Afghanistan Gleiche Fehler in Afghanistan

Vor 25 Jahren kündigte Gorbatschow den Abzug der Sowjettruppen vom Hindukusch an. Aber das Land kam nicht zur Ruhe. Die Parallelen zur Gegenwart sind frappierend.

Michail Gorbatschow, der sowjetische Ex-Präsident, ist neben vielem anderen das, was der Schriftsteller Hans-Magnus Enzensberger einen Helden des Rückzugs nennt: eine "Figur von Shakespear’schem Format", einer, der weiß, wann man von der Macht lassen und überhaupt loslassen muss. Das ist es denn auch, was er den heutigen Großen der Weltpolitik rät. Dem US-Präsidenten zum Beispiel. Barack Obama bestärkte er Ende vergangenen Jahres in der Absicht, die US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Der Krieg am Hindukusch sei "nicht zu gewinnen". Gorbatschow weiß um die Hindernisse, Hürden und Hinterlassenschaften solcher Rückzüge: An diesem Donnerstag ist es 25 Jahre her, dass er in einer Grundsatzrede zur Innen- und Außenpolitik in Wladiwostok einen Teilabzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan ankündigte – der 1989 in den Totalabzug mündete.

Die inzwischen zum Abzug bis 2014 entschlossene Nato, hat der russische Botschafter in Kabul oft genug erklärt, habe sämtliche Fehler wiederholt, die die sowjetische Armee gemacht habe. In der Tat, sagt Conrad Schetter vom Bonner Zentrum für Entwicklungsforschung, fielen eine Reihe von Ähnlichkeiten ins Auge. Die auffallendste: Beide Interventionen starteten getragen von der Idee, Afghanistan politisch, kulturell und wirtschaftlich modernisieren zu können, und beide sind damit gescheitert. "Der Glaube, die Gesellschaft am Reißbrett ändern zu können, hat sich als Irrglaube erwiesen", sagt Schetter dem Tagesspiegel.

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Das hätten die Russen übrigens schneller begriffen. Damals wie heute sei zunächst nicht erkannt worden, dass selbst eine hochgerüstete High-Tech-Armee gegen Partisanen- und Guerillataktiken wie die der Taliban kaum erfolgreich bestehen könne. Und beide, die Sowjetführung in den 80er Jahren wie die internationalen Truppensteller im 21. Jahrhundert, täten sich schwer mit der Kommunikation der Abzugsabsicht: "Erst wird lange Zeit kein Datum genannt – dann werden plötzlich alle Räder in Gang gesetzt, und man hat den Eindruck, es kann gar nicht schnell genug rausgehen", sagt der Bonner Afghanistanexperte. Die Gründe lägen auf der Hand. Die Heimgesellschaften seien auf Dauer nicht bereit, derartige Einsätze mitzutragen. Wegen der eigenen Verluste, wegen der vielen getöteten Zivilisten, die die eigenen Truppen in Afghanistan als Besatzer erscheinen ließen – und weil die Afghanistanmission zum Beispiel allein die USA 20 Milliarden Dollar koste, pro Monat. "Dass die finanzielle Last zu groß geworden war, hat nicht unwesentlich zum Zerfall der Sowjetunion beigetragen", sagt Schetter, "es wird interessant zu sehen sein, wohin das mit den USA noch führt".

Auch für das Land am Hindukusch sieht Schetter keine rosige Zukunft voraus. Wie die Sowjets hätten die internationalen Truppen am Ende nicht mehr nur eigene Soldaten in den Kampf geschickt, sondern heimische Milizen ausgebildet. Der Effekt sei in beiden Fällen der gleiche: eine militarisierte afghanische Gesellschaft, die nur wenig anderes als Krieg und Kampf kennt. "Das ist die große Gefahr: dass Afghanistan mit einer Bevölkerung, die bis an die Zähne bewaffnet ist, wieder im Bürgerkrieg versinkt."

Die zentrale Frage sei daher, so Schetters Einschätzung, wie das internationale Engagement nach dem Abzug der Truppen aussehen werde. "Gelingt es, Karsai oder seine Nachfolger so zu unterstützen, dass Stabilität entsteht und sich so etwas wie Staatlichkeit entwickeln kann – oder implodiert das Land, wenn keine Gelder mehr fließen?" Ohne eine konstruktivere Rolle vor allem Pakistans, aber auch des Irans, seien aber alle Bemühungen um einen dauerhaften Frieden zum Scheitern verurteilt.

Hoffnung knüpft Experte Schetter einzig an die Lernfähigkeit der Afghanen, zumal der zuletzt zumindest in Ansätzen sich entwickelnden Zivilgesellschaft. Deren Vertreter, sagt Schetter, sollten "gelernt haben , dass Besserung nicht von außen zu erwarten ist: Man weiß jetzt, man sollte jetzt wissen, dass sich nur dann alles zum Guten wendet, wenn man es selbst in die Hand nimmt."

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
    • HLWT
    • 28.07.2011 um 11:11 Uhr

    Dann darf auch gestattet sein, darauf hinzuweisen, was mit Nadschibula geschah. Es wird Karsai ähnlich ergehen inklusive allen, dei mit dem Westen kooperiert haben.

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  1. Guter Artikel.

    Für mich ist dies die zentrale Aussage: "Beide Interventionen starteten getragen von der Idee, Afghanistan politisch, kulturell und wirtschaftlich modernisieren zu können, und beide sind damit gescheitert." Der Grund für dies Scheitern ist m.E., dass sich in Kulturen ein Geflecht von Institutionen, Handlungsmustern, Erwartungen, Einstellungen, und Gefühlen manifestieren. Eine schnelle Modernisierung würde bedeuten, dass sich alle diese Teile gleichzeitig und koordiniert ändern. Dies zu planen, und dazu noch als ein Außenseiter der betreffenden Kultur, ist wegen der Komplexität ganz unmöglich. Dies in kurzer Zeit durchzuführen ist unmöglich, weil Vieles tief in die individuelle Psychologie hinabreicht, wo sich Dinge bestenfalls mit der nächsten Generation ändern können.

    Selbsternannte Helfer, die ja häufig von Gutwilligkeit motiviert sind, müssen ihren Enthusiasmus bremsen und sehr bescheiden werden, wenn sie nicht mehr Schaden als Nutzen stiften wollen. Es gibt gesellschaftliches Elend, das auch mit bestem Willen und viel Geld nicht zu ändern ist. Ähnliche Probleme sehen wir in vielen anderen Gegenden, z.B. Haiti und viele Bereiche Afrikas, jetzt wieder Somalia.

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    • Chali
    • 28.07.2011 um 11:38 Uhr

    "Der Glaube, die Gesellschaft am Reißbrett ändern zu können, hat sich als Irrglaube erwiesen"

    Wie muss ein Mensch gestrickt sein, der überhaupt auf eine derartig hirnrissige Idee kommt?

    Offensichtlich ist da der Glaube hilfreich, "der Mensch" sei Verfügungsmasse - dies unabhängig von seiner Hautfarbe und seinem Pass. Kurz: Neo-Feudalismus.

    • Chali
    • 28.07.2011 um 11:38 Uhr

    "Der Glaube, die Gesellschaft am Reißbrett ändern zu können, hat sich als Irrglaube erwiesen"

    Wie muss ein Mensch gestrickt sein, der überhaupt auf eine derartig hirnrissige Idee kommt?

    Offensichtlich ist da der Glaube hilfreich, "der Mensch" sei Verfügungsmasse - dies unabhängig von seiner Hautfarbe und seinem Pass. Kurz: Neo-Feudalismus.

  2. nicht infrage gestellt (im Gegensatz zu Irak, wo die Verletzung des Voelkerrechts offenkundig war). Aber ich
    und viele andere haben ihre Zweifel am Gelingen dieser
    Operationen, die viele Menschenleben und sehr viel Geld gekostet hat, stets bekraeftigt. Wie kann ein Land, wie die
    USA, die den Vietnam-Krieg bitter bezahlt haben, so eklatante Fehler machen!

  3. Die Sowjets wollten damals ihre Hemishpäre ausweiten und sind mit massiver militärischer Gewalt gegen die Bevölkerung vorgegangen, primär auch in einem Luftkrieg.
    Die USA haben dann angeführt vom Kongressabgeordneten Charlie Wilson in einer verdeckten CIA-Intervention die Mudschahidin massiv mit Waffenlieferungen unterstützt, u.a. FIM-92A Stinger Flugabwehrwaffen.
    Nachdem die Verluste viel zu heftig waren auf Seiten der Sowjetunion, beschloss man den Krieg kurzerhand abzubrechen.

    Die Parallelen zum Krieg der USA und der anschließenden Besatzung durch willige Nationen im Glauben an eine humanitäre Mission und Nation-building, erscheinen mir hierbei doch SEHR gering.

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    aufgeruestet haben, wie vorher die Amerikaner. Die lauteren
    Absichten der Amerikaner muessen aus heutiger Sicht mehr
    und mehr in Zweifel gezogen werden, aber selbst wenn sie
    bestanden haetten: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint!

    Und auch die Chinesen haben mitgeholfen. Die verbliebenen Verbündeten der UDSSR haben dann noch bis zum Einmarsch der USA gekämpft. Auch bekannt als Nordallianz wurden sie dann von der Nato unterstützt um gegen die Taliban zu kämpfen. Und jetzt wird der Rückzug gestartet trotzdem das Vorhaben alles andere als geglückt ist. Vielleicht hat die Nato weniger Verluste zu beklagen, aber der Grund ist der gleiche. Es wird einfach zu teuer. Eine blutende Wunde (Zitat). Die Natoarmee ist einfach zu teuer um einen derart langen Konflikt siegreich zu beenden. Alles ist ein Rad...

    Die Parallelen sind einfach nicht von der Hand zu weisen, sowohl inhaltlich, als auch methodisch.
    Obwohl - zu Sowjetzeiten konnten Frauen immerhin studieren und in leitenden Positionen arbeiten.

    Das stimmt so nicht ganz. Die politische Führung der UdSSR war ganz und gar nicht begeistert, sich militärisch in Afghanistan engagieren zu sollen. Entsprechende Hilfeersuchen der derzeitigen afghanischen Regierung wurden zunächst abgelehnt. Die Mär vom expansiven, nach Hegemonie strebenden Roten Koloß wurde gerne in den westlichen Medien seinerzeit repetiert und stand im Zeichen der kalten Krieges. Die Möglichkeit des Aufbaus und der Entwicklung einer kommunistischen Gesellschaftsordnung für Afghanistan aus einer Stammesgesellschaft heraus, musste dem in der marxistisch-leninistischen Ideologie verankerten Breschnew zutiefst zweifelhaft erscheinen, gab es doch nicht einmal "Klassen", die zueinander im Widerspruch standen.
    Eine unsichere, destabilisierte Südflanke war damals wie heute für den Vielvölkerstaat ein viel entscheidenderer Faktor.

    aufgeruestet haben, wie vorher die Amerikaner. Die lauteren
    Absichten der Amerikaner muessen aus heutiger Sicht mehr
    und mehr in Zweifel gezogen werden, aber selbst wenn sie
    bestanden haetten: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint!

    Und auch die Chinesen haben mitgeholfen. Die verbliebenen Verbündeten der UDSSR haben dann noch bis zum Einmarsch der USA gekämpft. Auch bekannt als Nordallianz wurden sie dann von der Nato unterstützt um gegen die Taliban zu kämpfen. Und jetzt wird der Rückzug gestartet trotzdem das Vorhaben alles andere als geglückt ist. Vielleicht hat die Nato weniger Verluste zu beklagen, aber der Grund ist der gleiche. Es wird einfach zu teuer. Eine blutende Wunde (Zitat). Die Natoarmee ist einfach zu teuer um einen derart langen Konflikt siegreich zu beenden. Alles ist ein Rad...

    Die Parallelen sind einfach nicht von der Hand zu weisen, sowohl inhaltlich, als auch methodisch.
    Obwohl - zu Sowjetzeiten konnten Frauen immerhin studieren und in leitenden Positionen arbeiten.

    Das stimmt so nicht ganz. Die politische Führung der UdSSR war ganz und gar nicht begeistert, sich militärisch in Afghanistan engagieren zu sollen. Entsprechende Hilfeersuchen der derzeitigen afghanischen Regierung wurden zunächst abgelehnt. Die Mär vom expansiven, nach Hegemonie strebenden Roten Koloß wurde gerne in den westlichen Medien seinerzeit repetiert und stand im Zeichen der kalten Krieges. Die Möglichkeit des Aufbaus und der Entwicklung einer kommunistischen Gesellschaftsordnung für Afghanistan aus einer Stammesgesellschaft heraus, musste dem in der marxistisch-leninistischen Ideologie verankerten Breschnew zutiefst zweifelhaft erscheinen, gab es doch nicht einmal "Klassen", die zueinander im Widerspruch standen.
    Eine unsichere, destabilisierte Südflanke war damals wie heute für den Vielvölkerstaat ein viel entscheidenderer Faktor.

    • Chali
    • 28.07.2011 um 11:38 Uhr

    "Der Glaube, die Gesellschaft am Reißbrett ändern zu können, hat sich als Irrglaube erwiesen"

    Wie muss ein Mensch gestrickt sein, der überhaupt auf eine derartig hirnrissige Idee kommt?

    Offensichtlich ist da der Glaube hilfreich, "der Mensch" sei Verfügungsmasse - dies unabhängig von seiner Hautfarbe und seinem Pass. Kurz: Neo-Feudalismus.

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    Nämlich in Europa/Deutschland, und sogar in Japan.

    Es ist erforderlich, die Gründe für das Scheitern (das vorherzusehen war) endlich einmal genau zu evaluieren.

    Nämlich in Europa/Deutschland, und sogar in Japan.

    Es ist erforderlich, die Gründe für das Scheitern (das vorherzusehen war) endlich einmal genau zu evaluieren.

  4. hat wohl kaum länger im Krieg - oder in Afghanistan gelebt. Wieso verlangt er Lernfähigkeit einzig von den Afghanen, während der Westen, der da wohl die Fehler der Sowjets wiederholt hat das Land sich selbst überlassen soll ? Verantwortungslose Krieglogik - das Paradoxon der "Magischen Hand", das da auch die Kriegsführung steuert ? Allmählich wird's lächerlich - tragisch lächerlich, was sogenannte Experten hier behaupten dürfen. In der Regel sollte man eine Fehleranalyse und entsprechend eine Verhaltensänderung von erwachsenen und entsprechend verantwortlich agierenden Menschen erwarten können. Das hier Gesagte jedoch weist auf das übliche verantwortungslose "Bussiness as Usual" hin, dass alle Beteiligten die (magischen) Hände in Unschuld reiben lässt.

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    "hat wohl kaum länger im Krieg - oder in Afghanistan gelebt. Wieso verlangt er Lernfähigkeit einzig von den Afghanen, während der Westen, der da wohl die Fehler der Sowjets wiederholt hat das Land sich selbst überlassen soll ?"

    Schetter verlangt doch gar nichts! Er gründet seine Hoffnung darauf:

    "Hoffnung knüpft Experte Schetter einzig an die Lernfähigkeit der Afghanen, zumal der zuletzt zumindest in Ansätzen sich entwickelnden Zivilgesellschaft."

    Ich stimme Ihnen:
    "In der Regel sollte man eine Fehleranalyse und entsprechend eine Verhaltensänderung von erwachsenen und entsprechend verantwortlich agierenden Menschen erwarten können."

    ...und bin deshalb zuversichtlich, dass Ihnen dieser Unterschied deutlich wird.

    ---

    Eine ganz andere Frage ist, wie kommt der Autor auf 20 Mrd. pro Monat an Kosten allein für die USA?

    Andere Quellen http://www.afghanistanstu... gehen von 100 Mrd. pro Jahr aus

    "hat wohl kaum länger im Krieg - oder in Afghanistan gelebt. Wieso verlangt er Lernfähigkeit einzig von den Afghanen, während der Westen, der da wohl die Fehler der Sowjets wiederholt hat das Land sich selbst überlassen soll ?"

    Schetter verlangt doch gar nichts! Er gründet seine Hoffnung darauf:

    "Hoffnung knüpft Experte Schetter einzig an die Lernfähigkeit der Afghanen, zumal der zuletzt zumindest in Ansätzen sich entwickelnden Zivilgesellschaft."

    Ich stimme Ihnen:
    "In der Regel sollte man eine Fehleranalyse und entsprechend eine Verhaltensänderung von erwachsenen und entsprechend verantwortlich agierenden Menschen erwarten können."

    ...und bin deshalb zuversichtlich, dass Ihnen dieser Unterschied deutlich wird.

    ---

    Eine ganz andere Frage ist, wie kommt der Autor auf 20 Mrd. pro Monat an Kosten allein für die USA?

    Andere Quellen http://www.afghanistanstu... gehen von 100 Mrd. pro Jahr aus

    • colca
    • 28.07.2011 um 11:47 Uhr
    7. fehlt

    Ein Vergleich fehlt mir aber in dem ansonsten erstaunlich guten Artikel.
    Hätte der Widerstand gegen die aktuellen westlichen Besatzer in Afghanistan auch nur annähernd so massive Waffenhilfe aus dem Ausland bekommen, wie sie der Widerstand gegen die früheren sowjetischen Besatzer genossen hat, dann wäre der "Lernprozess" innerhalb der NATO vermutlich noch schneller als damals bei Gorbartschow abgelaufen.

    Spätestens beim 50sten abgeschossenen NATO-Hubschrauber wäre die Friedensliebe bei den Truppenstellern aber derart massiv ausgebrochen, dass dieser sinnlose Krieg schon viel früher geendet hätte. Oder glaubt jemand, eine beliebige Bundesregierung würde eine Interventionseinsatz mit angenommen 500 toten Soldaten politisch durchhalten?

    Herr Karzai sollte sich jedenfalls das Schicksal seiner Kollaborateursvorgänger sehr genau anschauen und rechtzeitig ein Flugticket bereit legen. Sein zusammengerafftes Vermögens dürfte ja schon längst auf sicheren Auslandskonten auf ihn warten...

  5. Ich muss mich Kommentator Nr. 4 anschließen. Man kann die beiden militärischen Einsätze nicht miteinander vergleichen, ohne dass dieser verdammt schief gerät. Der Krieg, den die UDSSR in den 80er Jahren in Afghanistan geführt hat, hat zwischen 1-1,5 Millionen Tote gefordert. Die Brutalität, vor allem gegen die Zivilbevölkerung, mit der der Krieg in den 80ern geführt wurde, ist nicht annähernd mit der Kriegführung der derzeitigen internationalen Truppen vergleichbar. Auch die Motivation und die Ursachen für den Einsatz unterscheiden sich grundsätzlich. Hier ging es auch nicht darum, einer fremden Kultur westliche Lebensweise aufzuzwingen. Das haben vorher schon die Taliban getrieben, die zu einem erheblichen Teil aus Pakistan stammten und den Afghanen einen Steinzeitislam aufzwingen wollten, der in dieser extremen Form dort allenfalls von einer Minderheit praktiziert wurde.

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