht als Saddam. In beiden Fällen untergräbt Deutschland auf Seiten Russlands die Glaubwürdigkeit des Einsatzes internationaler Gewalt um den Diktator zu entfernen. Nun macht man das heute sotto Voce, damit man nicht als Unterstützer des Autokraten gelten soll wie damals aber genügend intensiv um nicht an den Kosten beteiligt zu werden. So what's new?

    das Wort Gott vergessen. Sonst wäre Ihre Rede perfekt gewesen!

    ein aufgeklärter Mensch spricht von richtig oder falsch und weiß auch dass diese Frage nicht immmer und schon garnicht von jedem klar beanwortet werden kann.

    • R.B.
    • 19.03.2011 um 9:59 Uhr

    Sie stören sich als aufgeklärter Mensch an der Disputation von "Gut und Böse" und wollen dieses durch "Richtig oder falsch" ersetzten.

    Ihnen ist aber schon klar, dass eine Bewertung (richtig oder falsch) nur in Bezug zu etwas möglich ist (Mathematikaufgabe oder Grundkategorie von Gut oder von Böse) ansonsten absolut sinnlos wird.

    • joG
    • 19.03.2011 um 10:40 Uhr

    ....den Fall Saddam auf Libyen übertragen:
    Ein Diktator tötet immerzu aber manchmal gehäuft und manchmal nur im Duzend Menschen aus der Bevölkerung seines Machtgebiets. Gaddafi hat vermutlich weniger Tote und Krüppel gemacht als Saddam. In beiden Fällen untergräbt Deutschland auf Seiten Russlands die Glaubwürdigkeit des Einsatzes internationaler Gewalt um den Diktator zu entfernen. Nun macht man das heute sotto Voce, damit man nicht als Unterstützer des Autokraten gelten soll wie damals aber genügend intensiv um nicht an den Kosten beteiligt zu werden. So what's new?

    das Wort Gott vergessen. Sonst wäre Ihre Rede perfekt gewesen!

  3. 5. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/km

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    • Jenss
    • 19.03.2011 um 10:46 Uhr

    Die Rebellen haben den Luftangriff gegen sich selbst angeordnet. Logisch!

    IRONIEMODUS wieder aus!

    was ist sitzt da für ein Aushilfsstudent in der Redaktion?

    Die Rebellen versuchen die Waffenruhe zu sabotieren -

    Meldungen die von der Regierung kommen werden wohl gerne ignoriert:

    Al Jazeera
    9:54am
    Libya's government says that its armed forces are under attack west of the rebel-held stronghold of Benghazi and have responded in self-defence.
    This was issued in a statement carried by the official Jana news agency:
    The gangs of Al-Qaeda attacked the units of the Libyan armed forces stationed to the west of Benghazi.
    The statement accused the rebels of using "a helicopter and a fighter jet to bomb the Libyan armed forces in blatant violation of the no-fly zone imposed by the UN Security Council."

    Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke. Die Redaktion/se

    • Jenss
    • 19.03.2011 um 10:46 Uhr

    Die Rebellen haben den Luftangriff gegen sich selbst angeordnet. Logisch!

    IRONIEMODUS wieder aus!

    was ist sitzt da für ein Aushilfsstudent in der Redaktion?

    Die Rebellen versuchen die Waffenruhe zu sabotieren -

    Meldungen die von der Regierung kommen werden wohl gerne ignoriert:

    Al Jazeera
    9:54am
    Libya's government says that its armed forces are under attack west of the rebel-held stronghold of Benghazi and have responded in self-defence.
    This was issued in a statement carried by the official Jana news agency:
    The gangs of Al-Qaeda attacked the units of the Libyan armed forces stationed to the west of Benghazi.
    The statement accused the rebels of using "a helicopter and a fighter jet to bomb the Libyan armed forces in blatant violation of the no-fly zone imposed by the UN Security Council."

    Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke. Die Redaktion/se

  4. ein aufgeklärter Mensch spricht von richtig oder falsch und weiß auch dass diese Frage nicht immmer und schon garnicht von jedem klar beanwortet werden kann.

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    • R.B.
    • 19.03.2011 um 10:52 Uhr

    Sie stören sich als aufgeklärter Mensch an der Disputation von "Gut und Böse" und wollen dieses durch "Richtig oder falsch" ersetzten.

    Ihnen ist aber schon klar, dass eine Bewertung (richtig oder falsch) nur in Bezug zu etwas möglich ist (Mathematikaufgabe oder Grundkategorie von Gut oder von Böse) ansonsten absolut sinnlos wird.

    .. wo behaupte ich, dass richtig und falsch NICHT in Bezug zu irgendwas stehen muss? Macht auch überhaupt keinen Sinn, irgend etwas anderes zu behaupten. Sie tun gerade so als ob sie Herrscher über gut und Böse sind mit ihrem Geschwurbel.

    Offensichtlich haben Sie aber immernoch nicht verstanden, dass "gut und böse" Moralbegriffe aus grauer Vorzeit darstellen und für eine ernstzunehmende wissenschaftliche Diskussion nicht zu gebrauchen sind.

    • R.B.
    • 20.03.2011 um 8:58 Uhr

    Ich bin aus ethischen Gründen für eine Intervention in Libyien.
    Treffen Sie doch einfach Ihre eigene unabhängige Entscheidung. Aber treffen Sie sie.

    • R.B.
    • 19.03.2011 um 10:52 Uhr

    Sie stören sich als aufgeklärter Mensch an der Disputation von "Gut und Böse" und wollen dieses durch "Richtig oder falsch" ersetzten.

    Ihnen ist aber schon klar, dass eine Bewertung (richtig oder falsch) nur in Bezug zu etwas möglich ist (Mathematikaufgabe oder Grundkategorie von Gut oder von Böse) ansonsten absolut sinnlos wird.

    .. wo behaupte ich, dass richtig und falsch NICHT in Bezug zu irgendwas stehen muss? Macht auch überhaupt keinen Sinn, irgend etwas anderes zu behaupten. Sie tun gerade so als ob sie Herrscher über gut und Böse sind mit ihrem Geschwurbel.

    Offensichtlich haben Sie aber immernoch nicht verstanden, dass "gut und böse" Moralbegriffe aus grauer Vorzeit darstellen und für eine ernstzunehmende wissenschaftliche Diskussion nicht zu gebrauchen sind.

    • R.B.
    • 20.03.2011 um 8:58 Uhr

    Ich bin aus ethischen Gründen für eine Intervention in Libyien.
    Treffen Sie doch einfach Ihre eigene unabhängige Entscheidung. Aber treffen Sie sie.

    • temp1
    • 19.03.2011 um 9:26 Uhr

    Der Westen setzt ein Ultimatum .... Warum denn nun schon wieder ? Um das Ulitmatum zu verlängern und zu sagen, Wenn Du ... machst, dann aber wirklich .... ooooder naja vielleicht setzen wir dann auch nur ein neues Ultimatum ...
    Nach einer Weile könnte man dann sagen, ein Angriff wäre für die Zivilbevölkerung zu gefährlich, weil Gaddhafis ja schon leider vor Ort ist, und "Rebellen" gibt es ja eh nicht mehr.

    Das ist vermutlich Gaddhafis Plan und er hat sicher eine gute Chance, daß sie aufgeht. Daß die UN freigegeben hat, war ihm sicher sehr überraschend,(hatte er zuvor die UN doch ob ihrer Hilflosigkeit verspottet) .... aber bis dann das auch umgesetzt wird ... die Zeit könnte ihm reichen.

    • xpol
    • 19.03.2011 um 9:31 Uhr

    ... ein paar Stunden wird es kleinteilig:

    Zur Eroberung von Bengasi braucht man keine Luftwaffe, dann fliegt sie eben nicht.
    Wenn irgendetwas bewirkt werden soll, müssten westliche Flugzeuge in Bodenkämpfe eingreifen - mit diversen "Kollateralschäden", da eine wirksame Koordination nur von Bodentruppen geleistet werden könnte.

    Gut, dass wir da nicht dabei sind.

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