Bildungsproteste Chiles Regierung will mit wütenden Studenten reden

Seit Monaten demonstrieren chilenische Studenten für bessere Bildungschancen, viele von ihnen wurden verhaftet. Nun zeigt sich Präsident Piñera zu einem Gespräch bereit.

Demonstranten in Santiago de Chile werden von einem Wasserwerfer getroffen.

Demonstranten in Santiago de Chile werden von einem Wasserwerfer getroffen.

Die Studenten in Chile protestieren seit mehreren Monaten für eine gerechtere Bildungspolitik. Nun hat die Regierung von Präsident Sebastian Piñera ihnen ein Gesprächsangebot gemacht. "Der Wille zum Dialog ist da, sagt mir nur wann und wo", teilte Regierungssprecher Andrés Chadwick mit. Gleichzeitig legte die Regierung eine Reihe von Reformprojekten im Parlament vor.

Am Dienstag hatten erneut rund 150.000 Studenten, Schüler und Lehrer in Santiago de Chile an einer Demonstration für ein gebührenfreies Bildungssystem teilgenommen. Auch in anderen Städten im Land gab es Demonstrationen, unter anderem in Concepción und Valparaíso. Die Kundgebungen verliefen allgemein friedlich. Dennoch gab es zahlreiche Verhaftungen: 396 Teilnehmer wurden festgenommen, 188 von ihnen in der Hauptstadt.

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Vergangene Woche waren bei einer nicht erlaubten Demonstration fast 900 Studenten und auch minderjährige Schüler festgenommen worden. Der Konflikt um eine Reform des Bildungs- und Erziehungssystems hat dem Ansehen der Regierung Piñeras stark geschadet. Letzten Umfragen zufolge wird sie nur noch von 25 Prozent der Bürger unterstützt. Der Mitte-Links-Opposition geht es mit rund 20 Prozent Unterstützung jedoch auch nicht besser.

In Chile sind alle Universitäten und ein Großteil der Schulen gebührenpflichtig. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung können sich ein Universitätsstudium nicht leisten. Laut der Unesco zählt Chile zu den Ländern, in denen die sozioökonomische Trennung an den Bildungseinrichtungen am weitesten fortgeschritten ist.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Chile wäre gut beraten, auf die Forderungen der Studenten einzugehen und Bildung zu fördern.
    auch hier zeigt sich die Gier einer Elite die niemanden teilhaben lassen will.
    hier zeigt sich der Zusammenbruch der Demokratie und die versteckte Diktatur wird sichtbar!

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    »hier zeigt sich der Zusammenbruch der Demokratie und die versteckte Diktatur wird sichtbar!«
    Eine wirkliche Demkratie wurde doch noch garnicht erreicht, Piñera geht es nur um den totalen Kapitalismus.
    - Die Polizei untersteht nach wie vor dem Militär, es sind Paramilitärs
    - Der Zugang zur Politik wurde erschwert, damit die Politikerkaste unter sich bleibt. Um wählbar zu sein muss man die "Enseñanza Media" (zw. Realschule und Gymnasium) abgeschlossen haben.
    - Der Präsident darf nur noch eine Legislaturperiode gewählt werden, danach muss er eine Pause machen und kann noch _einmal_ antreten.
    Das politische Klima ist einfach vergiftet. Das Gesprächsangebot besteht darin, dass Piñera seine 21 (oder waren es 23) Vorschläge unterbreitet. Damit soll, nicht nur die Jugend, auch Eltern und Großeltern sind auf der Straße zum Schweigen gebracht werden.
    In Valparaiso wurde ein Zivilpolizisten als Agent Provocateur enttarnt.
    Eine Ministeriumsangestellte hat zum Mord an der Verbandspräsidentin Vallejo aufgerufen.
    Ein Parlamentarier meinte, man solle endlich aufhöhren die Ausbildung zu subventionieren. Investition in die Zukunft des Landes ist für die nur Subvention!
    Die Regierung pocht auf ihrem Plan Atomkraftwerke zu bauen. Es sollen Kleinskraftwerke auf Kohlebasis gebaut werden, obwohl Chile alle Möglichkeiten an alternativen Energieformen bietet: Wind, Sonne, Geothermik, Meer ...
    Die Ureinwohner (Nativos) werden unterdrückt und gegängelt
    usw. usf

    »hier zeigt sich der Zusammenbruch der Demokratie und die versteckte Diktatur wird sichtbar!«
    Eine wirkliche Demkratie wurde doch noch garnicht erreicht, Piñera geht es nur um den totalen Kapitalismus.
    - Die Polizei untersteht nach wie vor dem Militär, es sind Paramilitärs
    - Der Zugang zur Politik wurde erschwert, damit die Politikerkaste unter sich bleibt. Um wählbar zu sein muss man die "Enseñanza Media" (zw. Realschule und Gymnasium) abgeschlossen haben.
    - Der Präsident darf nur noch eine Legislaturperiode gewählt werden, danach muss er eine Pause machen und kann noch _einmal_ antreten.
    Das politische Klima ist einfach vergiftet. Das Gesprächsangebot besteht darin, dass Piñera seine 21 (oder waren es 23) Vorschläge unterbreitet. Damit soll, nicht nur die Jugend, auch Eltern und Großeltern sind auf der Straße zum Schweigen gebracht werden.
    In Valparaiso wurde ein Zivilpolizisten als Agent Provocateur enttarnt.
    Eine Ministeriumsangestellte hat zum Mord an der Verbandspräsidentin Vallejo aufgerufen.
    Ein Parlamentarier meinte, man solle endlich aufhöhren die Ausbildung zu subventionieren. Investition in die Zukunft des Landes ist für die nur Subvention!
    Die Regierung pocht auf ihrem Plan Atomkraftwerke zu bauen. Es sollen Kleinskraftwerke auf Kohlebasis gebaut werden, obwohl Chile alle Möglichkeiten an alternativen Energieformen bietet: Wind, Sonne, Geothermik, Meer ...
    Die Ureinwohner (Nativos) werden unterdrückt und gegängelt
    usw. usf

  2. »hier zeigt sich der Zusammenbruch der Demokratie und die versteckte Diktatur wird sichtbar!«
    Eine wirkliche Demkratie wurde doch noch garnicht erreicht, Piñera geht es nur um den totalen Kapitalismus.
    - Die Polizei untersteht nach wie vor dem Militär, es sind Paramilitärs
    - Der Zugang zur Politik wurde erschwert, damit die Politikerkaste unter sich bleibt. Um wählbar zu sein muss man die "Enseñanza Media" (zw. Realschule und Gymnasium) abgeschlossen haben.
    - Der Präsident darf nur noch eine Legislaturperiode gewählt werden, danach muss er eine Pause machen und kann noch _einmal_ antreten.
    Das politische Klima ist einfach vergiftet. Das Gesprächsangebot besteht darin, dass Piñera seine 21 (oder waren es 23) Vorschläge unterbreitet. Damit soll, nicht nur die Jugend, auch Eltern und Großeltern sind auf der Straße zum Schweigen gebracht werden.
    In Valparaiso wurde ein Zivilpolizisten als Agent Provocateur enttarnt.
    Eine Ministeriumsangestellte hat zum Mord an der Verbandspräsidentin Vallejo aufgerufen.
    Ein Parlamentarier meinte, man solle endlich aufhöhren die Ausbildung zu subventionieren. Investition in die Zukunft des Landes ist für die nur Subvention!
    Die Regierung pocht auf ihrem Plan Atomkraftwerke zu bauen. Es sollen Kleinskraftwerke auf Kohlebasis gebaut werden, obwohl Chile alle Möglichkeiten an alternativen Energieformen bietet: Wind, Sonne, Geothermik, Meer ...
    Die Ureinwohner (Nativos) werden unterdrückt und gegängelt
    usw. usf

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    Der Innenminister Hinzpeter (der heißt wirklich so) beschuldigte im Fernsehen die Studenten, sie seien verantwortlich für die Verhaftungen, weil sie demonstrierten.

    Ergänzung zum Artikeltext:
    "In Chile sind alle Universitäten und ein Großteil der Schulen gebührenpflichtig. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung können sich ein Universitätsstudium nicht leisten."
    Es sind mehr als 2/3 der Bevölkerung, die es sich nicht leisten können, aber es werden Kredite vergeben (staatl. und von den priv. Unis), die zum Teil nach deutschem Recht Wucher wären. Zinsen werden nicht ausgewiesen, sondern man benutzt eine Pseudowährung dafür, die UF
    http://de.wikipedia.org/w...
    die kontinuierlich steigt. Kredite werden mit Quoten verkauf, z.B. 300.000 Peso für nur 25 Quoten a. 25.998, das ist mehr als das Doppelte der Ursprungssumme. Man akzeptiert mehrere Schecks, die in die Zukunft ausgestellt werden (gegen das Gesetz) oder mehrere Quoten einer geliehen Debitkarte, von irgendeiner Supermarktkette ...
    Die Lehrer an den staatl. Schulen haben kaum Interesse daran (schlechte Bezahlung) ihre Schüler an die Unis zu bringen, dementsprechend sind ihre Durchfallquoten bei der Zulassungsprüfung.

    Das Volk wird, staatl. gefördert, in die Verschuldung getrieben, und die Politiker schauen einfach weg.

    Ohne jetzt ein besonderer Fan von Piñera zusien, einige der von Ihnen genannten Punkte müssen korrigiert werden.
    1. "Piñera geht es nur um den totalen Kapitalismus." Piñera ist in erster Linie Populist, seine Präsidentschaft ist ein Egotrip. Den Tiefgang zum totalen Kapitalismus hat er gar nicht und seine Politik deutet auch gar nicht an, dass er darauf hinaus will.
    2. "Um wählbar zu sein muss man die "Enseñanza Media"..." 12 Jahre Schule sind Pflicht und so gut wie ALLE machen das in Chile, gratis. Selbst für den Führerschein braucht man die Enseñanza Media. Das hat nichts mit der Politikerkaste zu tun. Man müsste darüber reden, ob 12 Jahre Schulpflicht sinnvoll sind. Ich meine nein, weil viele Halbstarke die letzten Jahre nur noch in den Schulgebäuden rumhängen und Ärger machen.
    3. Eine Legislaturperiode: War schon immer so, unter Bachelet wurde diese von 4 auf 5 Jahre verkürzt. Kann Piñera nichts für.
    4. Zivilpolizist: Hat nicht provoziert, wurde lediglich enttarnt. Übrigens muss gar nicht gross provoziert werden, denn Proteste enden in Chile IMMER mit Strassenschlachten, das gehört dazu.
    5. "UF" ist keine Pseudowährung und hat auch nichts mit den Zinsen zu tun. Es geht darum, langfristige Kredite zu sichern. Der chilenische Peso hängt stark vom Rohstoffmarkt ab und schwankt. Deshalb werden langfristige Kredite inflationsbereinigt in UF verrechnet.
    6. "Vorschläge". Klingt für mich wie eine sinvolle Strategie.

    Der Innenminister Hinzpeter (der heißt wirklich so) beschuldigte im Fernsehen die Studenten, sie seien verantwortlich für die Verhaftungen, weil sie demonstrierten.

    Ergänzung zum Artikeltext:
    "In Chile sind alle Universitäten und ein Großteil der Schulen gebührenpflichtig. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung können sich ein Universitätsstudium nicht leisten."
    Es sind mehr als 2/3 der Bevölkerung, die es sich nicht leisten können, aber es werden Kredite vergeben (staatl. und von den priv. Unis), die zum Teil nach deutschem Recht Wucher wären. Zinsen werden nicht ausgewiesen, sondern man benutzt eine Pseudowährung dafür, die UF
    http://de.wikipedia.org/w...
    die kontinuierlich steigt. Kredite werden mit Quoten verkauf, z.B. 300.000 Peso für nur 25 Quoten a. 25.998, das ist mehr als das Doppelte der Ursprungssumme. Man akzeptiert mehrere Schecks, die in die Zukunft ausgestellt werden (gegen das Gesetz) oder mehrere Quoten einer geliehen Debitkarte, von irgendeiner Supermarktkette ...
    Die Lehrer an den staatl. Schulen haben kaum Interesse daran (schlechte Bezahlung) ihre Schüler an die Unis zu bringen, dementsprechend sind ihre Durchfallquoten bei der Zulassungsprüfung.

    Das Volk wird, staatl. gefördert, in die Verschuldung getrieben, und die Politiker schauen einfach weg.

    Ohne jetzt ein besonderer Fan von Piñera zusien, einige der von Ihnen genannten Punkte müssen korrigiert werden.
    1. "Piñera geht es nur um den totalen Kapitalismus." Piñera ist in erster Linie Populist, seine Präsidentschaft ist ein Egotrip. Den Tiefgang zum totalen Kapitalismus hat er gar nicht und seine Politik deutet auch gar nicht an, dass er darauf hinaus will.
    2. "Um wählbar zu sein muss man die "Enseñanza Media"..." 12 Jahre Schule sind Pflicht und so gut wie ALLE machen das in Chile, gratis. Selbst für den Führerschein braucht man die Enseñanza Media. Das hat nichts mit der Politikerkaste zu tun. Man müsste darüber reden, ob 12 Jahre Schulpflicht sinnvoll sind. Ich meine nein, weil viele Halbstarke die letzten Jahre nur noch in den Schulgebäuden rumhängen und Ärger machen.
    3. Eine Legislaturperiode: War schon immer so, unter Bachelet wurde diese von 4 auf 5 Jahre verkürzt. Kann Piñera nichts für.
    4. Zivilpolizist: Hat nicht provoziert, wurde lediglich enttarnt. Übrigens muss gar nicht gross provoziert werden, denn Proteste enden in Chile IMMER mit Strassenschlachten, das gehört dazu.
    5. "UF" ist keine Pseudowährung und hat auch nichts mit den Zinsen zu tun. Es geht darum, langfristige Kredite zu sichern. Der chilenische Peso hängt stark vom Rohstoffmarkt ab und schwankt. Deshalb werden langfristige Kredite inflationsbereinigt in UF verrechnet.
    6. "Vorschläge". Klingt für mich wie eine sinvolle Strategie.

  3. Der Innenminister Hinzpeter (der heißt wirklich so) beschuldigte im Fernsehen die Studenten, sie seien verantwortlich für die Verhaftungen, weil sie demonstrierten.

    Ergänzung zum Artikeltext:
    "In Chile sind alle Universitäten und ein Großteil der Schulen gebührenpflichtig. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung können sich ein Universitätsstudium nicht leisten."
    Es sind mehr als 2/3 der Bevölkerung, die es sich nicht leisten können, aber es werden Kredite vergeben (staatl. und von den priv. Unis), die zum Teil nach deutschem Recht Wucher wären. Zinsen werden nicht ausgewiesen, sondern man benutzt eine Pseudowährung dafür, die UF
    http://de.wikipedia.org/w...
    die kontinuierlich steigt. Kredite werden mit Quoten verkauf, z.B. 300.000 Peso für nur 25 Quoten a. 25.998, das ist mehr als das Doppelte der Ursprungssumme. Man akzeptiert mehrere Schecks, die in die Zukunft ausgestellt werden (gegen das Gesetz) oder mehrere Quoten einer geliehen Debitkarte, von irgendeiner Supermarktkette ...
    Die Lehrer an den staatl. Schulen haben kaum Interesse daran (schlechte Bezahlung) ihre Schüler an die Unis zu bringen, dementsprechend sind ihre Durchfallquoten bei der Zulassungsprüfung.

    Das Volk wird, staatl. gefördert, in die Verschuldung getrieben, und die Politiker schauen einfach weg.

    Antwort auf "Noch schlimmer"
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    ...auf den Punkt gebracht!

    ...auf den Punkt gebracht!

  4. ...und protestieren gegen ein konsequent mit zweierlei Maß messendes betrügerisches System des Casino-Capitalismus, ein System der sozialen Abschottung, der Pflege und Institutionalisierung von Vorurteilen. Und die Politik? Sie hat keine Antworten darauf - außer mit Gewalt zu reagieren oder sich hinter hohlen Phrasen und Sonntagsreden zu verbarrikadieren.

    • Maije
    • 11.08.2011 um 10:47 Uhr

    "1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen."

    Und Wikipedia sagt wieso:
    "Bildung ist wichtig für die Fähigkeit des Menschen, sich für die eigenen Rechte einzusetzen und sich im solidarischen Einsatz grundlegender Rechte anderer zu engagieren."

    Wobei: es gibt noch etliche andere Gründe, wieso Bildung ein besonderes Gut ist,
    es sollte aber ein gemeinschaftliches, jedem zugängliches Gut sein,
    denn in Chile wie in Deutschland auch, sieht man doch am besten, dass Arm und Reich, dass also die soziale und wirtschaftliche Spaltung in Gesellschaft einher geht mit dem unterschiedlichen schulischen Werdegang und der Ausbildung.

    Und ein anderer Aspekt: Studenten und Schüler, die friedlich auf der Straße demonstrieren, sind was anderes als ein wütender Mob!

  5. ...auf den Punkt gebracht!

    Antwort auf "Ach ja, vergessen."
  6. Ohne jetzt ein besonderer Fan von Piñera zusien, einige der von Ihnen genannten Punkte müssen korrigiert werden.
    1. "Piñera geht es nur um den totalen Kapitalismus." Piñera ist in erster Linie Populist, seine Präsidentschaft ist ein Egotrip. Den Tiefgang zum totalen Kapitalismus hat er gar nicht und seine Politik deutet auch gar nicht an, dass er darauf hinaus will.
    2. "Um wählbar zu sein muss man die "Enseñanza Media"..." 12 Jahre Schule sind Pflicht und so gut wie ALLE machen das in Chile, gratis. Selbst für den Führerschein braucht man die Enseñanza Media. Das hat nichts mit der Politikerkaste zu tun. Man müsste darüber reden, ob 12 Jahre Schulpflicht sinnvoll sind. Ich meine nein, weil viele Halbstarke die letzten Jahre nur noch in den Schulgebäuden rumhängen und Ärger machen.
    3. Eine Legislaturperiode: War schon immer so, unter Bachelet wurde diese von 4 auf 5 Jahre verkürzt. Kann Piñera nichts für.
    4. Zivilpolizist: Hat nicht provoziert, wurde lediglich enttarnt. Übrigens muss gar nicht gross provoziert werden, denn Proteste enden in Chile IMMER mit Strassenschlachten, das gehört dazu.
    5. "UF" ist keine Pseudowährung und hat auch nichts mit den Zinsen zu tun. Es geht darum, langfristige Kredite zu sichern. Der chilenische Peso hängt stark vom Rohstoffmarkt ab und schwankt. Deshalb werden langfristige Kredite inflationsbereinigt in UF verrechnet.
    6. "Vorschläge". Klingt für mich wie eine sinvolle Strategie.

    Antwort auf "Noch schlimmer"
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    heraus", Anmerkunden.
    Keine Antwort ohnen Gegenantwort -:)
    Zu 1. Piñera und Populist
    Ja, da gebe ich 100% Recht, vllt. hätte ich besser schreiben sollen: Er steht für den Kapitalismus in der Tradition der Chicago-Boys und hat weder den Willen noch ein Konzept für eine Veränderung. Seinen Populismus habt ihr ja in Deu. erlebt, als er sich mit "Deutschland, Deutschland über alles" ins goldene Buch von Berlin eintrug.
    Zu 2. "Enseñanza Media"
    Zustimmung mit Ergänzung: Das wählbar sein wurde erst unter Lagos/Bachelet eingeführt. Das "12 Jahre ... so gut wie Alle ... gratis" habe ich nie bestritten, aber die Qualifikationen sind gravierend zwischen den Staatlichen (gratis) und den Privaten (bezahlt).
    Zu 3. Das war eine Anmerkung dazu, warum Chile noch nicht in der Demokratie angekommen ist. Als weiteres kann ich noch das binominale Wahlsystem zum Parlament anbringen, es lässt nur ein 2-Blocksystem zu und favorisiert den Wahlverlierer. Es ist zweimalig, Chile und Indonesien. Gute Erklärung dazu http://tinyurl.com/3db954w
    Zu 4. Dazu sollte man aber auch die Vergangenheit mit heranziehen, warum das so ist. Bei den jetztigen Demonstrationen kommt z.B. viel zusammen. Das große Erdbeben vom 27.2.2010 mit den Versprechungen und Nichteinhaltungen, der Betrug und Zusammenbruch der Kaufhauskette "La Polar", der "normale" Vandalismus, die sozialen Ungerechtigkeiten ... kummulierte sich und entlädt sich jetzt Gemeinsam

    Ihre Erklärung, was sie sind wiederspreche ich nicht. Zur Info hatte ich ja auch http://de.wikipedia.org/w... verlinkt.
    Die UF sind Pseudo, in Sinne von unecht, vorgetäuscht. Die ofizielle, echte Währung ist der CLP, aber im normalen Leben begegnen einem überall diese UF als Rechnungwährung.
    Beispiele:
    Die Grundgebühr von Telefon-Internetanschluss wird bei einigen Gesellschaften in UF berechnet aber in Peso bezahlt.
    Sie möchten eine Wohnung bar kaufen, kein Problem. Der Kaufpreis wird in UF ausgewiesen bzw. in x-Quoten UF, aber gezahlt wird in Peso.
    Die Banken führen sogar Konten in UF und zahlen Zinsen in anteiligen UF.

    Vielleicht wäre es besser wenn man sagt: Chile hat ein Mehr-Währungen-System, den CLP für den direkten, landesinternen Bargeldverkehr, die UF für die landesinternen Debit-/Kreditzahlungen und den US$ oder den € für den Auslandszahlungsverkehr.

    heraus", Anmerkunden.
    Keine Antwort ohnen Gegenantwort -:)
    Zu 1. Piñera und Populist
    Ja, da gebe ich 100% Recht, vllt. hätte ich besser schreiben sollen: Er steht für den Kapitalismus in der Tradition der Chicago-Boys und hat weder den Willen noch ein Konzept für eine Veränderung. Seinen Populismus habt ihr ja in Deu. erlebt, als er sich mit "Deutschland, Deutschland über alles" ins goldene Buch von Berlin eintrug.
    Zu 2. "Enseñanza Media"
    Zustimmung mit Ergänzung: Das wählbar sein wurde erst unter Lagos/Bachelet eingeführt. Das "12 Jahre ... so gut wie Alle ... gratis" habe ich nie bestritten, aber die Qualifikationen sind gravierend zwischen den Staatlichen (gratis) und den Privaten (bezahlt).
    Zu 3. Das war eine Anmerkung dazu, warum Chile noch nicht in der Demokratie angekommen ist. Als weiteres kann ich noch das binominale Wahlsystem zum Parlament anbringen, es lässt nur ein 2-Blocksystem zu und favorisiert den Wahlverlierer. Es ist zweimalig, Chile und Indonesien. Gute Erklärung dazu http://tinyurl.com/3db954w
    Zu 4. Dazu sollte man aber auch die Vergangenheit mit heranziehen, warum das so ist. Bei den jetztigen Demonstrationen kommt z.B. viel zusammen. Das große Erdbeben vom 27.2.2010 mit den Versprechungen und Nichteinhaltungen, der Betrug und Zusammenbruch der Kaufhauskette "La Polar", der "normale" Vandalismus, die sozialen Ungerechtigkeiten ... kummulierte sich und entlädt sich jetzt Gemeinsam

    Ihre Erklärung, was sie sind wiederspreche ich nicht. Zur Info hatte ich ja auch http://de.wikipedia.org/w... verlinkt.
    Die UF sind Pseudo, in Sinne von unecht, vorgetäuscht. Die ofizielle, echte Währung ist der CLP, aber im normalen Leben begegnen einem überall diese UF als Rechnungwährung.
    Beispiele:
    Die Grundgebühr von Telefon-Internetanschluss wird bei einigen Gesellschaften in UF berechnet aber in Peso bezahlt.
    Sie möchten eine Wohnung bar kaufen, kein Problem. Der Kaufpreis wird in UF ausgewiesen bzw. in x-Quoten UF, aber gezahlt wird in Peso.
    Die Banken führen sogar Konten in UF und zahlen Zinsen in anteiligen UF.

    Vielleicht wäre es besser wenn man sagt: Chile hat ein Mehr-Währungen-System, den CLP für den direkten, landesinternen Bargeldverkehr, die UF für die landesinternen Debit-/Kreditzahlungen und den US$ oder den € für den Auslandszahlungsverkehr.

  7. Worum geht es genau? Ich meine, das wird im Artikel nicht klar.
    In Chile haben vergleichsweise viele Menschen Zugang zur höheren Bildung. Man liegt zwar noch etwas hinter Europa, aber im Vergleich zu "vergleichbaren" Staaten liegt man eher vorne.

    Die Unis sind alle privat. Es gibt ein System, nach welchem sie akreditiert werden, das aber nur sehr leidlich funktioniert, weil hier ökonomische Interessen tangiert werden. Die Ausbildung ist also oft defizitär, aber solange sich Studenten finden, bleibt alles beim alten. Der Markt hat gesprochen.
    Auch die Zugangszahlen zu den einzelnen Studiengängen werden durch den Markt geregelt. Solange sich tausende Studenten für Philosophie einschreiben hat die Uni kein Interesse daran, den Zugang zu stoppen. Die Zahl der arbeitslosen Akademiker ist deshalb ENORM. Es gibt nicht zuwenige studierte Menschen, sondern die falschen! Anschliessend können die dann ihre Schulden nicht zurück zahlen, weil sie halt keine Arbeit haben, oder mit Doktortitel einen Laden aufmachen müssen.
    Überhaupt ist so die Frage, wieviele studierte Leute ein Land braucht, dessen Ökonomie in erster Linie auf der Basis des Rohstoffexports basiert. Wozu tausende Elektroingenieure, wenn hier kein einziger Computer zusammen geschraubt wird? Wozu Diplomliteratur, wenn kein Mensch liesst, geschweige denn schreibt?
    Hört sich krass an, aber der Frust kommt genau daher: Trotz riesiger Entbehrungen am Ende kein Erfolg.

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