Bin Ladens Tod Die Wende im Weißen Haus
Fakten werden korrigiert, Fotos der Leiche nicht gezeigt: Im Fall bin Laden wächst der Druck auf die USA. Wie geht die Regierung Obama damit um?
© Getty Images

Was geschah wirklich in Abbotabad?
Drei Tage nach der US-Militäroperation gegen den Terroristenchef Osama bin Laden in Pakistan hat das Weiße Haus die Darstellung der Abläufe in entscheidenden Punkten korrigiert. Präsidentensprecher Jay Carney sagte, bin Laden sei nicht bewaffnet gewesen, als er erschossen wurde. In ersten Berichten, die zum Beispiel Präsident Obamas Anti-Terror-Berater John Brennan am Montag gab, hatte es anders geklungen: Der Al-Qaida-Chef sei im Lauf eines Feuergefechts getötet worden, er habe eine Waffe gehabt, und es sei nur unklar, ob er selber Schüsse abgefeuert habe oder nicht. Carney korrigierte auch Brennans Behauptung, bin Laden habe sich hinter einer Frau versteckt, die ihm als menschlicher Schutzschild diente – entweder freiwillig, um ihn vor dem Tod zu bewahren, oder gezwungenermaßen.
Wie zuverlässig sind die Informationen über den Ablauf des Zugriffs?
Bei allen Schilderungen und Korrekturen muss man zwei Dinge im Auge behalten. Erstens stammen alle bisherigen Informationen, die auf Berichten von Augenzeugen oder Bildern von dem Geschehen beruhen, aus offiziellen amerikanischen Quellen. Es gibt keine Darstellung eines unbeteiligten – und damit unparteiischen – Beobachters. Ebenso wenig gibt es bisher eine öffentlich zugängliche Schilderung der Gegenseite. Mehrere Personen, die mit bin Laden in dem Gebäude wohnten, haben zwar überlebt, können aber derzeit nicht von unabhängigen Instanzen befragt werden. Und auch, wenn sie eines Tages ihre Darstellung geben, sind sie Partei.
Das bedeutet, zweitens: Zum jetzigen Zeitpunkt kann man nicht sagen, ob die offizielle Darstellung der Wahrheit entspricht. Freilich kann derzeit auch niemand die USA zwingen, sich zu korrigieren. Soweit sie das tun, tun sie es aus eigenem Antrieb. Es wirkt so, als bemühe sich die Regierung Obama um eine Schilderung, die den tatsächlichen Abläufen entspricht. Es würde einen hohen Schaden für ihre Glaubwürdigkeit und ihr Ansehen bedeuten, wenn später Informationen ans Licht kommen, die sie der Lüge überführen. Vermutlich korrigiert sie deshalb Details, die sich als falsch herausstellen, auch wenn dies zunächst den ungünstigen Eindruck verstärkt, sie mache widersprüchliche Angaben.
Wie kam es zu den Widersprüchen?
US-Medien erklären die Korrekturen mit dem enormen Druck auf die Regierung in einer modernen Fernseh- und Internetgesellschaft, rasch Informationen zu einem so wichtigen Ereignis herauszugeben. Die New York Times schreibt, die Medien setzen "das Weiße Haus unter Druck, eine dramatische Story über eine erfolgreiche Aktion zu erzählen". Während Anti-Terror-Berater Brennan am Montag sprach, waren andere Mitarbeiter dabei, die vorhandenen Informationen überhaupt erst auszuwerten und Details gegenüber Reportern klarzustellen.
Nach dem Stand vom Mittwoch kam es zu den hartnäckigen Feuergefechten, als die Elitesoldaten, deren Zahl jetzt mit 24 angegeben wird, in das Haus eindrangen und sich den Weg durch die unteren beiden Stockwerke zum dritten Geschoss freikämpften. Dort hielt sich Osama bin Laden auf. Die Episode mit einer Frau, die sich in den Weg stellte, um bin Ladens bewaffnete Begleiter zu schützen, spielte sich demnach im ersten Obergeschoss ab. Bei ihr handele es sich um die Ehefrau des sogenannten "Kuriers", der der offizielle Bewohner des Hauses war. Sie wurde erschossen.
Zusammen mit bin Laden im obersten Stockwerk war nach der neuen Darstellung seine eigene Frau. Sie habe einen Soldaten angegriffen, wurde ins Bein geschossen und habe überlebt. Bin Laden erlitt mindestens drei Schussverletzungen, zwei in den Kopf und eine in die Brust. Er sei unbewaffnet gewesen, sagte Präsidentensprecher Carney, habe sich aber "gewehrt". Man habe ihn deshalb nicht lebend festnehmen können.
Was bedeutet die neue Darstellung, dass bin Laden unbewaffnet war, für die rechtliche Bewertung?
CIA-Chef Panetta sagt, die Vorgabe für den Einsatz sei gewesen, Osama bin Laden gefangen zu nehmen, "wenn er seine Hände erhoben und sich ergeben hätte und nach allem Anschein in keiner Weise eine Gefahr für das Einsatzteam gewesen wäre". Es habe aber "kaum Zeit gegeben, in der er überhaupt etwas von sich geben konnte". Als die Elitekämpfer den dritten Stock erreichten, "kam es zu mehreren bedrohlichen Aktionen … das war der Grund, warum die Soldaten schossen". Ein weiterer hochrangiger Regierungsvertreter, dessen Namen die Medien nicht nennen, weil er sich in einem Hintergrundgespräch äußerte, sagt: "Er lag nicht auf dem Boden und versuchte, sich zu ergeben. Er hat Widerstand geleistet."
John Bellinger, der völkerrechtliche Berater des Nationalen Sicherheitsrats unter der Regierung Bush, analysiert: Falls sich herausstellen sollte, dass bin Laden "versucht hat, sich zu ergeben oder niedergeschlagen wurde und bewusstlos am Boden lag", als er erschossen wurde, "dann stellen sich ernste Fragen". Man wusste, dass er "ein extrem gefährlicher Mann ist. Wenn er Gesten zu seinen Leuten machte, die sich als Aufforderung zu einer Aktion interpretieren lassen, oder man befürchten musste, dass er eine Selbstmordweste mit Sprengstoff trug, gab es gute Gründe, ihn zu erschießen."
Experten für solche Spezialeinsätze verweisen auf die Einsatzbedingungen. Es war dunkel, es gab allenfalls Dämmerlicht, die Soldaten hatten durch die Nachtsichtgeräte eine eingeschränkte Wahrnehmung und mussten in Bruchteilen einer Sekunde Entscheidungen über Tod oder Leben treffen. Das oberste Gebot sei da, jede Gefahr für die eigenen Leute auszuschließen.
- Datum 05.05.2011 - 11:08 Uhr
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...gewesen, sagte Präsidentensprecher Carney, habe sich aber 'gewehrt'. Man habe ihn deshalb nicht lebend festnehmen können."
Entfernt. Bitte argumentieren Sie differenzierter. Danke, die Redaktion/se
Zitat:" ...gewesen, sagte Präsidentensprecher Carney, habe sich aber 'gewehrt'. Man habe ihn deshalb nicht lebend festnehmen können."
Vermutlich hat der arme Kerl geblinzelt, das können einfache Soldaten schon mal als Gegenwehr auffassen."
Das ist ja jetzt wohl eine Frechheit. Der arme Kerl??? DER ARME KERL??? WIRKLICH?????? Der arme Kerl der zig tausende von Menschen auf dem Gewissen hat. Ich hätte ihn auch erschossen, er hat es nicht anders verdient. Ein skrupeloser Mensch weniger auf der Welt ist ein guter Anfang.
In Deutschland wäre er bestimmt auf Bewährung raus gekommen!
"der arme Kerl", wie Sie den wahrscheinlichen Massenmörder nennen, hat möglicherweise sterben WOLLEN, haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Er ist im Jihad umgekommen - was das für gläubige Muslime bedeutet, sollten Sie eigentlich wissen.
Also dass Osama bin Laden ein armer Kerl war kann man nun wirklich nicht sagen. Man kann zwar nicht sagen wie viele von den Verbrechen die ihm angehängt werden wirklich begangen hat, aber ein armer Kerl hat nicht einen ganzen Trupp bewaffneter, schießwütiger Kumpels im Haus!
@Shikoba: Ich verstehe ihre Empörung über den Kommentar aber haben Sie schon mal eine Waffe in den Händen gehabt? Schon mal auf einen Menschen gezielt? Das wage ich doch zu bezweifeln, also sollten auch Sie nicht so unüberlegt sprechen!
@Tobi_G: Der Dschihad wie ihn die Al-Qaida führt, ist eine wilde Verdrehung des muslimischen Glaubens. Der Tot Osamas hat also Auswirkung auf einen Haufen fanatischer aufständischer Muslime, die einen riesen Hass auf Amerika und den Westen haben und nicht auf den normalen gläubigen friedlichen Muslim (welchen es mit Sicherheit auch in ihrer Stadt gibt). Sie können doch auch nicht sagen, dass die Kreuzzüge im 13. Jahrhundert, mit all ihrer Brutalität, dem allgemeinen christlichen Glauben entsprachen.
Zitat:" ...gewesen, sagte Präsidentensprecher Carney, habe sich aber 'gewehrt'. Man habe ihn deshalb nicht lebend festnehmen können."
Vermutlich hat der arme Kerl geblinzelt, das können einfache Soldaten schon mal als Gegenwehr auffassen."
Das ist ja jetzt wohl eine Frechheit. Der arme Kerl??? DER ARME KERL??? WIRKLICH?????? Der arme Kerl der zig tausende von Menschen auf dem Gewissen hat. Ich hätte ihn auch erschossen, er hat es nicht anders verdient. Ein skrupeloser Mensch weniger auf der Welt ist ein guter Anfang.
In Deutschland wäre er bestimmt auf Bewährung raus gekommen!
"der arme Kerl", wie Sie den wahrscheinlichen Massenmörder nennen, hat möglicherweise sterben WOLLEN, haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Er ist im Jihad umgekommen - was das für gläubige Muslime bedeutet, sollten Sie eigentlich wissen.
Also dass Osama bin Laden ein armer Kerl war kann man nun wirklich nicht sagen. Man kann zwar nicht sagen wie viele von den Verbrechen die ihm angehängt werden wirklich begangen hat, aber ein armer Kerl hat nicht einen ganzen Trupp bewaffneter, schießwütiger Kumpels im Haus!
@Shikoba: Ich verstehe ihre Empörung über den Kommentar aber haben Sie schon mal eine Waffe in den Händen gehabt? Schon mal auf einen Menschen gezielt? Das wage ich doch zu bezweifeln, also sollten auch Sie nicht so unüberlegt sprechen!
@Tobi_G: Der Dschihad wie ihn die Al-Qaida führt, ist eine wilde Verdrehung des muslimischen Glaubens. Der Tot Osamas hat also Auswirkung auf einen Haufen fanatischer aufständischer Muslime, die einen riesen Hass auf Amerika und den Westen haben und nicht auf den normalen gläubigen friedlichen Muslim (welchen es mit Sicherheit auch in ihrer Stadt gibt). Sie können doch auch nicht sagen, dass die Kreuzzüge im 13. Jahrhundert, mit all ihrer Brutalität, dem allgemeinen christlichen Glauben entsprachen.
Von allen Lösungen - das wird jetzt immer klarer - hat man in Washington die allerschlechteste gewählt. Ich kann hier nur aus dem Epilog von Berthold Brechts "Guten Menschen von Sezuan" zitieren:
„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen. Den Vorhang zu und alle Fragen offen!"
So lässt sich ein Krieg nicht beenden. Bin Ladens Tod bedeutet nicht einen Nürnberger Prozess, nein, er hat den Charakter einer Versailles.
Ich möchte ncihts rechtfertigen und hätte auch eher ein Gerichtverfahren befürwortet... aber ich kann mir auch vorstellen, wie angespannt das SEAL-Team war. Es war dunkel, überhaupt nicht klar, was da auf sie wartet und selbst wenn OBL nicht bewaffnet war - seine Mitbewohner waren es mit Sicherheit. Es scheint ein heilloses Durcheinander gewesen zu sein, aus der Dunkelheit fielen Schüssse und dann wurde gezielt. Vielleicht mit Absicht auf Bin Laden, vielleicht auch nicht.
Wir wissen es nicht, wir waren nicht dabei. Wir können nur hoffen, dass alle Angaben so stimmen, ob wir darauf vertrauen oder nicht.
Seh ich auch so. Gerade den schlichten Umstand der Dunkelheit übersieht man leicht. Das Haus hätte auch selbst mit Sprengstoff umhüllt sein können, wie das Bankräuber mit Banken machen, wenn sie Geiseln nehmen, wasweißich, z.B. dass mit einem Wink das Haus in die Luft geflogen wäre, immerhin hatte man es mit einem (früheren Freiheitskämpfer, heute) Terroristen zu tun, der so oder so mit dem Tod rechnen mußte. Und seine Mitbewohner mußten entsprechend entschlossene Leute sein, da sie ja seit Jahren freiwillig auf das Kopfgeld verzichtet und das Risiko des Auffliegens in Kauf genommen haben, die waren also auch zu allem fähig.
Für die USA, die Bin Laden geschaffen hat und der dann ausser Kontrolle geraten ist, gab es keine Alternative. Er musste zum Schweigen gebracht werden bevor er auch nur irgendetwas "ausplaudern" konnte. Ethik, Menschenrechte? Ja - für uns Amerikaner, wenn's uns denn nützt. Da muss man doch nicht paranoid sein oder an Verschwörungstheorien glauben. Es ist doch alles mehr als offensichtlich. Leider. Und auch sehr erschreckend und furchteinflößend...
Seh ich auch so. Gerade den schlichten Umstand der Dunkelheit übersieht man leicht. Das Haus hätte auch selbst mit Sprengstoff umhüllt sein können, wie das Bankräuber mit Banken machen, wenn sie Geiseln nehmen, wasweißich, z.B. dass mit einem Wink das Haus in die Luft geflogen wäre, immerhin hatte man es mit einem (früheren Freiheitskämpfer, heute) Terroristen zu tun, der so oder so mit dem Tod rechnen mußte. Und seine Mitbewohner mußten entsprechend entschlossene Leute sein, da sie ja seit Jahren freiwillig auf das Kopfgeld verzichtet und das Risiko des Auffliegens in Kauf genommen haben, die waren also auch zu allem fähig.
Für die USA, die Bin Laden geschaffen hat und der dann ausser Kontrolle geraten ist, gab es keine Alternative. Er musste zum Schweigen gebracht werden bevor er auch nur irgendetwas "ausplaudern" konnte. Ethik, Menschenrechte? Ja - für uns Amerikaner, wenn's uns denn nützt. Da muss man doch nicht paranoid sein oder an Verschwörungstheorien glauben. Es ist doch alles mehr als offensichtlich. Leider. Und auch sehr erschreckend und furchteinflößend...
Zitat:" ...gewesen, sagte Präsidentensprecher Carney, habe sich aber 'gewehrt'. Man habe ihn deshalb nicht lebend festnehmen können."
Vermutlich hat der arme Kerl geblinzelt, das können einfache Soldaten schon mal als Gegenwehr auffassen."
Das ist ja jetzt wohl eine Frechheit. Der arme Kerl??? DER ARME KERL??? WIRKLICH?????? Der arme Kerl der zig tausende von Menschen auf dem Gewissen hat. Ich hätte ihn auch erschossen, er hat es nicht anders verdient. Ein skrupeloser Mensch weniger auf der Welt ist ein guter Anfang.
In Deutschland wäre er bestimmt auf Bewährung raus gekommen!
@ shikoba,
Es ist wohl unbestritten, dass dieser Mensch Bin Laden ein Verbrecher ist und eine Vielzahl von Menschen auf dem Gewissen hat. Aber bitte teilen Sie mir mit, ab welcher Anzahl von Opfern ein solcher Einsatz grechtfertigt ist, und bis wohin er nur als ein ganz normaler Mörder gilt.
Ich stelle mal das folgende Szenario in den Raum: Ein Kommando des irakischen Staats wird zu einem Einsatz nach Texas geschickt. Dort wird ein gewisser George W. Bush liquidirt, idealerweise auch noch die Herren Rumsfeld, Cheney und Wolfowitz. Die Weltöffentlichkeit und auch unsere Kanzlerin reagiert erleichtert mit den Worten "Justice has been done". Denn diese Herren haben zweifellos eine noch wesentlich höhere Anzahl an Menschenleben auf dem Gewissen als Bin Laden.
Würde sich dies genauso abspielen. Oder wäre dies doch vielleicht ein höchst verachtenswerter terrorischer Akt.
Es ist doch alles eine Frage des Blickwinkels. Oder wie es in den amerikanischen Filme so schön dargestellt wird: Wichtig ist dass die Guten gewinnen. Und wer die Guten sind, bestimmen wir.
P.S: Respekt übrigens in diesem Zusammenhang an den israelischen Mossad, der den Verbrecher Eichmann in einem ähnlichen Einsatz aus einem Drittstaat herausgeholt hatte, um ihm einen rechtsstaatlichen Prozess zu machen.
Beim lesen ist mir "armer Kerl" auch aufgestossen. Allerdings kommt mir dabei dann nicht in den Sinn, mich als potentieller und sehnsuchtsvoller Mörder zu outen so wie Sie.
Ich sehe zumindest die Ironie in: "Er war unbewaffnet, hat sich aber gewehrt."
Wir waren nicht dabei, aber es kommt schon seltsam an, dass eine schwerbewaffnete, hochspezialisierte Truppe jemanden erschiessen muss, der sich unbewaffnet gewehrt hat. Und auch wenn das ironisch ist, nach lachen ist mir weniger.
Eher danach, zu fragen, was eigentlich passiert, wenn islamische Spezialtruppen einen oder beide Bushs in einem solchen Angriff töten.
Oder danach zu fragen, warum man, statt eines "lautlosen" Angriffes mit Tränengas- oder ähnlichen Granaten um die Angreifer auszuschalten und dann möglichst ohne Blutvergiessen bin Laden heraus zu holen, lieber sein kommen durch die Hubschrauber lauthals angekündigt hat.
Es gäbe viele Fragen und da ich weder die Gegend kenne, noch ein Militärspezialist, mag das ein oder andere für mich unklar sein.
Klar aber erscheint, dass SIE keine Argumente oder Fragen haben. Gewalt ist offensichtlich ihre Antwort. Und es ist da schon fast tragisch zu nennen, in einem Staat zu leben, in dem Sie nicht einfach jemanden töten können, so ohne Beweise....
zig tausende menschen?
von den 2'000 im WTC mal abgesehen (alle ueberzeugenden "verschwoerungstheorien" aussen vor gelassen), wo hat er nochmal die mindestens 17'000 anderen umgebracht?
"In Deutschland wäre er bestimmt auf Bewährung raus gekommen!"
Ja, vielleicht, weil das eben hier ein Rechtsstaat ist, der seine Legitimation daraus ableitet, eben NICHT so zu sein wie jeder x-beliebige Verbrecher.
aber Beweise dafür ?(!)
Ich bin ein entschiedener Gegner der Ideologie eines O.Binladen aber, dass ER sich als Freiheitskämpfer und und Förderer des Wiederstandes gegen US-imerialismus sah, kann ich verstehen und in einzelnen Punkten nachvollziehen.
Das er Gemordet hat - hmm - wen ? wann?
Das er Mörder angestiftet hat - ja.
Wenn Soldaten Mörder sind - was ich bei "kampferprobten" Soldaten nicht wirklich bezweifeln kann - dann müssten alle Menschen die Soldaten in den Krieg schicken also Anstifter zu Massenmord = Freiwild sein?
Weil diese Menschen, Menschen los schicken andere Menschen zu töten, die sie nicht einmal kennen...
Schöne neue Welt, kann sich also in Zukunft jeder Attentäter aus politischen Motiven darauf berufen nur einen Massenmörder umgebracht zu haben?
Fragen über Fragen ...
@ shikoba,
Es ist wohl unbestritten, dass dieser Mensch Bin Laden ein Verbrecher ist und eine Vielzahl von Menschen auf dem Gewissen hat. Aber bitte teilen Sie mir mit, ab welcher Anzahl von Opfern ein solcher Einsatz grechtfertigt ist, und bis wohin er nur als ein ganz normaler Mörder gilt.
Ich stelle mal das folgende Szenario in den Raum: Ein Kommando des irakischen Staats wird zu einem Einsatz nach Texas geschickt. Dort wird ein gewisser George W. Bush liquidirt, idealerweise auch noch die Herren Rumsfeld, Cheney und Wolfowitz. Die Weltöffentlichkeit und auch unsere Kanzlerin reagiert erleichtert mit den Worten "Justice has been done". Denn diese Herren haben zweifellos eine noch wesentlich höhere Anzahl an Menschenleben auf dem Gewissen als Bin Laden.
Würde sich dies genauso abspielen. Oder wäre dies doch vielleicht ein höchst verachtenswerter terrorischer Akt.
Es ist doch alles eine Frage des Blickwinkels. Oder wie es in den amerikanischen Filme so schön dargestellt wird: Wichtig ist dass die Guten gewinnen. Und wer die Guten sind, bestimmen wir.
P.S: Respekt übrigens in diesem Zusammenhang an den israelischen Mossad, der den Verbrecher Eichmann in einem ähnlichen Einsatz aus einem Drittstaat herausgeholt hatte, um ihm einen rechtsstaatlichen Prozess zu machen.
Beim lesen ist mir "armer Kerl" auch aufgestossen. Allerdings kommt mir dabei dann nicht in den Sinn, mich als potentieller und sehnsuchtsvoller Mörder zu outen so wie Sie.
Ich sehe zumindest die Ironie in: "Er war unbewaffnet, hat sich aber gewehrt."
Wir waren nicht dabei, aber es kommt schon seltsam an, dass eine schwerbewaffnete, hochspezialisierte Truppe jemanden erschiessen muss, der sich unbewaffnet gewehrt hat. Und auch wenn das ironisch ist, nach lachen ist mir weniger.
Eher danach, zu fragen, was eigentlich passiert, wenn islamische Spezialtruppen einen oder beide Bushs in einem solchen Angriff töten.
Oder danach zu fragen, warum man, statt eines "lautlosen" Angriffes mit Tränengas- oder ähnlichen Granaten um die Angreifer auszuschalten und dann möglichst ohne Blutvergiessen bin Laden heraus zu holen, lieber sein kommen durch die Hubschrauber lauthals angekündigt hat.
Es gäbe viele Fragen und da ich weder die Gegend kenne, noch ein Militärspezialist, mag das ein oder andere für mich unklar sein.
Klar aber erscheint, dass SIE keine Argumente oder Fragen haben. Gewalt ist offensichtlich ihre Antwort. Und es ist da schon fast tragisch zu nennen, in einem Staat zu leben, in dem Sie nicht einfach jemanden töten können, so ohne Beweise....
zig tausende menschen?
von den 2'000 im WTC mal abgesehen (alle ueberzeugenden "verschwoerungstheorien" aussen vor gelassen), wo hat er nochmal die mindestens 17'000 anderen umgebracht?
"In Deutschland wäre er bestimmt auf Bewährung raus gekommen!"
Ja, vielleicht, weil das eben hier ein Rechtsstaat ist, der seine Legitimation daraus ableitet, eben NICHT so zu sein wie jeder x-beliebige Verbrecher.
aber Beweise dafür ?(!)
Ich bin ein entschiedener Gegner der Ideologie eines O.Binladen aber, dass ER sich als Freiheitskämpfer und und Förderer des Wiederstandes gegen US-imerialismus sah, kann ich verstehen und in einzelnen Punkten nachvollziehen.
Das er Gemordet hat - hmm - wen ? wann?
Das er Mörder angestiftet hat - ja.
Wenn Soldaten Mörder sind - was ich bei "kampferprobten" Soldaten nicht wirklich bezweifeln kann - dann müssten alle Menschen die Soldaten in den Krieg schicken also Anstifter zu Massenmord = Freiwild sein?
Weil diese Menschen, Menschen los schicken andere Menschen zu töten, die sie nicht einmal kennen...
Schöne neue Welt, kann sich also in Zukunft jeder Attentäter aus politischen Motiven darauf berufen nur einen Massenmörder umgebracht zu haben?
Fragen über Fragen ...
Die windigen Erklärungen der amerikanischen Regierungsleute kann man nicht ernst nehmen. Zu gross ist das Interesse der USA an einem toten Osama bin Laden, der nichts mehr ausplaudern kann über die einstige Waffenbrüderschaft mit der CIA.
Aber auch auf die (sensationsgeilen) Medien ist kein Verlass. Die ersten Nachrichten besagten, dass Osama bin Laden bei einem Feuergefecht starb. Dabei hatte Präsident Obama bei seinem ersten Auftritt zum Thema erklärt, Osama bin Laden sei NACH einem Feuergefecht getötet worden. Nur, die Journalisten waren zu blöd oder zu faul, das zu begreifen.
Ich glaube den Amerikanern und allen ihren Verbündeten, getreuen Speichelleckern und sonstigen Hinterherläufern, schon seit 1898 kein einziges Wort mehr.
...dass Sie in Ihrem Alter noch am PC sitzen.
....es über alle Bevölkerungen der Erde diesen Charakterzug des Misstrauens gibt? Es ist offenbar genetisch bedingt, wie die Wissenschaftler ableiteten. ;)
...dass Sie in Ihrem Alter noch am PC sitzen.
....es über alle Bevölkerungen der Erde diesen Charakterzug des Misstrauens gibt? Es ist offenbar genetisch bedingt, wie die Wissenschaftler ableiteten. ;)
es ist völlig unerheblich wie bin laden zu tode gekommen ist. schließlich handelte es sich bei ihm um einen gefährlichen krimminellen, an dessen händen blut seiner opfer klebte. da er sich ausnahmslos mit einer KALASCHNIKOW AK 47 fotografieren ließ, war davon auszugehen, das er eine solche waffe bei sich tragen würde und diese auch bei seiner festnahme gebauchen würde. da er persönlich viele menschen ermordet hat, kann unter den vorgegebenen umständen von den SEALs nicht verlangt werden das sie nach deutschem vorbild erstmal ein SITIN abhalten und ihr verständnis für diesen terroristen darlegen. es ist davon auszugehen, das bin laden als anführer dieser mörderbande sich mit einem haufen schießwütiger bandenmitglieder umgeben hat, die keine skrupel hatten menschen umzubrigen. wenn die SEALS unter feuer genommen werden sind sie gut beraten nicht lange zu fackeln und zurückzuschiessen. wichtig ist, das bin laden seine gerechte strafe erhalten hat und keine gefahr für den weltfrieden mehr darstellt. und jeder dieser verbrecher weiß nun das er sich nirgendwo sicher verstecken kann. da diese meuchelmörder im grunde feige sind und sie ihre opfer aus dem hinterhalt anfallen, wird die aussicht auf strafe wohl manchen abschrecken. wir sollten den USA dabei alle erdenkliche hilfe geben und uns unser mitgefühl fur die opfer des terrors aufsparen
Er hat also viele Menschen eigenhändig mit dieser Waffe, von der Sie sprechen, getötet.
Und all die Bilder, die ihn ohne diese Waffe zeigen, sind also offensichtlich Fälschungen....
Ihr gesamter Beitrag entspricht dem eines Menschen, der exakt so handelt und denkt, wie die von Ihnen verächtlich nur noch als Objekte beschriebenen Menschen.
Bin Laden war kein Opferlamm. Die Welt hat sicherlich keinen großen Verlust erlitten, WEIL er tot ist. Aber wieder einmal haben westliche Werte verloren durch die Art wie er getötet wurde.
Der Weltfrieden ist damit kein bisschen näher gerückt. Nur die Tatsache, dass es mit einem Land wie der USA niemals Weltfrieden geben wird, es sei denn mit ihnen als alleinige Herrscher.
"da er sich ausnahmslos mit einer KALASCHNIKOW AK 47 fotografieren ließ, war davon auszugehen, das er eine solche waffe bei sich tragen würde und diese auch bei seiner festnahme gebauchen würde."
Oder wollen Sie Hypothesen höher werten als Fakten?
Zum Mitschreiben: Osama bin Laden war UNBEWAFFNET als man ihn antraf. Himmel hilf!
Er hat also viele Menschen eigenhändig mit dieser Waffe, von der Sie sprechen, getötet.
Und all die Bilder, die ihn ohne diese Waffe zeigen, sind also offensichtlich Fälschungen....
Ihr gesamter Beitrag entspricht dem eines Menschen, der exakt so handelt und denkt, wie die von Ihnen verächtlich nur noch als Objekte beschriebenen Menschen.
Bin Laden war kein Opferlamm. Die Welt hat sicherlich keinen großen Verlust erlitten, WEIL er tot ist. Aber wieder einmal haben westliche Werte verloren durch die Art wie er getötet wurde.
Der Weltfrieden ist damit kein bisschen näher gerückt. Nur die Tatsache, dass es mit einem Land wie der USA niemals Weltfrieden geben wird, es sei denn mit ihnen als alleinige Herrscher.
"da er sich ausnahmslos mit einer KALASCHNIKOW AK 47 fotografieren ließ, war davon auszugehen, das er eine solche waffe bei sich tragen würde und diese auch bei seiner festnahme gebauchen würde."
Oder wollen Sie Hypothesen höher werten als Fakten?
Zum Mitschreiben: Osama bin Laden war UNBEWAFFNET als man ihn antraf. Himmel hilf!
Ich meine, fast täglich hört man davon, dass irgendein Terroristenführer durch einen Drohnenangriff ums Leben kam.
Hier schickt man ein Team, welches auch auf die Befreiung von Geiseln spezialisiert ist, um genau das Gleiche durchzuführen, was man auch mit einer Drohne hätte erreichen können.
Würde man bei jeder Geiselbefreiung, ach was sage ich, bei jeder Verhaftung so vorgehen, wäre die Wahrscheinlichkeit zu überleben äusserst gering.
Aber weiter im Text, man schickt also eine Kommandoeinheit in das Gebäude und wie es scheint, war trotz der unsicheren Lage, alles unter Kontrolle. Man hätte bin Laden also festsetzen können, entschied sich aber von vornherein dazu, wenn nötig keine Gefangenen zu machen. Auch von der Anwesenheit relevanter Datenträger konnte nicht ausgegangen werden, btw. wieso war da die Zeit, diese zu bergen?
Weshalb also dieser Seals Einsatz? Kann es sein, dass mit diesem grossen Trara von etwas abgelenkt werden sollte? Könnte es sein, dass bin Laden al-Kaida an die Amerikaner verkauft hat? Im Gegenzug dazu bekommt er ein neues Leben irgendwo? Der US-Präsident bekommt gleichzeitig die Möglichkeit endlich diesen Feldzug als siegreich zu erklären, sogar noch vor dem 10. Jahrestag!
@Redaktion: Ja, dies könnte eine VT sein, aber die Faktenlage unterstützt diese These, bzw. sie können sie nicht durch Gegenfakten entkräften. Dazu wäre die wirkliche Leiche hilfreich gewesen. Die wurde aber schnellst möglich entsorgt. Ohne Chance auf forensische Untersuchung
Deshalb musste man die Leiche in die Hand bekommen.
Nur so konnte man sie auf dem 1500 km entfernten Flugzeugträger in eigener Klinik untersuchen, bzw. Beweisteile aufheben, bevor man die Reste zu Fischfutter gemacht hat.
naja bei einem Drohnenangriff hätten die Amis nur ein zerstörtes Haus mir viel zerfetzten Leichen. Durch das Stürmen mit einem Team konnte sie sicher sein das sie auch wirklich erwischen.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/km
Deshalb musste man die Leiche in die Hand bekommen.
Nur so konnte man sie auf dem 1500 km entfernten Flugzeugträger in eigener Klinik untersuchen, bzw. Beweisteile aufheben, bevor man die Reste zu Fischfutter gemacht hat.
naja bei einem Drohnenangriff hätten die Amis nur ein zerstörtes Haus mir viel zerfetzten Leichen. Durch das Stürmen mit einem Team konnte sie sicher sein das sie auch wirklich erwischen.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/km
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