Gewalt in Syrien Assads Truppen töten mehr als 120 Menschen

In Syrien toben schwere Kämpfe kurz vor dem Fastenmonat: Soldaten von Präsident Assad haben die Protesthochburg Hama und andere Städte gestürmt und das Feuer eröffnet.

Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad liefern sich offenbar Gefechte mit Aufständischen in mehreren Städten des Landes. Das berichtete der arabische Nachrichtensender Al Jazeera und beruft sich dabei auf Aktivisten und Augenzeugen. Die nationale Organisation für Menschenrechte beziffert die Zahl der Toten durch die Militärgewalt derzeit auf mindestens 121.

Am schwersten griff die Armee in Hama im Zentrum des Landes an. Nach Angaben von Aktivisten wurden allein in der Hochburg der Proteste mindestens 95 Menschen getötet. Soldaten und Sicherheitskräfte hätten bei ihrem Einmarsch am Morgen das Feuer auf Zivilisten eröffnet, sagte der Chef der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Rahman. Über 100 Personen wurden bei dem Angriff verletzt, berichtete ein syrischer Aktivist in Beirut. 



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Bewohner wehren sich mit Steinen und Molotowcocktails

Die Truppen rückten im Morgengrauen in Hama ein. Zuvor hatten Spezialisten die Strom- und Wasserversorgung gekappt. Panzer sollen in Wohngebiete gefeuert, Scharfschützen auf Hausdächern Stellung bezogen haben. "Es regnete Granaten über die Stadt, die Soldaten schossen auf alles, was sich bewegte", schilderte einer der Aktivisten die Lage. Die Bewohner versuchten, sich mit Molotowcocktails und Steinen zu wehren. Zahllose Verletzte wurden in die Krankenhäuser eingeliefert, die Ärzte riefen die Menschen zu Blutspenden auf.

Ein Reporter der New York Times, der sich letzte Woche von Beirut aus über die grüne Grenze nach Hama durchschlagen konnte, berichtete, die Bewohner betrachteten ihre Stadt als vom Assad-Regime befreit und hätten begonnen, sich selbst zu verwalten. Die Menschen hätten Barrikaden in den Wohnvierteln errichtet, die die Panzer am Sonntag jedoch mühelos niederrollten.

Hama war eine Protest-Hochburg

Aus Hama hatten sich die Sicherheitskräfte von Präsident Baschar al-Assad vor mehreren Wochen völlig zurückgezogen. Seitdem fanden dort und in Deir al-Zor regelmäßig besonders stark besuchte Demonstrationen gegen das Assad-Regime statt, an denen insgesamt rund 1,2 Millionen Menschen teilnahmen. Viele Menschen fürchten eine Neuauflage des Massakers von 1982: Damals war die Stadt Schauplatz der grausamen Unterdrückung eines Aufstandes von Islamisten durch Baschar al-Assads Vater Hafis al-Assad gewesen. Dabei waren je nach Schätzung 10.000 bis 30.000 Bewohner getötet worden.

Auch in anderen Landesteilen ging das Regime Waffengewalt gegen Demonstranten vor. Gepanzerte Armeeverbände rückten in die Ortschaft Harak in der südlichen Provinz Daraa, in die nordöstliche Stadt Deir al-Zor und in den Vorort Al-Moadamija bei Damaskus ein. Dort sollen Berichten zufolge auch Greifkommandos von Militär und Staatssicherheit Häuser durchkämmt und Dutzende Menschen bei Razzien abgeführt haben. 

Leser-Kommentare
  1. wird auch dieser Aufstand niedergeschlagen werden. Vor allem weil Armee und sehr große Teile der Bevölkerung hinter Assad stehen. Und dies noch viel loyaler als in Lybien, wo man ja gerade schön sieht, dass ohne westliche Bodentruppen der Aufstand nur in einen andauernden Bürgerkrieg verschleppt wird.

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    Eine exzellente 'Tiefen'Analyse von Alastair Crooke , dem Gruender and Direktor von 'Conflicts Forum' .
    Er war ein ehemaliger Berater von EU Foreign Policy Chief, Javier Solana, von 1997-2003.

    http://www.atimes.com/ati...

    .."Sunni clerical voices are touting the Arab "awakening" as the "Sunni revolution" in riposte to the Shi'ite revolution of Iran. In March, al-Jazeera broadcast a sermon by Sheikh Youssef al-Qaradawi, which raised the banner of the restoration of Sunni ascendency in Syria. Qaradawi, who is based in Qatar, was joined by Saudi cleric Saleh Al-Luhaidan who urged, "Kill a third of Syrians so the other two-thirds may live."

    Clearly many of the protesters in traditional centers of Sunni irredentism, such as Homs and Hama in Syria, comprise of aggrieved Sunnis seeking the Alawites ouster, and a return to Sunni ascendency. These are not Salafists, but mainstream Syrians for whom the elements of Sunni ascendency, irredentism and reformism have conflated into a sole demand. This is a very frightening prospect for the quarter of the Syrians that form the non-Sunni minorities.

    The marginalization of Sunnis in Iraq, Syria and more recently in Lebanon has aggrieved the Saudis and some Gulf states as much as it did the Salafists. The perception that Assad betrayed the Sunni interest in Iraq - although inaccurate - does help account for the vehemence of the Qatari-funded al-Jazeera's pre-prepared information campaign against Assad...

    • THEU
    • 31.07.2011 um 13:35 Uhr

    Wenn Große Teile der Bevölkerung für Assad sind,
    ist das was die Minderheit (Gegner) dann tun nicht
    unrecht?

    Ein Land richtet sich doch nach der Mehrheitsgesellschaft oder nicht?

    • Cando
    • 31.07.2011 um 13:47 Uhr

    Also einen weiteren völkerrechtswidrigen Krieg durch die NATO, die vom eklatanten Bruch des geltenden Völkerrechts mal abgesehen ja ohnehin nicht mehr die finanziellen Mittel hat, diesen Krieg dann auch zu Ende zu führen.

    Ich weiß gar nicht wie ich auf Ihren Kommentar ander reagieren sollte als Ihnen zu sagen: NEIN! Es reicht langsam.

    Wenn "sehr große Teile der Bevölkerung hinter Assad stehen" dann sollte es doch demokratische Pflicht sein Assad zu unterstützen und nicht die Demonstranten.
    Ich kann Ihrer Logik also nicht folgen.
    Und auch nicht immer der demokratischen Logik, denn wenn die Mehrheit denkt, dass das falsche richtig ist, dann sollte man eben (wie in ihrem Beispiel) die Minderheit stützen.
    Nur... wer weiss was Falsch und Richtig ist?

    .....die wichtigen zwar, stehen der Assad-Sippe treu gegenueber. Die grosse Mehrheit der Bevoelkerung sei, wenn auch in unterschiedlichen Schaerfen, gegen Assad. Die Protestwelle bewegt sich fuer meinen Geschmack zwar etwas zu langsam, jedoch gewinnt sie stetig an Hoehe und "Zerstoerungskraft". Ramadan fuer die Moslems ist nicht nur ein Fastenmonat, sondern auch ein Monat indem die Moslems mit grossem Erfolg ihre Existenz- und Freiheitskaempfe haben fuehren muessen. Diesmal wird es genauso sein. Die Motivation der syrischen und libyischen Bevoelkerung die grausamen Despoten Assad und Gaddafi zum Teufel zu jagen, ist in Ramadan besonders hoch.

    ". Vor allem weil Armee und sehr große Teile der Bevölkerung hinter Assad stehen. "

    Vorschlag: freie Wahlen.

    Eine exzellente 'Tiefen'Analyse von Alastair Crooke , dem Gruender and Direktor von 'Conflicts Forum' .
    Er war ein ehemaliger Berater von EU Foreign Policy Chief, Javier Solana, von 1997-2003.

    http://www.atimes.com/ati...

    .."Sunni clerical voices are touting the Arab "awakening" as the "Sunni revolution" in riposte to the Shi'ite revolution of Iran. In March, al-Jazeera broadcast a sermon by Sheikh Youssef al-Qaradawi, which raised the banner of the restoration of Sunni ascendency in Syria. Qaradawi, who is based in Qatar, was joined by Saudi cleric Saleh Al-Luhaidan who urged, "Kill a third of Syrians so the other two-thirds may live."

    Clearly many of the protesters in traditional centers of Sunni irredentism, such as Homs and Hama in Syria, comprise of aggrieved Sunnis seeking the Alawites ouster, and a return to Sunni ascendency. These are not Salafists, but mainstream Syrians for whom the elements of Sunni ascendency, irredentism and reformism have conflated into a sole demand. This is a very frightening prospect for the quarter of the Syrians that form the non-Sunni minorities.

    The marginalization of Sunnis in Iraq, Syria and more recently in Lebanon has aggrieved the Saudis and some Gulf states as much as it did the Salafists. The perception that Assad betrayed the Sunni interest in Iraq - although inaccurate - does help account for the vehemence of the Qatari-funded al-Jazeera's pre-prepared information campaign against Assad...

    • THEU
    • 31.07.2011 um 13:35 Uhr

    Wenn Große Teile der Bevölkerung für Assad sind,
    ist das was die Minderheit (Gegner) dann tun nicht
    unrecht?

    Ein Land richtet sich doch nach der Mehrheitsgesellschaft oder nicht?

    • Cando
    • 31.07.2011 um 13:47 Uhr

    Also einen weiteren völkerrechtswidrigen Krieg durch die NATO, die vom eklatanten Bruch des geltenden Völkerrechts mal abgesehen ja ohnehin nicht mehr die finanziellen Mittel hat, diesen Krieg dann auch zu Ende zu führen.

    Ich weiß gar nicht wie ich auf Ihren Kommentar ander reagieren sollte als Ihnen zu sagen: NEIN! Es reicht langsam.

    Wenn "sehr große Teile der Bevölkerung hinter Assad stehen" dann sollte es doch demokratische Pflicht sein Assad zu unterstützen und nicht die Demonstranten.
    Ich kann Ihrer Logik also nicht folgen.
    Und auch nicht immer der demokratischen Logik, denn wenn die Mehrheit denkt, dass das falsche richtig ist, dann sollte man eben (wie in ihrem Beispiel) die Minderheit stützen.
    Nur... wer weiss was Falsch und Richtig ist?

    .....die wichtigen zwar, stehen der Assad-Sippe treu gegenueber. Die grosse Mehrheit der Bevoelkerung sei, wenn auch in unterschiedlichen Schaerfen, gegen Assad. Die Protestwelle bewegt sich fuer meinen Geschmack zwar etwas zu langsam, jedoch gewinnt sie stetig an Hoehe und "Zerstoerungskraft". Ramadan fuer die Moslems ist nicht nur ein Fastenmonat, sondern auch ein Monat indem die Moslems mit grossem Erfolg ihre Existenz- und Freiheitskaempfe haben fuehren muessen. Diesmal wird es genauso sein. Die Motivation der syrischen und libyischen Bevoelkerung die grausamen Despoten Assad und Gaddafi zum Teufel zu jagen, ist in Ramadan besonders hoch.

    ". Vor allem weil Armee und sehr große Teile der Bevölkerung hinter Assad stehen. "

    Vorschlag: freie Wahlen.

  2. ... dass ihm für die Mörderei der Prozeß gemacht werden wird. Er wird nicht persistieren, so wie bisher alle Diktaturen ihr Ende gefunden haben. Es ist zu hoffen, dass wir in der Zeit einer beschleunigten Entwicklung in der Welt, schon möglichst bald den Sturz des Diktators erleben - und hoffentlich ohne viel Blutvergiessen und ohne Einmischung durch die eigene Armee, die die Bevölkerung und deren freie Meinungsäusserung zu schützen hat.

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    aber entweder hören die Proteste jetzt auf oder die Toten gehen in die Tausende, ebenso wie die als Dissidenten verhafteten. Dass irgendwann auch Assads Thron wackelt, vielleicht vor Gericht gestellt wird, einem Attentat zum Opfer fällt ist kein Trost. Der Argumentation nach müsste man ja jede Diktatur nur einfach "aussitzen".

    es ist doch wohl klar dass assad das schlechtere übel ist.welches islamische land wählt von sich aus die demokratie? in allen islamischen ländern wählen sie islamistische parteien.da is assad 1000 mal besser als mit und unter diesen islamisten zu leben.

    aber entweder hören die Proteste jetzt auf oder die Toten gehen in die Tausende, ebenso wie die als Dissidenten verhafteten. Dass irgendwann auch Assads Thron wackelt, vielleicht vor Gericht gestellt wird, einem Attentat zum Opfer fällt ist kein Trost. Der Argumentation nach müsste man ja jede Diktatur nur einfach "aussitzen".

    es ist doch wohl klar dass assad das schlechtere übel ist.welches islamische land wählt von sich aus die demokratie? in allen islamischen ländern wählen sie islamistische parteien.da is assad 1000 mal besser als mit und unter diesen islamisten zu leben.

  3. Eine exzellente 'Tiefen'Analyse von Alastair Crooke , dem Gruender and Direktor von 'Conflicts Forum' .
    Er war ein ehemaliger Berater von EU Foreign Policy Chief, Javier Solana, von 1997-2003.

    http://www.atimes.com/ati...

    .."Sunni clerical voices are touting the Arab "awakening" as the "Sunni revolution" in riposte to the Shi'ite revolution of Iran. In March, al-Jazeera broadcast a sermon by Sheikh Youssef al-Qaradawi, which raised the banner of the restoration of Sunni ascendency in Syria. Qaradawi, who is based in Qatar, was joined by Saudi cleric Saleh Al-Luhaidan who urged, "Kill a third of Syrians so the other two-thirds may live."

    Clearly many of the protesters in traditional centers of Sunni irredentism, such as Homs and Hama in Syria, comprise of aggrieved Sunnis seeking the Alawites ouster, and a return to Sunni ascendency. These are not Salafists, but mainstream Syrians for whom the elements of Sunni ascendency, irredentism and reformism have conflated into a sole demand. This is a very frightening prospect for the quarter of the Syrians that form the non-Sunni minorities.

    The marginalization of Sunnis in Iraq, Syria and more recently in Lebanon has aggrieved the Saudis and some Gulf states as much as it did the Salafists. The perception that Assad betrayed the Sunni interest in Iraq - although inaccurate - does help account for the vehemence of the Qatari-funded al-Jazeera's pre-prepared information campaign against Assad...

    Antwort auf "Ohne westliche Hilfe"
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    Die Meldungen in der "westlichen" Presse sprechen von Assad, als dem Diktator und Bösewicht schlechthin, der die Massaker zu verantworten habe. In Syrien sind aber mindestens noch die Baath-Partei, der Geheimdienst, alewitische Clans und die Armee an der Macht beteiligt. Kann Assad selbst überhaupt noch etwas entscheiden, oder ist er inzwischen Marionette einer dieser Gruppen?

    Für mich sind Zweifel angebracht, denn regelmäßig, wenn von Assad Reformen (z.B. Aufhebung des Kriegsrechts) angekündigt wurden, kam es zu erhöhten Repressionen gegen die Demonstranten. Das kann man als besondere Perfidie interpretieren, wie es in unseren Medien gewöhnlich geschieht, es kann aber auch auf einen erbitterten Machtkampf zwischen den obengenannten Gruppen hindeuten.

    Dazu kommt, dass die Opposition eben nicht aus lauter lupenreinen Demokraten besteht. Es gibt Rivalitäten zwischen den verschiedensten Gruppen, ähnlich wie im Libanon, die Moslembrüder stehen in den Startlöchern. Daher meine ketzerische Frage: Ist Assad vielleicht das kleinere Übel?

    Die Meldungen in der "westlichen" Presse sprechen von Assad, als dem Diktator und Bösewicht schlechthin, der die Massaker zu verantworten habe. In Syrien sind aber mindestens noch die Baath-Partei, der Geheimdienst, alewitische Clans und die Armee an der Macht beteiligt. Kann Assad selbst überhaupt noch etwas entscheiden, oder ist er inzwischen Marionette einer dieser Gruppen?

    Für mich sind Zweifel angebracht, denn regelmäßig, wenn von Assad Reformen (z.B. Aufhebung des Kriegsrechts) angekündigt wurden, kam es zu erhöhten Repressionen gegen die Demonstranten. Das kann man als besondere Perfidie interpretieren, wie es in unseren Medien gewöhnlich geschieht, es kann aber auch auf einen erbitterten Machtkampf zwischen den obengenannten Gruppen hindeuten.

    Dazu kommt, dass die Opposition eben nicht aus lauter lupenreinen Demokraten besteht. Es gibt Rivalitäten zwischen den verschiedensten Gruppen, ähnlich wie im Libanon, die Moslembrüder stehen in den Startlöchern. Daher meine ketzerische Frage: Ist Assad vielleicht das kleinere Übel?

  4. Was hat sich eigentlich im Irak nach Saddam geändert für die einfachen Bürger?
    Genau das werden wir in Libyen und in Ägypten erleben.
    Die Syrischen Machthaber haben daraus gelernt, die lassen es erst gar nicht soweit kommen.
    Von Demokratie ist Arabien noch Lichtjahre etfernt.
    Darum geht es im Grunde auch nicht, sondern um die Verteilung der Reichtümer im Lande und das wird mit Gewalt geregelt.
    Im Westen macht man es eleganter, die einen nennen es BAILOUT und die anderen RETTUNGSSCHIRM.
    Beides geht immer zu Lasten der Allgemeinheit und macht die Reichen noch reicher.
    Kein Wunder, dass man bei den Vorbildern auch in Arabien Änderungen will.

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    • M.R.K
    • 31.07.2011 um 13:16 Uhr

    ...ist nichts zum Essen. Aber ich persönlich wäre lieber arm und frei als arm und unfrei. Als in Deutschland 1919 die Demokratie eingefuehrt wurde ging es den Leuten auch zuerst furchtbar schlimm und viel schlechter als unter Kaiser Wilhelm. Viele Menschen hassten die Demokratie, wählten Hitler und die Folge war ein schlimmer Weltkrieg. Erst nach dem totalen Zusammenbruch kam dann der Wiederaufbau, und eine Demokratie die laut gewissen Indezes im internationalen und auch europäischebn Vergleich zu den besser funktionierenden gehört. Ich will damit nur sagen, dass alles nicht so einfach ist. Freiheit, Demokratie, politische Mitbestimung sind kein Garant fuer Zufriedenheit der Einwohner aber durchaus eine Voraussetzung. Anders gesagt: Wenn wir in Studien die durchschnittliche Zufriedenheit oder subjektive Lebensqualität messen, sind alle Länder die in Punkto Lebensqualität international an der Spitze stehen demokratisch, aber nicht alle demokratischen Länder haben eine hohe Lebensqualität.

    • M.R.K
    • 31.07.2011 um 13:16 Uhr

    ...ist nichts zum Essen. Aber ich persönlich wäre lieber arm und frei als arm und unfrei. Als in Deutschland 1919 die Demokratie eingefuehrt wurde ging es den Leuten auch zuerst furchtbar schlimm und viel schlechter als unter Kaiser Wilhelm. Viele Menschen hassten die Demokratie, wählten Hitler und die Folge war ein schlimmer Weltkrieg. Erst nach dem totalen Zusammenbruch kam dann der Wiederaufbau, und eine Demokratie die laut gewissen Indezes im internationalen und auch europäischebn Vergleich zu den besser funktionierenden gehört. Ich will damit nur sagen, dass alles nicht so einfach ist. Freiheit, Demokratie, politische Mitbestimung sind kein Garant fuer Zufriedenheit der Einwohner aber durchaus eine Voraussetzung. Anders gesagt: Wenn wir in Studien die durchschnittliche Zufriedenheit oder subjektive Lebensqualität messen, sind alle Länder die in Punkto Lebensqualität international an der Spitze stehen demokratisch, aber nicht alle demokratischen Länder haben eine hohe Lebensqualität.

  5. aber entweder hören die Proteste jetzt auf oder die Toten gehen in die Tausende, ebenso wie die als Dissidenten verhafteten. Dass irgendwann auch Assads Thron wackelt, vielleicht vor Gericht gestellt wird, einem Attentat zum Opfer fällt ist kein Trost. Der Argumentation nach müsste man ja jede Diktatur nur einfach "aussitzen".

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Assad soll wissen ...."
  6. Was hat Iraq mit Ägypten und Libya zutun?
    Wer hat in Iraq dafür gesorgt das über neun Jahren keine vernünftige Politik gemacht wird?

    Wer hat mehr als 60 Jahren Syrien keine Chance gegeben Demokratische werte & System zu Bilden? Wer in Iraq? Wer in Ägypten und Libya?

    Wer gibt die Berechtigungen, das 10 bis 30 Tausend Menschen getötet werden nur weil man annimmt das die Menschen nicht für Demokratie breit sind?

    Wer gibt Ihnen das recht über Menschenleben so zu Schreiben?

    Sie haben davon nichts verstanden. Das die Menschen in Ägypten das Ziel verfehlt haben hat was mit Demokratie als solche zutun?

    Wo sind Sie eigentlich zuhause wenn Sie so über Menschenleben schreiben?

    Mehr als 60 Jahren leiden die Syria unter einer Herschafft der Gewalt wie die Iraker getan haben. Das die Iraker nicht schafften haben das Land als eine Einheit hinter eine Politisch demokratische Ziele zu vereinen liegt auch da ran das Religiöse Gruppierungen das verhindern.

    Also hören Sie auf hier über Menschen zu schreiben als ob die nur die Zeilen Ihres Kommentar wären.

    Er wird fallen (Assad) wie all die andern Diktatoren.

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    Abgesehen davon , das man Sie kaum versteht , koennten Sie uns auch ' vorhersagen ' , wer die Position von Assad einnehmen sollte ?
    Das ist hier der mittlere Osten und nicht Skandinavien.
    Gibt es da etwa einen verborgenen syrischen ' Neslon Mandela ' , der das Volk in eine glueckliche Demokratie fuehrt ?
    Assad mit all seinen Fehlern , hat es immerhin noch geschafft Syrien saekular zu halten.
    Wenn er fallen sollte , wird das Land in einen ultra-fanatischen Islamismus verfallen , gespeist von radikalen Elementen aus Saudi Arabien und den uebrigen Koenigshaeusern am persischen Golf.
    Der Salafismus und Wahabismus lassen gruessen und zwar mit brachialer Gewalt.
    Sogar die sonst so naiven Amerikaner haben das bemerkt.

    Abgesehen davon , das man Sie kaum versteht , koennten Sie uns auch ' vorhersagen ' , wer die Position von Assad einnehmen sollte ?
    Das ist hier der mittlere Osten und nicht Skandinavien.
    Gibt es da etwa einen verborgenen syrischen ' Neslon Mandela ' , der das Volk in eine glueckliche Demokratie fuehrt ?
    Assad mit all seinen Fehlern , hat es immerhin noch geschafft Syrien saekular zu halten.
    Wenn er fallen sollte , wird das Land in einen ultra-fanatischen Islamismus verfallen , gespeist von radikalen Elementen aus Saudi Arabien und den uebrigen Koenigshaeusern am persischen Golf.
    Der Salafismus und Wahabismus lassen gruessen und zwar mit brachialer Gewalt.
    Sogar die sonst so naiven Amerikaner haben das bemerkt.

    • M.R.K
    • 31.07.2011 um 13:16 Uhr

    ...ist nichts zum Essen. Aber ich persönlich wäre lieber arm und frei als arm und unfrei. Als in Deutschland 1919 die Demokratie eingefuehrt wurde ging es den Leuten auch zuerst furchtbar schlimm und viel schlechter als unter Kaiser Wilhelm. Viele Menschen hassten die Demokratie, wählten Hitler und die Folge war ein schlimmer Weltkrieg. Erst nach dem totalen Zusammenbruch kam dann der Wiederaufbau, und eine Demokratie die laut gewissen Indezes im internationalen und auch europäischebn Vergleich zu den besser funktionierenden gehört. Ich will damit nur sagen, dass alles nicht so einfach ist. Freiheit, Demokratie, politische Mitbestimung sind kein Garant fuer Zufriedenheit der Einwohner aber durchaus eine Voraussetzung. Anders gesagt: Wenn wir in Studien die durchschnittliche Zufriedenheit oder subjektive Lebensqualität messen, sind alle Länder die in Punkto Lebensqualität international an der Spitze stehen demokratisch, aber nicht alle demokratischen Länder haben eine hohe Lebensqualität.

    Antwort auf "Arabischer Frühling."
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    aber die Despoten haben seit Hitler und Stalin dazu gelernt und Vorsorge für den Machterhalt getroffen.
    Zählen Sie mal die 198 Mitglieder der UN ab, ob Demokratie oder nicht, erschreckend, oder?

    • cornus
    • 31.07.2011 um 13:48 Uhr

    Die Demokratie in Deutschland hatte nach dem 1.Weltkrieg einen schlechten Start, weil Deutschland so hohe Reparationsleistungen zahlen musste und wirtschaftlich am Boden lag.
    Alle Parteien waren empört über diese Bürde, die die junge Republik zu tragen hatte und gar nicht leisten konnte und die NSDAP hat von der Schwäche der Regierung profitiert.

    Ein interessanter link zuum Thema Reparationszahlungen: (ich hoffe, er funktioniert)
    http://www.aussenpolitikf...

    aber die Despoten haben seit Hitler und Stalin dazu gelernt und Vorsorge für den Machterhalt getroffen.
    Zählen Sie mal die 198 Mitglieder der UN ab, ob Demokratie oder nicht, erschreckend, oder?

    • cornus
    • 31.07.2011 um 13:48 Uhr

    Die Demokratie in Deutschland hatte nach dem 1.Weltkrieg einen schlechten Start, weil Deutschland so hohe Reparationsleistungen zahlen musste und wirtschaftlich am Boden lag.
    Alle Parteien waren empört über diese Bürde, die die junge Republik zu tragen hatte und gar nicht leisten konnte und die NSDAP hat von der Schwäche der Regierung profitiert.

    Ein interessanter link zuum Thema Reparationszahlungen: (ich hoffe, er funktioniert)
    http://www.aussenpolitikf...

  7. aber die Despoten haben seit Hitler und Stalin dazu gelernt und Vorsorge für den Machterhalt getroffen.
    Zählen Sie mal die 198 Mitglieder der UN ab, ob Demokratie oder nicht, erschreckend, oder?

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Demokratie..."
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    • dacapo
    • 01.08.2011 um 22:54 Uhr

    Soll das nun heißen, Menschen sollen sich weiterhin Despotie gefallen lassen? Man soll nicht gegen Unterdrückung auf die Strasse? Hauptsache, hier im Westen kann man sich über Verfehlungen seiner Politker aufregen.

    • dacapo
    • 01.08.2011 um 22:54 Uhr

    Doppelposting. Die Redaktion/sc

    • dacapo
    • 01.08.2011 um 22:54 Uhr

    Soll das nun heißen, Menschen sollen sich weiterhin Despotie gefallen lassen? Man soll nicht gegen Unterdrückung auf die Strasse? Hauptsache, hier im Westen kann man sich über Verfehlungen seiner Politker aufregen.

    • dacapo
    • 01.08.2011 um 22:54 Uhr

    Doppelposting. Die Redaktion/sc

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