Leserartikel

Proteste in Spanien Die Rebellion der Empörten

Leser Torben Müller studiert in Barcelona. Er berichtet von den Protesten der "Indignados" auf der Plaça de Catalunya, an denen er seit einigen Wochen teilnimmt.

Die erschreckenden Bilder gingen durch die internationale Presse: Am 27. Mai versuchte die spanische Polizei gewaltsam ein Protestcamp auf der Plaça de Catalunya in Barcelona aufzulösen . Mit Stöcken und Gummigeschossen gingen die Polizisten auf unbewaffnete Menschen los, die gewaltfrei mit erhobenen Händen die Räumung des Platzes verhindern wollten. Konfisziert wurde alles, was ihnen verdächtig erschien: Küchengeräte, Gasbrenner, Zelte und Laptops. Über 120 Demonstranten wurden verletzt.

Offiziell hieß es, der Platz werde aus sanitären Gründen geräumt. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Regierung Konflikte mit den Fans des FC Barcelona fürchtete, die am nächsten Tag auf dem Platz den Sieg der Champions League feiern wollten. In jedem Fall war der Polizeieinsatz eine unnötige und unverhältnismäßige Machtdemonstration, die von allen Seiten verurteilt wurde. Seit dem Eingriff am 27. Mai werden die Demonstranten von der Polizei in Ruhe gelassen.

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Empörte aus allen Schichten der Gesellschaft

Wer sind diese Leute, die seit Wochen die Plaça de Catalunya und andere Plätze in Spanien friedlich besetzt halten?

Sie nennen sich Indignados – Empörte. Sie sind Kritiker eines gesellschaftlichen und politischen Systems, von dem sie sich nicht mehr ernst genommen fühlen; von einer abgehobenen, teils korrupten politischen Kaste, die der Wirtschaft zuarbeitet. Die Frustrierten auf den Plätzen kommen aus allen Schichten der Gesellschaft und aus allen Altersklassen: Studenten, Gewerkschaftler, Eltern, Renter, Arbeitslose, Migranten. Jeder kann kommen und mitmachen.

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Die Plaça de Catalunya im Herzen Barcelonas ist in den vergangenen Wochen zu einem Ort des öffentlichen Diskurses geworden: Ökologische, soziale und rechtliche Probleme werden in Komitees erörtert, Forderungen erarbeitet, Demonstrationen organisiert, Unterschriften gesammelt. Auf abendlichen Vollversammlungen werden gemeinsame Beschlüsse gefasst. Inzwischen sind die Versammlungen so gut besucht, dass die Teilnehmer mit Megafonen diskutieren müssen. Eine herausragende Leitfigur fehlt der empörten Masse bisher, einer ihrer Grundsätze ist die Selbstorganisation.

In der Vollversammlung wird mittlerweile darüber diskutiert, den Platz zu verlassen. Das wäre keine Kapitulation vor der Staatsmacht, sondern ein evolutionärer Schritt der Bewegung: Die Indignados sind inzwischen landesweit vernetzt; nun ist der Moment gekommen, von den Plätzen in die Nachbarschaften zu ziehen, um noch mehr Bürger zu erreichen und lokale Probleme vor Ort zu lösen.

Mittwoch früh könnte jedoch zunächst ein weiteres Kräftemessen stattfinden: Die konservative katalanische Regierung plant die Verabschiedung eines gewaltigen Gesetzespakets, in dem nicht nur Ausgaben sondern auch fundamentale Rechte der Bürger beschnitten werden sollen. Aktivisten haben dazu aufgerufen, die Eingänge zum Parlament zu blockieren, um die Abstimmung zu verzögern und die Abgeordneten zum Nachdenken zu bringen.

Die Politiker in Spanien können die Indignados und ihre Forderungen nicht länger ignorieren. Sie müssen sich jetzt auf die aktive Zivilgesellschaft einlassen – oder sie werden von ihr überrollt.

 
Leser-Kommentare
  1. Statt letztlich womöglich doch gewaltsamer Auseinandersetzungen vor Ort die bevölkerung mobilisieren und je nach Anlass, Ereignis oder Vorhaben den Willen der Mehrheiten artikulieren und ab und zu auch durchsetzen. Vorsicht natürlich vor irrigen Tendenzen, denn die Massen haben nicht immer automatisch Recht.
    Aber wer wenn nicht die Massen, die ja letztlich mit diesen und jenen Entscheidungen leben müssen, sollen denn sonst beurteilen und entscheiden?

    Eine Leser-Empfehlung
  2. "Die Politiker in Spanien können die Indignados und ihre Forderungen nicht länger ignorieren. Sie müssen sich jetzt auf die aktive Zivilgesellschaft einlassen – oder sie werden von ihr überrollt."

    Nicht nur in Spanien, sondern auch im Rest Europas kann nicht länger alles so weitergehen wie bisher.

    Immer mehr Menschen kapieren, dass sie sich ihre Zukunft gegen die etablierte Geld und Macht Elite erkämpfen müssen.
    Eine Postfossile Gesellschaft in den Händen der Abzocker ist nicht denkbar.

    Um so länger diese Stimmen ignoriert werden um so lauter und aggresiver werden sie werden.

    Ein Gesellschaftlicher Wandel ist unumgänglich. Die Frage ist nur wie Weit wird der Konflikt zwischen den Gruppen eskalieren bis alle merken dass sie Opfer eines von Grund auf fehlerhaften Systems sind.

    Wirtschaftskrise, Eurokrise, Ressourcenkrise und soziale Konflikte sind allesamt nur Ausdruck einer fundamentalen Systemkrise. Diese Systemkrise wird totgeschwiegen, verleugnet und verdrängt. Der Druck im Kessel steigt und steigt.

    Will man es denn unbedingt auf eine Explosion ankommen Lassen?

    7 Leser-Empfehlungen
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    Nicht nur in Spanien, sondern auch im Rest Europas kann nicht länger alles so weitergehen wie bisher.

    Immer mehr Menschen kapieren, dass sie sich ihre Zukunft gegen die etablierte Geld und Macht Elite erkämpfen müssen.
    ...
    Will man es denn unbedingt auf eine Explosion ankommen Lassen?
    -------------
    Nein, zur Abwehr sind doch die von CDU und SPD wieder ins Gespräch gebrachte Terrorgesetze gedacht. Was dachten Sie denn, für wen diese Gesetze gemacht werden?

    Nicht nur in Spanien, sondern auch im Rest Europas kann nicht länger alles so weitergehen wie bisher.

    Immer mehr Menschen kapieren, dass sie sich ihre Zukunft gegen die etablierte Geld und Macht Elite erkämpfen müssen.
    ...
    Will man es denn unbedingt auf eine Explosion ankommen Lassen?
    -------------
    Nein, zur Abwehr sind doch die von CDU und SPD wieder ins Gespräch gebrachte Terrorgesetze gedacht. Was dachten Sie denn, für wen diese Gesetze gemacht werden?

  3. Übersetzt: Alle vier Jahre Sex ist kein Sexualleben, alle 4 Jahre Wahlen ist kein politisches Leben (kein Wählerleben).

    Was darin steckt, zeigt, dass es um mehr geht. Es geht um eine verwirklichte Demokratie von Bürgern, die am politischen Prozess teilnehmen wollen.
    Es kann hier, in Spanien und Europa nicht heißen: "Mehr Demokratie wagen", es muss heißen "Endlich Demokratie wagen, die ihren Namen auch verdient."
    www.icomart.blogspot.com

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    • Matths
    • 15.06.2011 um 1:26 Uhr

    Grundsätzlich gebe ich der These recht, die lautet: Mehr Demokratie wagen.

    Ich denke wir sollten nicht übersehen, dass erst aktuelle technische und gesellschaftliche Entwicklungen ermöglichen, dass wir wieder einmal einen großen Schritt wagen können, und unser gesellschaftliches Zusammenleben anders gestalten können.

    Ich würde es fatal finden, das alte zu verdammen (Endlich Demokratie wagen...), weil das neue aus dem alten entstanden ist. Nun ist es Zeit, das neue, auf kleiner Bühne erprobte, auf großer Bühne zu erproben. Ob es Erfolg hat, steht auf einem anderen Blatt. Wir blutig das wird, machen die Vertreter unter sich aus. Es wird auch diejenigen geben, die sanft durch die Revolution schippern. Und es wird diejenigen geben, die meinen es ginge nur blutig - auf beiden Seiten. Mich werden Sie dabei nicht mit dem Knüppel auf der Straße finden, aber mit einem Beitrag im Zeit-Kommentar.

    Gruß,

    matths

    • Matths
    • 15.06.2011 um 1:26 Uhr

    Grundsätzlich gebe ich der These recht, die lautet: Mehr Demokratie wagen.

    Ich denke wir sollten nicht übersehen, dass erst aktuelle technische und gesellschaftliche Entwicklungen ermöglichen, dass wir wieder einmal einen großen Schritt wagen können, und unser gesellschaftliches Zusammenleben anders gestalten können.

    Ich würde es fatal finden, das alte zu verdammen (Endlich Demokratie wagen...), weil das neue aus dem alten entstanden ist. Nun ist es Zeit, das neue, auf kleiner Bühne erprobte, auf großer Bühne zu erproben. Ob es Erfolg hat, steht auf einem anderen Blatt. Wir blutig das wird, machen die Vertreter unter sich aus. Es wird auch diejenigen geben, die sanft durch die Revolution schippern. Und es wird diejenigen geben, die meinen es ginge nur blutig - auf beiden Seiten. Mich werden Sie dabei nicht mit dem Knüppel auf der Straße finden, aber mit einem Beitrag im Zeit-Kommentar.

    Gruß,

    matths

  4. ... in politische Inhalte und Prozeduren münden lässt. Ich bin der Auffassung, dass durch den Vertrag von Lissabon eingeführte "Europäische Volksbehren" wäre jedenfalls eine betrachtenswerte Prozedur.

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    Mein Lieber ich glaube da irren Sie sich. Unsere Regierung scheißt auf alle Gesetze wenn es gegen die eigene Lobby geht. Oder glauben Sie nicht unsere politische Klasse wird sich mit Händen und Füßen dagegen wehren vieleicht wirklich mal wieder arbeiten zu müssen.

    Mein Lieber ich glaube da irren Sie sich. Unsere Regierung scheißt auf alle Gesetze wenn es gegen die eigene Lobby geht. Oder glauben Sie nicht unsere politische Klasse wird sich mit Händen und Füßen dagegen wehren vieleicht wirklich mal wieder arbeiten zu müssen.

  5. »Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht.«

    Ersteres wird in Deutschland geduldet, solange es friedlich und ruhig abläuft - also niemanden stört (vorallem nicht die Verantwortlichen) und damit schön wirkungslos bleibt.
    Letzteres wird in Deutschland kriminalisiert, nicht nur von Seiten des Staates und interessierter Kreise sondern von einer großen Bevölkerungsschicht.
    Egal wie groß die Schweinerei ist, gegen die Widerstand organisiert wird, es ist in Augen der saturierten Opportunisten harmlos gegenüber der Missachtung der Demonstranten eines schlichten Verbotsschildes.

    Da die meisten Gesetze den Status Quo absichern, ist es naiv anzunehmen, man könnte ohne Gesetzesübertretungen die herrschenden Verhältnisse verändern bzw. beseitigen.

    Als wenn die jetztigen Profiteure und Günstlinge FREIWILLIG ihre Macht abtreten würden.
    Das man mit den regierenden Politikern nur mal sachlich reden müsste, diese also tatsächlich nur inkompetent und nicht korrupt wären.

    3 Leser-Empfehlungen
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    In der Tat: Der deutsche Michel, in der Mehrheit obrigkeitshörig wie eh und je, verdammt diejenigen, die versuchen, seine Kinder zu bewahren - denn die Mittel des Protestes sind ihm suspekt. Erst wenn seine Kinder atomar verstrahlt sind, wird er danach brüllen, den Verantwortlichen zu lynchen, welchen er freilich nicht in der Polit- und Managerkaste suchen wird, sondern im Fußvolk. Einen Sündenbock braucht der Michel dann, am besten einen mit Migrationshintergrund - und die Oberen werden ihn ihm auf dem Silbertablett liefern.

    Jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die von schwarz-gelb-grün-rot organisierte Volksverarmung so weit ausgebreitet hat, daß auch hier der Aufstand kommt - daß die Deutschen es durchaus können, das haben sie 1989 bewiesen. Und die Damen und Herren in Berlin sollten sich mal nicht zu sicher sein, das Volk besser zu haben.

    Nicht umsonst kommt jetzt erneut der Vorstoß aus dem Kriegsministerium, Einsätze der Bundeswehrmacht gegen das eigene Volk zu legalisieren.

    Im Übrigen ist davon auszugehen, daß Ensslin, Baader und Raspe in Stammheim von Beamten hingerichtet wurden. Der Ablauf im zusammenhang mit den äußeren Ereignissen der Zuspitzung im Herbst 77 und der sich daraus ergebenden Perspektive für Regierung und Staat legt dies nahe, zumal es in weiten Teilen der Bevölkerung eine zumindest latente Sympathie für den antifaschistischen Kampf der RAF gab.

    Besonders pikant dabei die Rolle des damaligen Bundeskanzlers Schmidt, der dem NS-Apparat möglicherweise näher stand, als allgemein bekannt ist und bislang publiziert wurde. Denn ist es nicht fragwürdig, daß jener Helmut Schmidt zu den Schauprozessen des Volksgerichtshofes unter Freissler beiwohnte? Wer wird denn glauben, daß dazu nicht nur handverlesene linientreue Personen geladen wurden?

    In dieser Frage bedarf einer genaueren Ausleuchtung der Person und des politischen Hintergrundes von Helmut Schmidt vor dem 8. Mai 1945.

    In der Tat: Der deutsche Michel, in der Mehrheit obrigkeitshörig wie eh und je, verdammt diejenigen, die versuchen, seine Kinder zu bewahren - denn die Mittel des Protestes sind ihm suspekt. Erst wenn seine Kinder atomar verstrahlt sind, wird er danach brüllen, den Verantwortlichen zu lynchen, welchen er freilich nicht in der Polit- und Managerkaste suchen wird, sondern im Fußvolk. Einen Sündenbock braucht der Michel dann, am besten einen mit Migrationshintergrund - und die Oberen werden ihn ihm auf dem Silbertablett liefern.

    Jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die von schwarz-gelb-grün-rot organisierte Volksverarmung so weit ausgebreitet hat, daß auch hier der Aufstand kommt - daß die Deutschen es durchaus können, das haben sie 1989 bewiesen. Und die Damen und Herren in Berlin sollten sich mal nicht zu sicher sein, das Volk besser zu haben.

    Nicht umsonst kommt jetzt erneut der Vorstoß aus dem Kriegsministerium, Einsätze der Bundeswehrmacht gegen das eigene Volk zu legalisieren.

    Im Übrigen ist davon auszugehen, daß Ensslin, Baader und Raspe in Stammheim von Beamten hingerichtet wurden. Der Ablauf im zusammenhang mit den äußeren Ereignissen der Zuspitzung im Herbst 77 und der sich daraus ergebenden Perspektive für Regierung und Staat legt dies nahe, zumal es in weiten Teilen der Bevölkerung eine zumindest latente Sympathie für den antifaschistischen Kampf der RAF gab.

    Besonders pikant dabei die Rolle des damaligen Bundeskanzlers Schmidt, der dem NS-Apparat möglicherweise näher stand, als allgemein bekannt ist und bislang publiziert wurde. Denn ist es nicht fragwürdig, daß jener Helmut Schmidt zu den Schauprozessen des Volksgerichtshofes unter Freissler beiwohnte? Wer wird denn glauben, daß dazu nicht nur handverlesene linientreue Personen geladen wurden?

    In dieser Frage bedarf einer genaueren Ausleuchtung der Person und des politischen Hintergrundes von Helmut Schmidt vor dem 8. Mai 1945.

  6. Als hätten die herrschende Klassen jemals aus nüchterner Vernunft Einsicht walten lassen und OHNE physischen Druck ihren Untertanen oder Humanressourcen Zugeständnisse gemacht.

    Und deswegen fällt die Revolution auch für unbestimmte Zeit aus:
    Freiwilliger Macht- und Profitverzicht der Eliten scheidet vollständig aus; gesetzlicher Zwang scheidet dank unserer verfilzten Politkaste ebenso aus.
    Und der Bürger darf nicht selbstständig handeln (VERBOTEN !!1!), also wird er dies auch nicht tun.
    Und so wird alles beim alten bleiben...

    BTW - Wie umgehe ich eigentlich dieses extrem nervige 1500-Zeichen maximum?

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  7. Nordafrika, arabischer Raum, Spanien, Portugal, Griechenland, nun auch China: In Tunesien wurde eine Welle losgetreten, die nicht zu stoppen ist.
    Die konservativ-kapitalistischen Ausbeuter und Unterdrücker dieser Welt erzittern, Berlusconi wird endlich abgewatscht und selbst das christlich-kapitalistische Regime in Berlin vollzieht 360+180°-Wenden aus Panik vor dem drohenden unaufhaltsamen Untergang.

    Konservativ hat ausgedient, es lebe die Revolution, es lebe der Mensch!

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    • ribera
    • 14.06.2011 um 19:27 Uhr

    Wenn Sie sich wirklich ueber die Bewegung in Spanien informiert haetten, wuerden Sie nicht solch einen abwegigen Kommentar schreiben.

    • ribera
    • 14.06.2011 um 19:27 Uhr

    Wenn Sie sich wirklich ueber die Bewegung in Spanien informiert haetten, wuerden Sie nicht solch einen abwegigen Kommentar schreiben.

  8. In der Tat: Der deutsche Michel, in der Mehrheit obrigkeitshörig wie eh und je, verdammt diejenigen, die versuchen, seine Kinder zu bewahren - denn die Mittel des Protestes sind ihm suspekt. Erst wenn seine Kinder atomar verstrahlt sind, wird er danach brüllen, den Verantwortlichen zu lynchen, welchen er freilich nicht in der Polit- und Managerkaste suchen wird, sondern im Fußvolk. Einen Sündenbock braucht der Michel dann, am besten einen mit Migrationshintergrund - und die Oberen werden ihn ihm auf dem Silbertablett liefern.

    Jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die von schwarz-gelb-grün-rot organisierte Volksverarmung so weit ausgebreitet hat, daß auch hier der Aufstand kommt - daß die Deutschen es durchaus können, das haben sie 1989 bewiesen. Und die Damen und Herren in Berlin sollten sich mal nicht zu sicher sein, das Volk besser zu haben.

    Nicht umsonst kommt jetzt erneut der Vorstoß aus dem Kriegsministerium, Einsätze der Bundeswehrmacht gegen das eigene Volk zu legalisieren.

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    Antwort auf "Ein Meinhof-Zitat: 1/2"

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