Koranverbrennung Wer Terry Jones verachtet, muss ihn ignorieren
Kaum jemand in den USA unterstützt den Koran verbrennenden Hassprediger Terry Jones. Die Muslime sollten lernen, solche irrationalen Blasphemien zu ertragen.
© Mario Tama/Getty Images

Der Prediger Terry Jones
In den USA lässt ein Pastor den Koran verbrennen – und in Afghanistan tobt die Gewalt. Erst wenn die Gesellschaft dort versteht, dass sie auch Meinungen dulden muss, die ihr elementar zuwider sind, wird sie notwendige zivilisatorische Reife hervorbringen.
Pastor Terry Jones ist ein verantwortungsloser Zelot und antimuslimischer Hetzer. Vor zwei Wochen leitete der christliche Geistliche in seiner kleinen Kirche in Florida eine Veranstaltung, die mit einer Koran-Verbrennung endete. In Afghanistan kam es daraufhin am Wochenende zu gewaltsamen Protesten. In Masar-i-Scharif überfiel der Mob eine UN-Zentrale, zwölf Menschen wurden getötet.
Jones wusste, was er tat. Vor den Folgen seiner Aktion war er oft gewarnt worden. Bereits im vergangenen Herbst wollte er, zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001, zu einer öffentlichen Koran-Verbrennung aufrufen. Nur mühsam konnte er davon abgehalten werden.
Diesmal kam jeder Einspruch zu spät. Müssen Mitarbeiter der Vereinten Nationen in Afghanistan sterben, weil in der amerikanischen Stadt Gainesville ein Fanatiker in einem inszenierten Prozess die Heilige Schrift des Islam für schuldig erklärt? Hat Jones gar zum Mord angestiftet?
Nun sind Kausalketten nicht immer identisch mit Verantwortlichkeiten. Wenn Christen im Jemen hingerichtet werden, weil sie in der Bibel lasen, haben die Mörder ein Verbrechen verübt, nicht die Christen. Ebenso gilt in Afghanistan: Wer Norweger und Schweden umbringt, weil er sich durch eine zutiefst blasphemische Tat verletzt fühlt, begeht ein Verbrechen, das durch nichts zu rechtfertigen ist. Mord wiegt tausendfach schwerer als jede Form der Gotteslästerung. Wer den Blick allein auf Terry Jones richtet, läuft Gefahr, die wahren Schuldigen zu entschuldigen.
In dieser Haltung schwingt oft auch eine gewisse Form des Paternalismus mit: Muslime sind nun mal schnell beleidigt, sie neigen zu unkontrollierbaren Wutausbrüchen und zur Gewalt; deshalb darf man sie auf keinen Fall provozieren; wer es dennoch tut, darf sich über die Folgen nicht beschweren. Eine solche Einstellung entmündigt die Täter und billigt ihnen mildernde Umstände zu.
Wer den Blick aber allein auf die Mörder richtet, blendet in seinem Urteil das Wissen darüber aus, dass auch auf Irrationalität und Brutalität beruhende Kausalketten eben das sind – Kausalketten. Das Ende hatte einen Anfang. Wer A tat, nahm B in Kauf.
- Datum 04.04.2011 - 12:25 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Ein wirklich sehr guter Artikel. Kann dem Autor nur zustimmen.
Entfernt. Bitte argumentieren Sie differenziert und vermieden Sie Pauschalaussagen. Danke. Die Redaktion/lv
Sie haben das Problem gut erkannt.
Unsere islamkritische Freunde verschließen diesbezüglich gerne die Augen.
afghanistan ist speziall fall. Keiner kann mir erzählen dass die afghaner so wütend auf die strasse gegangen sind nur aufgrund der koranverbrennung. Und das bezeugt nicht von rückständigkeit und unzivilisation. Das widerspiegelt nur ihre wut und leid die sie seit mehr als 10 jahr erlebt haben. Ich habe es schon einmal gesagt hier, wenn muslime ein altes koranbuch entsorgen wollen, müssen sie es dann verbrennen und nicht wegwerfen. Verbrennung des koran ist überhaupt kein problem, nur die symbolik dahinter. Ich denke die koranverbrennung hat das fass zum überlaufen gebracht und nicht entscheidend für die grausames vorgehen. Ausserdem siehe Aljazeera: die nepalesischen soldaten haben das feuer auf die vor der uno-gebäude protestierende, wütend aber denoch zurückhaltende afghannen eröfnnet, erst dann haben die protestierende die un-gebäude gestürtmt und dann wissen wir alle was passiert ist. Was ich überhaupt nicht gut heisse. Denoch soll man nicht die urscachen dieses chaos nicht nur auf koranverbrennung zurückführen, sonder die problematik mehrdimensional betrachten
Sie haben das Problem gut erkannt.
Unsere islamkritische Freunde verschließen diesbezüglich gerne die Augen.
afghanistan ist speziall fall. Keiner kann mir erzählen dass die afghaner so wütend auf die strasse gegangen sind nur aufgrund der koranverbrennung. Und das bezeugt nicht von rückständigkeit und unzivilisation. Das widerspiegelt nur ihre wut und leid die sie seit mehr als 10 jahr erlebt haben. Ich habe es schon einmal gesagt hier, wenn muslime ein altes koranbuch entsorgen wollen, müssen sie es dann verbrennen und nicht wegwerfen. Verbrennung des koran ist überhaupt kein problem, nur die symbolik dahinter. Ich denke die koranverbrennung hat das fass zum überlaufen gebracht und nicht entscheidend für die grausames vorgehen. Ausserdem siehe Aljazeera: die nepalesischen soldaten haben das feuer auf die vor der uno-gebäude protestierende, wütend aber denoch zurückhaltende afghannen eröfnnet, erst dann haben die protestierende die un-gebäude gestürtmt und dann wissen wir alle was passiert ist. Was ich überhaupt nicht gut heisse. Denoch soll man nicht die urscachen dieses chaos nicht nur auf koranverbrennung zurückführen, sonder die problematik mehrdimensional betrachten
Entwicklung von Bildung und Vernunftsdenken sind hier die Schlüsselfaktoren, um Blasphemie abprallen zu lassen.
Terry Jones sollte auch mal wieder die Schule besuchen, vor allem im Fach Ethik wäre er gut aufgehoben.
was der Islam lernen sollte, wird der Autor oder unsere Kommentare nicht zu entscheiden haben. Ich sehe zwischen dem Islam und der westlichen Welt noch immer einen tiefen Graben der sofort aufbricht, wenn es ans Eingemachte geht.
Das merkt man auch im täglichen Leben in Deutschland mit Muslimen aus dem türkisch und arabischen Raum. Mir scheint es oft, dass es überhaupt keine Gemeinsamkeiten gibt. Wenn wir schon seit Jahren die Debatte führen müssen, ob innerhalb Deutschlands bei den Menschen wirklich zusammen gewachsen ist, was zusammen gehört, wie stehts dann erst um das Zusammenleben dieser Kulturen, hier bei uns in Deutschland. Die Religion geht dem Islam über alles. Begriffe wie heiliger Krieg, die Sharia, das ist mir fremd und ich bin ehrlich: ich hege keine Sympathie dafür, es macht mir Angst. [...] Auf jeden Fall gehen Tote vor ein verbranntes Buch!!!
Teil entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalaussagen. Danke. Die Redaktion/lv
Wenn die USA jedesmal ein paar Islamisten abschlachten würde, wenn irgendwo auf der Welt eine US-Flagge verbrannt wird, na dann gute Nacht.
Anm: Bitte achten Sie auf einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
... ist nicht mit der US-Flagge gleichzusetzen.
Und man kann doch seine Argumentation darauf aufbauen, indem man sagt was die anderen dürfen, dürfen wir auch. Wo kommen wir denn da hin?
Bei uns kommt es genauso vor, dass für die Ehre getötet wird oder aus Eifersucht. Die Menschen sind gleich, die Verpackung anders.
Wer wird nicht nervös, wenn es ans "Eingemachte geht?
Es gibt viele Muslime die den Islam verschieden auslegen, wie Christen auch. Den Christen geht die Religion auch über alles und das ist normal. Es gibt Fundamentalisten unter den Muslimen genauso bei den Christen und Juden! - Sie sehen, es gibt ausser der Verpackung keine Unterschiede! Also keine Angst!
Es ist gut, erstmal vor der eigenen Haustüre zu kehren.
Wenn die USA jedesmal ein paar Islamisten abschlachten würde, wenn irgendwo auf der Welt eine US-Flagge verbrannt wird, na dann gute Nacht.
Anm: Bitte achten Sie auf einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
... ist nicht mit der US-Flagge gleichzusetzen.
Und man kann doch seine Argumentation darauf aufbauen, indem man sagt was die anderen dürfen, dürfen wir auch. Wo kommen wir denn da hin?
Bei uns kommt es genauso vor, dass für die Ehre getötet wird oder aus Eifersucht. Die Menschen sind gleich, die Verpackung anders.
Wer wird nicht nervös, wenn es ans "Eingemachte geht?
Es gibt viele Muslime die den Islam verschieden auslegen, wie Christen auch. Den Christen geht die Religion auch über alles und das ist normal. Es gibt Fundamentalisten unter den Muslimen genauso bei den Christen und Juden! - Sie sehen, es gibt ausser der Verpackung keine Unterschiede! Also keine Angst!
Es ist gut, erstmal vor der eigenen Haustüre zu kehren.
... zu Kommentar 1 und Artikel.
Sie haben das Problem gut erkannt.
Unsere islamkritische Freunde verschließen diesbezüglich gerne die Augen.
...hat seine Verhaltensforschung auf amerikanischem Boden und unter Achtung der amerikanischen Gesetze betrieben. Also ist seine Handlung per definitionem et de jure keine Missetat. Punkt.
...hat seine Verhaltensforschung auf amerikanischem Boden und unter Achtung der amerikanischen Gesetze betrieben. Also ist seine Handlung per definitionem et de jure keine Missetat. Punkt.
Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/lv
"Man sollte täglich einige Korane verbrennen, und das im Fernsehen übertragen. Dann würden sich die Muslime binnen kurzem daran gewöhnen ..."
Und damit das Feuerchen auch so richtig in Schwung kommt, nehmen wir noch ein paar Kruzifixe zum anheizen - dazu noch ne Thora, ein paar Bibeln, eine Handvoll US-Flaggen und die deutsche Verfassung.
Mal schauen, wer so alles 'Gewöhnungsbedarf' hat.
Erst wenn man begreift..... und dann wird aufgezählt, was alles die anderen und wir begreifen sollen.
Hehre Wünsche, die an der Realität vorbeigehen, erst recht, wenn es um ein Land wie Afgh. geht, in dem die Menschen seit Jahren Gewalt und Unterdrückung einschließlich Besatzung erleben müssen, mal von diesen mal von jenen Ländern.
Machen Sie das Menschen klar, die mit Gewalt in einen sog. Demokratisierungsprozess gezwungen werden, der ihnen fremd ist und auch angstauslösend wirkt.
Machen Sie das Menschen klar, deren Glauben an Allah und das gesamte gesellschaftliche Leben EINS ist.
Ziel dieser gesamten Afgh.operation und wie jetzt auch in Libyen praktiziert wird ist, die islamischen Staaten zu zerschlagen, auseinander zu nehmen und neu zu formieren um den Islam aufzuweichen, damit die Menschen offen werden für andere Lebensweisen.
(Quelle:www.politonline.ch.index.cfm, www.german-foreign-policy...)
Druck erzeugt Gegendruck, und Gewalt erzeugt immer Gegengewalt.
Wenn heute ein Moslem meine Bibel verbrennen würde, würde ich mich nicht freuen und ich würde diesen Menschen nicht erschießen.
Im Mittelalter wäre er erschossen worden.
Entwicklungen brauchen Zeit und keine Gewalt.
Entwicklungen brauchen einen langen Atem und Geduld.
Ein Pastor,der das Herzstück des muslimischen Glaubens verbrennt, ist kein Christ, sondern ein Wandale.
"Man sollte täglich einige Korane verbrennen, und das im Fernsehen übertragen. Dann würden sich die Muslime binnen kurzem daran gewöhnen ..."
Und damit das Feuerchen auch so richtig in Schwung kommt, nehmen wir noch ein paar Kruzifixe zum anheizen - dazu noch ne Thora, ein paar Bibeln, eine Handvoll US-Flaggen und die deutsche Verfassung.
Mal schauen, wer so alles 'Gewöhnungsbedarf' hat.
Erst wenn man begreift..... und dann wird aufgezählt, was alles die anderen und wir begreifen sollen.
Hehre Wünsche, die an der Realität vorbeigehen, erst recht, wenn es um ein Land wie Afgh. geht, in dem die Menschen seit Jahren Gewalt und Unterdrückung einschließlich Besatzung erleben müssen, mal von diesen mal von jenen Ländern.
Machen Sie das Menschen klar, die mit Gewalt in einen sog. Demokratisierungsprozess gezwungen werden, der ihnen fremd ist und auch angstauslösend wirkt.
Machen Sie das Menschen klar, deren Glauben an Allah und das gesamte gesellschaftliche Leben EINS ist.
Ziel dieser gesamten Afgh.operation und wie jetzt auch in Libyen praktiziert wird ist, die islamischen Staaten zu zerschlagen, auseinander zu nehmen und neu zu formieren um den Islam aufzuweichen, damit die Menschen offen werden für andere Lebensweisen.
(Quelle:www.politonline.ch.index.cfm, www.german-foreign-policy...)
Druck erzeugt Gegendruck, und Gewalt erzeugt immer Gegengewalt.
Wenn heute ein Moslem meine Bibel verbrennen würde, würde ich mich nicht freuen und ich würde diesen Menschen nicht erschießen.
Im Mittelalter wäre er erschossen worden.
Entwicklungen brauchen Zeit und keine Gewalt.
Entwicklungen brauchen einen langen Atem und Geduld.
Ein Pastor,der das Herzstück des muslimischen Glaubens verbrennt, ist kein Christ, sondern ein Wandale.
kritisiere ich aufs schärfste auch z.B. die USA für ihr Grundrecht auf Waffenbesitz! Eine Provokatioin für sich.
Die alte Wildwestmanier passt nicht mehr ins Heute, und kollidiert mit dem selbstherrlichen Freiheitsgedanken dort, denn die Freiheit ist auch immer die Freiheit des Anderen! Gewaltbereitschaft und ihre Legitimationsversuche sind weltweit zu finden. Es ist eine Frage der gewachsenen Kultur, Bildung und Zivilisation ob sie im Zaum gehalten wird und nicht die Frage der Religion!
Die Mehrheit der Amerikaner ist für den Waffenbesitz.
Denken sie bitte nicht, dass jeder Amerikaner total blöde ist, nur weil er nicht die gleichen Werte vertritt wie ein Deutscher.
Einem Amerikaner ist die Freiheit eben wichtiger als die Sicherheit. Amerika ist das Land der Freiheit und die Menschen dort sind eher bereit soziale Misstände zu ertragen, erschossen zu werden und so weiter. Das hat aber nichts mit Dummheit zu tun, denn viele Amerikaner sind sich ihres Systems durchaus bewusst (ja die kennen ihr Land schon).
Aristoteles sagte einmal, dass wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht zurecht ein Sklave ist. Dieser Satz kommt mir in den letzten Monaten immer mehr in den Kopf, wenn ich an Deutschland denke.
Die Mehrheit der Amerikaner ist für den Waffenbesitz.
Denken sie bitte nicht, dass jeder Amerikaner total blöde ist, nur weil er nicht die gleichen Werte vertritt wie ein Deutscher.
Einem Amerikaner ist die Freiheit eben wichtiger als die Sicherheit. Amerika ist das Land der Freiheit und die Menschen dort sind eher bereit soziale Misstände zu ertragen, erschossen zu werden und so weiter. Das hat aber nichts mit Dummheit zu tun, denn viele Amerikaner sind sich ihres Systems durchaus bewusst (ja die kennen ihr Land schon).
Aristoteles sagte einmal, dass wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht zurecht ein Sklave ist. Dieser Satz kommt mir in den letzten Monaten immer mehr in den Kopf, wenn ich an Deutschland denke.
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