Der pakistanische Terrorist Mohammad Ilyas Kashmiri ist angeblich bei einem US-Drohnen-Angriff im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet worden. Nach unbestätigten Medienberichten soll sich der 47-jährige Kashmiri in einem Dorf im Stammesgebiet Süd-Wasiristan aufgehalten haben, auf das drei Raketen abgefeuert worden seien.

Wie es aus dem pakistanischen Geheimdienst hieß, wurden bei dem Angriff mit dem ferngesteuerten Fluggerät insgesamt acht Kämpfer getötet, fünf von ihnen seien Gefolgsleute Kashmiris gewesen. Er galt als eines der wichtigsten Mitglieder des Terror-Netzwerks.

Erst vor wenigen Wochen war in Pakistan Al-Qaida-Chef Osama bin Laden von US-Soldaten getötet worden. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte Kashmiri laut der BBC als einen der fünf wichtigsten und aktiven Vertreter von al-Qaida bezeichnet, als sie vergangene Woche mit der pakistanischen Regierung sprach.

Die Taliban in Pakistan, die eng mit al-Qaida in Verbindung stehen, bezeichneten die Meldung von Kashmiris Tod zunächst als falsch. Bereits im September 2009 hatte es Berichte gegeben, der Islamist sei bei einem Drohnenangriff der USA ums Leben kommen. Ein Sprecher der Extremistengruppe Abu Hanzla, die von Kashmiri geleitet wurde, bestätigte aber am Samstag den Tod per E-Mail an eine Journalistin. In der handschriftlich verfassten und eingescannten Mitteilung wurde den USA Vergeltung angedroht.

Kashmiri stand auf der Liste der USA mit den meist gesuchten Extremisten; sie hatten fünf Millionen Dollar Belohnung für seine Ergreifung ausgesetzt. Die USA machen die Gruppe HUJI unter anderem für einen Selbstmordanschlag auf das US-Konsulat in der pakistanischen Wirtschaftsmetropole Karachi im März 2006 verantwortlich, bei dem vier Menschen starben und 48 verletzt wurden.

Im Februar 2010 bekannte sich Kashmiri zu der verheerenden Attacke auf das Lokal "German Bakery" in der indischen Stadt Pune. Bei der Bombenexplosion wurden mindestens 17 Menschen getötet. Unter den rund 60 Verletzten war auch eine Deutsche.