Kraftwerk Fessenheim Frankreichs Atomaufsicht gibt Alt-AKW noch zehn Jahre

Es ist das älteste Atomkraftwerk Frankreichs und gilt als besonders störanfällig. Dennoch empfiehlt die Atomaufsicht, die Laufzeit des AKW Fessenheim zu verlängern.

Ungeachtet massiver Proteste hat die französische Behörde für Atomaufsicht (ASN) eine Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass empfohlen. Der Reaktorblock 1 sei für zehn weitere Betriebsjahre "geeignet", sagte ASN-Direktor André-Claude Lacoste.

Die ASN verband ihre Zustimmung jedoch mit der Auflage, dass das Kraftwerk technisch modernisiert wird. Die Betonplatte unter dem Reaktorbehälter müsse bis 2013 verstärkt werden. Bis 2012 solle außerdem das Kühlsystem nachgebessert werden.

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Die Betonplatte unter dem Reaktorbehälter ist nur einen Meter dick – die dünnste aller französischen Reaktoren. Bei einem schweren Unfall mit einer Kernschmelze könnte die Betonplatte bersten und radioaktives Material in den Rhein gelangen. Die Verstärkung der Platte würde nach Schätzungen etwa 100 Millionen Euro kosten.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz und ein Komitee elsässischer Atomkraftgegner nannten die Empfehlung der ASN "nicht akzeptabel". Schon morgen könne ein Erdbeben oder ein Dammbruch mit Überflutung eintreten, heißt es in der Erklärung. Zudem sei fraglich, wie das "viel zu schwache Fundament" und das alte Reaktordruckgefäß nachgerüstet werden könnten.

Atomkraftgegner fordern seit Jahren die Stilllegung des AKW, das als besonders störanfällig gilt. Nach der Katastrophe im japanischen AKW Fukushima hatten sich zudem zahlreiche deutsche, schweizerische und elsässische Gemeinden in Resolutionen für eine Abschaltung ausgesprochen, darunter Freiburg, Basel und Straßburg. Im Elsass verlangten zudem 400 Regionalpolitiker in einem offenen Brief an Staatschef Nicolas Sarkozy, das "veraltete" Kraftwerk zu schließen.

Die endgültige Entscheidung liegt bei der französischen Regierung. Offiziell will sie ihren Beschluss erst Mitte November treffen – nach Abschluss des von der EU angeordneten Stresstests. Bisher war die Regierung jedoch stets den Empfehlungen der ASN gefolgt.

 
Leser-Kommentare
  1. Ganz spannend: Im französischen AKW Tricastin ist es an diesem Wochenende zu einer Explosion und einem Brand gekommen. Doch niemand berichtet! In Frankreich kehrt man das einfach unter den Teppich und die deutschen Medien kehren machen fröhlich mit und berichten über eine Kitschhochzeit.

    Mehr dazu hier: http://gutjahr.biz/blog/2...

    Unsere "Qualitätsmedien" werden immer schlechter....

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    • medwed
    • 04.07.2011 um 18:53 Uhr

    Die Meldung über die Explosion in Tricastin wird deswegen ein bisschen stiefmütterlich behandelt, weil lediglich ein Transformator neben dem Kraftwerksgelände in die Luft geflogen ist. Das kann immer, überall und bei jeder Art von Stromerzeugung passieren. Oder anders gesamt: mit Atomkraft hat das rein gar nichts zu tun.

    Unsere Qualitätsmedien sind eben gerade deswegen Qualitätsmedien, weil sie zwischen relevanten und weniger relevanten Meldungen unterscheiden können. Ganz anders sieht es hingegen bei gewissen "Qualitätskommentaren" aus, wie mir scheint...

    • medwed
    • 04.07.2011 um 18:53 Uhr

    Die Meldung über die Explosion in Tricastin wird deswegen ein bisschen stiefmütterlich behandelt, weil lediglich ein Transformator neben dem Kraftwerksgelände in die Luft geflogen ist. Das kann immer, überall und bei jeder Art von Stromerzeugung passieren. Oder anders gesamt: mit Atomkraft hat das rein gar nichts zu tun.

    Unsere Qualitätsmedien sind eben gerade deswegen Qualitätsmedien, weil sie zwischen relevanten und weniger relevanten Meldungen unterscheiden können. Ganz anders sieht es hingegen bei gewissen "Qualitätskommentaren" aus, wie mir scheint...

    • Kiira
    • 04.07.2011 um 18:03 Uhr

    muß in der EU durchsetzen, daß nur noch vollständig versicherte Atomkraftwerke weiterlaufen dürfen. Allen anderen Meilern muß die Betriebserlaubnis umgehend entzogen werden.

    • medwed
    • 04.07.2011 um 18:53 Uhr

    Die Meldung über die Explosion in Tricastin wird deswegen ein bisschen stiefmütterlich behandelt, weil lediglich ein Transformator neben dem Kraftwerksgelände in die Luft geflogen ist. Das kann immer, überall und bei jeder Art von Stromerzeugung passieren. Oder anders gesamt: mit Atomkraft hat das rein gar nichts zu tun.

    Unsere Qualitätsmedien sind eben gerade deswegen Qualitätsmedien, weil sie zwischen relevanten und weniger relevanten Meldungen unterscheiden können. Ganz anders sieht es hingegen bei gewissen "Qualitätskommentaren" aus, wie mir scheint...

    Antwort auf "#Tricatin"
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    Da es eine perfekte Antwort auf das "hat mit Atomkraft nichts zu tun" bereits gibt:

    >>Aussagen wie “der Transformator steht nicht in der nuklearen Zone” sind leere Worthülsen. Was ist denn die “nukleare Zone”? Die Notstromdiesel stehen vermutlich auch nicht in der “nuklearen Zone”. Dennoch sind sie von signifikanter Wichtigkeit.

    Diese Worthülse ist genau so fahrlässig, wie die Suggestion, ein abgeschalteter Reaktor sei sicher. Blicken wir auf Reaktor 4 in Fukushima 1. Dieser Reaktor war abgeschaltet und ohne Brennstoff. Der Block ist heute dennoch eine strahlende Ruine und wird dies mindestens für Jahrzehnte bleiben.<<

    werde ich einfach den Link dazu posten:

    http://www.anti-atom-pira...

    Da es eine perfekte Antwort auf das "hat mit Atomkraft nichts zu tun" bereits gibt:

    >>Aussagen wie “der Transformator steht nicht in der nuklearen Zone” sind leere Worthülsen. Was ist denn die “nukleare Zone”? Die Notstromdiesel stehen vermutlich auch nicht in der “nuklearen Zone”. Dennoch sind sie von signifikanter Wichtigkeit.

    Diese Worthülse ist genau so fahrlässig, wie die Suggestion, ein abgeschalteter Reaktor sei sicher. Blicken wir auf Reaktor 4 in Fukushima 1. Dieser Reaktor war abgeschaltet und ohne Brennstoff. Der Block ist heute dennoch eine strahlende Ruine und wird dies mindestens für Jahrzehnte bleiben.<<

    werde ich einfach den Link dazu posten:

    http://www.anti-atom-pira...

  2. na echt super!

    da schaltet deutschland in seiner atomhysterie 'alt'-AKW's ab und unsere nachbarn in frankreich verlängern die laufzeit für deren oldie glatt um 10 jahre ?! ?!

    ja gibt's denn unterschiedliche globen und wir retten in deutschland -mal wieder- diesen unseren kleinen und heilen, weil's der deutschen seele ach soooo gut tut ;-)))

    => ohne globalen konsens ist das deutsche klein-klein doch nur ein pures NICHTS ?!

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    Ihre Logik ist ziemlich daneben, wenn einer vom Hochhaus springt dann springen Sie hinterher...?

    DEnn sinngemäß ist genau das Ihre Einstellung, wenn Frankreich und andere weiter teils marode Akws betreiben dann solle Deutschland das auch machen...

    http://www.sueddeutsche.d...

    Aus dieser Quelle geht hervor, das dieses Akw schon häufiger aufgefallen ist durch Störfälle die immer nur verzögert öffentlich gemacht wurden.

    z.B. 2008 wurden mindestens 2 französische Flüsse radioaktiv verseucht.
    http://netzwerk-regenboge...

    Die interaationale Atombehörde müsste endlich mal wirkliche Stresstests weltweit durchsetzen, statt weiter nur butterweiche Empfehlungen auszusprechen und im Ernstfall überhaupt keinen Befugnis zum Eingreifen zu haben, siehe Fukushima.

    Atomkraft ist ein gefährlicher und letztlich auch teurer Irrweg.

    Ihre Logik ist ziemlich daneben, wenn einer vom Hochhaus springt dann springen Sie hinterher...?

    DEnn sinngemäß ist genau das Ihre Einstellung, wenn Frankreich und andere weiter teils marode Akws betreiben dann solle Deutschland das auch machen...

    http://www.sueddeutsche.d...

    Aus dieser Quelle geht hervor, das dieses Akw schon häufiger aufgefallen ist durch Störfälle die immer nur verzögert öffentlich gemacht wurden.

    z.B. 2008 wurden mindestens 2 französische Flüsse radioaktiv verseucht.
    http://netzwerk-regenboge...

    Die interaationale Atombehörde müsste endlich mal wirkliche Stresstests weltweit durchsetzen, statt weiter nur butterweiche Empfehlungen auszusprechen und im Ernstfall überhaupt keinen Befugnis zum Eingreifen zu haben, siehe Fukushima.

    Atomkraft ist ein gefährlicher und letztlich auch teurer Irrweg.

  3. Und wer denkt an die deutschen Nachbarn der Elsässer, die von der Atomkraft gefährdet werden? Sollte da demnächst die deutsche Atombewegung Entwicklungshilfe leisten?

  4. Ihre Logik ist ziemlich daneben, wenn einer vom Hochhaus springt dann springen Sie hinterher...?

    DEnn sinngemäß ist genau das Ihre Einstellung, wenn Frankreich und andere weiter teils marode Akws betreiben dann solle Deutschland das auch machen...

    http://www.sueddeutsche.d...

    Aus dieser Quelle geht hervor, das dieses Akw schon häufiger aufgefallen ist durch Störfälle die immer nur verzögert öffentlich gemacht wurden.

    z.B. 2008 wurden mindestens 2 französische Flüsse radioaktiv verseucht.
    http://netzwerk-regenboge...

    Die interaationale Atombehörde müsste endlich mal wirkliche Stresstests weltweit durchsetzen, statt weiter nur butterweiche Empfehlungen auszusprechen und im Ernstfall überhaupt keinen Befugnis zum Eingreifen zu haben, siehe Fukushima.

    Atomkraft ist ein gefährlicher und letztlich auch teurer Irrweg.

  5. Da es eine perfekte Antwort auf das "hat mit Atomkraft nichts zu tun" bereits gibt:

    >>Aussagen wie “der Transformator steht nicht in der nuklearen Zone” sind leere Worthülsen. Was ist denn die “nukleare Zone”? Die Notstromdiesel stehen vermutlich auch nicht in der “nuklearen Zone”. Dennoch sind sie von signifikanter Wichtigkeit.

    Diese Worthülse ist genau so fahrlässig, wie die Suggestion, ein abgeschalteter Reaktor sei sicher. Blicken wir auf Reaktor 4 in Fukushima 1. Dieser Reaktor war abgeschaltet und ohne Brennstoff. Der Block ist heute dennoch eine strahlende Ruine und wird dies mindestens für Jahrzehnte bleiben.<<

    werde ich einfach den Link dazu posten:

    http://www.anti-atom-pira...

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    • medwed
    • 04.07.2011 um 22:17 Uhr

    Passen Sie bloß auf, dass Ihnen der Himmel nicht auf den Kopf fällt.

    • medwed
    • 04.07.2011 um 22:17 Uhr

    Passen Sie bloß auf, dass Ihnen der Himmel nicht auf den Kopf fällt.

    • medwed
    • 04.07.2011 um 22:17 Uhr

    Passen Sie bloß auf, dass Ihnen der Himmel nicht auf den Kopf fällt.

    Antwort auf ".................."

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