Er könnte der Kompromiss sein zwischen dem moderaten Romney und der Rechten-Ikone Bachmann: Rick Perry , der Gouverneur von Texas ist für die Senkung der Arbeitslosenquote in seinem Bundesstaat und seine sozialkonservativen Ansichten bekannt. Wie Bachmann ist der 61-Jährige ein Anhänger der Tea-Party-Bewegung und ein streng gläubiger Evangelikaler.

Texas weist unter seiner Führung eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen im Land auf. Dies bringt Perry nach Einschätzung von Beobachtern Punkte im Kampf um die Stimmen des Wirtschaftsflügels der Republikaner. Gleichzeitig hat Texas aber eine der höchsten Armutsquoten in den USA. Für Schlagzeilen sorgte vor zwei Jahren Perrys Ausspruch während einer Anti-Steuer-Kundgebung der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung, Texas ginge es möglicherweise besser, wenn es sich von den USA abspaltete.

Perry, der seine politische Karriere bei den Demokraten begonnen und 1989 die Seiten gewechselt hatte, ist erzkonservativ. Der frühere Pilot der US-Luftwaffe kämpft für freien Handel, liberale Waffen- und strenge Einwanderungsgesetze. Den Staatshaushalt will er mit Kürzungen im Bildungs- und Gesundheitswesen sanieren. Gleichzeitig sollen Steuern gesenkt werden. Seine Ideologie unterscheidet sich nur unwesentlich von der Michele Bachmanns.

Beobachter halten Perry für einen sehr starken Kandidaten. Er trat die Nachfolge des ehemaligen Präsidenten George W. Bush in Texas an und hält das Amt im zweitgrößten Bundesstaat inzwischen länger inne als irgendein anderer vor ihm. Der Politikwissenschaftler Cal Jillson von der Southern Methodist University geht deshalb auf längere Sicht von einem Zweikampf zwischen Romney und Perry aus.