Königliche Hochzeit Der Tag, an dem Großbritannien verrückt spielte
London am Tag der Hochzeit: Tausende sind gekommen, um sich das anachronistische Spektakel anzuschauen. Und sogar die Gegner der Monarchie feiern.
© Oli Scarff/Getty Images

Tausende Menschen haben sich am Hochzeitstag am Victoria Memorial in London versammelt.
Der Himmel hängt grau über London, als Prince William eine Bürgerliche heiratet und das Land für einen Tag verrückt spielt. Millionen, vielleicht Milliarden Menschen jubeln, als der zukünftige König "I will" antwortet auf die Frage, ob er sie zur Frau nehmen werde. Die Menschen jubeln bei den großen Londoner Public Viewings, auf den Straßenfesten im ganzen Land und zu Hause in ihren Wohnzimmern vor dem Fernseher. Sie huldigen ihm aus der Ferne, so wie es Untertanen gegenüber ihrem Monarchen tun.
Denn das ist das Seltsame an diesem Tag: dass die moderne Welt ein Spiel aus vergangener Zeit mitspielt für einen sonnigen Augenblick im Glanz der Monarchie und dem Versprechen von ewiger Liebe. Dabei gibt es mit beiden Dingen gewisse Probleme, wie wir von Diana, Fergie & Co wissen. Und dass Großbritannien zurzeit in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt, wissen wir von der Regierung.
Die unzähligen Hochzeitstouristen in der Stadt kümmert das nicht. "Ich weiß, dass es verrückt ist, dass ich hier bin", sagt Marsha Middleton-Kaplen, Amerikanerin und nicht verwandt mit der neuen Prinzessin. "Aber seit ich von der Verlobung gehört habe, habe ich meinen Flug und das Hotel gebucht." Sie lacht, eine fröhliche, kluge Frau mit einem schwarzen Vintage-Hut und einer Glitzerbrille. Es ist der Vorabend der Hochzeit, und sie sitzt mit ihrem Mann auf zwei kleinen Campingstühlen vor der Westminster Abbey. Die beiden werden hier bis zum nächsten Tag sitzen bleiben, denn sie haben Angst, ihren Platz sonst zu verlieren.
Rechts und links von ihnen hocken Menschen vor Zelten und auf Isomatten, einige tragen Hüte mit dem Muster der britischen Flagge, andere haben Banner von Prince William und Kate Middleton aufgehängt. Die Stimmung vor Westminster Abbey ist so gelöst und fröhlich wie bei einem Straßenfest. Manche hier sind glühende Monarchisten und Patrioten, aber viele sind wie Middleton-Kaplen gekommen, weil sie sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen.
Prince Charles sagte einmal, dass seine Familie eine nationale Seifenoper sei. Seine ehemalige Frau, Prinzessin Diana, hatte es wie niemand vor ihr verstanden, sich medial zu inszenieren. Unvergessen ist das Interview von 1995, in dem sie mit schwarz umrahmten Augen von ihren Eheproblemen mit Charles und ihrer Bulimie sprach. Diana hatte der Weltpresse die Tür zum abgeschotteten Leben im Palast geöffnet und die Windsors dem Spotlight der Öffentlichkeit ausgesetzt. Man kann das unwürdig finden oder auch modern.
"Kate ist großartig, sehr nett und eine von uns." Diesen Satz hört man immer wieder, wenn man die Menschen vor der Westminster Abbey und vor dem Buckingham Palace nach ihrer Meinung zu der neuen Prinzessin fragt. Die Briten lieben die 29-Jährige für ihre Normalität - obwohl sie in ihr ihre zukünftige Königin sehen. Vielleicht ist das der Grund, warum das Brautpaar als Hoffnungsträger für eine moderne Form der Monarchie gilt: weil sie nicht abgehoben und elitär wirken, sondern nahbar und normal. Das Bild der Monarchen hat sich dem Bild von Celebrities angenähert.
- Datum 29.04.2011 - 18:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das ist der wievielte Artikel zu diesem "Nicht-Ereignis"?
Dieses vermeintliche oder meinetwegen aus tatsächliche Traumpaar ist doch jetzt verheiratet. Wäre schön, sich die Zeit den Themen zuwenden würde, auf die es wirklich ankommt.
Ist ja nicht zum Aushalten°°.
sondern auch die Deutschen.
Nicht nur, dass im Öffentl Rechtlichen Zwangsfernsehen um 24.00 Uhr immer noch die Royals gezeigt wurden, nein, weil es so schön war, wird der ganze Mist heute auf ZDF gleich nochmal gezeigt.
sondern auch die Deutschen.
Nicht nur, dass im Öffentl Rechtlichen Zwangsfernsehen um 24.00 Uhr immer noch die Royals gezeigt wurden, nein, weil es so schön war, wird der ganze Mist heute auf ZDF gleich nochmal gezeigt.
Haben Sie es schon gelesen:
Heute wurde weltweit nicht ein Mensch getötet!
Diese Nachricht fiel leider der Berichterstattung über die monarchische Hochzeit in England zum Opfer.
Wieso wurde keiner getötet?
Die Queen befahl allen Kriegstreibern heute die Waffen mit "Mozart-Kugeln" zu laden!
Es soll sogar Konfliktparteien gegeben haben, die haben sich mit "Ferrero-Küsschen" auf einen Waffenstillstand geeinigt.
Wie schön für die ach so (un-)heilvolle Welt!
Leider wird dieser Traum schon bald wieder ein jähes Ende finden.
Schönes Wochenende
,dass sich hunderte Stimmen in den Foren ob des medialen Ereignisses aufregen. Oft war zu lesen, ob ZDF und ARD nichts besseres zu tun hätten, als dieses "Nicht-Ereignis" zu dokumentieren.
Gegenfrage: Haben all die Kritiker nichts besseres zu tun, als am Freitag zwischen 9.00 und 15.00 Uhr Fernsehen zu schauen oder Live Streams zu gucken oder ständig eine Online-Zeitung zu lesen?=)
Schönes Wochenende!
Sie unterstellen den Kommentatoren dass diese, bei der Suche nach relevanten Nachrichten, diese Nichtartikel auch gelesen haben.
Das ist unredlich!
Denn ich fuer meinen Teil habe dies nicht und prangere hiermit die mediale Ausschlachtung dieses Nichtereignisses mit an.
Schoenes Wochenende!
Sie sprechen mir aus der Seele. Wenn man bedenkt, dass ca. 2 Milliarden Menschen dieses "Nicht-Ereignis" gesehen haben, kann man aus meiner Sicht nicht mehr von Nicht-Ereignis sprechen. Dann ist es die Pflicht einer Zeitung, auch der Zeit, auf ihre Art darüber zu berichten. Und das tut die ZEIT, wie ich finde, auf sehr angenehme Weise. Denn sie lenkt den Blick weniger auf Schmonzens und Soap, wie es BILD, Bunte und Co. machen, sondern berichtet auf ihre Weise darüber. Und wie mir bekannt ist, besteht in Deutschland immer noch kein Lesezwang. Aber offensichtlich fühlen sich diverse Leser berufen, ihre inhaltsleeren Kommentare von 9.00 bis 15.00 Uhr unters Volk zu mischen, wo einem nichts weiter als Kopfschütteln bleibt.
Sie unterstellen den Kommentatoren dass diese, bei der Suche nach relevanten Nachrichten, diese Nichtartikel auch gelesen haben.
Das ist unredlich!
Denn ich fuer meinen Teil habe dies nicht und prangere hiermit die mediale Ausschlachtung dieses Nichtereignisses mit an.
Schoenes Wochenende!
Sie sprechen mir aus der Seele. Wenn man bedenkt, dass ca. 2 Milliarden Menschen dieses "Nicht-Ereignis" gesehen haben, kann man aus meiner Sicht nicht mehr von Nicht-Ereignis sprechen. Dann ist es die Pflicht einer Zeitung, auch der Zeit, auf ihre Art darüber zu berichten. Und das tut die ZEIT, wie ich finde, auf sehr angenehme Weise. Denn sie lenkt den Blick weniger auf Schmonzens und Soap, wie es BILD, Bunte und Co. machen, sondern berichtet auf ihre Weise darüber. Und wie mir bekannt ist, besteht in Deutschland immer noch kein Lesezwang. Aber offensichtlich fühlen sich diverse Leser berufen, ihre inhaltsleeren Kommentare von 9.00 bis 15.00 Uhr unters Volk zu mischen, wo einem nichts weiter als Kopfschütteln bleibt.
Sie unterstellen den Kommentatoren dass diese, bei der Suche nach relevanten Nachrichten, diese Nichtartikel auch gelesen haben.
Das ist unredlich!
Denn ich fuer meinen Teil habe dies nicht und prangere hiermit die mediale Ausschlachtung dieses Nichtereignisses mit an.
Schoenes Wochenende!
Das ganze ist mehr als überflüssig. Ich frage mich wofür ich GEZ Gebühr bezahle, damit der Mist auf ARD und ZDF gleichzeitig läuft. Diese Hochzeit hat keinerlei Folgen für die Menschen in Europa, das ist lediglich eine Seifenoper sondergleichen.
Trivialität in epischer Breite.
Aber so gesehen passt es in unsere Zeit: BigBrother, DSDS, Dschungelcamp, NextTopModel etc. etc. etc.
Kollektive Verblödung! Wir sollten wieder die 60 Stunden Woche einführen, offenbar wissen die Menschen nichts mit ihrer freien Zeit anzufangen.
Hauptsache es gibt was zu schnattern, sich endlich mal wieder so richtig das Maul zerreißen. Das Volk ist dermaßen primitiv und berechenbar, dass mir alleine vom Zuschauen schlecht wird. Diese Regenbogennachrichten dienen nur der Belustigung und Empörung der unaufgeklärten Masse, die sich von derartigen Ereignissen einlullen lässt.
Es ist VÖLLIG wurscht, ob in GB irgendeiner heiratet oder auch nicht!
zum Glück ist die soap endlich vorbei.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf NS-Vergleiche. Danke. Die Redaktion/ew
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