al-Qaida Bin Laden hätte vor Gericht gehört
Bin Laden zu töten, war ein strategischer Fehler. Ein Prozess gegen den Al-Qaida-Chef hätte die Überlegenheit des demokratischen Systems demonstrieren können. Ein Kommentar
© Spencer Platt/Getty Images

Titelseiten amerikanischer Zeitungen zum Tod Osama bin Ladens
Es ist bisweilen erstaunlich, wer sich argumentativ zusammentut, um das Geschehen in der Welt zu verurteilen. Über die Tötung von Osama bin Laden durch amerikanische Soldaten empören sich: die Hamas in Gaza, User in Islamisten-Foren und viele, sehr viele Kommentatoren in deutschen Medien.
Die moralische Aufgebrachtheit ist billig und fehl am Platz. Denn niemand (außer den Beteiligten) weiß derzeit, was genau an diesem frühen Montagmorgen in bin Ladens Anwesen geschah. War sein Tod von Anfang an geplant? Oder sollte bin Laden eigentlich festgenommen werden? Wehrte er sich? War er bewaffnet? Wollte er lieber sterben als in die Hände der Amerikaner geraten? Gut möglich. Ein Dschihadist in Handschellen kommt nicht gerade märtyrerhaft daher. Die USA tun gut daran, die Umstände der Aktion zügig offen zu legen. Der Rest der Welt aber tut gut daran, die Vorgänge in Abbottabad nicht zu verurteilen, solange sie unbekannt sind.
Zu einfach machen es sich indes auch all jene, die den Tod bin Ladens nun bejubeln. New Yorker, deutsche Politiker, der UN-Sicherheitsrat. Ja, bin Laden hat die Welt mit Terror überzogen. Bin Laden war mitverantwortlich für den tausendfachen Tod Unschuldiger. Emotionen sind deshalb verständlich, insbesondere bei jenen, die bei den vielen Terroranschlägen seit 2001 in New York und Washington, in Bali, Djerba, London oder Madrid Angehörige verloren haben. Wenn aber ein deutscher Politiker wie der CDU-Mann Ernst-Reinhard Beck behauptet, Osama bin Laden sei nun "der Gerechtigkeit zugeführt" worden, ist dies ein Verrat am Rechtswesen der westlichen Welt.
Die USA haben eine historische Chance verpasst. So viel lässt sich heute schon sagen – ganz gleich, ob die Operation in Abbottabad von Anfang an als kill mission geplant war, oder ob die Einsatzrealität am Ende keine andere Option zuließ. Die Tötung Osama bin Ladens war kein moralisches Vergehen, sondern ein strategischer Fehler.
Man hätte ihm den Prozess machen müssen.
Sicher, es gibt eine Menge strategische Gründe, die aus Sicht Barack Obamas gegen eine Gefangennahme bin Ladens gesprochen haben: Ein Prozess hätte den Präsidentschaftswahlkampf 2012 überlagert, allein der Ort des Verfahrens – Den Haag, Guantánamo, USA? – wäre zum Politikum geworden. Racheakte, Anschläge, Geiselnahmen, Befreiungsversuche, all das, was Deutschland in der RAF-Zeit erlebt hat, hätte Amerika bevorgestanden.
Man hätte es um des Rechtsstaates willen in Kauf nehmen müssen.
- Datum 03.05.2011 - 17:21 Uhr
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Das ist der entscheidende Satz.
Ein Staat, der sich nicht um Gesetze kümmert, hat auch keinen Anspruch darauf, dass andere das tun.
"Man hätte es um des Rechtsstaates willen in Kauf nehmen müssen.
Das ist der entscheidende Satz.
Ein Staat, der sich nicht um Gesetze kümmert, hat auch keinen Anspruch darauf, dass andere das tun."
Ihren Idealismus in Ehren, aber ich sehe das völlig anders.
1. Ein rechtsstaatliches Verfahren hätte Bin Laden eine einzigartige Bühne geboten. Über den Zeitraum von vermutlich mehreren Jahren (mit allen Einsprüchen und Berufungsverfahren) hätte er die gesamte Weltpresse als sein Privatforum missbrauchen können, um seine kranke Ideologie zu versprühen und sich selbst als Märtyrer zu inszenieren.
2. Die Todesstrafe als Endurteil stand sowieso schon fest. Denn: Das Bin Laden für die Anschläge des 11. September (und viele andere) verantwortlich war, daran zweifeln - nachdem er das selbst per Video bekanntgab - wohl nur die verwirrtesten Verschwörungstheoretiker.
3. Während des Prozesses hätte es zweifelsohne unzählige Anschläge und Geiselnahmen durch Gesinnungsgenossen gegeben. Wieviele unschuldige Opfer ist ein rechtsstaatliches Verfahren denn wert? Ist das Recht dieser Menschen auf Unversehrtheit weniger wert als das Recht eines Massenmörders auf ein geordnetes Verfahren?
Wenn es auch nur einen begründeten Zweifel an Bin Ladens Schuld gäbe, wäre meine Meinung sicher eine andere. Da dies aber nicht der Fall ist, war die Tötung in diesem Fall eine gerechtfertigte Abkürzung eines Verfahrens, dessen Ausgang eh schon feststand.
ob die Rechtsstaatlichkeit hier betroffen ist aus meiner Sicht geht die öffentliche Debatte zT weit am Thema vorbei.
Wenn illegal Menschen getötet werden dann gehören die Täter vor ein Strafgericht ganz egal wie ehrbar ihre Motive waren und wenn sie nicht vor Gericht gestellt werden betrifft das unter anderem die (wohl auch in den USA) verfassungsrechtlich gebotenene Rechtsstaatlichkeit.
ABER: War diese Tötung wirklich illegal? Diese Frage kann man nicht mit der Alltagsmoral beantworten, sondern nur, wenn man das geltende Recht betrachtet. Und da ist es so, dass dem Staat gegen Straftäter wie Bin Laden zum einen "repressive" Mittel zur Verfügung stehen, also Gerichtsverfahren etc und darum geht zu Unrecht die Diskussion meistens.
Die Tötung Bin Ladens könnte aber aus präventiven Gründen (Notwehr oder Nothilfe) gerechtfertigt gewesen sein so ähnlich wie der "Finale Rettungsschuß" in der BRD. Das deutet der Artikel auch schon an, wenn er die Frage aufwirft, ob Bin Laden ursprünglich festgenommen werden sollte und er in einem Gefecht gestorben ist. Darüber hinaus möchte ich aber noch die Frage aufwerfen, ob von Bin Laden, auch oder sogar gerade von einem gefangenen Bin Laden als Symbolfigur, nicht eine derart große Gefahr ausgegangen wäre, dass eine Tötung aus präventiven Gründen, nämlich der Verhinderung von weiteren Terroranschlägen rechtlich erlaubt war. Dann wurde die Rechtsstaatlichkeit durch seine Tötung nämlich gar nicht tangiert.
hätte es auch so gemacht.
Es läuft noch alles so, wie seinerzeit im Wilden Westen.
Der prominenteste, gefährlichste, selbst sich als solcher immer wieder dargestellte Terrorist soll eher weiterwirken als notfalls umgebracht werden - weil der Rechtsstaat dies so fordert? Vielleicht sollte der Rechtsstaat sich konkret für Menschenrechte engagieren, wenn es drauf ankommt (siehe etwa Libyen / Gaddafi), als hier faule Lehnstuhl-Strategien zu predigen.
Welch ein Abgrund an Gutmenschentum, Ignoranz und geradezu abstoßender Naivität tut sich wieder einmal auf, siehe auch der in der CDU Bundestagsfraktion sich ausbreitende Tumult.
Ja, wir freuen uns unbändig über die Tötung eines Massenmörders, der über zahllose Menschen Leid brachte und auch das Leben der Zurückgebliebenen zerstörte.Bleibt nur zu hoffen, daß auch die Nachfolger von OBL ganz oben auf der Agenda stehen. Unser Respekt und Glückwunsch gelten jedenfalls nicht dem deutschen Gutmenschentum sondern Team 6 der Navy Seals.
<< Man hätte ihm den Prozess machen müssen.
Sicher, es gibt eine Menge strategische Gründe, die aus Sicht Barack Obamas gegen eine Gefangennahme bin Ladens gesprochen haben: Ein Prozess hätte den Präsidentschaftswahlkampf 2012 überlagert, allein der Ort des Verfahrens – Den Haag, Guantánamo, USA? – wäre zum Politikum geworden. Racheakte, Anschläge, Geiselnahmen, Befreiungsversuche, all das, was Deutschland in der RAF-Zeit erlebt hat, hätte Amerika bevorgestanden.
Man hätte es um des Rechtsstaates willen in Kauf nehmen müssen. >>
Ja, ja, genau, ganz genau!
Jedes Jahr, wenn wir des gescheiterten Attentats auf Hitler gedenken, bin ich seit eh und je der Auffassung, dass dieses Attentat moralisch gerechtfertigt war. Ich bedaure sein Scheitern.
Bin Laden war ein tausendfacher Massenmoerder, der der westlichen Welt den Krieg erklaert hatte.
Auch wenn nun Racheanschlaege zu befuerchten sind, bei einer Gefangenname und Aburteilung waere das Risiko von Terrorakten oder Entfuehrungen zwecks Freipressung ungleich hoeher gewesen. Dazu haette man Bin Laden vermutlich ueber Jahre eine Platform geboten, seine kruden Ansichten weiter zu verbreiten. So gesehen ist seine Toetung, sollte sie vorsaetzlich geschehen sein, auch ein Praeventivakt, um weiteren Schaden zu vermeiden. Aehnlich dem finalen Rettungsschuss.
Deshalb habe ich mit Bin Ladens Toetung auch keine moralischen Bedenken. Recht hat auch etwas mit "richtig" zu tun und umgekehrt. Siehe einleitende Worte.
"Man hätte es um des Rechtsstaates willen in Kauf nehmen müssen.
Das ist der entscheidende Satz.
Ein Staat, der sich nicht um Gesetze kümmert, hat auch keinen Anspruch darauf, dass andere das tun."
Ihren Idealismus in Ehren, aber ich sehe das völlig anders.
1. Ein rechtsstaatliches Verfahren hätte Bin Laden eine einzigartige Bühne geboten. Über den Zeitraum von vermutlich mehreren Jahren (mit allen Einsprüchen und Berufungsverfahren) hätte er die gesamte Weltpresse als sein Privatforum missbrauchen können, um seine kranke Ideologie zu versprühen und sich selbst als Märtyrer zu inszenieren.
2. Die Todesstrafe als Endurteil stand sowieso schon fest. Denn: Das Bin Laden für die Anschläge des 11. September (und viele andere) verantwortlich war, daran zweifeln - nachdem er das selbst per Video bekanntgab - wohl nur die verwirrtesten Verschwörungstheoretiker.
3. Während des Prozesses hätte es zweifelsohne unzählige Anschläge und Geiselnahmen durch Gesinnungsgenossen gegeben. Wieviele unschuldige Opfer ist ein rechtsstaatliches Verfahren denn wert? Ist das Recht dieser Menschen auf Unversehrtheit weniger wert als das Recht eines Massenmörders auf ein geordnetes Verfahren?
Wenn es auch nur einen begründeten Zweifel an Bin Ladens Schuld gäbe, wäre meine Meinung sicher eine andere. Da dies aber nicht der Fall ist, war die Tötung in diesem Fall eine gerechtfertigte Abkürzung eines Verfahrens, dessen Ausgang eh schon feststand.
ob die Rechtsstaatlichkeit hier betroffen ist aus meiner Sicht geht die öffentliche Debatte zT weit am Thema vorbei.
Wenn illegal Menschen getötet werden dann gehören die Täter vor ein Strafgericht ganz egal wie ehrbar ihre Motive waren und wenn sie nicht vor Gericht gestellt werden betrifft das unter anderem die (wohl auch in den USA) verfassungsrechtlich gebotenene Rechtsstaatlichkeit.
ABER: War diese Tötung wirklich illegal? Diese Frage kann man nicht mit der Alltagsmoral beantworten, sondern nur, wenn man das geltende Recht betrachtet. Und da ist es so, dass dem Staat gegen Straftäter wie Bin Laden zum einen "repressive" Mittel zur Verfügung stehen, also Gerichtsverfahren etc und darum geht zu Unrecht die Diskussion meistens.
Die Tötung Bin Ladens könnte aber aus präventiven Gründen (Notwehr oder Nothilfe) gerechtfertigt gewesen sein so ähnlich wie der "Finale Rettungsschuß" in der BRD. Das deutet der Artikel auch schon an, wenn er die Frage aufwirft, ob Bin Laden ursprünglich festgenommen werden sollte und er in einem Gefecht gestorben ist. Darüber hinaus möchte ich aber noch die Frage aufwerfen, ob von Bin Laden, auch oder sogar gerade von einem gefangenen Bin Laden als Symbolfigur, nicht eine derart große Gefahr ausgegangen wäre, dass eine Tötung aus präventiven Gründen, nämlich der Verhinderung von weiteren Terroranschlägen rechtlich erlaubt war. Dann wurde die Rechtsstaatlichkeit durch seine Tötung nämlich gar nicht tangiert.
hätte es auch so gemacht.
Es läuft noch alles so, wie seinerzeit im Wilden Westen.
Der prominenteste, gefährlichste, selbst sich als solcher immer wieder dargestellte Terrorist soll eher weiterwirken als notfalls umgebracht werden - weil der Rechtsstaat dies so fordert? Vielleicht sollte der Rechtsstaat sich konkret für Menschenrechte engagieren, wenn es drauf ankommt (siehe etwa Libyen / Gaddafi), als hier faule Lehnstuhl-Strategien zu predigen.
Welch ein Abgrund an Gutmenschentum, Ignoranz und geradezu abstoßender Naivität tut sich wieder einmal auf, siehe auch der in der CDU Bundestagsfraktion sich ausbreitende Tumult.
Ja, wir freuen uns unbändig über die Tötung eines Massenmörders, der über zahllose Menschen Leid brachte und auch das Leben der Zurückgebliebenen zerstörte.Bleibt nur zu hoffen, daß auch die Nachfolger von OBL ganz oben auf der Agenda stehen. Unser Respekt und Glückwunsch gelten jedenfalls nicht dem deutschen Gutmenschentum sondern Team 6 der Navy Seals.
<< Man hätte ihm den Prozess machen müssen.
Sicher, es gibt eine Menge strategische Gründe, die aus Sicht Barack Obamas gegen eine Gefangennahme bin Ladens gesprochen haben: Ein Prozess hätte den Präsidentschaftswahlkampf 2012 überlagert, allein der Ort des Verfahrens – Den Haag, Guantánamo, USA? – wäre zum Politikum geworden. Racheakte, Anschläge, Geiselnahmen, Befreiungsversuche, all das, was Deutschland in der RAF-Zeit erlebt hat, hätte Amerika bevorgestanden.
Man hätte es um des Rechtsstaates willen in Kauf nehmen müssen. >>
Ja, ja, genau, ganz genau!
Jedes Jahr, wenn wir des gescheiterten Attentats auf Hitler gedenken, bin ich seit eh und je der Auffassung, dass dieses Attentat moralisch gerechtfertigt war. Ich bedaure sein Scheitern.
Bin Laden war ein tausendfacher Massenmoerder, der der westlichen Welt den Krieg erklaert hatte.
Auch wenn nun Racheanschlaege zu befuerchten sind, bei einer Gefangenname und Aburteilung waere das Risiko von Terrorakten oder Entfuehrungen zwecks Freipressung ungleich hoeher gewesen. Dazu haette man Bin Laden vermutlich ueber Jahre eine Platform geboten, seine kruden Ansichten weiter zu verbreiten. So gesehen ist seine Toetung, sollte sie vorsaetzlich geschehen sein, auch ein Praeventivakt, um weiteren Schaden zu vermeiden. Aehnlich dem finalen Rettungsschuss.
Deshalb habe ich mit Bin Ladens Toetung auch keine moralischen Bedenken. Recht hat auch etwas mit "richtig" zu tun und umgekehrt. Siehe einleitende Worte.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und unbewiesene Annahmen. Danke. Die Redaktion/ag
Aha, dann ist die Definition eines "Bin Laden" also "Ein Objekt, das nicht so eilig auf See verklappt werden kann"? Aber selbst wenn Sie statt "defintiv" "sicherlich" meinten, müsste man Sie dazu anhalten, diese Behauptung zu belegen. Da Sie allerdings mit der Vermutung, man habe möglicherweise Bin Laden nicht auf See bestattet eine Frage aufgeworfen haben, die durchaus interessant zu beantworten wäre, schlage ich vor, statt "definitiv" einfach "möglicherweise" zu schreiben, das wirkt seriöser und hat weniger Potential, irrationale Verschwörungstheorien ins Leben zu rufen.
sagt Ihnen das Ihre Glaskugel, oder waren Sie sogar dabei dass Sie ganz genau wissen, dass es nicht bin Laden war?
Immer diese lächerliche Glaskugelei heutzutage...
Soricht der Autor des Artikels eigentlich nur für sich selbst, oder teilt die ZEIT diese Meinung?
... aber es gibt durchaus einige Indizien, denen zufolge OBL tatsächlich schon einige Jahre tot ist:
http://globalresearch.ca/.... Und Dass man die Leiche und damit jede Möglichkeit des Nachweises so schnell beseitigt hat, macht doch etwas stutzig, oder?
....Verschwörungstheoretiker wieder am basteln? Wunderbar!
und sie füllt Seiten damit.
10 Leser empfehlen, bevor ZEIT den Kommentar löscht: was für ein Armutszeugnis für das ZEIT-Demokratie-Verständnis! - Und Unmündigmachung der Leserschaft...
Aha, dann ist die Definition eines "Bin Laden" also "Ein Objekt, das nicht so eilig auf See verklappt werden kann"? Aber selbst wenn Sie statt "defintiv" "sicherlich" meinten, müsste man Sie dazu anhalten, diese Behauptung zu belegen. Da Sie allerdings mit der Vermutung, man habe möglicherweise Bin Laden nicht auf See bestattet eine Frage aufgeworfen haben, die durchaus interessant zu beantworten wäre, schlage ich vor, statt "definitiv" einfach "möglicherweise" zu schreiben, das wirkt seriöser und hat weniger Potential, irrationale Verschwörungstheorien ins Leben zu rufen.
sagt Ihnen das Ihre Glaskugel, oder waren Sie sogar dabei dass Sie ganz genau wissen, dass es nicht bin Laden war?
Immer diese lächerliche Glaskugelei heutzutage...
Soricht der Autor des Artikels eigentlich nur für sich selbst, oder teilt die ZEIT diese Meinung?
... aber es gibt durchaus einige Indizien, denen zufolge OBL tatsächlich schon einige Jahre tot ist:
http://globalresearch.ca/.... Und Dass man die Leiche und damit jede Möglichkeit des Nachweises so schnell beseitigt hat, macht doch etwas stutzig, oder?
....Verschwörungstheoretiker wieder am basteln? Wunderbar!
und sie füllt Seiten damit.
10 Leser empfehlen, bevor ZEIT den Kommentar löscht: was für ein Armutszeugnis für das ZEIT-Demokratie-Verständnis! - Und Unmündigmachung der Leserschaft...
was ich zu dem Theme lese. Danke.
Die Jubelarien sind geschmacklos und peinlich. Und sachlich ohnehin falsch, denn der Terrorismus wird mit dem Tod nicht enden.
Besonders abstossend fand ich die Bemerkungen der deutschen Regierungsmitgliedern, insbesondere der Bundeskanzlerin. Eine US kill mission , die gegen jedes Recht verstösst kann man als deutsche Regierung intern vielleicht akzeptieren, aber nicht öffentlich beklatschen.
Aber das Recht zählt ohnehin nichts mehr. das ist nur der bisherige Abschluss einer ganzen Reihe von (versuchten) Rechtsverletzungen (Maastrich, Rettungsschirm, Abschuss von Flugzeugen, deutsche Soldaten in Angriffskriegen und als Besatzungsmacht, Hartz IV als kostenlose Sklaven zum Schneeschippen)
....lieber gewesen. In erster Linie sehe ich aber die Tatsache, dass die Symbolfigur aus dem Spiel genommen wurde. Das ist gut.
Man sollte Obama zugestehen, dass er diesen Einsatz mit besten Wissen und Gewissen empfohlen hat.
Nachdem was OBL an Terror angekündigt hatte: Wer weiß schon, welches Unglück mit seinem Tod abgewehrt wurde? Es wäre verantwortungslos, wenn Obama nicht gehandelt hätte und den Tod von OBL nicht in Kauf genommen hätte.
Bin Laden war kein Mensch (vielleicht biologisch, aber nicht ethisch-moralisch) also braucht er auch nicht nach diesen Gesetzen behandelt zu werden.
Ich finde es absolut in Ordnung, daß solche "Menschen" liquidiert werden.
Wer hat das zu entscheiden, werden Sie sicher fragen: die Opfer! Wer sonst !
Bitte achten Sie auf einen sachlich argumentierten Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
bin Laden ist im Gefecht umgekommen. Wo ist das Problem?
Wer bin Laden als Opfer sehen möchte und die amerikanischen Soldaten als Täter/Mörder, der möge das tun.
Er verabschiedet sich damit nicht nur von der Wahrhaftigkeit, sondern von jeglicher Ethik.
Merkel hat viele Sachen anderes als von Welt-Maechte gewuencht getan, deswegen darf sie doch zumindest mit Worten beistehen.
Lassen Sie Merkel ihre Politik machen,und am Ende bewerten Sie nach ihren Errungenschaften,weil heutige Politik viel zu kompliziert ist um von Oberflaeche her beurteilt zu werden.
Ich schließe mich der Meinung an! Besonders die Äußerung der Kanzlerin ist für mich unfassbar! Noch schlimmer ist aber, dass es seither keine Kritischen Stimmen dazu gab… Unfassbar, dass jemand sagen darf "Ich bin froh über den Tot von..." Unfassbar!
... wenn ein Attentat auf Adolf Hitler zur damaligen Zeit erfogreich gewesen wäre, hätte dann nicht auch jeder gesagt, "ich bin froh, dass er tot ist"?
... oder hätte es dann auch nur Stimmen gegeben, die sich über seine Liquidation entsetzt zeigen, und einen prozess gefordert hätten.
... Politik schafft manchmal eben einfach Fakten, und das finde ich gut.
gutes Beipiel.
Nur anders als sie das darstellen, fordere ich nicht den Prozess für die Seals, nicht mal für Obama, sondern für bin Laden.
Und der Autor hat das Beispiel Goering gebracht. Man hat ihn eben nicht in einer Nacht und Nebel Aktion umgebracht, sondern den Prozess gemacht. Was rechtlich damals viel schwieriger war.
Man kann darüber spekulieren, was mit Hitler passiert wäre.
Heute werden ja auch von Westerwelle Bedenken geäussert, hat zwar einen Tag gedauert, aber immerhin. Man verliert den moralischen /rechtlichen Vorteil und Unterstützung und ein Auge um Auge Recht wird die Konfronation verschärfen. Vielleicht nicht einmal mit Terrorismus, sondern mit den in Zukunft frei gewählten Regierungen der arabischen Staaten.
....lieber gewesen. In erster Linie sehe ich aber die Tatsache, dass die Symbolfigur aus dem Spiel genommen wurde. Das ist gut.
Man sollte Obama zugestehen, dass er diesen Einsatz mit besten Wissen und Gewissen empfohlen hat.
Nachdem was OBL an Terror angekündigt hatte: Wer weiß schon, welches Unglück mit seinem Tod abgewehrt wurde? Es wäre verantwortungslos, wenn Obama nicht gehandelt hätte und den Tod von OBL nicht in Kauf genommen hätte.
Bin Laden war kein Mensch (vielleicht biologisch, aber nicht ethisch-moralisch) also braucht er auch nicht nach diesen Gesetzen behandelt zu werden.
Ich finde es absolut in Ordnung, daß solche "Menschen" liquidiert werden.
Wer hat das zu entscheiden, werden Sie sicher fragen: die Opfer! Wer sonst !
Bitte achten Sie auf einen sachlich argumentierten Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
bin Laden ist im Gefecht umgekommen. Wo ist das Problem?
Wer bin Laden als Opfer sehen möchte und die amerikanischen Soldaten als Täter/Mörder, der möge das tun.
Er verabschiedet sich damit nicht nur von der Wahrhaftigkeit, sondern von jeglicher Ethik.
Merkel hat viele Sachen anderes als von Welt-Maechte gewuencht getan, deswegen darf sie doch zumindest mit Worten beistehen.
Lassen Sie Merkel ihre Politik machen,und am Ende bewerten Sie nach ihren Errungenschaften,weil heutige Politik viel zu kompliziert ist um von Oberflaeche her beurteilt zu werden.
Ich schließe mich der Meinung an! Besonders die Äußerung der Kanzlerin ist für mich unfassbar! Noch schlimmer ist aber, dass es seither keine Kritischen Stimmen dazu gab… Unfassbar, dass jemand sagen darf "Ich bin froh über den Tot von..." Unfassbar!
... wenn ein Attentat auf Adolf Hitler zur damaligen Zeit erfogreich gewesen wäre, hätte dann nicht auch jeder gesagt, "ich bin froh, dass er tot ist"?
... oder hätte es dann auch nur Stimmen gegeben, die sich über seine Liquidation entsetzt zeigen, und einen prozess gefordert hätten.
... Politik schafft manchmal eben einfach Fakten, und das finde ich gut.
gutes Beipiel.
Nur anders als sie das darstellen, fordere ich nicht den Prozess für die Seals, nicht mal für Obama, sondern für bin Laden.
Und der Autor hat das Beispiel Goering gebracht. Man hat ihn eben nicht in einer Nacht und Nebel Aktion umgebracht, sondern den Prozess gemacht. Was rechtlich damals viel schwieriger war.
Man kann darüber spekulieren, was mit Hitler passiert wäre.
Heute werden ja auch von Westerwelle Bedenken geäussert, hat zwar einen Tag gedauert, aber immerhin. Man verliert den moralischen /rechtlichen Vorteil und Unterstützung und ein Auge um Auge Recht wird die Konfronation verschärfen. Vielleicht nicht einmal mit Terrorismus, sondern mit den in Zukunft frei gewählten Regierungen der arabischen Staaten.
und offensichtlich HAT man die Wahl gehabt.
CNN berichtet, dass bin Laden unbewaffnet war.
Leider gehen Sie nirgendwo darauf ein, das diese Einheit in ein souveränes Land einmarschiert sind. Das alleine schon ist nicht hinzunehmen. Wie man sieht gewöhnen sich auch bezahlte Schreiber an die ewigen Völkerrechtsbrüche der vereinigten Staaten von Amerika.
....Völkerrechts? Wieso? Wenn ein Verbrecher in einer Villa außerhalb der Hauptstadt eines Landes lebt und mehrfach in anderen Fällen Personen gewarnt wurden, dass sie festgesetzt werden sollten....
Da hat man doch das Recht auf seiner Seite, wenn man unmittelbare Gefahr abwehrt und ihn ohne Vorwarnung holt. Das ist kein Bruch des Völkerrechtes.
.. sehe ich ganz anders. Pakistan - und vor allem der pakistanische Geheimdienst ISI - gehört zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Es ist für mich bis heute unverständlich, wie man einen solchen Terrorstaat, der - ganz offensichtlich - hinter den Taliban, dem Terror in Afghanistan, diversen Terrorattacken in Indien, etc. steckt, als "Verbündeten der Westlichen Welt" bezeichnet. Erst letzte Woche hat der pakistanische Gesandte in Afghanistan die afghanische Regierung aufgefordert, Pakistan mehr verantwortung zu übertragen, weil ja "die Amerikaner wie die Russen" versagen werden und "nur Pakistan weiß", wie man die Lage klärt. Und nun das hier: was regionale Politiker schon seit 10 Jahren sagen, hat sich bewahrheitet. Bin Laden lebte in Pakistan, in einer Militärstadt, umgeben von der pakistanischen Armee. Und dann will man uns tatsächlich verkaufen, dass ISI und Islamabad nichts wussten?! Und der Zwischenzeit bombardieren die Amerikaner für die Pakistaner unliebsame, separatistische Paschtunenstämme im Grenzgebiet, überweisen Millionen nach Islamabad.
Die Aktion der Amerikaner war absolut richtig. Pakistan ist absolut nicht zu trauen: das wissen die Afghanen, das wissen die Inder, das wissen die Iraner - das weiß absolut jeder in der Region. Und nun wissen es auch die Amerikaner ... Pakistan ist nicht Teil der Lösung, sondern ein Teil des Problems ... und das seit spätestens 1956 ...
Ob eine Verletzung der Souveraenitaet Pakistans vorlag entscheidet doch wohl eher die Staatsfuehrung Pakistans und nicht Sie.
....Völkerrechts? Wieso? Wenn ein Verbrecher in einer Villa außerhalb der Hauptstadt eines Landes lebt und mehrfach in anderen Fällen Personen gewarnt wurden, dass sie festgesetzt werden sollten....
Da hat man doch das Recht auf seiner Seite, wenn man unmittelbare Gefahr abwehrt und ihn ohne Vorwarnung holt. Das ist kein Bruch des Völkerrechtes.
.. sehe ich ganz anders. Pakistan - und vor allem der pakistanische Geheimdienst ISI - gehört zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Es ist für mich bis heute unverständlich, wie man einen solchen Terrorstaat, der - ganz offensichtlich - hinter den Taliban, dem Terror in Afghanistan, diversen Terrorattacken in Indien, etc. steckt, als "Verbündeten der Westlichen Welt" bezeichnet. Erst letzte Woche hat der pakistanische Gesandte in Afghanistan die afghanische Regierung aufgefordert, Pakistan mehr verantwortung zu übertragen, weil ja "die Amerikaner wie die Russen" versagen werden und "nur Pakistan weiß", wie man die Lage klärt. Und nun das hier: was regionale Politiker schon seit 10 Jahren sagen, hat sich bewahrheitet. Bin Laden lebte in Pakistan, in einer Militärstadt, umgeben von der pakistanischen Armee. Und dann will man uns tatsächlich verkaufen, dass ISI und Islamabad nichts wussten?! Und der Zwischenzeit bombardieren die Amerikaner für die Pakistaner unliebsame, separatistische Paschtunenstämme im Grenzgebiet, überweisen Millionen nach Islamabad.
Die Aktion der Amerikaner war absolut richtig. Pakistan ist absolut nicht zu trauen: das wissen die Afghanen, das wissen die Inder, das wissen die Iraner - das weiß absolut jeder in der Region. Und nun wissen es auch die Amerikaner ... Pakistan ist nicht Teil der Lösung, sondern ein Teil des Problems ... und das seit spätestens 1956 ...
Ob eine Verletzung der Souveraenitaet Pakistans vorlag entscheidet doch wohl eher die Staatsfuehrung Pakistans und nicht Sie.
Ein Prozess wäre ein wichtiges Zeichen auch in Richtung islamistischer Extremisten gewesen: Seht, wir respektieren Leben und bringen keine "Ungläubigen" wahllos um. Nicht einmal solche, die wir für Massenmörder halten
Aber ich räume ein, eine solche Lösung wäre möglicherweise zu idealistisch in Bezug auf den islamistischen Fanatismus. Aber einen Versuch wäre sie vielleicht wert gewesen.
Die westliche Welt kann froh sein, sich nicht auf Experimente ainzulassen, wie der militante Islamismus auf einen möglichen Prozess gegen bin Laden reagiert hätte.
Ich hätte eher die Befürchtung, dass ein solcher Prozess einen Massenmörder wie bin Laden am Ende noch "zum Märthyrer in den Händen der bösen USA" hochstilisiert hätte.
zitat: "Ein Prozess wäre ein wichtiges Zeichen auch in Richtung islamistischer Extremisten gewesen: Seht, wir respektieren Leben und bringen keine "Ungläubigen" wahllos um."
Ja ja, wir haben schon mehr als nur einmal gesehen, wie respektvoll "ihr" mit Menschenleben umgeht: als die US-Soldaten aus ihren Fliegern auf Kinder, Verwundete und Frauen schießen und sagten, dass Muslime töten Spaß macht. Das ist keine Gefühlsduselei, das belegen Videoaufnahmen.
Wie gut "ihr" mit uns umgeht, hat auch der Mord an Marwa alSharbini gezeigt, als sie wegen ihrem Kopftuch getötet wurde.
Dass "ihr" fair seid, das erkennt man auch an der Islamfeindlichkeit, die leider in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat.
Aber wir bösen Muslime sind es, die lernen müssen, wie man mit den Fremden umgeht. Wir sind böse, nicht "ihr".
Versuch am untauglichen Objekt.
... interessiert, was die westlichen Staaten für ein Rechtsverständnis haben?
Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Ausdrucksweise. Danke, die Redaktion/se.
Die westliche Welt kann froh sein, sich nicht auf Experimente ainzulassen, wie der militante Islamismus auf einen möglichen Prozess gegen bin Laden reagiert hätte.
Ich hätte eher die Befürchtung, dass ein solcher Prozess einen Massenmörder wie bin Laden am Ende noch "zum Märthyrer in den Händen der bösen USA" hochstilisiert hätte.
zitat: "Ein Prozess wäre ein wichtiges Zeichen auch in Richtung islamistischer Extremisten gewesen: Seht, wir respektieren Leben und bringen keine "Ungläubigen" wahllos um."
Ja ja, wir haben schon mehr als nur einmal gesehen, wie respektvoll "ihr" mit Menschenleben umgeht: als die US-Soldaten aus ihren Fliegern auf Kinder, Verwundete und Frauen schießen und sagten, dass Muslime töten Spaß macht. Das ist keine Gefühlsduselei, das belegen Videoaufnahmen.
Wie gut "ihr" mit uns umgeht, hat auch der Mord an Marwa alSharbini gezeigt, als sie wegen ihrem Kopftuch getötet wurde.
Dass "ihr" fair seid, das erkennt man auch an der Islamfeindlichkeit, die leider in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat.
Aber wir bösen Muslime sind es, die lernen müssen, wie man mit den Fremden umgeht. Wir sind böse, nicht "ihr".
Versuch am untauglichen Objekt.
... interessiert, was die westlichen Staaten für ein Rechtsverständnis haben?
Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Ausdrucksweise. Danke, die Redaktion/se.
Nach offiziellen Angaben wollte man Osama bin Laden gefangen nehmen, nicht töten.
Dass eine solche Festnahme - Aktion höchst riskant ist, war von Anfang an klar, und dass sich Bin Laden wehren, ja den Märtyrertod sogar bewusst suchen würde, war ebenfalls von Beginn an höchstwahrscheinlich.
Mit welcher Absicht auch immer die Spezialtruppen Bin Laden aufsuchten: In allen Fällen musste der Tod des Terroristen als sehr wahrscheinlich angenommen werden.
Hätten nun Sie die Aktion, Bin Laden dingfest zu machen, abgelehnt (trotz Kenntnis seines Aufenthalts) - aus Furcht, dass dieser Kerl getötet werden könnte?
- Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein.
<>
Es war durchaus wahrscheinlich und absehbar, im Falle eines direkten Angriffs wäre eine Legitimation des Vorgehens aber auch viel eher infrage gekommen. Medien zufolge war Bin Laden allerdings unbewaffnet. Die Tatsache, dass eine potenzielle Gefahr besteht, erlaubt m.E. (un dem Prinzip eines Rechtstaats zufolge) eine direkte Tötung noch lange nicht. Wenn die Möglichkeit zur Tötung eines Unbewaffneten besteht, dann besteht auch die Möglichkeit seiner Festnahme.
<>
Viel mehr Furcht habe ich vor einem "Rechtstaat", der seine eigenen Prinzipien nicht konsequent verfolgt und durch ein solche Handlungsweisen in fortschreitendem Maße an seiner Glaubwürdigkeit zweifeln lässt.
Sie verdrehen die Tatsachen. Der Artikel basiert auf der Annahme, dass man bin Laden in der konkreten Situation hätte festnehmen können, es aber nicht tat.
Das ist auch plausibel, denn stellen Sie sich mal bitte eine Horde schwerbewaffnete Spezialkräfte versus einen Unbewaffneten vor. Niemand kann mir weis machen, dass dann die einzige Alternative darin besteht, ihm eine Kugel in den Kopf zu jagen. Das ist absolut lächerlich. Selbst wenn er auf einen von den Soldaten zugerannt ist. Und? Dann wird er halt überwältigt.
Wenn es stimmt, dass er unbewaffnet war, dann war die Kugel in den Kopf Absicht.
Auf Grundlager dieser Annahme stellt sich nicht die Frage, ob man den Einsatz hätte sein lassen sollen, wegen der Gefahr, dass bin Laden getötet wird (wie Sie behaupten), sondern es stellt sich die Frage, ob man diese absichtliche Tötung (trotz anderer Wahl) verurteilt. Und für genau diese Verurteilung entscheidet sich der Artikel.
Nudelholz
Wir als Europäer sollten den Ball mal ganz flach halten, schließlich werden bei uns auch ab und an mal vermeintliche Verbrecher bei der Verhaftung nich tnur "aus Versehen " verletzt, sondern auch getötet.
Ein jeder Staat kehre daher bitte erst mal vor seiner eigenen Tür!!
<>
Es war durchaus wahrscheinlich und absehbar, im Falle eines direkten Angriffs wäre eine Legitimation des Vorgehens aber auch viel eher infrage gekommen. Medien zufolge war Bin Laden allerdings unbewaffnet. Die Tatsache, dass eine potenzielle Gefahr besteht, erlaubt m.E. (un dem Prinzip eines Rechtstaats zufolge) eine direkte Tötung noch lange nicht. Wenn die Möglichkeit zur Tötung eines Unbewaffneten besteht, dann besteht auch die Möglichkeit seiner Festnahme.
<>
Viel mehr Furcht habe ich vor einem "Rechtstaat", der seine eigenen Prinzipien nicht konsequent verfolgt und durch ein solche Handlungsweisen in fortschreitendem Maße an seiner Glaubwürdigkeit zweifeln lässt.
Sie verdrehen die Tatsachen. Der Artikel basiert auf der Annahme, dass man bin Laden in der konkreten Situation hätte festnehmen können, es aber nicht tat.
Das ist auch plausibel, denn stellen Sie sich mal bitte eine Horde schwerbewaffnete Spezialkräfte versus einen Unbewaffneten vor. Niemand kann mir weis machen, dass dann die einzige Alternative darin besteht, ihm eine Kugel in den Kopf zu jagen. Das ist absolut lächerlich. Selbst wenn er auf einen von den Soldaten zugerannt ist. Und? Dann wird er halt überwältigt.
Wenn es stimmt, dass er unbewaffnet war, dann war die Kugel in den Kopf Absicht.
Auf Grundlager dieser Annahme stellt sich nicht die Frage, ob man den Einsatz hätte sein lassen sollen, wegen der Gefahr, dass bin Laden getötet wird (wie Sie behaupten), sondern es stellt sich die Frage, ob man diese absichtliche Tötung (trotz anderer Wahl) verurteilt. Und für genau diese Verurteilung entscheidet sich der Artikel.
Nudelholz
Wir als Europäer sollten den Ball mal ganz flach halten, schließlich werden bei uns auch ab und an mal vermeintliche Verbrecher bei der Verhaftung nich tnur "aus Versehen " verletzt, sondern auch getötet.
Ein jeder Staat kehre daher bitte erst mal vor seiner eigenen Tür!!
Mir stellt sich die Frage, warum Osama bin Laden verwehren, was man Goering, Hess etc. zugestanden hat.
Hätte sich O. bin Laden ergeben, hätte er ja die Chance auf eine Gerichtsverhandlung gehabt. Aber der Märtyrertod war ihm ja offenbar lieber.
Und auch Göring wollte ja seinen Prozeß zumindest nicht bis zum Ende mitmachen, ebenso Heß die über ihn verhängte Strafe.
Als Antwort auf ihre sachliche (!) Frage vielleicht diesen link:
http://www.sueddeutsche.d...
oder einfach bei Anna Freud zum Thema Projektion nachlesen.
Zusammenfassend gesagt: Staaten brauchen das externalisierte Böse, um ihre Schattenseiten zu entsorgen. Sie stabilisieren ihre eigenen Widersprüche durch einen äußeren (oder inneren) Feind.
In Nürnberg waren die Rollen für Gut und Böse unzweifelhaft vergeben: Die USA als strahlende Siegernation. Gottes eigenes Land. Die Nazis (Göring, Hess, etc) als Inkarnation alles Schlechten. Deren Taten waren so widerlich, dass die USA problemlos ihre eigenen Verbrechen damit entsorgen konnten.
Bei Bin Laden sind die Rollen nicht so eindeutig aufgeteilt. Welche Beweise gibt es für seine Schuld? Welchen Anteil am 11.09. hatten die US-Geheimdienste? Wie ist das Verhältnis zwischen den USA und den arabischen Diktaturen?
Ein schneller Tod Bin Ladens erlaubt die Fortführung der Spaltung in Gut und Böse. Ein langwieriger Prozess hätte dieses falsche Selbstbild der USA vielleicht in Gefahr gebracht, und die ganze Hybris entlarvt, die entsteht, wenn man der Welt die Freiheit predigt, und dabei immer nur die Freiheit des Geldes meint.
Des eigenen natürlich.
Goering und Hess waren Repraesentanten eines staatsrechtlichen Regimes!
Osama Bin Laden hatte nicht einmal den Status eines offiziellen Anfuehrers. Schon einmal etwas von der "Leaderless Resistance" gehoert?
Genau dies macht den Kampf gegen den internationalen Terrorismus doch so schwer.
Er haette den Maertyrertod so oder so gesucht. Die Idee ihn vor Gericht zu stellen halte ich fuer ebenfalls absurd.
Hätte sich O. bin Laden ergeben, hätte er ja die Chance auf eine Gerichtsverhandlung gehabt. Aber der Märtyrertod war ihm ja offenbar lieber.
Und auch Göring wollte ja seinen Prozeß zumindest nicht bis zum Ende mitmachen, ebenso Heß die über ihn verhängte Strafe.
Als Antwort auf ihre sachliche (!) Frage vielleicht diesen link:
http://www.sueddeutsche.d...
oder einfach bei Anna Freud zum Thema Projektion nachlesen.
Zusammenfassend gesagt: Staaten brauchen das externalisierte Böse, um ihre Schattenseiten zu entsorgen. Sie stabilisieren ihre eigenen Widersprüche durch einen äußeren (oder inneren) Feind.
In Nürnberg waren die Rollen für Gut und Böse unzweifelhaft vergeben: Die USA als strahlende Siegernation. Gottes eigenes Land. Die Nazis (Göring, Hess, etc) als Inkarnation alles Schlechten. Deren Taten waren so widerlich, dass die USA problemlos ihre eigenen Verbrechen damit entsorgen konnten.
Bei Bin Laden sind die Rollen nicht so eindeutig aufgeteilt. Welche Beweise gibt es für seine Schuld? Welchen Anteil am 11.09. hatten die US-Geheimdienste? Wie ist das Verhältnis zwischen den USA und den arabischen Diktaturen?
Ein schneller Tod Bin Ladens erlaubt die Fortführung der Spaltung in Gut und Böse. Ein langwieriger Prozess hätte dieses falsche Selbstbild der USA vielleicht in Gefahr gebracht, und die ganze Hybris entlarvt, die entsteht, wenn man der Welt die Freiheit predigt, und dabei immer nur die Freiheit des Geldes meint.
Des eigenen natürlich.
Goering und Hess waren Repraesentanten eines staatsrechtlichen Regimes!
Osama Bin Laden hatte nicht einmal den Status eines offiziellen Anfuehrers. Schon einmal etwas von der "Leaderless Resistance" gehoert?
Genau dies macht den Kampf gegen den internationalen Terrorismus doch so schwer.
Er haette den Maertyrertod so oder so gesucht. Die Idee ihn vor Gericht zu stellen halte ich fuer ebenfalls absurd.
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