USA Zehn Kandidaten gegen Obama
Gewählt wird im November 2012. Aber schon jetzt formiert sich bei den Republikanern das Bewerberfeld um die Präsidentschaft. Wer fordert Obama heraus? Von C. v. Marschall
© Larry Downing/Reuters

Der republikanische Politiker Mitt Romney auf einer Konferenz in Washington
Das Rennen kommt nur zögerlich in Gang. Zu Wochenbeginn haben zwei Republikaner ihre Bewerbung verkündet: Mitt Romney und Tim Pawlenty.
Vor vier Jahren, als es um die Nachfolge George W. Bushs ging, war der Startschuss viel früher gefallen. Mitte April hatte sich in beiden Parteien ein breites Feld gebildet. Acht Demokraten und zehn Republikaner traten an. Hillary Clinton hatte ihre Kandidatur am 20. Januar erklärt, Barack Obama am 11. Februar, John McCain am 28. Februar.
Mehrere Faktoren heizten die Begeisterung damals an. Amerika sehnte sich nach einer Wende. Die Demokraten waren die Favoriten, und die Konstellation versprach eine historische Premiere: Entweder würde erstmals eine Frau, Hillary Clinton, ins Weiße Haus einziehen oder erstmals ein Afroamerikaner, Barack Obama. Selbst wenn durch unvorhersehbare Ereignisse die Republikaner siegen sollten – was damals nahezu unmöglich erschien –, wäre es wohl John McCain geworden, der Anti-Bush in ihren Reihen. Er führte die Umfragen an.
Mitte April 2011 interessieren sich die Bürger kaum für die nächste Präsidentschaftswahl. Barack Obama wird erneut antreten, das war schon lange klar. Aber monatelang wagte sich kein potenzieller Herausforderer aus der Deckung. Hatte nicht eben noch erneut Wendestimmung in der Luft gelegen, diesmal zu Gunsten der Rechten? Die Kongresswahl im November 2010 hatten die Republikaner hoch gewonnen. Und die Tea-Party- Ikone Sarah Palin zog, wo immer sie im Sommer und Herbst auftrat, Massen an.
Doch seit dem Jahreswechsel scheint den Konservativen die Luft für den langen Lauf zur Macht auszugehen. Es war dann Barack Obama, der als erster seine Bewerbung verkündete: am 4. 4. 2011. Das Datum war als Zahlenspiel gedacht; er ist der 44. Präsident. Er setzt auch finanziell den Maßstab. Der Wahlkampf ist teuer. Wer auf die Spender attraktiver wirkt, hat einen Vorteil. Obama will den Rekord, den er 2008 aufgestellt hat – rund 750 Millionen Dollar – übertrumpfen und eine Milliarde einwerben.
US-Zeitungen berichten seit Monaten über die potenziellen Gegenkandidaten. Sie fügen aber hinzu, bisher trauten sie keiner dieser Personen den Sieg zu. Sie müsste erst die rechte Basis überzeugen; die stimmt über die Aufstellung ab. In der Hauptwahl muss sie die Parteiunabhängigen in der Mitte ansprechen. Republikanische Stammwähler stellen weniger als ein Drittel der Wähler. Alle potenziellen Kandidaten haben Nachteile. Aus heutiger Sicht müsste ihnen ein unkalkulierbares Großereignis zu Hilfe kommen.
- Datum 17.04.2011 - 09:11 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Ich bin ja nicht dagegen, dass Kritik an den USA geübt wird - es gibt ja auch genug zu kritisieren. Aber doch bitte nicht auf diesem Niveau!
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Ich schreibe niemanden vor, meine Meinung zu übernehmen. Nur frage ich mich welche Art von Meinungfreiheit wir besitzen, wenn alles, was nicht in die gleichgeschaltete Meinung der Presse passt, als unsachlich abgetan wird. Fortschritt ist das Ergebnis anderer Sichtweisen. Und Fortschritt wird benötigt, wenn in Zukunft weniger Menschen dem Krieg zum Opfer fallen sollen...
Nun bei den vielen angehäuften Schulden in den US Finanzen wird den normalen US Bürgern so manches bitter aufstoßen.
Wohl auch ist das den Republikaner Kandidaten bewusst und da ist es kein gut Kirschenessen sich zu früh zu outen.
Obama möchte wohl noch mal wieder aufs hohe Regierungsroß, doch er wird wohl aufs galoppierendes Wahlpferd aufspringen müssen. Ob er das schafft? Wohl kaum möglich, da er sich verloren hat in Schönreden mit wenig Frucht.
Ganz so einfach ist es wohl nicht, Mister President!
1 Milliarden für Wahlkampf.... und dazu addieren wir jetzt noch mal die Kosten für die anderen Kandidaten...
Yeah right, mit dem Geld hätte man bestimmt nichts besseres anstellen können.
Ist es nicht völlig egal, wieviele und wer Obama herausfordert?
Ist es nicht völlig egal, wer in den USA regiert?
Obama führt die Politik fort, die der Bush-Clan begonnen hat, er lässt den illegalen Folterknast auf Guantanamo unberührt und ungerührt weiter machen. Bürgerliche und menschliche Freiheitsrechte tritt er genauso mit seinen (schwarzen) Füssen wie der weisse Bush.
Fremde - auch Europäer - werden zumeist auch an den US-Einreisekontrollen wie Dreck behandelt. Wer sich von Herrn Obama was-auch-immer für Besserungen versprochen hat, dürfte allmählich aus diesem idiotischen Traum erwacht sein.
Insofern interessiert doch nun wirklich keinen, wer ihn beerbt oder wer ihm unterliegt.
Es bleibt alles beim Alten.
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