Finnland: Rechtspopulisten machen Stimmung gegen Euro-Reform
Nach dem Wahlerfolg attackieren Finnlands Rechtspopulisten EU-Pläne. Finnland dürfe nicht "für Fehler anderer bezahlen", schießen sie gegen den Stabilitätspakt.
© Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images

Parteichef der Wahren Finnen Timo Soini während eines Interviews nach der Wahl in Helsinki
Nach der Wahl in Finnland sieht sich die Partei Wahre Finnen in ihrem europapolitischen Kurs bestätigt. Die finnischen Rechtspopulisten verlangen nun Neuverhandlungen über das EU-Stabilitätspaket einschließlich der Hilfen an das überschuldete Portugal. Parteichef Timo Soini sagte im Fernsehen, es sei nicht hinnehmbar, dass Finnland "für die Fehler anderer bezahlt".
Der EU-Stabilitätspakt, mit dem Euro-Staaten auch Hilfen an Portugal vereinbarten, ist in Finnland noch nicht ratifiziert. Er kann nur in Kraft treten, wenn alle 27 EU-Mitgliedsländer zustimmen.
Die Partei hatte bei der Parlamentswahl 7,3 Prozentpunkte hinzugewonnen, ihre Stimmenanzahl damit fast verfünffacht und wurde damit drittstärkste Kraft.
"Wir waren bisher zu weich gegenüber Europa", sagte Soini. "Das muss sich ändern." Schon vor der Wahl hatten die Wahren Finnen Finnlands Austritt aus der Euro-Zone und den Ausschluss von Hilfszahlungen an Länder wie Portugal, Griechenland und Irland verlangt.
Soinis Partei hatte bei der Wahl 19 Prozent erhalten. Die Nationalpartei des bisherigen Finanzministers Katainen erzielte 20,4 Prozent, ist damit stärkste Kraft und hat die Initiative zur Regierungsbildung. Die Sozialdemokraten kamen auf 19,1 Prozent.
Für die Koalitionsverhandlungen wird der EU-Stabilitätspakt eine entscheidende Rolle spielen. Nationalparteichef Katainen ist für die noch ausstehende Ratifizierung des EU-Stabilitätspaktes und Soini strikt dagegen. "Ich erwarte sehr schwierige Verhandlungen", sagte Katainen. Bislang wollten sich aber weder Soini noch er über die Zusammensetzung einer neuen Koalition äußern.
Beobachter in Helsinki sind sich einig, dass eine Koalition der Konservativen mit den Wahren Finnen sowie den bisher oppositionellen Sozialdemokraten zu erwarten sei.
Die bisherige Ministerpräsidentin Mari Kiviniemi vom bäuerlich-liberalen Zentrum erklärte, sie sei zum Wechsel in die Opposition bereit. Ihre Partei wurde mit 15,8 Prozent klare Verliererin der Wahl.
Der Kurs des Euro fiel am Montag unter die Marke von 1,44 US-Dollar. Händler erklärten die schwächere Tendenz der Gemeinschaftswährung nicht zuletzt mit dem Wahlausgang. Experten sehen die Gefahr, dass Finnland den EU-Rettungsschirm blockiert. "Ein Ausscheren der Finnen wäre mehr als die Aufkündigung der europäischen Solidarität", urteilten Experten der Commerzbank.







Denen ist es gelungen, uns zu den Chinesen in Deutschland zu machen. Hier die Entwicklung der Löhne und Gehälter (wer Deutschland sucht: am Ende):
http://www.ilo.org/wcmsp5...
Unsere Produktivität wird von den exportierenden Unternehmen abgesaugt. So wird man Exportweltmeister. Wir leihen den PIGS-Staaten Geld, damit diese unsere preiswert (niedrige Löhne) produzierten Waren kaufen können. Den Profit streichen die Unternehmen ein, der Steuerzahler haftet für die Pleiten (was so schön elegant als Rettungsschirm bezeichnet wird).
Ohne überproportionalen Anstieg der Arbeitnehmereinkommen sehe ich keine Lösung.
Das ist eine gute Idee, die Löhne steigen, damit man sich allegemein die Fehlentscheidug leisten kann. Was muss man dafür tun?
Das ist eine gute Idee, die Löhne steigen, damit man sich allegemein die Fehlentscheidug leisten kann. Was muss man dafür tun?
Das ist eine gute Idee, die Löhne steigen, damit man sich allegemein die Fehlentscheidug leisten kann. Was muss man dafür tun?
Wie unsachlich ist das denn wieder:
Jeder Student im ersten Finnisch-Semester würde das "perus" aus dem schachtelfinnischem Wort "Perussuomalaiset" mit "Grund" oder "Basis" übersetzen, statt "Wahr". Aber eine Verbindung mit Rechten Zielen (Rechtpopulismus ist auch noch so ein tolles Medienwörtchen) fällt mit der falschen Übersetzung, die man sogar bei unwissenschaftlichen Quellen wie Wikipedia oder Google-Translator besser und vor allem richtiger findet, sicherlich leichter!
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