Angeklagter Strauss-Kahn Keine Chance mehr auf die Präsidentschaft
Schuldig oder nicht, den Gewaltvorwurf werden die Franzosen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn nicht nachsehen. Er wird Sarkozy nicht ablösen, kommentiert Gero von Randow.
Zwar nicht juristisch, wohl aber politisch ist der Fall Dominique Strauss-Kahn entschieden. Der "DSK" genannte Sozialist, der allen aktuellen Umfragen zufolge Nicolas Sarkozy schon im ersten Durchgang der französischen Präsidentschaftswahl am 22. April kommenden Jahres aus dem Feld hätte schlagen können, dürfte sich nach dem New Yorker Zimmermädchenskandal kaum noch der Sozialistischen Partei (PS) Frankreichs als Kandidat präsentieren; die Primärwahlen der Partei, die für den Oktober geplant sind, werden vermutlich ohne ihn stattfinden.
Das kommt überraschend – und auch wieder nicht. Schon vor Jahresfrist war ein Buch erschienen, das unter die Gürtellinie des Sozialisten zielte. Es hieß "DSK" und beschrieb, ohne allzu viel zu belegen, seinen negativen Helden als jemanden, der seinen unersättlichen Hunger nach Frauen und gutem Essen nicht beherrscht, den Reichtum liebt und um dessen Benehmen und Körperpflege die "Gang" sich Sorgen machen muss. Derlei Versuche, den Ruf des potenziellen Siegers über Sarkozy zu zerstören, gab es auch in Folge. Doch bisher hatte Frankreichs Öffentlichkeit darauf nur wenig reagiert. Sie hat dem IWF-Präsidenten namentlich seine – teils belegten, teils vermuteten – Frauengeschichten nachgesehen.
Die Drohung aus dem rechten Lager, im Falle seiner Kandidatur würden gewisse Fotos bekannt werden, hatte ebenso wenig verfangen. Strauss-Kahn wäre im Übrigen auch nicht der erste französische Politpromi gewesen, der politischen Geltungsdrang in sexuelles Drängen übersetzt hätte, wenn die in Paris immer wieder kolportierten Episoden denn stimmen.
Diesmal aber ist etwas anderes geschehen: Es wurde ein Gewaltvorwurf erhoben. Ob zu recht oder nicht, das zählt wenig für eine Stimmung im Volk, die dem 62-jährigen Derartiges leider zutraut und das Ansehen
Frankreichs in der Welt lädiert sieht. Gegen sie hätte auch ein unschuldiger Strauss-Kahn keine Chance.
Damit verliert nicht nur die sozialistische Partei ihren aussichtsreichsten Kandidaten, sondern auch die recht in sich abgeschlossene herrschende Kaste Frankreichs einen der Ihren. DSK verkörperte den Kompromiss zwischen der reformwilligen Globalisierungselite und der sozialreformerischen Linken, eine postsarkozystische Periode einzuleiten, die etwas Besseres gewesen wäre als ein Rückfall in altlinke Staats- und Schuldenseligkeit. Just deswegen traf Strauss-Kahn in der PS-Linken auf wenig Sympathie; sie hätte ihn aber aus wahlstrategischen akzeptiert.
Strauss-Kahn oder Martine Aubry: Er und die Parteivorsitzende hatten vereinbart, dass sich nur einer von ihnen den Primärwahlen stellen würde. Nun wird es wohl Aubry sein. Gegen sie hat Ségolène Royal kaum, wohl aber der ehemalige Parteichef François Hollande eine Chance. Er hatte sich in den vergangenen Wochen im dem gleichen sozialdemokratischen Raum wie DSK platziert – nur mit dem Unterschied, dass er nicht zur Kaste der Reichen zählt und auch seinem Privatleben kein schlecher Ruf voraus geht.
- Datum 16.05.2011 - 11:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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..für Verschwörungstheoretiker!
nicht schwierig
http://berlin2011.wordpre...
die Benennung des Begriffes "Verschwörungstheoretiker". So kann man Andersdenkende, die nicht sofort jede Meldung als die wahrhaftige erkennen, gleich ins passende Licht rücken, gel?
Bei Franzosen im Präsidentschaftswahlkampf glaube ich an wirklich jede Verschwörungstheorie!
Das Schlimme ist, dass damit Le Pen zur Alternative wird.
nicht schwierig
http://berlin2011.wordpre...
die Benennung des Begriffes "Verschwörungstheoretiker". So kann man Andersdenkende, die nicht sofort jede Meldung als die wahrhaftige erkennen, gleich ins passende Licht rücken, gel?
Bei Franzosen im Präsidentschaftswahlkampf glaube ich an wirklich jede Verschwörungstheorie!
Das Schlimme ist, dass damit Le Pen zur Alternative wird.
nicht schwierig
Ich sehe vor allem Kommentare, die von Verschwörungstheorien faseln, aber die passenden Verschwörungstheorien ala 9/11 habe ich hier noch nicht gefunden. Vielleicht äußern Sie Ihre Kritik in Zukunft etwas konkreter.
Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/se
Nun ja.
Etwas putzig mutet das schon immer an:
Ein vermutlich recht intelliger Herr Asange, der weiss, dass der ein heißes Eisen gelegt hat, soll im Schweden-Urlaub bei Freunden zwei Frauen zu Sex ohne Kondom gezwungen haben (wie macht man das eigentlich?), ähm natürlich vergewaltigt haben.
Und ein IWF-Chef und Präsidentschaftswahlanwärter hat nichts besseres zu tun, als ein Zimmermädchen einzusperren und zu bedrängen, obwohl der weiss, dass er nicht irgendein Anonymo ist und sein Name unten im Gästebuch eingetragen steht, und der mit Sicherheit auch genügend große Scheine im Portemonai dabei hat, um entweder dem Zimmermädchen ein unschlagbares Angebot zu machen versuchen, oder sich einfach mal eben in's Taxi zu setzen und in den nächsten Puff zu fahren.
Also entweder haben die "großen Leute" ein Verhaltenskontrollproblem bzw. eine Schwäche im logischen Denken und vorrausschauendem "Weiter-Denken" (das ich nicht ganz nachvollziehen kann)....
...oder das ist halt doch nur ein eingefädelter Rufmord-Trick, der sich vielleicht sogar noch zu "mehr" ausbauen läßt.
Sei ersteres der Fall, müsste man sich schon wundern, was für putzige Leute und Nixblicker sich da in Spitzenpositionen befinden, und wie bzw. womit die sich für diese denn qualifiziert haben.
Ich sehe vor allem Kommentare, die von Verschwörungstheorien faseln, aber die passenden Verschwörungstheorien ala 9/11 habe ich hier noch nicht gefunden. Vielleicht äußern Sie Ihre Kritik in Zukunft etwas konkreter.
Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/se
Nun ja.
Etwas putzig mutet das schon immer an:
Ein vermutlich recht intelliger Herr Asange, der weiss, dass der ein heißes Eisen gelegt hat, soll im Schweden-Urlaub bei Freunden zwei Frauen zu Sex ohne Kondom gezwungen haben (wie macht man das eigentlich?), ähm natürlich vergewaltigt haben.
Und ein IWF-Chef und Präsidentschaftswahlanwärter hat nichts besseres zu tun, als ein Zimmermädchen einzusperren und zu bedrängen, obwohl der weiss, dass er nicht irgendein Anonymo ist und sein Name unten im Gästebuch eingetragen steht, und der mit Sicherheit auch genügend große Scheine im Portemonai dabei hat, um entweder dem Zimmermädchen ein unschlagbares Angebot zu machen versuchen, oder sich einfach mal eben in's Taxi zu setzen und in den nächsten Puff zu fahren.
Also entweder haben die "großen Leute" ein Verhaltenskontrollproblem bzw. eine Schwäche im logischen Denken und vorrausschauendem "Weiter-Denken" (das ich nicht ganz nachvollziehen kann)....
...oder das ist halt doch nur ein eingefädelter Rufmord-Trick, der sich vielleicht sogar noch zu "mehr" ausbauen läßt.
Sei ersteres der Fall, müsste man sich schon wundern, was für putzige Leute und Nixblicker sich da in Spitzenpositionen befinden, und wie bzw. womit die sich für diese denn qualifiziert haben.
nennt man das...
Appetit auf gutes Essen und Freude an Frauen....
in meiner Zeit in Bordeaux konnte ich diese Eigenschaften
an fast jedem Franzosen feststellen...eher landestypisch...:))))
Hätte mir hier an dieser Stelle eher gewünscht, dass sein
aktuelles Konzept in bezug auf Europa und seine Kritik an
den Banken thematisiert würden....
Wer Joffe heute im Presseclub erlebt hat, versteht allerdings,
warum dies wohl nicht gerade offizielle ZEIT Linie ist..
Das ist doch die Art Politiker "Tot" zu machen , nichts ist Bewiesen aber Strauss Kahn ist "Tot".
Die Masche geht immer .
Wie recht Sie haben könnten, zeigt eine aktuelle Meldung bei Faz.net. Dort wird Frau Lagardere als mögliche Nachfolgerin gehandelt, obwohl im gleichen Text steht, dass ihr ein Ermittlungsverfahren droht, sie also zur Zeit genauso "schuldig" ist wie DSK. Eine Farce.
Das ist doch die Art Politiker "Tot" zu machen , nichts ist Bewiesen aber Strauss Kahn ist "Tot".
Die Masche geht immer .
Wie recht Sie haben könnten, zeigt eine aktuelle Meldung bei Faz.net. Dort wird Frau Lagardere als mögliche Nachfolgerin gehandelt, obwohl im gleichen Text steht, dass ihr ein Ermittlungsverfahren droht, sie also zur Zeit genauso "schuldig" ist wie DSK. Eine Farce.
Ich sehe vor allem Kommentare, die von Verschwörungstheorien faseln, aber die passenden Verschwörungstheorien ala 9/11 habe ich hier noch nicht gefunden. Vielleicht äußern Sie Ihre Kritik in Zukunft etwas konkreter.
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Lesen Sie mal die Kommentare zu den anderen ZEIT-Artikeln in dieser Sache,
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Dr. Sammet: Sie sind ja selbst ein Verschwörungstheorie-Jäger, also Profi, weshalb ich mich sehr über ein Feedback von Ihnen zu meiner Kritik am Verschwörungstheorie-Vorwurf freuen würde, die sie finden unter http://profiprofil.wordpr...
Gerd Weghorn
Dr. Sammet: Sie sind ja selbst ein Verschwörungstheorie-Jäger, also Profi, weshalb ich mich sehr über ein Feedback von Ihnen zu meiner Kritik am Verschwörungstheorie-Vorwurf freuen würde, die sie finden unter http://profiprofil.wordpr...
Gerd Weghorn
statt Tatort endlich mal sozusagen life dabei. USA, Frankreich, wo bleibt Sarah Palin? Ist doch erstklassig, ein unglaublicher Stoff für Politthriller. FBI, CIA das wird ein Knüller - mit einem Zimmermädchen.
Wird je die Wahrheit herauskommen?
Niemand, außer den beiden Protagonisten kennt die Wahrheit und wenn es keine Zeugen,bzw. eindeutige Beweise gibt wird das auch für immer so bleiben...
Wenn die Sache stimmt, war es für das Zimmermädchen vermutlich nicht so lustig, wie Sie das sehen.
Niemand, außer den beiden Protagonisten kennt die Wahrheit und wenn es keine Zeugen,bzw. eindeutige Beweise gibt wird das auch für immer so bleiben...
Wenn die Sache stimmt, war es für das Zimmermädchen vermutlich nicht so lustig, wie Sie das sehen.
Dr. Sammet: Sie sind ja selbst ein Verschwörungstheorie-Jäger, also Profi, weshalb ich mich sehr über ein Feedback von Ihnen zu meiner Kritik am Verschwörungstheorie-Vorwurf freuen würde, die sie finden unter http://profiprofil.wordpr...
Gerd Weghorn
Mit DSK hätte Frankreich noch Chancen auf einen gesellschaftlichen Konsens gehabt. Jetzt werden die nächsten Präsidentschaftswahlen 2012 das Land gewaltig spalten. Zwischen Aubry(scharf links), Sarkozy und Le Pen (beide scharf rechts) gibt es nichts Einendes. In der Bevölkerung wird das nicht ohne Spuren bleiben.
Dass Aubry "scharf links" sei, ist doch bestenfalls diskussionswürdig. Außerdem stimmt letzten Endes die Sozialistische Partei (PS) unabhängig über das Programm und über den Kandidaten ab. Das Programm, mit dem der kommende sozialistische Kandidat (Aubry/Hollande) antritt, ist damit kaum anders als das, mit dem DSK angetreten wäre.
Daher sagt das ganze "DSK-Konsens", "Sarkozy-reformwillige Globalisierungselite" (Was auch immer sich konkret hinter diesem Nullsummen-Neologismus versteckt, bleibt wohl auf ewig Herrn von Randows Geheimnis) und "Aubry-scharf links-Rückfall in altlinke Staats- und Schuldenseligkeit" (Ach du meine Güte!!)
- Gefasel mehr über die persönlichen politischen Befindlichkeiten der Kommentatoren als über die tatsächliche Sachlage aus.
Zumal, wenn man bedankt, dass im Nachkriegsfrankreich weitgehend 25% für die Kommunistische Partei eher Normalfall als Ausnahme war, dann darf man sich über diese Einschätzung doch wundern. Oder fürchten: denn was sagt es über unseren Handlungsspielraum aus, wenn nun schon Aubry, also ein PS-Programm, „scharflinks“ und „altlink“ ist? Genau: geht es nach den Kommentatoren, bleibt alles beim neoliberalen Einheitsbrei!
Dass Aubry "scharf links" sei, ist doch bestenfalls diskussionswürdig. Außerdem stimmt letzten Endes die Sozialistische Partei (PS) unabhängig über das Programm und über den Kandidaten ab. Das Programm, mit dem der kommende sozialistische Kandidat (Aubry/Hollande) antritt, ist damit kaum anders als das, mit dem DSK angetreten wäre.
Daher sagt das ganze "DSK-Konsens", "Sarkozy-reformwillige Globalisierungselite" (Was auch immer sich konkret hinter diesem Nullsummen-Neologismus versteckt, bleibt wohl auf ewig Herrn von Randows Geheimnis) und "Aubry-scharf links-Rückfall in altlinke Staats- und Schuldenseligkeit" (Ach du meine Güte!!)
- Gefasel mehr über die persönlichen politischen Befindlichkeiten der Kommentatoren als über die tatsächliche Sachlage aus.
Zumal, wenn man bedankt, dass im Nachkriegsfrankreich weitgehend 25% für die Kommunistische Partei eher Normalfall als Ausnahme war, dann darf man sich über diese Einschätzung doch wundern. Oder fürchten: denn was sagt es über unseren Handlungsspielraum aus, wenn nun schon Aubry, also ein PS-Programm, „scharflinks“ und „altlink“ ist? Genau: geht es nach den Kommentatoren, bleibt alles beim neoliberalen Einheitsbrei!
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