Libyen-Konflikt Regierungspapiere sollen Gadhafi als Kriegsverbrecher überführen

Mord, Tyrannei und willkürliche Gewalt in Libyen: Dokumente der Regierung sollen all das beweisen. Rebellen sammeln die Papiere für den Internationalen Strafgerichtshof.

Etwa 60 libysche Ermittler sammeln Beweise gegen den Machthaber Muammar al-Gadhafi, um ihn vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) der Kriegsverbrechen anzuklagen. Tausende Dokumente hätten die Anwälte bereits zusammengetragen, schreibt die britische Sonntagszeitung The Observer.

Die Beweise befänden sich an einem geheim gehaltenen Ort in der Nähe des Hafens von Misrata. Die Mitarbeiter des IStGH sollen die Dokumente dann sichten, wenn die Bombardierungen auf die Stadt aufgehört haben.

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Einige der Dokumente enthalten Befehle, wonach Gadhafis Generäle angeordnet haben sollen, die Einwohner der Stadt Misrata während einer viermonatigen Belagerung verhungern zu lassen. Es sei verboten worden, Auto- oder Benzinlieferungen in die Stadt zu lassen. In einem weiteren Papier seien die Militärtruppen beauftragt worden, verwundete Rebellen zu töten. Dieser Befehl verletze die Genfer Konvention, schreibt der Observer. Gadhafi selbst soll nach Angaben der Aktivisten in einer Nachricht angeordnet haben, die Stadt in dem Ausmaß zu bombardieren, dass sich "das blaue Meer rot färbe": vom Blut der Einwohner.

Die Anwälte haben die Aufständischen angeleitet, bei Einbrüchen in Militärbasen und Polizeistation die dortigen Papiere nicht zu vernichten. Genauso seien Dokumente von Überläufern von der Regierung zusammengetragen worden.

Nach Einschätzung des Observers bieten die Dokumente ausreichendes Beweismaterial, um Gadhafi der Kriegsverbrechen zu überführen. Auch sein Sohn, Saif al-Islam, und Geheimdienstchef Abdullah Senussi würden in den Papieren belastet. Der Ermittler Khalid Alwafi aus Misrata sehe den Fall als geklärt an: "Alle Beweise sind hier. Unterschrieben und abgestempelt."

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Hmmmmm

    Wie wäre es denn mit den tausenden Leichen als Beweis?

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    Aber bitte seit wann zählen den Leichen als Beweis? Und schon gar nicht wenn die Kugeln und Bomben die von allen Seiten benutzt werden die gleichen sind.
    Ob nun Gadaffi, die UN oder die Rebellen alle kaufen bei den gleichen Firmen.

    Aber bitte seit wann zählen den Leichen als Beweis? Und schon gar nicht wenn die Kugeln und Bomben die von allen Seiten benutzt werden die gleichen sind.
    Ob nun Gadaffi, die UN oder die Rebellen alle kaufen bei den gleichen Firmen.

  2. Jetzt aufhören mit dem Krieg und der Zerstörung der Städte!
    Mit den Beweisen kann man dem ganzen Volk Libyens zeigen, was für ein Mensch Gadhafi ist.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Und daß er viele Anhänger hat, ist nicht ohne Grund.

    Deswegen werden sie ja von ihm umgebracht, sobald sie sich darüber empören.

    Und daß er viele Anhänger hat, ist nicht ohne Grund.

    Deswegen werden sie ja von ihm umgebracht, sobald sie sich darüber empören.

  3. Nur scheint es ja niemanden zu interessieren.
    Wahrscheinlich ist es ja so, dass man den anderen gern an den Prangern stellt, selbst ist man natürlich unschuldig.

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    • dacapo
    • 19.06.2011 um 23:06 Uhr

    Ohne den Vorwurf wegen US-amerikanischen Greueltaten geht es bei vielen Mitspielern wohl garnicht mehr. Das soll deren Problem sein. Aber um welche Greueltaten in Lybien sprechen Sie jetzt? Oder sprechen Sie über eine andere Angelegenheit, über einem anderen Land?

    • M.R.K
    • 19.06.2011 um 23:16 Uhr

    lesen sie den Artikel einmal genauer. Es sind libysche Ermittler, die ihren eigenen Gaddafi anklagen. Libysche Ermittler stellen ihre Regierung an den Pranger, was hat das mit Amerika zu tun? Wenn ich Lehrer wäre wuerde ich fuer diesen dummen Kommentar eine 5- geben.

    • dacapo
    • 19.06.2011 um 23:06 Uhr

    Ohne den Vorwurf wegen US-amerikanischen Greueltaten geht es bei vielen Mitspielern wohl garnicht mehr. Das soll deren Problem sein. Aber um welche Greueltaten in Lybien sprechen Sie jetzt? Oder sprechen Sie über eine andere Angelegenheit, über einem anderen Land?

    • M.R.K
    • 19.06.2011 um 23:16 Uhr

    lesen sie den Artikel einmal genauer. Es sind libysche Ermittler, die ihren eigenen Gaddafi anklagen. Libysche Ermittler stellen ihre Regierung an den Pranger, was hat das mit Amerika zu tun? Wenn ich Lehrer wäre wuerde ich fuer diesen dummen Kommentar eine 5- geben.

  4. ...Runde wird "eingeläutet"!

    Man darf gespannt sein!

  5. Entfernt. Bitte kommentieren Sie sachlich zum Thema. Die Redaktion/sc

  6. noch bevor die UN Resolution beschlossen wurde. Auf Geheiss des zertifizierten Friedensengels Obama wurde das allerdings ignoriert, um die für die USA strategisch wichtige militärische Eskalation nicht zu gefährden.

    Möge alles Leid, das sie seit Jahrzehnten über die Menschen gebracht haben, auf sie selbst zurückfallen.

    10 Leser-Empfehlungen
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    • M.R.K
    • 19.06.2011 um 23:10 Uhr

    ..ist ihr Kommentar. Die Staaten stehen kurz vor dem Staatsbankrott, ein Krieg kostet Geld. Obama wollte laut internen berichter gar nicht eingreifen, wurde aber von weiblichen Beratern in seinem Umkreis ueberredet, einem Massaker könnten die USA nicht tatenlos zuschauen. Mc Cain hat ja heute Bedenken geäussert, dass es in den USA zunehemend isolatotische Tendenzen gäbe. Einige potentielle republikanische Präsidentenkandidaten sind der Meinung, die USA sollten sich vornehmlich um ihre eigenen Probleme kuemmern. Der Kongress scheint ja auch in weiten Kreisen entschlossen zu sein, Obama das Mandat fuer den Libyeneinsatz zu entziehen...

    verhandlungen mit jemandem, der sein wort bricht und bricht und bricht sind doch eine farce! ich halte gaddhafi für einen fiesen schweinehund. ich freue mich auf den tag, an dem er im gefängnis sitzt, so wie ich mir das für alle diktatoren der welt wünsche.

    • M.R.K
    • 19.06.2011 um 23:10 Uhr

    ..ist ihr Kommentar. Die Staaten stehen kurz vor dem Staatsbankrott, ein Krieg kostet Geld. Obama wollte laut internen berichter gar nicht eingreifen, wurde aber von weiblichen Beratern in seinem Umkreis ueberredet, einem Massaker könnten die USA nicht tatenlos zuschauen. Mc Cain hat ja heute Bedenken geäussert, dass es in den USA zunehemend isolatotische Tendenzen gäbe. Einige potentielle republikanische Präsidentenkandidaten sind der Meinung, die USA sollten sich vornehmlich um ihre eigenen Probleme kuemmern. Der Kongress scheint ja auch in weiten Kreisen entschlossen zu sein, Obama das Mandat fuer den Libyeneinsatz zu entziehen...

    verhandlungen mit jemandem, der sein wort bricht und bricht und bricht sind doch eine farce! ich halte gaddhafi für einen fiesen schweinehund. ich freue mich auf den tag, an dem er im gefängnis sitzt, so wie ich mir das für alle diktatoren der welt wünsche.

  7. Und daß er viele Anhänger hat, ist nicht ohne Grund.

    10 Leser-Empfehlungen
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    ja, es ist auszugehen davon, dass die libyer wissen, was gaddhafi für jemand ist. nehmen sie zur kenntnis, dass er offenbar auch viele erbitterte gegner hat, und die wissen natürlich auch, was das für einer ist

    ja, es ist auszugehen davon, dass die libyer wissen, was gaddhafi für jemand ist. nehmen sie zur kenntnis, dass er offenbar auch viele erbitterte gegner hat, und die wissen natürlich auch, was das für einer ist

  8. Für alle anderen Massenmörder muss man mal ein sehr deutliches Signal setzen

    Daher halte ich in diesem Falle auch eine Todesstrafe für falsch, die es ja in DEN HAAG ohnehin nicht gibt.

    Mit einer Todesstrafe sind solche Fälle abgeschlossen.

    Sie sollen aber solchen Herrschern, die es ja weltweit gibt, noch jahrzehntelang sagen, dass auch sie ihr Leben in einer Zelle verbringen werden.

    Dann haben sie Zeit über ihr Leben nachzudenken.

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