Hungersnot in Afrika Auf der Flucht vor den Islamisten
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Das Geschäft mit der Hilfe blüht

Im Restaurant Awda kann man auch sehen, wie die Geschäfte mit der Hilfe beginnen zu blühen. Hier sitzen viele junge Männer, sie haben als Fahrer und Mitarbeiter bei Hilfsorganisationen angeheuert. Deren Jobangebote sind auf Papier an die Wand des Lokals geklebt. Und zu denen, die Arbeit gefunden haben, gesellen sich sichtbar auch schon käufliche Frauen. Hinten im Hof gibt es Zimmer. Sie erinnern eher an Verschläge, aber Unterkünfte sind in Dolo Ado rar.

Trotz des vergleichsweise reichhaltigen Essensangebots im Transitcenter steigt seit einigen Tagen die Zahl der Kinder, die nicht mehr ambulant mit Spezialnahrung aufgepäppelt werden können. Sie werden dann ins lokale Krankenhaus geschickt. Auch das soll im Zuge der Hilfe ausgebaut werden. Denn es ist nie gut, nur für Flüchtlinge zu sorgen, auch für die einheimische Bevölkerung muss etwas bleiben, wenn alle wieder gehen.

Im Krankenhaus kümmern sich Arra und Ärzte ohne Grenzen um die Schwächsten. "Seit drei Tagen kommen schlagartig mehr Patienten", sagt der Chef der Krankenschwestern, Abi Abdi. Der 28-Jährige steht erschöpft in der Sonne. In mehreren Zelten und einem grün gestrichenen Gebäude betreuen sie hier 63 Kinder unter fünf Jahren. In den ersten Tagen werden sie mit einer Nasensonde ernährt. Wuchtig kleben die weißen Pflaster zur Befestigung der Kanülen auf den kleinen schwarzen Köpfen. Dahira Adan liegt mit hochgereckten Armen in ihrem Bett, ihre Mutter Isha hat sich offensichtlich die besten Sachen angezogen, um ihre Tochter ins Krankenhaus zu begleiten. Sie wacht über die Krankenakte, hin- und hergerissen, denn sieben weitere Kinder warten im Transitcenter. Dahira ist zwei, sie atmet schwer, die herausstehenden Rippen heben und senken sich angestrengt. Ein Pfleger entfernt die Pflaster, das kleine Bündel hat sich schon so weit erholt, dass es nun mit kalorienreichem Spezialbrei gefüttert werden kann. Eine Woche wird Dahira noch im Krankenhaus bleiben müssen.

Draußen vor der Tür entsteht ein kleiner Tumult. Ein junger Mann hat ein Mädchen gebracht. Drei ist sie, hat über 40 Grad Fieber, hockt, eine Wasserflasche im Arm, reglos am Boden. Ihre Mutter, stellt sich heraus, hat gerade ein weiteres Kind geboren, ist viel zu schwach, um sich nun noch um die Dreijährige zu kümmern. Eigentlich gönnen die Somalier ihren Wöchnerinnen 40 Tage Ruhezeit. Der junge Mann ist der Cousin, aufgeregt lässt er sich zu der Mutter bringen. Jemand muss bei dem anderen Kind bleiben. Er könne das auf keinen Fall machen, sagt er, hier seien ja nur Frauen bei den Kindern. Ein Männerhaus aber gibt es nicht. Ein Pfleger legt den Arm um ihn, geht ein paar Schritte. Dann schicken sie ihn los, im Camp jemand anderen zu suchen, der bei der Kleinen in dem viel zu großen grünen T-Shirt im Hospital bleiben kann.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
    • 3cpo
    • 02.08.2011 um 17:51 Uhr

    die kümmern sich halt um ihre Leute. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug. Allah, bestrafe sie!

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    • THEU
    • 02.08.2011 um 19:25 Uhr

    Allah wird diese Leute auch bestrafen
    denn das was sie tun ist
    unislamisch.

    Unschuldigen Leid und Tod zuzufügen ist SÜNDE!

    Im Ramadan ist das sogar tausend mal schlimmmer

    • THEU
    • 02.08.2011 um 19:25 Uhr

    Allah wird diese Leute auch bestrafen
    denn das was sie tun ist
    unislamisch.

    Unschuldigen Leid und Tod zuzufügen ist SÜNDE!

    Im Ramadan ist das sogar tausend mal schlimmmer

  1. 2. Feinde

    Der erste Feind ist der größte Teil der westlichen Welt.
    Die zweiten Feinde sind die religiösen Fanatiker.
    Der dritte Feind ist der Hunger.

    Ohne die beiden erstgenannten würde es keinen Hunger geben.

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    2." Feinde
    Der erste Feind ist der größte Teil der westlichen Welt.
    Die zweiten Feinde sind die religiösen Fanatiker.
    Der dritte Feind ist der Hunger.
    Ohne die beiden erstgenannten würde es keinen Hunger geben"

    Ja,klar der Westen ist der Feind und an Weihnachten kommt der Nikolaus.
    Vielleicht wissen Sie nicht,dass in Somalia der Bevölkerungsanteil fast 100% Prozent Muslime sind und dort aus diesem Grunde die Scharia herrscht,alle Probleme resultieren daraus.

    • dacapo
    • 02.08.2011 um 20:22 Uhr

    .......gehören auch Sie, nie vergessen. Der Westen nicht irgendwas, sondern besteht aus Menschen. Alle Menschen tragen dazu bei.

    2." Feinde
    Der erste Feind ist der größte Teil der westlichen Welt.
    Die zweiten Feinde sind die religiösen Fanatiker.
    Der dritte Feind ist der Hunger.
    Ohne die beiden erstgenannten würde es keinen Hunger geben"

    Ja,klar der Westen ist der Feind und an Weihnachten kommt der Nikolaus.
    Vielleicht wissen Sie nicht,dass in Somalia der Bevölkerungsanteil fast 100% Prozent Muslime sind und dort aus diesem Grunde die Scharia herrscht,alle Probleme resultieren daraus.

    • dacapo
    • 02.08.2011 um 20:22 Uhr

    .......gehören auch Sie, nie vergessen. Der Westen nicht irgendwas, sondern besteht aus Menschen. Alle Menschen tragen dazu bei.

    • akser
    • 02.08.2011 um 18:33 Uhr

    die ganze islamische Welt ruft zur Hilfe für die hungernde Somalier auf und gerade die "Islamisten" sollen diese Leute verjagen? verstehe ich nicht. Es mag sein, dass es Terroristen sind aber doch nicht Islamisten. Ein Islamist wörtlich verstanden kann doch mit Terror nichts am Hut haben, wenn ja kann er doch kein Islamist sein. Wann werden wir endlich lernen, dass Terror keine Religion hat und Islam mit Terror nichts zu tun hat. Ich finde die ausgewählte Überschrift als eine Provokation der Milliarden Muslime, die im Moment sehr gut nachvollziehen können, was Hunger und Durst bedeutet (Ramadan ist da). "Terroristen" als Überschrift wäre geeigneter gewesen.

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    "Ein Islamist wörtlich verstanden kann doch mit Terror nichts am Hut haben, wenn ja kann er doch kein Islamist sein."

    ohne Worte

    weil die Überschrift eben nicht lautet, "Auf der Flucht vor den Muslimen", sondern völlig korrekt, "Auf der Flucht vor den Islamisten".
    In unserem allgemeinen westlichen Verständnis wird sehr klar zwischen diesen beiden Begriffen unterschieden. Wenn also ein Muslim, der sich als fundamental-gläubig bezeichnet, den Begriff Islamist für sich wählt, tut er dies bestenfalls arglos, sollte jedoch irgendwann begreifen, dass er damit den Eindruck einer bewussten Sympathiebekundung für diese Extremisten vermittelt.

    Im Übrigen scheint mir, dass bedauerlicherweise keiner meiner Vorkommentatoren den Artikel überhaupt gelesen hat. Die Autorin hat es nämlich verstanden, die Situation in diesem Transitcenter plastisch und umfassend zu schildern.

    • dacapo
    • 02.08.2011 um 21:09 Uhr

    Entfernt. Bitte beziehen Sie sich in Ihren Kommentaren auf das Artikelthema. Danke, die Redaktion/jz

    Im ZDF hetzt ein Bonner Professor heute abend für einen Militäreinsatz gegen die Shabab. Dieser Beitrag in Der Zeit trotzt vor wilden Anklagen gegen die Shabab.
    Zugleich wiederholt Entwicklungsminister Niebel, ebenfalls im ZDF, seine Forderung, auch mit der Shabab zu reden.
    Was in deutschen Medien nicht berichtet wird, ist, dass das Internationale Rote Kreuz und die Islamic Relief im Shabab-Gebiet arbeiten können.
    Experten für die Region (aus anderen Ländern) erklären immer wieder, dass man mit der Shabab (die nicht einheitlich ist) reden kann und muss.
    Was sagt uns das alles?

    "Ein Islamist wörtlich verstanden kann doch mit Terror nichts am Hut haben, wenn ja kann er doch kein Islamist sein."

    ohne Worte

    weil die Überschrift eben nicht lautet, "Auf der Flucht vor den Muslimen", sondern völlig korrekt, "Auf der Flucht vor den Islamisten".
    In unserem allgemeinen westlichen Verständnis wird sehr klar zwischen diesen beiden Begriffen unterschieden. Wenn also ein Muslim, der sich als fundamental-gläubig bezeichnet, den Begriff Islamist für sich wählt, tut er dies bestenfalls arglos, sollte jedoch irgendwann begreifen, dass er damit den Eindruck einer bewussten Sympathiebekundung für diese Extremisten vermittelt.

    Im Übrigen scheint mir, dass bedauerlicherweise keiner meiner Vorkommentatoren den Artikel überhaupt gelesen hat. Die Autorin hat es nämlich verstanden, die Situation in diesem Transitcenter plastisch und umfassend zu schildern.

    • dacapo
    • 02.08.2011 um 21:09 Uhr

    Entfernt. Bitte beziehen Sie sich in Ihren Kommentaren auf das Artikelthema. Danke, die Redaktion/jz

    Im ZDF hetzt ein Bonner Professor heute abend für einen Militäreinsatz gegen die Shabab. Dieser Beitrag in Der Zeit trotzt vor wilden Anklagen gegen die Shabab.
    Zugleich wiederholt Entwicklungsminister Niebel, ebenfalls im ZDF, seine Forderung, auch mit der Shabab zu reden.
    Was in deutschen Medien nicht berichtet wird, ist, dass das Internationale Rote Kreuz und die Islamic Relief im Shabab-Gebiet arbeiten können.
    Experten für die Region (aus anderen Ländern) erklären immer wieder, dass man mit der Shabab (die nicht einheitlich ist) reden kann und muss.
    Was sagt uns das alles?

  2. 2." Feinde
    Der erste Feind ist der größte Teil der westlichen Welt.
    Die zweiten Feinde sind die religiösen Fanatiker.
    Der dritte Feind ist der Hunger.
    Ohne die beiden erstgenannten würde es keinen Hunger geben"

    Ja,klar der Westen ist der Feind und an Weihnachten kommt der Nikolaus.
    Vielleicht wissen Sie nicht,dass in Somalia der Bevölkerungsanteil fast 100% Prozent Muslime sind und dort aus diesem Grunde die Scharia herrscht,alle Probleme resultieren daraus.

    Antwort auf "Feinde"
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    • Pogg
    • 02.08.2011 um 19:29 Uhr

    "Vielleicht wissen Sie nicht,dass in Somalia der Bevölkerungsanteil fast 100% Prozent Muslime sind und dort aus diesem Grunde die Scharia herrscht,alle Probleme resultieren daraus."

    Welch eine scharfsinnige Analyse der dortigen Lage! Vor der Einführung der Scharia in Teilen des Landes war Somalia also ein prosperiendes Fleckchen Erde in dem Milch und Honig flossen... Ihrer Logik nach müsste man lediglich das somalische Volk missionieren und das Land wäre von einem auf den anderen Tag befreit von systemischer Wirtschaftsschwäche, Anarchie und Elend.

    Die Sharia wurde in Somalia wieder eingeführt nachdem das Land im Chaos versank (nach dem Sturz von Siad Barre 1991) und "zivile" Justiz/Gerechtigkeit nicht mehr funktionierte.
    Sie war eine Lösung - ob gut oder schlecht sei dahingestellt - nicht "das" Problem.

    "Vielleicht wissen Sie nicht,dass in Somalia der Bevölkerungsanteil fast 100% Prozent Muslime sind und dort aus diesem Grunde die Scharia herrscht,alle Probleme resultieren daraus."

    Bedauerlicherweise kristallisiert sich Ihre Ahnungslosigkeit darin aus, dass Ihr Ansatz nicht die unterschiedlichen Ausprägungen der marodierenden Banden erklärt, welche mit den Islamisten um Vorherrschaft und Machtausübung konkurrieren.

    In anderen Ländern mit überwiegendem, muslimischen Anteil spielen lokalen Clanchefs, Piraten und Kriegsherren keine Rolle. Daraus folgt, dass anderweitige Einflußqualitäten von Nöten sind; es reicht schlichtweg nicht aus, aus einer religiöszugehörigen Majorität eine staatszersetzende Immanenz abzuleiten. Das ist, mit Verlaub, unsinn!

    • Pogg
    • 02.08.2011 um 19:29 Uhr

    "Vielleicht wissen Sie nicht,dass in Somalia der Bevölkerungsanteil fast 100% Prozent Muslime sind und dort aus diesem Grunde die Scharia herrscht,alle Probleme resultieren daraus."

    Welch eine scharfsinnige Analyse der dortigen Lage! Vor der Einführung der Scharia in Teilen des Landes war Somalia also ein prosperiendes Fleckchen Erde in dem Milch und Honig flossen... Ihrer Logik nach müsste man lediglich das somalische Volk missionieren und das Land wäre von einem auf den anderen Tag befreit von systemischer Wirtschaftsschwäche, Anarchie und Elend.

    Die Sharia wurde in Somalia wieder eingeführt nachdem das Land im Chaos versank (nach dem Sturz von Siad Barre 1991) und "zivile" Justiz/Gerechtigkeit nicht mehr funktionierte.
    Sie war eine Lösung - ob gut oder schlecht sei dahingestellt - nicht "das" Problem.

    "Vielleicht wissen Sie nicht,dass in Somalia der Bevölkerungsanteil fast 100% Prozent Muslime sind und dort aus diesem Grunde die Scharia herrscht,alle Probleme resultieren daraus."

    Bedauerlicherweise kristallisiert sich Ihre Ahnungslosigkeit darin aus, dass Ihr Ansatz nicht die unterschiedlichen Ausprägungen der marodierenden Banden erklärt, welche mit den Islamisten um Vorherrschaft und Machtausübung konkurrieren.

    In anderen Ländern mit überwiegendem, muslimischen Anteil spielen lokalen Clanchefs, Piraten und Kriegsherren keine Rolle. Daraus folgt, dass anderweitige Einflußqualitäten von Nöten sind; es reicht schlichtweg nicht aus, aus einer religiöszugehörigen Majorität eine staatszersetzende Immanenz abzuleiten. Das ist, mit Verlaub, unsinn!

  3. "Ein Islamist wörtlich verstanden kann doch mit Terror nichts am Hut haben, wenn ja kann er doch kein Islamist sein."

    ohne Worte

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    • PW
    • 02.08.2011 um 19:10 Uhr

    Ist doch klar. Islam bedeutet Friede, ein Islamist ist logischerweise ein Pazifist.

    • PW
    • 02.08.2011 um 19:10 Uhr

    Ist doch klar. Islam bedeutet Friede, ein Islamist ist logischerweise ein Pazifist.

  4. weil die Überschrift eben nicht lautet, "Auf der Flucht vor den Muslimen", sondern völlig korrekt, "Auf der Flucht vor den Islamisten".
    In unserem allgemeinen westlichen Verständnis wird sehr klar zwischen diesen beiden Begriffen unterschieden. Wenn also ein Muslim, der sich als fundamental-gläubig bezeichnet, den Begriff Islamist für sich wählt, tut er dies bestenfalls arglos, sollte jedoch irgendwann begreifen, dass er damit den Eindruck einer bewussten Sympathiebekundung für diese Extremisten vermittelt.

    Im Übrigen scheint mir, dass bedauerlicherweise keiner meiner Vorkommentatoren den Artikel überhaupt gelesen hat. Die Autorin hat es nämlich verstanden, die Situation in diesem Transitcenter plastisch und umfassend zu schildern.

  5. ...auch so ein Dehnungsbegriff. Ich dachte mal Islamisten sind durchgedrehte Terroristen, aber in Wahrheit sind es wohl einfach nur strengläubige Muslime.

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    7."7. Islamisten...
    ...auch so ein Dehnungsbegriff. Ich dachte mal Islamisten sind durchgedrehte Terroristen, aber in Wahrheit sind es wohl einfach nur strengläubige Muslime."

    Strenggläubig trifft es nicht ganz,radikalgläubig würde ich es nennen,wie zb die Salafisten,das sind Islamisten.Terroristen sind meist gewaltätige Islamisten,aber nicht immer.(RAF,Oslo)

    7."7. Islamisten...
    ...auch so ein Dehnungsbegriff. Ich dachte mal Islamisten sind durchgedrehte Terroristen, aber in Wahrheit sind es wohl einfach nur strengläubige Muslime."

    Strenggläubig trifft es nicht ganz,radikalgläubig würde ich es nennen,wie zb die Salafisten,das sind Islamisten.Terroristen sind meist gewaltätige Islamisten,aber nicht immer.(RAF,Oslo)

    • PW
    • 02.08.2011 um 19:10 Uhr

    Ist doch klar. Islam bedeutet Friede, ein Islamist ist logischerweise ein Pazifist.

    Antwort auf "was für eine Logik"

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