TerrorismusSawahiri neuer Anführer von al-Qaida

Das Generalkommando des Terrornetzwerks hat bekannt gegeben, Ayman al-Sawahiri sei Nachfolger von Osama bin Laden. Der Ägypter soll den Heiligen Krieg weiterführen. von dpa und AFP

Die Botschaft, die von der Terrororganisation kommen soll, ist auf einer islamistischen Website veröffentlicht worden: Ayman al-Sawahiri wird der neue Anführer von al-Qaida.

Er solle als "Emir" der Organisation den Heiligen Krieg gegen die USA und Israel fortsetzen. Der Arzt Sawahiri war die rechte Hand Bin Ladens. Sawahiri gilt als einer der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, sowie der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania. Die US-Behörden haben für seine Ergreifung eine Belohnung von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

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Vor etwa einem Monat hatten Islamisten in Pakistan berichtet, der Ägypter Saif al-Adel solle für eine Übergangszeit neuer Anführer der Terroristen werden. Anschließend solle es umfangreiche Beratungen darüber geben, wer langfristig der Anführer von al-Qaida werden solle. Osama bin Laden war am 2. Mai von einem US-Spezialkommando in seinem Versteck in Pakistan getötet worden.

Die Authentizität der Botschaft ließ sich nicht überprüfen. Der Inhalt und die Art und Weise, wie sie veröffentlicht wurde, legt jedoch die Vermutung nahe, dass sie von der Führungsebene des Terrornetzwerkes stammt.

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Leserkommentare
  1. ..sollte diese sogenannte "Al-Quaida" solche Informationen auf einer Website veröffentlichen? Das würde doch überhaupt gar keinen Sinn machen...

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    "Warum...

    ..sollte diese sogenannte "Al-Quaida" solche Informationen auf einer Website veröffentlichen? Das würde doch überhaupt gar keinen Sinn machen..."

    Es macht aus Sicht von Al Qaida durchaus Sinn, weil die Organisation so ihren eigenen Führungsanspruch innerhalb des weltweiten islamistischen Dschihadismus bekundet, zu dem u.A. auch die Dschihadisten von Taliban, Al Schabab, Hamas und Hisbollah gehören, die wiederum von konkurrierenden islamistischen Regimes und Militärmachthabern in Saudi-Arabien, Iran, Sudan und Pakistan unterstützt werden.

    Der Konkurrenzkampf innerhalb der vielen dschihadistischen Terrorgruppierungen um den Führungsanspruch über die Muslime (die von den Dschihadisten natürlich nicht gefragt werden) ist beträchtlich.

    Die mediale Propaganda von Al Qaida ist daher stets darauf bedacht, diesen Führungsanspruch im globalen "Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen" für sich zu reklamieren.

    Der ägyptische Muslimbruder Ayman al-Sawahiri hat diese Art von medialer Al Qaida-PR maßgeblich mit geprägt und professionalisiert.

  2. Nachfolger von bin Laden ist, ist nicht wichtig. Massgeblich ist jetzt dass der Nachfolger bin Ladens und auch seine engsten Vertrauten klar wissen dass es nur eine Frage der Zeit ist bis man sie erledigt. Sei es durch eine Drohne oder durch eine Spezialeinheit spielt keine Rolle. Und dieses Wissen dürfte die Terroristenführer doch sehr unter psychologischem Stress halten. Langfristig ziehen die Terroristen und ihre Unterstützer immer den Kürzeren, und das ist ganz gut so.

  3. http://de.wikipedia.org/w...–_Wenn_der_Schwanz_mit_dem_Hund_wedelt

    "al-Qaida (arabisch ‏القاعدة‎ al-qāʿida [alˈqaːʕɪda], Das Fundament) ist ein loses, weltweit operierendes Terrornetzwerk meist sunnitischer dschihadistischer Organisationen"

    http://de.wikipedia.org/w...

    Wo kommt das Generalkommando des Terrornetzwerks her? Gab es freie Wahlen? usw...

  4. "Warum...

    ..sollte diese sogenannte "Al-Quaida" solche Informationen auf einer Website veröffentlichen? Das würde doch überhaupt gar keinen Sinn machen..."

    Es macht aus Sicht von Al Qaida durchaus Sinn, weil die Organisation so ihren eigenen Führungsanspruch innerhalb des weltweiten islamistischen Dschihadismus bekundet, zu dem u.A. auch die Dschihadisten von Taliban, Al Schabab, Hamas und Hisbollah gehören, die wiederum von konkurrierenden islamistischen Regimes und Militärmachthabern in Saudi-Arabien, Iran, Sudan und Pakistan unterstützt werden.

    Der Konkurrenzkampf innerhalb der vielen dschihadistischen Terrorgruppierungen um den Führungsanspruch über die Muslime (die von den Dschihadisten natürlich nicht gefragt werden) ist beträchtlich.

    Die mediale Propaganda von Al Qaida ist daher stets darauf bedacht, diesen Führungsanspruch im globalen "Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen" für sich zu reklamieren.

    Der ägyptische Muslimbruder Ayman al-Sawahiri hat diese Art von medialer Al Qaida-PR maßgeblich mit geprägt und professionalisiert.

    Antwort auf "Warum..."
    • worse
    • 16. Juni 2011 12:03 Uhr

    Der ehemalige Al-Qaida-Chef Osama bin Laden und Ayman al-Sawahiri, aufgenommen an einem unbekannten Ort in den USA (CIA).

  5. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Artikeldiskussion. Danke. Die Redaktion/lv

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    Der bessere Mensch hat wieder zugeschlagen. Immer brav das Pausenbrötchen aufessen!
    Anmerkungen zur Moderation bitte an community@zeit.de Danke, die Redaktion/mk

  6. Meinen Glückwunsch zur Amteinführung und möge der Hausbesuch zur Begrüßung schnell und tödlich folgen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Osama bin Laden | Terrorismus | Anschlag | Botschaft | Dollar | Arzt
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