US-RepublikanerObamas Herausforderer
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Rick Perry, der Sozialkonservative

Rick Perry

Rick Perry  |  © Scott Olson/Getty Images

 Er könnte der Kompromiss sein zwischen dem moderaten Romney und der Rechten-Ikone Bachmann: Rick Perry , der Gouverneur von Texas ist für die Senkung der Arbeitslosenquote in seinem Bundesstaat und seine sozialkonservativen Ansichten bekannt. Wie Bachmann ist der 61-Jährige ein Anhänger der Tea-Party-Bewegung und ein streng gläubiger Evangelikaler.

Texas weist unter seiner Führung eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen im Land auf. Dies bringt Perry nach Einschätzung von Beobachtern Punkte im Kampf um die Stimmen des Wirtschaftsflügels der Republikaner. Gleichzeitig hat Texas aber eine der höchsten Armutsquoten in den USA. Für Schlagzeilen sorgte vor zwei Jahren Perrys Ausspruch während einer Anti-Steuer-Kundgebung der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung, Texas ginge es möglicherweise besser, wenn es sich von den USA abspaltete.

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Perry, der seine politische Karriere bei den Demokraten begonnen und 1989 die Seiten gewechselt hatte, ist erzkonservativ. Der frühere Pilot der US-Luftwaffe kämpft für freien Handel, liberale Waffen- und strenge Einwanderungsgesetze. Den Staatshaushalt will er mit Kürzungen im Bildungs- und Gesundheitswesen sanieren. Gleichzeitig sollen Steuern gesenkt werden. Seine Ideologie unterscheidet sich nur unwesentlich von der Michele Bachmanns.

Beobachter halten Perry für einen sehr starken Kandidaten. Er trat die Nachfolge des ehemaligen Präsidenten George W. Bush in Texas an und hält das Amt im zweitgrößten Bundesstaat inzwischen länger inne als irgendein anderer vor ihm. Der Politikwissenschaftler Cal Jillson von der Southern Methodist University geht deshalb auf längere Sicht von einem Zweikampf zwischen Romney und Perry aus.

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Leserkommentare
  1. Ein sehr misslungener Untertitel... richtig würde es heißen: "muss vor allem die konservative Basis ansprechen können"; schließlich handelt es sich dabei nur um einen Wettbewerb, wer sich weiter rechts positionieren kann. Ganz im Gegensatz dazu wählen die Demokraten meist "centrists" - kein Wunder, dass das Spektrum sich immer mehr nach rechts verschiebt.

    Eine Leserempfehlung
  2. Und wieder einmal kein Wort von Ron Paul. Unsere "freie Presse" zeigt sich mal wieder von ihrer besten Seite.

    Passend dazu: http://www.thedailyshow.c...

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    • BooNoc
    • 18. August 2011 14:23 Uhr

    Ron Paul wird ausgespart. Er will zwar nur die Kriege beenden, hat in den letzten Jahrzehnten immer konsequent und vor allem KOÄRENT abgestimmt, die FED - das Grundübel des bezinsten EDollars - will er ebenfalls abschaffen. Logisch, dass die US Corporate Media ihn totschweigt und ignoriert.

    Und unsere deutsche "Presse" rennt dem Vorbild hinterher.

    Gut gemacht, Zeit! Man kann das Niveau täglich absacken sehen. Nur weiter so.

    http://www.saarbreaker.co...
    http://www.zerohedge.com/...

    Witzig. Genau das war auch mein erster Gedanke. Ron Paul scheint bisher eher von seinen eigenen Idealen (die man teilen kann oder nicht) gelenkt als von Parteikalkül oder den Wünschen der Spendengeber. Das kann sich Big Business natürlich nicht gefallen lassen. Schön, dass Ron Paul trotzdem unter den Wählern gewissen Zuspruch findet.

    Dazu ein passendes Zitat von Noam Chomsky:
    "Propaganda is to a democracy what the bludgeon is to a totalitarian state."
    Meiner Meinung nach erleben wir das auch hier. Und auch sonst scheinen mir gerade die Online Medien mehr auf Emotionen abzuzielen als auf Informationen.
    Das meiste ist einfach hochgradig verwirrend.
    In den USA sind diese Manipulationstechniken vielleicht schon etwas weiter als bei uns, wir brauchen ja immer ein paar Jährchen um die Dinge von dort zu übernehmen..
    Aber es gibt auch Lichtblicke und vermutlich auch eine gewisse Pressefreiheit...vielleicht...verwirrend...

    • BooNoc
    • 18. August 2011 14:23 Uhr

    Ron Paul wird ausgespart. Er will zwar nur die Kriege beenden, hat in den letzten Jahrzehnten immer konsequent und vor allem KOÄRENT abgestimmt, die FED - das Grundübel des bezinsten EDollars - will er ebenfalls abschaffen. Logisch, dass die US Corporate Media ihn totschweigt und ignoriert.

    Und unsere deutsche "Presse" rennt dem Vorbild hinterher.

    Gut gemacht, Zeit! Man kann das Niveau täglich absacken sehen. Nur weiter so.

    http://www.saarbreaker.co...
    http://www.zerohedge.com/...

    4 Leserempfehlungen
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    • BooNoc
    • 18. August 2011 14:25 Uhr

    Es muss natürlich heißen "kohärent", meine ENtschuldigung.

    Immer gut: Einfach plärren und dabei keine Ahnung haben WARUM diese drei Kandidaten behandelt wurden:
    Bachmann, Romney und Perry sind die drei Kandidaten die von der gesamten US-Presse als diejenigen benannt werden die derzeit die stärksten Kandidaten sind.
    Ron Paul hatte im Iowa-Poll nur ein 9% Rating erreicht.
    Es geht im Artikel um die drei Kandidaten die derzeit die meisten Chancen haben, nicht um einfach alle anderen, auch wenn Ron Paul die beste Alternative wäre meiner Meinung nach.
    Also bitte einfach mal nachdenken bevor man einfach so rumpolemisiert.

    • rsokol
    • 18. August 2011 14:24 Uhr

    Der Untertitel des Artikels suggeriert eine Ausgangssituation, die nicht den politischen Realitäten der USA entspricht. Republikanische Politik und die Mehrzahl der Kandidaten sind gegenwärtig vor allem eines: rechtslastig. Und wenn es etwas zu erreichen gilt, dann vor allem das Ansprechen der Wähler in der konservativen Mitte.

    • BooNoc
    • 18. August 2011 14:25 Uhr

    Es muss natürlich heißen "kohärent", meine ENtschuldigung.

    Antwort auf "Ganz genau"
  3. Witzig. Genau das war auch mein erster Gedanke. Ron Paul scheint bisher eher von seinen eigenen Idealen (die man teilen kann oder nicht) gelenkt als von Parteikalkül oder den Wünschen der Spendengeber. Das kann sich Big Business natürlich nicht gefallen lassen. Schön, dass Ron Paul trotzdem unter den Wählern gewissen Zuspruch findet.

    Eine Leserempfehlung
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  4. Dazu ein passendes Zitat von Noam Chomsky:
    "Propaganda is to a democracy what the bludgeon is to a totalitarian state."
    Meiner Meinung nach erleben wir das auch hier. Und auch sonst scheinen mir gerade die Online Medien mehr auf Emotionen abzuzielen als auf Informationen.
    Das meiste ist einfach hochgradig verwirrend.
    In den USA sind diese Manipulationstechniken vielleicht schon etwas weiter als bei uns, wir brauchen ja immer ein paar Jährchen um die Dinge von dort zu übernehmen..
    Aber es gibt auch Lichtblicke und vermutlich auch eine gewisse Pressefreiheit...vielleicht...verwirrend...

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  5. Kreationismus, Homosexuellenfeindlichkeit und derart reaktionäres Gedankengut, in Kombination mit Bildungsmangel und geistiger Armut würde man bei uns in Deutschland anders titulieren!

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    Intoleranz und Volksverdummung sind zwei wichtige Stützen der christlichen Kirche, deren Werte sich auch zwei deutsche Parteien ins Programm geschrieben haben. Die nennen sich auch konservativ.

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