Muhammad aus Aleppo: "Wir sind die, die mit ihrem Leben bezahlen"
Muhammad ist ein 20-jähriger Student aus Aleppo. Im Interview erzählt er, wie sein Leben zwischen Demos, Uni und der Angst vor Assads Milizen aussieht.
© JOSEPH EID/AFP/Getty Images

Kinder spielen am 30. August auf einer Straße in Homs.
ZEIT ONLINE: Sie sind in Ihrer Heimatstadt Aleppo an den Protesten beteiligt. Wie sind Sie zu einem Aktivisten geworden?
Muhammad: Gegen Assads Regierung war ich schon lange. Als ich sah, was in Tunesien und Ägypten passierte, habe ich mich gefragt: Warum nicht auch hier? Ich habe mich entschieden, etwas zu tun, als ich die getöteten Kinder von Daraa gesehen hatte. Dann habe ich nur noch auf die Gelegenheit gewartet, aktiv zu werden. Die kam, als das erste Mal spontan in einer Moschee protestiert wurde.
ZEIT ONLINE: Ihre Telefon- und Internetverbindung wird abgehört. Wie ist es überhaupt möglich, unter diesen Umständen Proteste zu organisieren?
Muhammad: Es ist eigentlich nicht möglich.Viele von uns benutzen am Telefon eine Art Geheimsprache. "Hallo, mein Freund! Willst du Fußballspielen gehen?" Manche Leute denken, die Regierung sei dumm. Viele andere gehen bewusst das Risiko ein. Denn wenn es keine andere Möglichkeit gibt, muss man eben die nehmen, die man hat.
Er nennt sich selbst Muhammad, ist 20 Jahre alt und Maschinenbaustudent. Er lebt mit zwei Brüdern und drei Schwestern in Aleppo bei seinen Eltern. In seiner Heimatstadt beteiligt er sich an den friedlichen Protesten gegen das Assad-Regime. Sein Telefon wird überwacht, ebenso seine Internetkommunikation. Die Organisation Telecomix stellt ihm daher Werkzeuge zur sicheren Kommunikation zur Verfügung, sodass seine Texte, Bilder und Videos ohne große Gefahr für ihn Syrien verlassen können.
ZEIT ONLINE: Wie wirkt sich die Internetzensur noch aus?
Muhammad: Im Moment kann ich YouTube-Videos schauen, auch ohne Proxy oder Tor-Netzwerk . Ich kann aber keine Videos hochladen, deshalb schicke ich sie an meine Freunde von Telecomix, die laden sie dann hoch. Es gibt sehr viele blockierte Blogs, auch Facebook war lange gesperrt. Seit einigen Tagen ist das aber nicht mehr so. Wir benutzen trotzdem weiter Proxys und Fake-Accounts bei Facebook, weil wir davon ausgehen, dass wir überwacht werden. Wir kommunizieren trotzdem auch über die Aleppo-Revolution-Facebookseite und über Skype. Aber wir treffen uns auch einfach auf der Straße. Erst ein, zwei Leute, dann gehen wir weiter und treffen mehr.
ZEIT ONLINE: Gibt es noch so etwas wie Alltag in Ihrem Leben?
Muhammad: Ja, es ist sogar ziemlich normal. Ich gehe zur Uni und treffe manchmal einfach so meine Freunde. Aber ich schreibe nicht mehr wie früher Gedichte und Geschichten, sondern einen Essay über die möglichen Szenarien, wenn Assad gestürzt wird. Ich konzentriere mich auf die Revolution. Es kann gut sein, dass ich dieses Jahr durch die Prüfungen falle.
ZEIT ONLINE: Haben Sie Angst?
Muhammad: Ich habe keine Angst, das Richtige zu tun. Aber ich bin ein Mensch und natürlich habe ich Angst davor, was in den Verhörzellen der Geheimdienste passiert. Ich bin jedoch bereit, den Preis zu zahlen.
ZEIT ONLINE: Wie steht Ihre Familie zum Assad-Regime?
Muhammad: Sie sind auch oppositionell. Aber wenn ich auf eine Demo gehe, sehe ich die Angst in den Augen meiner Mutter. Sie wissen, was ich tue, und sie sind gleichzeitig stolz und haben Angst um mich.
ZEIT ONLINE: Bekommen Sie Informationen aus den anderen Städten, wie Homs oder Daraa?
Muhammad: Ich habe Geschichten von einigen gehört, die von dort nach Aleppo zu ihren Verwandten geflohen waren, ich habe auch mit einigen telefoniert. Aus Hama wurde mir berichtet, dass dort Panzer in ein Viertel kamen, in dem es gar keine Demonstrationen gegeben hatte. Sie schossen auf die Gebäude. Was soll das, wo doch dort niemand demonstriert? Sie wollen die Leute einschüchtern. Ich habe allerdings auch gehört, dass sich einige Zivilisten bewaffnen , um ihre Familien zu schützen. Kann man es ihnen verübeln? Die Regierungstruppen kommen in dein Haus und töten dich oder nehmen deinen Sohn mit. Aber es sind nur wenige, die Waffen tragen. Wir bestehen darauf, dass unsere Revolution eine friedliche Revolution ist, keine bewaffnete.





Die Revolutionäre müssen aufpassen, dass sie sich trotz richtiger Ziele nicht als Handlanger von jemand anders erweisen. Rifaat al-Assad, der in Ungnade gefallen Bruder des regierenden Assad, unterstützt vom Exil in London die Opposition in Syrien. Das Pentagon unterstützt die Opposition seit Jahren mit Millionen wie Wikileaks berichtete und neuer Cable berichten die Proteste in Ägypten und Tunesien wurden schon seit 2008 von der USA geplant und Protestler trainiert.
Genau wie in Libyen werden die jungen Revolutionäre, die hier bei uns so schön heroisiert werden dumm aus der Wäsche gucken, wenn sie merken dass sie garnicht mehr Demokratie bekommen.
Ein Blick nach Ägypten würde ausreichen um zu sehen wie sich ernstgemeinte Proteste als nützliche Handlanger erweisen.
http://www.americandailyh...
... gegen die besonders brutalen und massenmörderischen arabischen Despotien in Libyen und Syrien als angebliche "Handlanger" finsterer westlicher Verschwörer zu diffamieren, grenzen m.E. schon ans Manische.
Mit welchem Recht maßen Sie sich eigentlich an, darüber zu befinden, ob und unter Einhaltung welcher von Ihnen gestellter Kriterien sich unterdrückte Menschen gegen ihre Unterdrücker, Peiniger und Ausbeuter erheben dürfen?
Was maßen Sie sich hier fortgesetzt eigentlich an, anderen Menschen wieder und wieder deren legitimes Recht auf jene bürgerlichen Freiheiten, die Sie und ich hier selbstverständlich in unserer offenen und demokratischen bundesdeutschen Gesellschaft genießen, abzusprechen und zu verwehren, und diese couragierten Menschen dann auch noch -auffallend analog zur Hasspropaganda der Mordregimes von Gaddafi, Al-Assad und Konsorten- als angebliche 'westliche Agenten' und "Handlanger" zu diffamieren?
So langsam reicht es mir hier echt!
..."Genau wie in Libyen werden die jungen Revolutionäre, die hier bei uns so schön heroisiert werden dumm aus der Wäsche gucken, wenn sie merken dass sie gar nicht mehr Demokratie bekommen.
Ein Blick nach Ägypten würde ausreichen um zu sehen wie sich ernstgemeinte Proteste als nützliche Handlanger erweisen"...
Nämlich nur eine Nichtdemokratie, die die USA und Nato nicht mögen, gegen eine Nichtdemokratie tauschen, die ausführt was USA und Nato wollen ... ... .
http://www.youtube.com/wa...
Ich glaube, derzeit steht den Demonstranten in Syrien der Sinn mehr danach, darauf aufzupassen, dass sie nicht auf einer Demonstration erschossen werden, als sich abwegige Gedanken über Assads Bruder zu machen.
... gegen die besonders brutalen und massenmörderischen arabischen Despotien in Libyen und Syrien als angebliche "Handlanger" finsterer westlicher Verschwörer zu diffamieren, grenzen m.E. schon ans Manische.
Mit welchem Recht maßen Sie sich eigentlich an, darüber zu befinden, ob und unter Einhaltung welcher von Ihnen gestellter Kriterien sich unterdrückte Menschen gegen ihre Unterdrücker, Peiniger und Ausbeuter erheben dürfen?
Was maßen Sie sich hier fortgesetzt eigentlich an, anderen Menschen wieder und wieder deren legitimes Recht auf jene bürgerlichen Freiheiten, die Sie und ich hier selbstverständlich in unserer offenen und demokratischen bundesdeutschen Gesellschaft genießen, abzusprechen und zu verwehren, und diese couragierten Menschen dann auch noch -auffallend analog zur Hasspropaganda der Mordregimes von Gaddafi, Al-Assad und Konsorten- als angebliche 'westliche Agenten' und "Handlanger" zu diffamieren?
So langsam reicht es mir hier echt!
..."Genau wie in Libyen werden die jungen Revolutionäre, die hier bei uns so schön heroisiert werden dumm aus der Wäsche gucken, wenn sie merken dass sie gar nicht mehr Demokratie bekommen.
Ein Blick nach Ägypten würde ausreichen um zu sehen wie sich ernstgemeinte Proteste als nützliche Handlanger erweisen"...
Nämlich nur eine Nichtdemokratie, die die USA und Nato nicht mögen, gegen eine Nichtdemokratie tauschen, die ausführt was USA und Nato wollen ... ... .
http://www.youtube.com/wa...
Ich glaube, derzeit steht den Demonstranten in Syrien der Sinn mehr danach, darauf aufzupassen, dass sie nicht auf einer Demonstration erschossen werden, als sich abwegige Gedanken über Assads Bruder zu machen.
... gegen die besonders brutalen und massenmörderischen arabischen Despotien in Libyen und Syrien als angebliche "Handlanger" finsterer westlicher Verschwörer zu diffamieren, grenzen m.E. schon ans Manische.
Mit welchem Recht maßen Sie sich eigentlich an, darüber zu befinden, ob und unter Einhaltung welcher von Ihnen gestellter Kriterien sich unterdrückte Menschen gegen ihre Unterdrücker, Peiniger und Ausbeuter erheben dürfen?
Was maßen Sie sich hier fortgesetzt eigentlich an, anderen Menschen wieder und wieder deren legitimes Recht auf jene bürgerlichen Freiheiten, die Sie und ich hier selbstverständlich in unserer offenen und demokratischen bundesdeutschen Gesellschaft genießen, abzusprechen und zu verwehren, und diese couragierten Menschen dann auch noch -auffallend analog zur Hasspropaganda der Mordregimes von Gaddafi, Al-Assad und Konsorten- als angebliche 'westliche Agenten' und "Handlanger" zu diffamieren?
So langsam reicht es mir hier echt!
Haben Sie auch irgentwas konstruktives zu sagen?
Mich wundert es ja nicht wirklich, dass es Ihnen nicht komisch vorkommt wenn schon 2008 Pläne zum arabischen Frühling in den Schubladen des Pentagons lagen.
Sehen Sie die Gefahr nicht, dass sich (völlig legitime) Protestler als nützliche Handlanger erweisen könnten?
Glauben Sie ernsthaft daran, dass diese im Ausland "geplanten" Proteste die Freiheit der Menschen im Sinn haben?
Ich wünschte, ich könnte Ihnen nur Naivität vorwerfen.
es sind übrigens immer die Gleichen: Deren Stellungnahmen sind immer deckungsgleich mit Khameneis oder Ahmadinejads - Hardlinerhetorik - kein Unterschied erkennbar.
Das Muster: Ablehnung von demokratisch eingestellten Kräften und deren Diffamierung als "fremdgesteuert" - und direkte oder indirekte Unterstützung der Verbrecher wie Assad oder die genannte Bande aus dem Iran.
Sehr gut beschrieben. Mitlerweile weiß man das ja wie das läuft, egal wo oder was abläuft es sind die immer gleichen Reden, hauptsache "gegen den Westen, Nato" ein wenig "Öl" mit rein und fertig ist das Urteil... die Mensch und ihre Rechte? Ach, mit solchen Kleinigkeiten hält man sich nicht auf weil man weiß ja durch das WWW sowie so alles viel besser ^^
Da darf dann auch die Kritik nicht fehlen gegen "die Presse", allerdings schon verwunderlich das die "kritisch Denker" nicht mit einem Satz erwähnen das Assad keine Bereichterstattung will... wenn dann alles so ohne Problem ist, warum sind die Grenzen nicht für alle Journalisten offen und warum dürfen diese sich nicht frei bewegen und berichten?
Klar, wenn man nun denkt das dann eh nur Lügen geschrieben werden dann kann man ja weiter auf das syrische TV vertrauen oder Seiten zitieren, die ohnehin nur die Meinung bestätigt die man schon hat (anti, verschwörung & co.).
Aber keine Sorgen, schon morgen springen die "Kritiker" ein Haus weiter ... ein großes Interesse am wandel in der Arab.Gesellschaft scheint dort nicht zu existieren. So was ist auch ein Prozess von Jahren und Jahrzehnten da ist es schon einfacher zu glauben das sei alles gesteuert (Beweise?) oder liegt es daran das man es den Menschen dort nicht gönnen will? oder einfach nicht zutraut?
Bei der Masse an Kommentaren (in der ZEIT) bin ich sehr froh nicht um die Freiheit kämpfen zu müssen - es wäre schlichtweg nicht möglich...
Haben Sie auch irgentwas konstruktives zu sagen?
Mich wundert es ja nicht wirklich, dass es Ihnen nicht komisch vorkommt wenn schon 2008 Pläne zum arabischen Frühling in den Schubladen des Pentagons lagen.
Sehen Sie die Gefahr nicht, dass sich (völlig legitime) Protestler als nützliche Handlanger erweisen könnten?
Glauben Sie ernsthaft daran, dass diese im Ausland "geplanten" Proteste die Freiheit der Menschen im Sinn haben?
Ich wünschte, ich könnte Ihnen nur Naivität vorwerfen.
es sind übrigens immer die Gleichen: Deren Stellungnahmen sind immer deckungsgleich mit Khameneis oder Ahmadinejads - Hardlinerhetorik - kein Unterschied erkennbar.
Das Muster: Ablehnung von demokratisch eingestellten Kräften und deren Diffamierung als "fremdgesteuert" - und direkte oder indirekte Unterstützung der Verbrecher wie Assad oder die genannte Bande aus dem Iran.
Sehr gut beschrieben. Mitlerweile weiß man das ja wie das läuft, egal wo oder was abläuft es sind die immer gleichen Reden, hauptsache "gegen den Westen, Nato" ein wenig "Öl" mit rein und fertig ist das Urteil... die Mensch und ihre Rechte? Ach, mit solchen Kleinigkeiten hält man sich nicht auf weil man weiß ja durch das WWW sowie so alles viel besser ^^
Da darf dann auch die Kritik nicht fehlen gegen "die Presse", allerdings schon verwunderlich das die "kritisch Denker" nicht mit einem Satz erwähnen das Assad keine Bereichterstattung will... wenn dann alles so ohne Problem ist, warum sind die Grenzen nicht für alle Journalisten offen und warum dürfen diese sich nicht frei bewegen und berichten?
Klar, wenn man nun denkt das dann eh nur Lügen geschrieben werden dann kann man ja weiter auf das syrische TV vertrauen oder Seiten zitieren, die ohnehin nur die Meinung bestätigt die man schon hat (anti, verschwörung & co.).
Aber keine Sorgen, schon morgen springen die "Kritiker" ein Haus weiter ... ein großes Interesse am wandel in der Arab.Gesellschaft scheint dort nicht zu existieren. So was ist auch ein Prozess von Jahren und Jahrzehnten da ist es schon einfacher zu glauben das sei alles gesteuert (Beweise?) oder liegt es daran das man es den Menschen dort nicht gönnen will? oder einfach nicht zutraut?
Bei der Masse an Kommentaren (in der ZEIT) bin ich sehr froh nicht um die Freiheit kämpfen zu müssen - es wäre schlichtweg nicht möglich...
Haben Sie auch irgentwas konstruktives zu sagen?
Mich wundert es ja nicht wirklich, dass es Ihnen nicht komisch vorkommt wenn schon 2008 Pläne zum arabischen Frühling in den Schubladen des Pentagons lagen.
Sehen Sie die Gefahr nicht, dass sich (völlig legitime) Protestler als nützliche Handlanger erweisen könnten?
Glauben Sie ernsthaft daran, dass diese im Ausland "geplanten" Proteste die Freiheit der Menschen im Sinn haben?
Ich wünschte, ich könnte Ihnen nur Naivität vorwerfen.
Unterstützung für die Revolutionäre in Syrien, Libyen und Iran ist völlig legitim und begrüßenswert, wenn man bedenkt, wie unterlegen diese insbes. bezüglich Informationstechnologie und Logistik sind und wie die arabische Despoten in den letzten Jahren von westlichen Firmen aufgerüstet wurden.
Unterstützung für die Revolutionäre in Syrien, Libyen und Iran ist völlig legitim und begrüßenswert, wenn man bedenkt, wie unterlegen diese insbes. bezüglich Informationstechnologie und Logistik sind und wie die arabische Despoten in den letzten Jahren von westlichen Firmen aufgerüstet wurden.
wann kommt der Bericht uber den Freiheitskaempfer aus Afghanistan?
Der sein Leben riskiert gegen die NATO Besatzungsmacht.
Oder sind das alles Taliban und Terroristen?
Unterstützung für die Revolutionäre in Syrien, Libyen und Iran ist völlig legitim und begrüßenswert, wenn man bedenkt, wie unterlegen diese insbes. bezüglich Informationstechnologie und Logistik sind und wie die arabische Despoten in den letzten Jahren von westlichen Firmen aufgerüstet wurden.
Dieses Argument könnte man gelten lassen, wenn sich diese Länder in punkto Demokratie und Menschenrechte verbessern würden. Danach sieht es aber absolut nicht aus. In Ägypten z.B. hat sich eine Militärjunta etabliert, die Gegner im Schnellverfahren abverurteilt und auch sonst dem Mubarak Regime in nichts nachsteht.
In Libyen sind islamistische Kräfte am Erstarken, die in der Regel wenig Interesse haben an einer Demokratisierung oder besseren Menschenrechten. Ob die Frauenrechte so beibehalten werden wage ich zu bezweifeln.
Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass der sich als so moralisch überlegene Westen (der Folterlager betreibt und täglich Unschuldige mit Drohnen tötet) kein Recht hat sich in innenpolitische Belange souveränder Staaten einzumischen. Für genau sowas wurde das Völkerrecht irgentwann mal erfunden.
("Eine westliche
Unterstützung für die Revolutionäre in Syrien, Libyen und Iran ist völlig legitim und begrüßenswert, wenn man bedenkt, wie unterlegen diese insbes. bezüglich Informationstechnologie und Logistik sind und wie die arabische Despoten in den letzten Jahren von westlichen Firmen aufgerüstet wurden.")
... bekommen sie die erhoffte Freiheit und Demokratie, oder werden sie als "nützliche Idealisten/Idioten" für ausländische Interessen mißbraucht ??
http://www.youtube.com/wa...
Beispiele, wie Ukraine oder Georgien gibt es ja schon, wo die Menschen nur vom Regen unter die Traufe geraten sind ... .
Dieses Argument könnte man gelten lassen, wenn sich diese Länder in punkto Demokratie und Menschenrechte verbessern würden. Danach sieht es aber absolut nicht aus. In Ägypten z.B. hat sich eine Militärjunta etabliert, die Gegner im Schnellverfahren abverurteilt und auch sonst dem Mubarak Regime in nichts nachsteht.
In Libyen sind islamistische Kräfte am Erstarken, die in der Regel wenig Interesse haben an einer Demokratisierung oder besseren Menschenrechten. Ob die Frauenrechte so beibehalten werden wage ich zu bezweifeln.
Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass der sich als so moralisch überlegene Westen (der Folterlager betreibt und täglich Unschuldige mit Drohnen tötet) kein Recht hat sich in innenpolitische Belange souveränder Staaten einzumischen. Für genau sowas wurde das Völkerrecht irgentwann mal erfunden.
("Eine westliche
Unterstützung für die Revolutionäre in Syrien, Libyen und Iran ist völlig legitim und begrüßenswert, wenn man bedenkt, wie unterlegen diese insbes. bezüglich Informationstechnologie und Logistik sind und wie die arabische Despoten in den letzten Jahren von westlichen Firmen aufgerüstet wurden.")
... bekommen sie die erhoffte Freiheit und Demokratie, oder werden sie als "nützliche Idealisten/Idioten" für ausländische Interessen mißbraucht ??
http://www.youtube.com/wa...
Beispiele, wie Ukraine oder Georgien gibt es ja schon, wo die Menschen nur vom Regen unter die Traufe geraten sind ... .
Wenn die Truppen schonmal in Lybien vor Anker liegen, kann man ja gleich mal einen Abstecher nach Syrien machen und sich auch da das Öl unter den Nagel reissen. Sogar die gleiche Masche wie in Lybien, plötzlich bösartiger Diktator schiesst auf seine Bevölkerung ohne jegliche Beweise oder vorort-Berichterstatter. Naja was tut man nicht alles für das schwarze Gold. In einem halben Jahr wird die Nato auch dieses Land zurück in die Steinzeit gebombt haben und nachdem dann durch die NATO mehr Menschen gestorben sind als der böse Diktator überhaupt hätte umbringen können sind alle wieder glücklich und zufrieden und verleihen sich gegenseitig Orden. Kranke Welt!
Ich verstehe Ihren Kommentar als ironisch. So witzig ist es aber leider nicht. In Syrien wird eine Intervention wie in Libyen so nicht funktionieren und hätte das Potential einen nicht mehr kontrollierbaren Flächenbrand auszulösen. Der Iran hat bereits angedeutet, dass er Syrien im Falle einer Intervention zur Seite steht. Wielange sich Russland und China dann noch raushalten?
Was glauben Sie was dann los wäre?
Ja, in Syrien gibt es Öl aber das ist nicht viel und ist auch sehr bald aufgebraucht. Als Devisenbringer ganz nett (deshalb auch jetzt die Sanktionen - da hätte man auch früher draufkommen können) aber keine Sorge, wegen dem bisschen Öl marschiert da keiner ein, da reibt sich niemand wichtiges die Hände, das ist nicht wie im Irak oder Libyen wo es eine Menge Öl gibt. In Syrien lohnt das bisschen Öl nicht.
Ich verstehe Ihren Kommentar als ironisch. So witzig ist es aber leider nicht. In Syrien wird eine Intervention wie in Libyen so nicht funktionieren und hätte das Potential einen nicht mehr kontrollierbaren Flächenbrand auszulösen. Der Iran hat bereits angedeutet, dass er Syrien im Falle einer Intervention zur Seite steht. Wielange sich Russland und China dann noch raushalten?
Was glauben Sie was dann los wäre?
Ja, in Syrien gibt es Öl aber das ist nicht viel und ist auch sehr bald aufgebraucht. Als Devisenbringer ganz nett (deshalb auch jetzt die Sanktionen - da hätte man auch früher draufkommen können) aber keine Sorge, wegen dem bisschen Öl marschiert da keiner ein, da reibt sich niemand wichtiges die Hände, das ist nicht wie im Irak oder Libyen wo es eine Menge Öl gibt. In Syrien lohnt das bisschen Öl nicht.
in Homs haben die syrischen Protestierer folgende Forderung auf ein Plakat geschrieben:
"The Syrian people are demanding the UN to issue a resolution to allow international observers to enter Syria."
Hat nicht derzeit die Bundesrepublik einen Sitz im Sicherheistrat der UN? Wäre doch mal zur Abwechslung was sinnvolles, was der Aussenminister anregen sollte.
Dieses Argument könnte man gelten lassen, wenn sich diese Länder in punkto Demokratie und Menschenrechte verbessern würden. Danach sieht es aber absolut nicht aus. In Ägypten z.B. hat sich eine Militärjunta etabliert, die Gegner im Schnellverfahren abverurteilt und auch sonst dem Mubarak Regime in nichts nachsteht.
In Libyen sind islamistische Kräfte am Erstarken, die in der Regel wenig Interesse haben an einer Demokratisierung oder besseren Menschenrechten. Ob die Frauenrechte so beibehalten werden wage ich zu bezweifeln.
Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass der sich als so moralisch überlegene Westen (der Folterlager betreibt und täglich Unschuldige mit Drohnen tötet) kein Recht hat sich in innenpolitische Belange souveränder Staaten einzumischen. Für genau sowas wurde das Völkerrecht irgentwann mal erfunden.
---
Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass der sich als so moralisch überlegene Westen (der Folterlager betreibt und täglich Unschuldige mit Drohnen tötet) kein Recht hat sich in innenpolitische Belange souveränder Staaten einzumischen.
---
Jetzt montieren wir diesen Eintopf mal auseinander:
"Der Westen" betreibt als Folterlager und tötet Zivilisten mit Drohnen. Aha. Sind infolgedessen die USA identisch mit dem Westen? Oder können sie noch andere westliche Länder aufzählen, die Folterlager betreiben und mit Drohnen Zivilisten töten?
Immerhin wird in den USA kein US-Amerikaner auf offener Straße erschossen, nur weil er ohne Waffen demonstriert. Es ist auch in den USA nicht üblich Zivilisten mit Drohnen zu töten.
Die USA tun das in Kriegsgebieten. Ich finde das auch nicht gut, aber es hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun. Insofern können die sogar die USA und alle anderen europäischen Länder sehr wohl für sich in Anspruch nehmen, Diktatoren, die so etwas im eigenen Land tun, dazu aufzufordern, das doch sein zu lassen.
"Innenpolitische Belange von souveränen Staaten" ist dagegen der unsäglichste Euphemismus für den Umstand, dass ein durch nichts legitimierter Diktator se ganz nonchalant Demonstranten von seinen Sicherheitskräften erschießewn, verhaften und foltern lässt.
Was genau Sie damit zum Ausdruck bringen wollten, habe ich leider nicht verstanden.
---
Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass der sich als so moralisch überlegene Westen (der Folterlager betreibt und täglich Unschuldige mit Drohnen tötet) kein Recht hat sich in innenpolitische Belange souveränder Staaten einzumischen.
---
Jetzt montieren wir diesen Eintopf mal auseinander:
"Der Westen" betreibt als Folterlager und tötet Zivilisten mit Drohnen. Aha. Sind infolgedessen die USA identisch mit dem Westen? Oder können sie noch andere westliche Länder aufzählen, die Folterlager betreiben und mit Drohnen Zivilisten töten?
Immerhin wird in den USA kein US-Amerikaner auf offener Straße erschossen, nur weil er ohne Waffen demonstriert. Es ist auch in den USA nicht üblich Zivilisten mit Drohnen zu töten.
Die USA tun das in Kriegsgebieten. Ich finde das auch nicht gut, aber es hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun. Insofern können die sogar die USA und alle anderen europäischen Länder sehr wohl für sich in Anspruch nehmen, Diktatoren, die so etwas im eigenen Land tun, dazu aufzufordern, das doch sein zu lassen.
"Innenpolitische Belange von souveränen Staaten" ist dagegen der unsäglichste Euphemismus für den Umstand, dass ein durch nichts legitimierter Diktator se ganz nonchalant Demonstranten von seinen Sicherheitskräften erschießewn, verhaften und foltern lässt.
Was genau Sie damit zum Ausdruck bringen wollten, habe ich leider nicht verstanden.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren