Bonität der USA : Obama verteidigt Schuldenkompromiss

Auch nach der Herabstufung der Bonität hält Barack Obama an seiner Finanzpolitik fest. Mit Sorge wird nun die Reaktion der Finanzmärkte erwartet.
Barack Obama in Washington, August 2011 © Jewel Samad/AFP

Nachdem die Kreditwürdigkeit der USA herabgestuft wurde, betont Präsident Barack Obama die Bedeutung des Schuldenabkommens. Es sei ein "wichtiger Schritt in die richtige Richtung" gewesen, teilte das Weiße Haus mit. Zugleich räumte Obama aber ein, der wochenlange politische Streit habe "zu lange gedauert und hat zeitweise zu viel Uneinigkeit gestiftet". Obama rief zu mehr Einigkeit in der Sparpolitik auf. Es war die erste Stellungnahme der Regierung, nachdem die Bonität herabgestuft wurde.

Erstmals in der Geschichte der USA hatte die Rating-Agentur Standard & Poor's den Vereinigten Staaten die Bestnote "AAA" entzogen und die Bonität auf "AA+" abgestuft. Die Agentur begründete dies ausdrücklich mit dem jüngsten Schuldenabkommen. Erst nach wochenlanger Debatte hatten Demokraten und Republikaner sich auf einen Kompromiss in der Schuldenfrage geeinigt. Er sieht vor, dass das Schuldenlimit von derzeit 14,3 Billionen Dollar um insgesamt bis zu 2,4 Billionen Dollar erhöht wird. Dies soll mit Sparmaßnahmen in Höhe von 2,5 Billionen Dollar einhergehen.

Laut Standard & Poor's reichen die vereinbarten Einsparungen nicht aus, um den Finanzhaushalt zu konsolidieren. Zugleich kritisierte S&P, der langfristige Ausblick sei negativ. Sollten die USA ihre Schulden nicht in den Griff bekommen, "könnten wir das langfristige Rating innerhalb der nächsten zwei Jahre auf "AA" herabstufen". Die beiden anderen großen US-Rating-Agenturen Moody's und Fitch halten indes an der Bestnote fest.

Eine hohe Einstufung der Zahlungsfähigkeit ist für Staaten bei der Aufnahme neuer Schulden wichtig. Je höher ihre Bonität eingeschätzt wird, desto geringere Zinsen müssen sie für die Ausgabe von Staatsanleihen an den Kapitalmärkten zahlen.

Unklar ist, wie die Finanzmärkte am Montag auf die Herabstufung durch Standard & Poor's reagieren. Der Schritt löste weltweit Sorge aus, da die ohnehin flaue US-Konjunktur weiter Schaden nehmen könnte. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es in den USA sowie in Europa erhebliche Kursverluste gegeben. Möglich seien auch weitere Zinserhöhungen.

Auch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Tom Mayer, rechnet nach der Herabstufung der Bonitätsnote der USA mit weiteren Kurseinbrüchen an den Börsen. "Schlechte Nachrichten sind immer unangenehm für Märkte", sagte Mayer im Gespräch mit Bild am Sonntag. Er rechne aber nicht mit einem weltweiten Börsencrash, sagte Mayer.

Ungewöhnlich scharfe Kritik kam aus China. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua schrieb: "Amerika muss für seine Schuldensucht und das kurzsichtige politische Gezerre bezahlen." Als größter Gläubiger Amerikas habe China jedes Recht zu verlangen, "dass die USA ihre strukturellen Schuldenprobleme in den Griff bekommen und die Sicherheit chinesischer Dollar-Anlagen sicherstellen".

Nach der Herabstufung der USA gibt es nur noch vier führende Industrienationen mit der Bestnote der Agentur: Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kanada.

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Kommentare

61 Kommentare Seite 1 von 8 Kommentieren

Man muss die Chinesen bzw deren Würdeträger verstehen....

....wenn sie so reagieren. Schließlich haben sie viele Dollars. Wenn sie nun sagen würden, sie hätten bewusst den Yuan am Dollar gekoppelt und Treasuries angehäuft, weil sie zu faul waren das Geld auszugeben aber trotzdem den Wettbewerbsvorteil eines zu starken Dollars beibehalten wollten, so würden sie eigene Verantwortung für ihr Problem einräumen. Sollen sie sagen: "Die Amis haben uns seit Jahrzehnten vor dieser Situation und den Risiken gewarnt!". Dafür könnten sie dort hingerichtet werden.

Who owns America? Hint: It's not China

Die Amerikaner sind wie die Japaner sehr stark bei sich selbst verschuldet.

Zitat:
...
•Hong Kong: $121.9 billion (0.9 percent)
•Caribbean banking centers: $148.3 (1 percent)
•Taiwan: $153.4 billion (1.1 percent)
•Brazil: $211.4 billion (1.5 percent)
•Oil exporting countries: $229.8 billion (1.6 percent)
•Mutual funds: $300.5 billion (2 percent)
•Commercial banks: $301.8 billion (2.1 percent)
•State, local and federal retirement funds: $320.9 billion (2.2 percent)
•Money market mutual funds: $337.7 billion (2.4 percent)
•United Kingdom: $346.5 billion (2.4 percent)
•Private pension funds: $504.7 billion (3.5 percent)
•State and local governments: $506.1 billion (3.5 percent)
•Japan: $912.4 billion (6.4 percent)
•U.S. households: $959.4 billion (6.6 percent)
•China: $1.16 trillion (8 percent)
•The U.S. Treasury: $1.63 trillion (11.3 percent)
•Social Security trust fund: $2.67 trillion (19 percent)

So America owes foreigners about $4.5 trillion in debt. But America owes America $9.8 trillion.
...

Hier der gesamte Artikel
http://globalpublicsquare...

Das Problem der USA sind nicht die Schulden

Das Problem der USA ist die Einkommensverteilung. Das oberste Prozent kassiert ein Viertel der Gesamteinkommen, das oberste Zehntel kassiert jeden zweiten Dollar aller Einkommen und 90 Prozent der Bevölkerung teilen sich entsprechend den Rest.

Das daraus folgende Problem ist die Konjunktur, die nur mit Schulden in Gang gehalten werden kann. Nicht die Schulden sind das Problem, sondern die hohen Einkommen und gewaltigen Geldvermögen der Reichen.

Obama spart jetzt an den Falschen, nämlich an den Armen. Er hätte die Reichen höher besteuern müssen, als er dafür noch eine Mehrheit gehabt hätte. Stattdessen hat er damals die Steuergeschenke der Bushregierung für die Reichen noch verlängert. Obama hat seine Wähler hintergangen und verraten, wei einst bei uns die rotzgrüne Regierung.

Jetzt wird das Sparen die Wirtschaft endgültig strangulieren.

Wachstumsfetisch

Lügenpresse schreibt: "Das daraus folgende Problem ist die Konjunktur, die nur mit Schulden in Gang gehalten werden kann. Nicht die Schulden sind das Problem, sondern die hohen Einkommen und gewaltigen Geldvermögen der Reichen.
...
Jetzt wird das Sparen die Wirtschaft endgültig strangulieren."

Aha, ein Anhänger der Wachstumsideologie! Ein Haus mit Garten drum herum auf Raten! Ein dickes Auto auf Raten! Was ist denn, wenn das Erdöl weltweit zur Neige geht? Spätestens dann funktioniert die Wachstumsideologie nicht mehr. Eine Wirtschaft, die nur kraft dem Aufpuschmittel Konjunkturankurbelung durch Staatsverschuldung funktioniert, gleicht einem Radrennfahrer, der durch exzessives Doping Raubbau am eigenen Körper betreibt und noch in jungen Jahren zusammenbricht und ausgemustert wird.

Ursachen

2. "Das Problem der USA sind nicht die Schulden
Das Problem der USA ist die Einkommensverteilung."

darin kann ich nur eine geringere Teilschuld erkennen,meiner Meinung nach ist der Großteil des Geldes in den isl.Ländern versickert,weil sie in USA immer noch nicht reflektiert haben,dass Islam und Demokratie nicht kompertibel ist.(also ich denke den Bürgern ist das klar,soweit ich das beurteilen kann,aber den Politikern nicht)In islam.Ländern "für Demokratie kämpfen" und zu Hause geht alles den Bach runter.Ich nenne das unverantwortlich.Wenn sie so weitermachen,sagen die Chinesen denen eh bald wos langgeht.
Mein Herz schlägt und schlug immer für USA,aber bei soviel Unvernunft
und Unverantwortlichkeit den eigenen Bürgern gegenüber,
was soll man da noch sich vormachen.

Bitte diskutieren Sie sachlich und differenziert. Danke. Die Redaktion/er

Interessanter Vergleich:

"Obama hat seine Wähler hintergangen und verraten, wei einst bei uns die rotzgrüne Regierung."

[...] Wenn man das schwachsinnige Gehampel um eine "Pflichtkrankenversicherung" sieht, glaubt man doch fast an geistige Einstellungen, die eher dem Mittealter als einer aufgekläreten Gegenwart zuzurechnen sind.

Man hat auch den Eindruck, dass der "amerikanische Traum" ebenso wie der einfachstrukturierte Patriotismus bei den US-Bürgern inzwischen zum phylogenetischen Erbe gehören.

Das ist doch nicht der Wählerstoff der dezidierte sozialstaatliche Ansprüche an eine Politik stellt. Insofern Betrug am Wähler durch Obama?

Oder wird das nur in der Presse unterschwellig so kolportiert und dient der Stärkung meiner Vorurteile?

Bei der Nummer von Rot-Grün darf man ruhig von Sozialbetrug sprechen. Die SPD hat auch den Teil einer Quittung bekommen.

Aber mal eine andere Frage, was wollen die USA denn an Sozialleistungen einsparen? Es kann dann nicht mehr lange dauern, da freut der Inder in Mumbai sich auf den heimischen Bürgersteigen zu wohnen und nicht in der Kanalisation von Las Vegas.

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/vn

Ursache = "Souverän"

Tatsächlich hat der amerikanische Wähler die jetzige Situation selbst verursacht.

Zwei Jahren nach dem Wahlsieg von Obama, hat am 3. November 2010 der so hoch geschätzte Souverän die Republikaner mit Mehrheit in das Repräsentantenhaus gewählt.

http://www.tagesschau.de/...

Bei den entscheidenden Themen ist Obama seitdem zwingende auf die Republikaner angewiesen! Wie skrupellos und einseitig die Republikaner sind und bekanntermaßen schon immer waren, stellten diese sogleich auch bei den ersten Möglichkeit im Dezember 2010 vor, als Sie die Verlängerung der Steuersenkungen insbesondere für amerikanische Reiche durchsetzen und Obama zum ersten „faulen“ Kompromiss zwangen:

http://www.tagesschau.de/...

Die aktuell eintretende Situation ist im Grunde nichts anderes als eine Wiederholung. Allerdings ist der Schaden diesmal erheblich größer. Und es wird sich wiederholen, dafür werden die Republikaner sorgen mit Hilfe der einfältigen Amerikaner sorgen!

Die Amerikaner haben Ihre größte Hoffnung „politisch kastriert“. Damit haben Sie sich ihrer Chancen nach erforderlichen, grundlegenden Veränderungen selbst beraubt.

Es ist allein deswegen vollkommen überzogen zu fordern, dass Obama dieses Vorhaben hätte noch durchsetzen sollen, als er die Mehrheit hierfür hatte.

Kein Mitleid mit solchen Wählern (nicht nur in Amerika). Selbst schuld!

Da ist etwas dran:

Auch in den USA hat es mit der neoliberalen Politik eine unglaubliche Umverteilung des Volkseinkommens von unten nach oben gegegeben. Und diese Umverteilung geht unvermindert weiter.
Da die oberen 5oo superreichen Familien auch in der Politik bestimmen, wird sich daran auch nichts ändern.
Obama wurden sehr schnell nach seiner Amtübernahme die Flausen ausgetrieben.
Er hatte so große Pläne - Frieden in Nahost, Versöhnung mit der muslimischen Welt, Krankenversicherung für alle US-Amerikaner.
Was ist davon geblieben?
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Diese Umverteilung haben die Amis vor der Finanzkrise gar nicht so richtig bemerkt. Die Menschen nahmen einfach Kredite auf, um ihren Lebensstandard zu sichern.
Das funktioniert jetzt nicht mehr.
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In diesem Sommer wird die niedrigste Beschäftigungsrate unter US-Jugendlichen erreicht, die es jemals nach dem Zweiten Weltkrieg gegeben hat.
Das Employment Policies Institute (EPI), eine Denkfabrik in Washington D.C., gab bekannt, dass sich die Jugendarbeitslosigkeit in den USA von 24,2 Prozent im Mai auf 24,5 Prozent im Juni erhöht hat.
http://www.gegenfrage.com...
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Die Schulden sind das Symptom

Die Ursache ist die Umverteilung von Unten nach Oben.

Welche irr-witzigen Blüten das treibt, kann man bei der FTD nachlesen:

http://www.ftd.de/unterne...

Da kann Obama bei den kleinen Sparen was er will, dass wird die Amis nicht mehr retten, denn die Kleinen sind ausgeblutet.

Obama ist vollständig gescheitert. Vorausgesetzt, er hat auch nur ein Wort aus seinem Wahlkampf selbst geglaubt.

@missamerica1:

missamerica1 schreibt: "Ein Haus mit Garten drum herum auf Raten hat mit Edöl nichts zu tun und war jahrhundertelang Selbstverständlichkeit."

Vielleicht eine Bauernhütte, aber kein Haus mit fließendem Wasser und Klimaanlage.

"Wirds halt ein Stromauto, eine Solaranlage, ein Kunstwerk, eine Wärmedämmung, eine Reise etc. Wachstum ist nicht so einseitig."

Gut! Für motivierte Wissenschaftler und Techniker, die etwas Positives leisten wollen, gibt es also noch viel zu tun. Wachstum in der umweltschonenden Technik ist noch drin. Man soll auch das Positive sehen - das ist gut gegen die midlife-Depressionen!

@joG:

joG schreibt: "Da müsse man sparen. Da helfe eine größere Umverteilung nichts un wäre sogar kontraproduktiv. Das sagen die Republikaner. Obwohl das etwas sehr vereinfacht, ist das nicht ganz unrichtig."

Naja, sollte ein Präsident es schaffen, den Superreichen mehr Steuern abzunehmen, so wäre dieses Geld sehr gut angelegt, wenn es in die Schuldentilgung gesteckt würde. Davon haben Arm und Reich etwas. Wenn es aber verpulvert würde, zum Beispiel für mehr Militär oder für die NASA, dann soll es lieber bei Dagobert Duck im Geldspeicher bleiben!

Der selbe Blödsinn wurde auch bei der Atomkraft erzählt

Das geht nicht im Alleingang, bringt nix, usw. usf.

Kaum hat Deutschland den Ausstieg beschlossen, zieht ein Nachbar nach dem anderen nach.

Nicht anders wäre es bei höheren Steuern für Reiche.

Diese höheren Steuern sind genauso plausibel, wie der Atomausstieg. Sogar höchst plausibel!

Würde z.B. Deutschland damit beginnen, würden nach und nach die anderen nachziehen.

Die zwei Probleme werfen unterschiedliche....

...Strukturen auf. Natürlich geben sie einer Emotion in der Bevölkerung gleichermaßen nach und ähneln sich hierin. Auch gibt es einen gewissen Ausweichmechanismus ins Ausland in beiden Fällen. Dieser ist jedoch im Falle der Atomstroms etwas begrenzter und durch Regulierung begrenzt begegenbar. Während aber der Atomausstieg das Risiko eines Gau im Inland reduziert erreicht die Steuer auf Superreiche derlei nicht. Das Geld wandert ab aber es findet keine positive Externalität statt.

Eine gute Frage

Ich will mich nicht vor einer Antwort drücken. Ihr Argument lässt sich nicht so leicht vom Tisch fegen. Konsequenz wäre aber: Die USA müssten die Cayman Inseln annektieren und die NATO müsste in Liechtenstein und der Schweiz einmarschieren und die Banken unter Aufsicht von Finanzkommissaren stellen. Und wenn man das nicht will oder kann, muss man die Superreichen wohl in Ruhe lassen. Zumindest nicht über die Maßen zur Kasse bitten. Aber das hatte Obama als erfahrener und realistischer Politiker, der seine Pappenheimer kennt, wohl auch nicht vor. Sein Vorschlag zur Eindämmung der Schuldenkrise hätte den Superreichen wohl nur erträgliche Einschränkungen abverlangt, damit sie ihr Geld im Land lassen. Aber selbst die erträglichen Einschränkungen waren ihnen zuviel. Sie haben die Notlage der Nation schamlos ausgenutzt.

"Konsequenz wäre aber: Die USA ....."

Sie bleiben in alten Denkschemata hängen und bemühen Lösungen à la Steinbrücks (SPD) Kavallerie. Die Dinge sind meistens nicht so alternativlos, wie sie scheinen und fast nie so einfach.

Es stimmt zwar schon, dass man uU öffentliche Güter (die Herstellung eines allgemeinen Rahmens der Eigentumsrechte kann solches interpretiert werden). Dazu würden solche Maßnahmen zählen, wie Daten stehlen, öffentliche Erniedrigungen (Zumwinkel) oder man schickt private Söldner mit auf deutschen Handelschiffen (, die vermutlich die gefangenen Piraten menschlicher behandeln werden als in Kenias Gefängnisen). Die "Nationalen Mittel" sind aber für Internationale Öffentliche Güter nicht sehr gut geeignet, weil sie sehr teuer sind, in ihrer Effektivität von dem Verhalten anderer abhängen (externe Effekte) oder von Konkurrenten ohne die Kostenbelastung (Kern des Öffentlichen Gutes) mit benutzt werden können. Ein glänzendes Beispiel hierfür war die internationale Sicherheit, das Duopol USA/UDSSR (später USA) bereitstellten und in deren relativen Windstille Länder wie Japan und Kuba lebten oder China wirtschaftlich groß wurde.

Die drucken doch sowieso ihr Geld selber.

... also ist es überhaupt nicht schlimm, wenn der Dollar abgewertet wird. Das macht die Yankees international wettbewerbsfähiger und bring produzierende Nationen in schwere Bedrängnis.
Wie schon die Europäer die Lasten der US-Immobilienkrise zu schultern hatten, werden nun die Chinesen mit Aufständen und Bürgerkriegen zahlen müssen.

Die USA haben ein Militärbudget von über 800 Milliarden Dollar - ZEHNMAL soviel wie Russland oder China.

Jesus würde eine Dollarsteuer einführen, damit das aufhört.

Zustimmung...

...allerdings:

"Wie schon die Europäer die Lasten der US-Immobilienkrise zu schultern hatten, werden nun die Chinesen mit Aufständen und Bürgerkriegen zahlen müssen."

glaube ich daran nur bedingt. Die Chinesen sind nicht dumm, zusätzlich diktatorisch zentralregiert und brutal. Die haben Manövriermöglichkeiten, die man sich im Westen nur schwer vorstellen kann. Vermutlich durchschauen die auch die ökonomischen Theorien besser als ihre westlichen Vertreter.

Davon abgesehen, habe ich mit dem Land wenig Mitleid, die chinesische Regierung fährt mit ihrer Export- und Dumpingindustrie einen unsentimentalen Machtkurs und nutzt gezielt die Schwäche der westlichen Wirtschaftsideologie. Die USA stehen, nach Meinung vieler, nicht umsonst sehr deindustriealisiert da.

10 mal soviel?

Ich frag mich immer bei solchen Vergleichen, wieviel das eigentlich ist. Und zwar nicht in Geld, sondern in Flugzeugen, Raketen, Panzern und Soldaten.
China hat immer noch über 2 Millionen Soldaten unter Waffen. Die USA nur ca. 1,4 Millionen. Sicher viel besser ausgerüstet. Aber Ausrüstung allein genügt nicht. Man braucht auch Soldaten, die sie nutzen.
Wenn man dann noch bedenkt, wo überall USA-Soldaten im Einsatz sind, kann man sich vorstellen, wie das tatsächliche Verhältnis bei einem Konflikt wäre.