Wahlkampf in Norwegen : Oslo zwischen Zurückhaltung und kruden Terror-Thesen
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 Großes Interesse an der Politik

Er erzählt von seiner Ehefrau, die muslimischen Glaubens ist, und von vielen Kandidaten seiner Partei, die ausländische Wurzeln haben. Scharf grenzt er seine Partei von anderen europäischen, rechtspopulistischen Parteien ab wie der französischen Front National oder der niederländischen Freiheitspartei : Die Fortschrittspartei sei nicht anti-islamisch oder fremdenfeindlich, sagt er. Viel mehr ähnele sie in ihrem leistungsorientierten und staatsskeptischen Grundverständnis den britischen Liberalen oder – er grinst – der deutschen FDP.

Doch Høglund schönt die Fakten. Zwar mögen Wilders und Le Pen tatsächlich noch radikaler auftreten. Dennoch aber werfen viele Beobachter der Fortschrittspartei vor, das politische Klima in Norwegen vergiftet und fremdenfeindliche Ressentiments geschürt zu haben.

Trotzdem ist auffällig, dass die Führungsriege seiner Partei seit den Attentaten um einen moderaten Ton bemüht ist. Teile des Wahlkampfprogramms wurden zurückgezogen, etwa die Abrechnung mit den regierenden Sozialdemokraten. Schon allein optisch schien diese, mit einer abgeknickten Rose illustriert, nach Utøya nicht mehr in die Zeit zu passen. Parteichefin Siv Jensen, die gern mit ihrer Nähe zur US-Tea-Party-Bewegung kokettiert, kündigte nach den Attentaten an, dass ihre Partei ihre Sprache überdenken und rhetorisch abrüsten müsse.

Konkret bedeutet das, dass die Fortschrittspartei künftig nicht mehr pauschal vorm "Islam", sondern vor dem "radikalen Islam" warne, erklärt Høglund. Probleme in der Einwanderungspolitik und anderswo sollen zwar weiterhin benannt werden, sagt Høglund. Aber das dürfe nicht mehr in einer "hasserfüllten Sprache" geschehen. Ob der Partei das im Wahlkampf hilft, ist fraglich. In den Umfragen befindet sie sich seit den Attentaten im freien Fall.

Viele Parteieintritte

Nur wenige Meter vom Parlament entfernt liegt das Hauptquartier der bürgerlichen Høyre-Partei. Ihr Generalsekretär Lars Arne Ryssdal hat hier den Wahlkampf konzipiert. Anders als die Strategen der Fortschrittspartei musste er nun nichts korrigieren oder retuschieren. Auch er kritisiert das Auftreten und die Äußerungen der Rechtspopulisten. Dennoch hält seine Partei an der Fortschrittspartei als bevorzugte Koalitionsoption fest. Man müsse die Populisten in die Pflicht nehmen, sagt Ryssdal.

Der konservative Generalsekretär hofft, dass sich die politische Kultur durch die Attentate dauerhaft positiv verändert. Obwohl der Ton sachlicher geworden sei, habe sich das Interesse an Politik nicht verringert. Im Gegenteil: In den vergangenen drei Wochen traten seiner Partei 1.000 neue Mitglieder bei. Auch die Jungsozialisten erleben derzeit einen Mitglieder-Boom. Und die Wahlbeteiligung wird Umfragen zufolge am Wahltag in knapp vier Wochen einmalig hoch ausfallen. Das Land ist geschockt und will vom politischen Streit nichts wissen. Politik machen will es dennoch.

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Kommentare

224 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Gutes Zeichen

Es ist ein gutes Zeichen, wenn die skandinavische Gesellschaft zurück zu ihren Wurzeln findet.

Diese Wurzeln, die sich mit Offenheit, Toleranz, Bildung und Demokratie definieren lassen, haben die skandinavischen Länder stark gemacht.

Wenn Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark sich darauf besinnen kann es nur gut für diese Länder und Europa sein.

Rechtspopulisten und Islamhassern das Wasser abgraben

Sie haben vollkommen Recht:
Man kann Vorurteilen und blanken Hass nicht mit mit Druck bekämpfen - Sondern mit Enttarnung und Bloßstellung der Parolenschwinger und Rassenpropagandisten.

Insofern wäre es wünschenswert, wenn sich endlich alle demokratischen Kräfte in Deutschland und Europa entschieden gegen die Aufstachelung und "geistige Mobilmachung" aus der rechten Ecke entgegenstemmen würden.

Es wird Zeit, Personen wie Geert Wilders und Parteien wie Dansk Folkeparti an den Pranger zu stellen und Sie als Totengräber der Demokratie und des friedlichen Miteinanders zu enttarnen.

"Von daher hat das (vermeintliche) Wählerpotential"

Es handelt sich nicht um Wähler p o t e n t i a l sondern um reale Wähler, die diese Parteien bereits in die Parlamente gewählt haben.

Interessiert Sie denn gar nicht die Beweggründe der Wähler?
Mich schon.

Wenn sich heute eine Partei auftäte, die sich explizit für die Abschaffung der Alimentierung des christlichen Klerus in D aus Steuergeldern einsetzt, hätte eine solche Partei mit Sicherheit ebenfalls einen enormen Zulauf.

Menschen wählen nach ihren persönlichen Interessen und wenn es Parteien verstehen, diese Menschen anzusprechen ist das völlig okay und eine Kritik oder Verteufelung dagegen undemokratisch!

Politiker und Parteien, die Hass propagieren...

... anstatt ein politisches Programm, MÜSSEN durch die Medien und die demokratischen Kräfte (Parteien, Gewerkschaften, Verbände, NGO's, ...) bloß gestellt und deren Absichten transparent gemacht werden.

Dann werden Sie sehen, wie die Millionen Wähler Abstand von solchen Rattenfängern nehmen. Leider neigen viele Demokraten dazu, solche Demokratiefeinde eher zu verteufeln anstatt zu enttarnen.

Siehe die unrühmliche Debatte um Sarrazin, aus der er als "Märtyer" der freien Meinungsäußerung hervorging.
Die Stimmen, die sich auf Faktenlage mit seinen Thesen auseinander gesetzt hatten und sehr viele Punkte wiederlegen konnten, ging schlichtweg unter unter der allgemeinen, oft vorgespielten, Entrüstung.

Kritik vs. Hass

Es gibt einen Unterschied zwischen "Kritik" und "Hass".

Wenn ich dazu aufrufe, eine Religion zu verbieten, weil Sie "Teuflisch" ist, ist das für mich keine Kritik mehr, sondern ein Aufruf zum Hass gegen eine Religionsgruppe.

Soviel ich weiß, wird in unserem Grundgesetz unter Art. 4 die Religionsfreiheit garantiert. Wer also eine Weltreligion verbieten möchte, verstößt gegen das Grundgesetz.

Um mal auch mit Zahlen um mich zu schmeißen: Über eine Milliarde Menschen sind Muslime. Soviele KÖNNEN sich doch gar nicht Irren :-)

Ich BITTE Sie !

Sie wollen doch nicht behaupten, das der ISLAM VERFASSUNGSWIDRIG ist ?
Wenn Sie mir jetzt auch noch mit ein paar Koranzitaten kommen, die Sie auf PI-News aufgeschnappt haben, dann muss ich wirklich anfangen zu lachen.

Um Ihnen schon im Vorfeld den Wind aus den Segeln zu nehmen: Die Bibel und der Talmud stecken auch voller Sätze, die eindeutig gegen das Grundgesdetz verstoßen.

Religion ist Auslegungssache und nicht per se schlecht. Religion ist, was der Einzelne draus macht. Deshalb kann man einen Menschen nicht wegen seiner politischen / religiösen / sexuellen / ... Überzeugung anklagen, SONDERN NUR wegen seiner Taten.

"Sie wollen doch nicht behaupten, das der...

...ISLAM VERFASSUNGSWIDRIG ist ?
Wenn Sie mir jetzt auch noch mit ein paar Koranzitaten kommen, die Sie auf PI-News aufgeschnappt haben, dann muss ich wirklich anfangen zu lachen."

Klären Sie mich bitte auf.
Gibt es nur eine Religion (nämlich den Islam)?

Ich schrieb in meinem Beitrag:"Was, wenn nun eine "Religion" sich nur Religion nennt..."

Von Islam steht da n i x !

Taten der Mullahs vs. Taten der Neo-Cons

Na dann, stellen Sie mal die Taten der fundamentalistischen Mullahs den Taten der Neo-Cons in der US-Regierung unter Präsident Georg W. Bush gegenüber.

Ich fange mal mit den christlichen Kreuzrittern aus den USA mal an:
- Ermordung von hunderten von Zivilisten durch ferngesteuerte Drohnen
- Folterung von Kriegsgefangenen
- Ermordung von Zivilisten durch unkontrollierbare US-Soldaten und Söldner
- Destabilisierung von ganzen Weltregionen
- Mißachtung der Menschenrechte
- Irreführung der Öffentlichkeit bei den Vereinten Nationen
- ...

Und wer ist jetzt der bessere Mensch ?

Hab ich was anderes behauptet?

Ich bezog das doch nicht auf die Religion! Bzw. ich würde es auch auf die Religion beziehen, aber nicht im Sinne von Hass, sondern eben im Sinne einer möglichst objektiven Kritik. Was ich aber meinte, war bezogen auf den Kommentar, dass man ja wohl auch dann kritisieren darf, wenn eine Partei Zuwachs hat oder sonstwie beliebt ist. Die Nazis waren auch ganz schön beliebt, CocaCola ist es auch obwohl es Kinder Fett macht, SChokolade ist auch total der Bringer, obwohl sie vielfach durch Kinderarbeit entsteht. Populäres ist nicht deshalb gut weil es populär ist.

Wenn Sie hier schon...

...von "Kontext eines Gedankenaustausches" schreiben, dann suchen Sie sich bitte auch den Kontext zusammen, indem Sie bis zum Beitrag von "Fox Mulder" zurück gehen, der der Auslöser für meine Antworten war.

In diesem Ausgangsbeitrag erwähnte noch nicht einmal "Fox Mulder" den Islam.

Daß ich auf eine Unterstellung reagiere gestehen Sie mir doch großzügigerweise zu !?

@5 Fox Mulder:

"Sie haben vollkommen Recht:
Man kann Vorurteilen und blanken Hass nicht mit mit Druck bekämpfen - Sondern mit Enttarnung und Bloßstellung der Parolenschwinger und Rassenpropagandisten."

Die Art, wie hier die Linke Kapital aus dem Amoklauf von Norwegen schlagen will, ist widerwärtig.

"Insofern wäre es wünschenswert, wenn sich endlich alle demokratischen Kräfte in Deutschland und Europa entschieden gegen die Aufstachelung und "geistige Mobilmachung" aus der rechten Ecke entgegenstemmen würden."

Nicht Sie entscheiden, wer demokratisch ist und wer nicht. Auch der politisch von Ihnen "rechts" stehende Flügel ist demokratisch genauso legitimiert wie der, dem Sie anzugehören scheinen. Wer freilich so weit links steht wie Sie, braucht sich über die vielen Rechten nicht zu wundern.

"Es wird Zeit, Personen wie Geert Wilders und Parteien wie Dansk Folkeparti an den Pranger zu stellen und Sie als Totengräber der Demokratie und des friedlichen Miteinanders zu enttarnen."

Die infame, haßerfüllte Kampfrhetorik gegen alles, was sich nicht der Politischen Korrektheit unterwirft, erhält nach dem Amoklauf noch einmal eine Zuspitzung. Das wird das genaue Gegenteil des Gewollten bewirken.

@ 12 Neben Due Mong:

"Die Rhetorik der Kosmopoliten und anderen Freunde der "offenen Gesellschaft" muß man nicht einmal entblößen. Zu offensichtlich handelt es sich um hohle, selbstgerechte Phrasen, die an die Instinkte moralisch überheblicher Besserwisser appellieren und mögliche Konsequenzen verschleiern."

Diese als Kosmopolitismus bzw. Multikulturalismus getarnte Ideologie ist im Kern ebenso volksfeindlich wie antidemokratisch. Hier will eine abgehobene politisch-mediale Kaste der Bevölkerung mit allen Mitteln den Willen aufzwingen und bedient sich einer willfährigen Medienlandschaft, um sich und der Öffentlichkeit das Szenario einer heilen Welt vorzuspielen, bei der nur ein paar böse Rechtspopulisten und -extremisten stören.

Politische Korrektheit vs. Meinungsfreiheit

Die Verteidigung der Religionsfreiheit und der übrigen vom Deutschen Grundgesetz garantierten Grundrechte ist KEINE POLITISCHE KORREKTHEIT - Sondern grunddemokratische Einstellung.

Sie können mich mit allen Schimpfwörtern belegen, die der rechte Sumpf gegen Andersdenkende auffahren kann: Linksradikal, Islamprediger, Gutmensch, Sozialist, Moslemliebling, Islamo-Faschischt, u.s.w. - Ich werde weiterhin die demokratischen Grundrechte verteidigen. Ihre Beschimpfungen prallen bei mir ab.

@habenichts: Entlarvende Rhetorik

"Diese als Kosmopolitismus bzw. Multikulturalismus getarnte Ideologie ist im Kern ebenso volksfeindlich wie antidemokratisch."

"Hier will eine abgehobene politisch-mediale Kaste der Bevölkerung mit allen Mitteln den Willen aufzwingen und bedient sich einer willfährigen Medienlandschaft, um sich und der Öffentlichkeit das Szenario einer heilen Welt vorzuspielen, bei der nur ein paar böse Rechtspopulisten und -extremisten stören."

Das muss man gar nicht mehr kommentieren. Sie entlarven sich selbst.

Szenario einer heilen Welt für die verblendete Öffentlichkeit

"Hier will eine abgehobene politisch-mediale Kaste der Bevölkerung mit allen Mitteln den Willen aufzwingen und bedient sich einer willfährigen Medienlandschaft, um sich und der Öffentlichkeit das Szenario einer heilen Welt vorzuspielen..."
Das ist mittlerweile so offensichtlich, daß es immer größere Teile der autochthonen Bevölkerung begreifen. Es besteht also neue Hoffnung.
Es ist gut, daß es in Deutschland noch keine populistische Partei gibt. Das erspart einer Oppositionspartei, die früher oder später kommen wird, die Kinderkrankheiten.

@62 Fox Mulder:

"Die Verteidigung der Religionsfreiheit und der übrigen vom Deutschen Grundgesetz garantierten Grundrechte ist KEINE POLITISCHE KORREKTHEIT - Sondern grunddemokratische Einstellung."

Sie werden es nicht schaffen, das Grundgesetz gegen uns selbst zu verwenden. Falls es Ihnen nicht aufgefallen sein sollte: Die Religionsfreiheit ist in einem demokratisch-säkulären Staatssystem wie dem westlichen ein Grundrecht unter anderen und eben nicht das zentrale. Auf keinen Fall darf es dazu benutzt werden, um das im Grundgesetz beschriebene Gesellschaftssystem schleichend aus- und zu unterhöhlen.

"Sie können mich mit allen Schimpfwörtern belegen, die der rechte Sumpf gegen Andersdenkende auffahren kann: Linksradikal, Islamprediger, Gutmensch, Sozialist, Moslemliebling, Islamo-Faschischt, u.s.w. - Ich werde weiterhin die demokratischen Grundrechte verteidigen. Ihre Beschimpfungen prallen bei mir ab."

So wie Sie hier zetern, sollten Sie auf Ihre eigene Kampfrhetorik achten. Der Kampf gegen die Islamisierung ist der Kampf um die Erhaltung der Demokratie wie auch der eigenen westlichen, europäischen Identität.

@habenichts: Experte für Kampfrhetorik

"So wie Sie hier zetern, sollten Sie auf Ihre eigene Kampfrhetorik achten. Der Kampf gegen die Islamisierung ist der Kampf um die Erhaltung der Demokratie wie auch der eigenen westlichen, europäischen Identität."

Na, Sie müssen es ja wissen, scheinen Sie doch ein ausgemachter Experte in Sachen Kampfrhetorik zu sein. So oft wie Sie das Wort "Kampf" hier benutzen.

Bildung wäre die Lösung

"Interessiert Sie denn gar nicht die Beweggründe der Wähler"

Natürlich sollte diese Kleingeistigkeit uns alle interessieren, so dass vielleicht etwas geändert werden kann. Und die Lösung heißt Aufklärung und Bildung, dann würden einige vielleicht den Unsinn erkennen, den sie verzapfen!

Am Besten werden diese Leute mit untertützender Hilfe (Psychiater/Sozialarbeiter) in muslimische Gemeinden geführt. Da können sie dann ihre Ängste und Vorurteile abbauen..

@76 J.E.B.:

Nur ist die bisher nicht in der Opposition.
"Sie ist beisher noch nicht einmal zu einer Wahl angetreten und die Kampf-gegen-rechts-AntiFa-Fraktion wird sicherlich so einiges tun, um zu verhindern, daß diese Partei gewählt wird."

Mit Sicherheit.

"Einschüchterungen von Vermietern von Veranstaltungsräumlichkeiten aus dieser Richtung hatte es ja schon gegeben."

Das heißt, die einzige Chance besteht also darin, diese Partei zu wählen, um diesen Widerstand der Kampf-gegen-Rechts-Fraktion zu trotzen. Logisch oder nicht?

Interpretationsfragen

"Die Bibel und der Talmud stecken auch voller Sätze, die eindeutig gegen das Grundgesdetz verstoßen."

Da haben wir auch schon einen entscheidenden Unterschied:

Während nämlich sowohl Juden als auch Christen religiös zu Meister der Interpretation geworden sind und das religiös auch dürfen, ist die "wortgetreue Auslegung" (was auch immer das sein mag) des Korans Pflicht.

Fragen Sie mal einen moderaten Aleviten, wie er mit der Interpretation "Hand ab für Diebe" bedeute, dass man den Dieb daran hindern möge, seine Hände erneut auf fremdes Eigentum zu legen, bei Sunniten angesehen ist?

Eine liberale Interpretation des Korans, die vergleichbar mit jüdischen oder christlichen Traditionen wäre, ist für die Betroffenen oft lebensgefährlich.
Und gerade die moderaten und die engagierten Humanisten unter den Muslimen werden von links wie rechts gleichermaßen hängen gelassen, darüber könnte ich mich endlos aufregen.

Der einzige Trost an dieser ganzen Diskussion und der "Oslo-Keule" ist, dass Breivik so gründlich als Versager da steht, wie man es sich nur denken kann.
Das allerdings ist sicher nicht der deutschen Aufgeregtheit und Haudrauf-Relexe, sondern norwegischer steifer Oberlippe und Prinzipientreue zu verdanken.

Respekt vor dieser würdevollen Haltung.

Demoratiestunde

"wie hier die Linke Kapital aus dem Amoklauf von Norwegen schlagen will, ist widerwärtig."

Vielleicht merken sie ja mal wie das ist, wenn Rechtspopulisten islamistisch motivierte Terroranschläge benutzen um eine gesamte Religion zu diffarmieren. Aber selbst dann würde der Vergleich hinken, weil man natürlich Islamisten für ihre Taten krtisieren darf, genauso wie die Rechtspopulisten kritisiert werden können, die mit ihrer Hetze das ideologische Fundament für die Wahnsinnstat in Norwegen geliefert haben.

"Ihnen "rechts" stehende Flügel ist demokratisch genauso legitimiert "

Die Legitimation endet, wenn die Rechte von Minderheiten missachtet werden. Diese sind in unseren westlichen Demokratien essentiell geschützt. Selbst wenn 99% der Bevölkerung Arbeitslager für Muslime befürworten würden, wären diese NIEMALS demokratisch legitimiert.

Sorry - Sie haben mich nicht verstanden

Es tut mir leid, aber Sie haben mich nicht verstanden.
Es gibt NICHT den Muslim, NICHT den Sunniten, nicht den Shiiten oder Aleviten.

Unter den Sunniten wird Islam genauso kontrovers ausgelegt und diskutiert, wie die Botschaft Jesu unter den Christlichen Konfessionen. Die Türken z.B. legen den Koran nach der hanefitischen Lehre aus, Ihre Republik ist ein sekulärer Staat in dem die Religion dem Staat untergeordnet ist und von diesem auch kontrlliert / reguliert wird.
Die Saudis sind auch Sunniten, hängen aber der wahabitischen Ausrichtung im Islam nach, einer viel radikalern Interpretation, in der es keinen Unterschied zwischen Staat und Religion gibt. Das dies das saudische Regime dazu nutzt, Ihre Machthabe zu legitimieren, ist eine andere Geschichte.

Um trotzdem noch einen Stein auf die Christenheit zu werfen: Schauen Sie sich z.B. den amerikanischen Bibelgürtel an und versuchen Sie zu verstehen, das die Christenheit noch lange nicht aufgeklärt ist. Sie hat den Weg dorthin begonnen, doch dieser ist noch weit und steinig...

Vom Judentum, der in gewissen Gesellschaftsschichten Israels immer radikaler Züge annimmt, will ich erst gar nicht anfangen -> Siehe NahOst-Konflikt.

Es soll auch schwule Moslems geben..

Da bin ich ja bei ihnen. Vorurteile müssen bekämpft werden, egal welche diese sind und woher sie kommen. Aber wie sie selber sagten, ist dies kein Privileg von Moslems und in vielen erzkatholischen Gemeinden, könnten sie die gleichen Dinge hören. Ich bin nur dagegen, wenn man Menschen aufgrund ihrer Religionsangehörigkeit pauschal verurteilt. Es soll auch schwule Moslems geben..

@habenichts

"Haben Sie sonst noch irgendwas zur Sache zu sagen?"

Zu welcher Sache? Verzeihen Sie bitte, aber Sie käuen hier doch nur die Argumentationsmuster der Rechtspopulisten - der Begriff "Argumentationsmuster" ist hier eigentlich fehl am Platze, weil Rechtspopulismus und Argumentation sich gegenseitig ausschliessen - wieder und machen Werbung für einen Etikettenschwindel allererster Güte. Sachliche Argumente fehlen bei Ihnen völlig, oder halten Sie Ihre Aussagen zu einer angeblich linksverschwörerischen Medienlandschaft (gehört die Bild da Ihrer Meinung nach eigentlich auch dazu?), einer kosmopolitischen Ideologie, einer drohenden Islamisierung etc. etwa für Argumentation?

Bringen Sie doch bitte sachliche Argumente vor und diskutieren Sie ergebnisoffen, dann werde ich Sie auch ernstnehmen und auf Ihre Argumente eingehen.

"selbstverständlich meinen Sie damit eine Partei...

(welche auch immer), die sich dezidiert gegen die Homosexuellenfeindlichkeit..."

Selbstverständlich, wobei die Feindlichkit vor allem katholische und islamische Prägung hat.

Von Homosexuellenfeindlichkeit in der christlichen Orthodoxie oder im Judentum sind mir bisher keine Presseveröffentlicungen bekannt.

Die Athisten lasse ich mal weg, da sie keine "Religion" darstellen.

..........

Also Ehrenmorde haben eigentlich nichts mit dem Islam zu tun:

Allerdings verfügt der „Ehrenmord“ in der islamischen Gesetzgebung, der Schari'a, über keinerlei Basis. Er fällt somit nach islamischer Erkenntnis in die Kategorie des Mordes, welcher laut Schari'a die Todesstrafe zur Folge hat.
http://de.wikipedia.org/w...
Genaugenommen handelt es sich hierbei um archaische Traditionen, die nach dem islamischen Recht eigentlich verboten sind -siehe Zitat- In christlichen Ländern kommen diese ebenfalls vor -wenn auch weit weniger. Diese sind natürlich zu verurteilen und mit dem Gesetz strengstend zu ahnden!

Ich habe mal kurz eine Suchmaschine bemüht, um herauszufinden, ob es auch christliche Gewaltaten an Homosexuellen gibt:
Christian’s Killing Gays and Lesbians 2000-2009
http://www.thegaymanifest...
Ich will damit auch gar nichts relativieren. Ich versteh nur nicht, warum sie sich so auf eine Religion versteifen..

Vergleichen: aber immer!

Das ist so ein bisserl das Geheimnis, wie man Erkenntnis gewinnt: man vergleicht zwei Dinge, stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest und kann daraus Erkenntnis gewinnen. Wie bittschön machen Sie das denn?

Dieser Breivik hatte die Erleuchtung, daß die westeuropäische Zivilisation von Muslimen bedroht und von "Kulturmarxisten" verwaltet wird - im Wesentlichen und als Kernaussage. Leider gibt die Zeichenbeschränkung wenig Raum für ausführliche Analysen.

Woher hat dieser Mensch die Ideen?
Da kann man Vergleiche anstellen und stellt fest, dass die gleichen Ideen im Internet und im Real Life bei sogenannten Rechtspopulisten zu finden sind, deren Ideen sich in den Kernaussagen in ungefähr 0,5% von seinen unterscheiden.

Dann sieht man sich die Rechtspopulisten an und stellt fest, daß diese zwar dasselbe sagen, aber nicht so handeln (wobei es hier im Forum schon welche gibt, die sich "im Widerstand" befinden - da sollte man sich schon Sorgen machen. Nur greifen die (bisher) noch nicht zur Waffe, sondern organisieren sich in Parteien, Foren und informellen Gruppen.

Jetzt habe ich glatt Ihre Frage vergessen: Was wollten Sie noch genau wissen? Was eine "Oslo-Keule" ist? He, das wollte ich wissen.

Breivik war kein Amokläufer - Sondern ein Überzeugungstäter !

Ich finde es schlimm, wie versucht wird, die Taten von Breivik als Amoklauf oder "schreckliche Einzeltat" eines Wahnsinnigen darzustellen.

Ein Wahnsinniger plant nicht jahrelang einen Anschlag. Ein Wahnsinniger schreibt auch kein monströs-langes Manifest, das sich aus Mythen und rassistischen Vorurteilen aus der islamfeindlichen Ideologie zusammensetzt.

Breivik hat aus Überzeugung gehandelt. Er wollte Norwegen, seine Gesellschaft, mit einem Schlag mitten ins Gesicht aufwecken und vor den Gefahren der drohenden Islamisierung und der Mittäterschaft der Gutmenschen aus dem linken politischen Spektrum warnen.

Woher hatte er seine Ängste und Befürchtungen ? Woher stammen die Vorlagen für seine Motive ?
Indem man hier die geistigen Wegbereiter aus der Ecke der selbsternannten "Retter des Abendlandes" in Schutz nimmt, versucht man nur die Aufstachler und geistigen Brandstifter aus dem Fokus der Öffentlichkeit zu zerren.

Und das dürfen wir nicht zulassen. Den Taten von Oslo lag eine Ideologie zugrunde, die aus vielen einzelnen Puzzlestücken zusammen gesetzt ist - Und die von den Islamkritikern europaweit bereit gestellt werden. Tagtäglich, auch heute.

Vergleiche Teil 2

Da hatte ich vergessen zu erwähnen:
Man vergleicht auch noch Terror-Anschläge von Linken, Rechten, Muslimen, Juden, Christen, Hindus etc.

Und auch da wird man wieder fündig: rechte Anschläge immer gegen relativ Wehrlose, islamische Anschläge immer gegen relativ Wehrlose, linke Anschläge meist gezielt gegen irgendwelche "Mächtigen". Rechte Anschläge gerne mal Einzeltäter, islamische Anschläge gerne mal Selbstmordattentate... fällt Ihnen irgendwas auf?

@126 BenSchreck:

"Da hatte ich vergessen zu erwähnen:
Man vergleicht auch noch Terror-Anschläge von Linken, Rechten, Muslimen, Juden, Christen, Hindus etc.

Und auch da wird man wieder fündig: rechte Anschläge immer gegen relativ Wehrlose, islamische Anschläge immer gegen relativ Wehrlose, linke Anschläge meist gezielt gegen irgendwelche "Mächtigen". Rechte Anschläge gerne mal Einzeltäter, islamische Anschläge gerne mal Selbstmordattentate... fällt Ihnen irgendwas auf?"

Mir fällt vor allem auf, daß weltweit ca. 90 % aller politisch oder religiös motivierten Attentäter im Namen des Islam begangen werden. Christen dagegen zählen inzwischen zu den am meisten verfolgten Religionen vor allem und besonders in muslimischen Ländern.

@108 BenSchreck:

"Verzeihen Sie bitte, aber Sie käuen hier doch nur die Argumentationsmuster der Rechtspopulisten - der Begriff "Argumentationsmuster" ist hier eigentlich fehl am Platze, weil Rechtspopulismus und Argumentation sich gegenseitig ausschliessen - wieder und machen Werbung für einen Etikettenschwindel allererster Güte. Sachliche Argumente fehlen bei Ihnen völlig, oder halten Sie Ihre Aussagen zu einer angeblich linksverschwörerischen Medienlandschaft (gehört die Bild da Ihrer Meinung nach eigentlich auch dazu?), einer kosmopolitischen Ideologie, einer drohenden Islamisierung etc. etwa für Argumentation?"

Lesen Sie mal in Ruhe meine Beiträge, gegen die Sie hier polemisieren. Dann könnte Ihnen evtl. selbst auffallen, daß Sie hier wirr Dinge aus dem Zusammenhang reißen und durcheinanderschmeißen. Wer sachliche Argumente fordert, sollte selbst erst mal sachlich argumentieren.

Da werfen Sie mal wieder verschiedene Dinge in einen Topf

nagut, das "mal wieder" ist natürlich Retourkutsche

"Mir fällt vor allem auf, daß weltweit ca. 90 % aller politisch oder religiös motivierten Attentäter im Namen des Islam begangen werden. Christen dagegen zählen inzwischen zu den am meisten verfolgten Religionen vor allem und besonders in muslimischen Ländern."
Sehen Sie, einerseits "Attentäter", andererseits "Verfolgung". Für die Verfolgung der Christen in anderen Ländern kann ich nix - ehrlich. Und meine Möglichkeiten, dagegen vorzugehen, sind einigermassen beschränkt. Mir ging es in erster Linie um Terroranschläge in Westeuropa. Wer sind die Täter, warum, wer sind die Opfer.

Worüber reden wir hier? In erster Linie geht es hier um den Anschlag von Olso.

@141 BenSchreck:

"Sehen Sie, einerseits "Attentäter", andererseits "Verfolgung". Für die Verfolgung der Christen in anderen Ländern kann ich nix - ehrlich. Und meine Möglichkeiten, dagegen vorzugehen, sind einigermassen beschränkt."

So was aber auch.

"Mir ging es in erster Linie um Terroranschläge in Westeuropa. Wer sind die Täter, warum, wer sind die Opfer."

In den meisten Fällen muslimische Attentäter, die Opfer Westeuropäer.

http://www.n24.de/news/ne...

"Worüber reden wir hier? In erster Linie geht es hier um den Anschlag von Olso."

Wieviel dieser "christlich motivierten Attentate" gab es denn in den letzten Jahrzehnten in Europa, und wieviel islamisch motivierte Terroranschläge?

Seltsame Liste da auf N24

Die Anschläge von Madrid waren sicherlich islamistisch orientiert...
Das Zeug aus Russland - wollen sie das als "anti-christlich" deklarieren?
Die meisten Anschläge gehen m.E. auf die "Eta", ein paar corsische Nationalisten, die Maffia etc. zurück.

Rechte Anschläge resp. Morde beziehen Sie nicht in Ihre Liste ein... über 130 Tote durch Neonazis alleine in Deutschland seit 1990.

Ich meine: reines "Aufrechnen" hilft nicht weiter. Es geht um die Motive.

Aber Sie können mir doch sicherlich erkären, was denn nun die "Oslo-Keule" ist?

@153 BenSchreck:

Die Anschläge von Madrid waren sicherlich islamistisch orientiert...
"Das Zeug aus Russland - wollen sie das als "anti-christlich" deklarieren?"

Als islamistisch. Was glauben Sie, was in den islamistischen Kaukasus-Staaten wie Tschetschenien und Inguschetien vor sich geht? Dieses Problem hat Rußland unmittelbar am Hacken. Oder ist das nicht Europa?

"Die meisten Anschläge gehen m.E. auf die "Eta", ein paar corsische Nationalisten, die Maffia etc. zurück."

Nur weil in Westeuropa im Jahre 2010 rel. wenig islamistische Anschläge passiert sind, sind jetzt ja gar nicht die Islamisten Hauptquelle von Gewalt und Terror? Vom jüngsten Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodjedowo Anfang diesen Jahres gar nicht zu reden? Zu Ihrer Gedächtnisstütze: Die ersten größeren islamistischen Terroranschläge in Europa geschahen Mitte der 90er Jahre in Paris, vor allem auf die Metro und den öffentlichen Nahverkehr.

"Rechte Anschläge resp. Morde beziehen Sie nicht in Ihre Liste ein... über 130 Tote durch Neonazis alleine in Deutschland seit 1990."

In Ihrer Argumentationsnot greifen Sie zu immer abwegigeren Fakten. Erstens erklären Sie mir, woher Sie Ihre Mondzahlen von 130 "rechten" Gewaltopfern haben: Aus irgendwelchen Antifaseiten? Zweitens dürften die kaum in die Kategorie Terror einzuordnen sein.

@153 BenSchreck:

"Ich meine: reines "Aufrechnen" hilft nicht weiter."

Warum tun Sie es dann?

"Es geht um die Motive."

Die sind im Falle der Terroranschläge im Namen des Islam doch wohl eindeutig.

"Aber Sie können mir doch sicherlich erkären, was denn nun die "Oslo-Keule" ist?"

Gern. Nämlich der infame Versuch, diesen Amoklauf zur Diffamierung und Mundtotmachung von Islamkritikern zu instrumentalisieren.

Wo bleiben die Argumente?

@habenichts
"Ich meine: reines "Aufrechnen" hilft nicht weiter."
"Warum tun Sie es dann?"
Weil Sie es tun. Ich rechne gerne mal gegen.

"Es geht um die Motive."
"Die sind im Falle der Terroranschläge im Namen des Islam doch wohl eindeutig."
Na, da wissen Sie ja Bescheid. Um was es eigentlich ging, waren die Motive des Herrn Breivik. Was würden Sie da vermuten?
"Aber Sie können mir doch sicherlich erkären, was denn nun die "Oslo-Keule" ist?"
"Gern. Nämlich der infame Versuch, diesen Amoklauf zur Diffamierung und Mundtotmachung von Islamkritikern zu instrumentalisieren."
Das ist natürlich der Weisheit reinste Klärung. Es war beileibe kein Amoklauf. Recherchieren Sie mal, was das ist.
"Islamkritikern" wie mir z.Bsp. macht - außer Ihnen natürlich - in diesem Forum keiner den Mund tot. Was genau meinen Sie sachlicher Kritiker mit "infam"? "Instrumentalisieren" ist aber auch ein tolles Wort. Klingt irgendwie kritisch. Reine Polemik.

Ich gebe zu, ich würde schon fast etwas drum geben, wenn Ihre Beiträge hier auf ein Mindestmaß an sachliche Argumentation schrumpfen würden.

@139 habenichts: Behauptungen

Es tut mir leid, aber ich kann keine wirklichen Argumente bei Ihnen erkennen. Sie stellen emotionalisierende Behauptungen auf und machen oberflächliche Analogieschlüsse. Das ist aber noch keine stichhaltige Argumentation.

Oberflächliche Behauptungen aufstellen kann ich auch. Wie wär's z.B. mit folgender - angelehnt an einen Ausspruch von Herrn Broder:

Nicht alle Rechtspopulisten sind Nazis, aber die meisten Nazis sind Rechtspopulisten.

Wie wirkt diese Aussage auf Sie? Finden Sie sie sachlich? Spricht sie Ihre Gefühlsebene an?

M.E ist diese Aussage kein Argument, sondern eine Behauptung, die man erst argumentativ unterlegen müsste. Ohne diese Unterlegung gleicht sie einer Parole und trägt nicht zur Lösung irgendwelcher Probleme bei, sondern dient nur dem Zweck, die Diskussionsführung zu emotionalisieren und oberflächlicher zu gestalten. Und Ihre Aussagen bewegen sich m.E. oftmals auf ähnlichem Niveau wie mein Beispiel.

Also, unterlegen Sie Ihre Aussagen bitte argumentativ, dann werde ich in Zukunft solche - aus Ihrer Sicht - polemischen Kommentare unterlassen. Danke.

Freut mich für Sie,

daß Sie so gut über die Partei informiert sind. Und ich würde niemals schlußfolgern, daß Sie zu den ersten Unterstüzern gehören, dass wäre nämlich eine unzulässige Schlußfolgerung.

Aber das ist ja das Wesen einer Demokratie: Leute haben Ansichten, finden sich nicht ausreichend vertreten und organisieren sich selbst, z. Bsp. in einer Partei. Dann wird gewählt, und am Wahlergebnis liesst man das Ergebnis der Zustimmung ab.
Tja, das sind aber auch fiese, linkspopulistische Methoden, mit denen "die Wahrheit" unterdrückt wird... einfach gemein

"Ich will damit auch gar nichts relativieren. Ich versteh...

...nur nicht, warum sie sich so auf eine Religion versteifen.."

Aus Religionen bezogen und beziehen die Homophoben ihren Hass auf die Homosexuellen.

Auch wenn einer gar nicht zu den allzu Religiösen zählt, hat seine Homophobie Ursache in Religionen.

Mir sind keine Fälle von Homophobie und Übergriffe auf Homosexuelle im Buddhismus, Hinduismus oder von den Naturvölkern bekannt.

Hier einige zusätzliche Informationen: http://www.pm-magazin.de/...

"Holland verbietet koscheres Fleisch."

In der von Ihnen angegebenen Quelle ist lediglich nachzulesen, daß das Schächten verboten werden soll, nicht jedoch Fleisch.

Wer unbedingt auf halal oder koscheres Fleisch besteht, kann es sich leicht aus Ländern beschaffen, in denen es keine Gesetze gegen das Schächten gibt.

Bitte kommen Sie zum konkreten Artikelthema zurück. Danke, die Redaktion/mk

132 Ben Schreck

Womit wollten sie die Einzeltat VERGLEICHEN?
Das wat die Frage, die sie nicht beantwortet hatten.

Woher wollen sie wissen, woher er seine Ideen hat?
Er hat ja auch Ideen von Kant und Shakespeare übernommen und war vielleicht Fan von den Beatles.
NPD und Linke sind beide gegen Dumpinglöhne. Werden sie jetzt beide vergleichen und erklären, dass einer die Ideen der anderen genommen hat? Vielleicht hätte - nach diese Logik- die Linke dann Schuld an den Taten der NDP oder?

Achgut - Zitat

Das Gesetz ist ein Skandal ersten Ranges, nicht nur deswegen, weil die „schechita“ in den Niederlanden zum letzten Mal 1940, also unter der deutschen Besatzung verboten wurde. (Die Nazis waren bekanntlich grosse Tierfreunde vor dem arischen Herrn.)

http://www.achgut.com/dad...

Kurz, irgendwann wird den radikalen Islamfeinden aufgehen, dass die Israelis JUDEN sind. Und dann wird es mit ihrem klebrigen Philosemitismus – wetten?! – schlagartig vorbei sein.

http://www.achgut.com/dad...

Versuchen Sie einfach, den Text zu lesen

in dem ich beschrieben habe, was mit wem verglichen wird.

Über die Motvie brauchen wir wohl nach den letzten Therads zum Thema nichts hinzuzufügen, das ist doch mittlerweile hinreichend durchgekaut. Falls Sie als einziger nichts mitgekriegt haben, lesen Sie einfach die Spalten und Artikel zum Anschlag in Oslo hier im Forum nach.

Jetzt weiß ich nicht genau, was Sie mit den "Dumping-Löhnen" wollen - natürlich muß man Positionen der Parteien vergleichen um herauszufinden, was diese eigentlich wollen. Das geht sogar bei NPD (nicht NDP) und Linken.

Jedenfalls machen das Leute, die versuchen, die Wirklichkeit zu erfassen um daraus Lehren zu ziehen; im Gegensatz zu denen, die vorher schon alles wissen.

Geh doch nach "drüben"?

@arinari
"Fox-Mulder
Dann wählen Sie doch Ihren Wohnsitz im Iran oder in einem anderen islamischen Land, dann können Sie am eigenen Leib studieren, wo es sich freier lebt... Und dann können Sie aus nächster Nähe die religiösen Taten studieren.
Dass Sie hier so schreben können, verdanken Sie den bösen Menschen hier."

Das klingt schon wieder wie eine Drohung. Ähnlich dem "Geh doch nach drüben" aus den 70ern. Das Leute hier frei posten können, verdanken sie der immerhin noch demokratischen Ferfassung, keinen "bösen Menschen", insbesondere denen aus dem rechten Spektrum, die schon wieder an der Verfassung schrauben wollen.
Vielleicht sind einige von denen, die hier die demokratischen Grundrechte (auch für Menschen mit anderem Glauben) verteidigen, gar nicht so unzufrieden mit den verfassungsmäßig garantierten Grundrechten.

Bitte kommen Sie zum konkreten Artikelthema zurück. Danke, die Redaktion/mk

182 Leider haben sie immer noch nicht gesagt, womit

die schreckliche Einzeltat vergleichen wollen- ich meine, zum Vergleich gehören doch 2 Seiten, was ist die zweite?
Ich sehe eben nichts, womit man das vergleichen kann, und ich sehe auch außer dem Täter keinen Schuldigen.
Ich meine, alles andere (auch hier im Forum) ist an den Haaren herbeigezogen und soll der politischen Instrumentalisierung dienen.

Wenn sie noch andere Informationen haben und daher andere Schuldige sehen, dann würde ich ihnen raten, die norwegische Polizei zu informieren. Wenn sie aber keine weiteren Informationen haben, dann wäre es besser, Spekulationen zu unterlassen- dazu ist die Sache zu ernst.

Vergleichen, vergleichen, vergleichen

Wir vergleichen verschiedene Anschläge, Terrorakte. Steht dort überall.

Wir vergleichen das Vorgehen eines Täters mit anderen. So kommen wir z. Bsp. zu dem Schluß, dass es sich im Falle Breivik NICHT um einen Amoklauf handelt, sondern um einen politischen Terrorakt.

Wir vergleichen seine Motive (Lesen müssen Sie allerdings selber) mit denen von anderen Terrorakten.

Wenn Sie meinen, "Ich meine, alles andere (auch hier im Forum) ist an den Haaren herbeigezogen und soll der politischen Instrumentalisierung dienen." dann sind Sie an einer Analyse der Ursachen eben nicht interessiert. Oder was (welche Analyse?) fehlt Ihnen? Ratlos.

Was genau bezwecken Sie mit diesen Aussagen?

@BerndL
"Ich meine, alles andere (auch hier im Forum) ist an den Haaren herbeigezogen und soll der politischen Instrumentalisierung dienen.
Wenn sie noch andere Informationen haben und daher andere Schuldige sehen, dann würde ich ihnen raten, die norwegische Polizei zu informieren. Wenn sie aber keine weiteren Informationen haben, dann wäre es besser, Spekulationen zu unterlassen- dazu ist die Sache zu ernst."
Sie sagen, was im Forum steht sei an den Haaren herbeigezogen: was bitteschön im Detail? Wieso entscheiden Sie eigentlich, was relevant ist?
So. Und was andere schreiben, sind "Spekulationen"? Damit wollen Sie also alles, was nicht von Ihnen stammt, verbieten? Sehr befremdlich.

187 Da missverstehen sie mich:

Ich meine, nach bisherigem Kenntnisstand war das eine Einzeltat und es gibt keine Anhaltspunkte für die Schuld anderer Personen.
Deshalb halte ich alle Aussagen in Beiträgen hier, wer schuld sein könnte und wo etwas Ähnliches steht, für reine Spekulationen (es sei denn, sie wissen tatsächlich noch mehr über Brevik). Wegen dieses schrecklichen Verbrechens halte ich Spekulationen für unangebracht.

Ich habe leider immer noch gelesen, womit sie die Einzeltat vergleichen , aber lassen wir das.

Doch, ich denke schon...

...dass ich Sie verstanden habe.
Der Islam ist über sein Verbreitungsgebiet stark aufgefächert, auch in der Türkei aber grundlegend intolerant gegenüber anderen Religionen, seien es Aleviten, Christen oder gar Ungläubige, die einer nicht-abrahamitischen Religion angehören.

Wer wen allerdings in der Türkei kontrolliert und wie nationalistische und religiöse Interessen in der Ditib verwoben werden, ist ein heisses Thema, das in diesem Thread nichts zu suchen hat.

DAS Judentum gibt es übrigens auch nicht.
Immerhin sollte man aber insgesamt DEN Juden und DEN Drusen zugute halten, dass sie nicht missionieren, das stünde anderen Religionen auch gut zu Gesicht.

So. Zurück zum Thema: Norwegen. Gerade ein gutes Beispiel, wie eine zivilisierte Gesellschaft handelt, eben nicht religions- und racheorientiert, sondern nach Werten.

kein Rechtspopulist

Rechtspopulisten mögen bornierte Idioten sein.
Breivik ist nachweislich ein bornierter Irrer.
Das ist ein Unterschied, den man - bei aller Ablehnung der rechten Dumpfbacken - sauber auseinanderhalten sollte.

Zumal als "Rechtspopulist" ja gerne einfach diejenigen bezeichnet werden, die mißliebiger Meinung sind.
Das wiederum ist stimmungsabhängig. Es hat mich zutiefst erschreckt, wie nach 9-11 die Beurteilung gekippt ist.
Da "durften" plötzlich Dinge gesagt werden, die vorher nicht als akzeptabel gegolten hätten.

Wer also heute als Rechtspopulist gilt, kann ein oder zwei Anschläge später politischer Mainstream sein.

Vor diesem Effekt graut mir mehr als vor allem anderen.
Zugleich läuft spätestens seit Sarrazin ein Gewöhnungsprozess: ich zähle auch zu den Leuten, denen es weniger ausmacht, als "Rechts" angepöbelt zu werden.

Denn ich weiß, dass ich kein Rechter bin, mein Umfeld weiß es - und wer nur zwecks Beleidigung austeilt, disqualifiziert sich eben.

@220 Lagenorhynchus:

"Rechtspopulisten mögen bornierte Idioten sein."

Was ist ein Rechtspopulist?

"Zumal als "Rechtspopulist" ja gerne einfach diejenigen bezeichnet werden, die mißliebiger Meinung sind."

Sie sagen es. Die Bezeichnung "Rechtspopulist" ist inzwischen in den Medien ein Negativcode für alles, was nicht in das eigene politisch-korrekte Raster hineinpaßt, dem man aber beim besten Willen keinen Rassismus oder Rechtsextremismus anhängen kann.

"Da "durften" plötzlich Dinge gesagt werden, die vorher nicht als akzeptabel gegolten hätten."

Vielleicht eher ein Zeichen dafür, daß bestimmte Dinge lange Zeit verschwiegen worden?

"Wer also heute als Rechtspopulist gilt, kann ein oder zwei Anschläge später politischer Mainstream sein."

Die Ansichten darüber, was links- oder rechtsextrem bzw. darüber, was "man" sagen darf oder nicht, wechseln mit den Zeiten. Wenn sich aber einmal die Praxis etabliert hat, die Meinungen zu unterdrücken, die als unkorrekt oder nicht als konform mit dem Mainstream gelten, dann könnten sich diejenigen, die heute den Mainstream ausmachen, auf einmal in einer ähnlichen Situation wiederfinden. Also sollte man sich doch besser an das demokratische Prinzip der Meinungsvielfalt und -freiheit halten, meinen Sie nicht?

"ich zähle auch zu den Leuten, denen es weniger ausmacht, als "Rechts" angepöbelt zu werden."

Wenn Sie als "Rechter"bepöbelt werden, weil Sie ein X ein X und nicht ein U nennen: Für wie demokratisch halten Sie dann diese Pöbler?

YMB: Religion

Ich sehe jede Religion, die sich grundlegend einer humanistischen Interpretation verweigert, als zivilisationsinkompatibel an.

Das gilt insbesondere, wenn eine Religion elementare Menschenrechte mit Füssen tritt, z.B. den Religionsaustritt üblicherweise auch gesellschaftlich schwer ächtet.
Das ist nun mal ein Sektenkriterium, das aber auf große Religionen seltsamerweise nicht angewandt wird: Quod licet Iovi, non licet bovi.

Als religiöser Mensch betrachte ich es dennoch als zivilisatorische Grundpflicht, Religionen in ihre Schranken zu verweisen, sobald sie sich in kontraproduktiver Weise zeigen: Wo die in der Verfassung beschriebenen Grundwerte unserer Gesellschaft mit religiösen Inhalten kollidieren, hat die Religion zu kuschen.

Das schränkt nicht das Recht des einzelnen ein, sondern das großer Organisationen, die nur zu leicht ein gefährliches Eigenleben führen, das zeigt der Blick in die Geschichte des Vatikans oder Mekkas ebenso, wie die tibetische Religionsgeschichte.

Dumm nur, dass das Leben eines Religionsstifters die Religionsgeschichte qua Vorbildfunktion prägt. Da gibt es eben einen großen Unterschied zwischen z.B. einem judäischen Zimmermann und einem arabischen Feldherren: die Schwertsuren und ihre Konsequenzen für die Einstufung von Irr- und Ungläubigen sind so leicht nicht vom Tisch zu bekommen.

Die mutigen Islamgelehrten, die für eine echte Aufklärung eintreten, leben gefährlich. Genauso wie die bekennenden Apostaten.
Und das ist unzivilisiert.

habenichts:

"Wenn Sie als "Rechter"bepöbelt werden, weil Sie ein X ein X und nicht ein U nennen: Für wie demokratisch halten Sie dann diese Pöbler?"

Es ist viel schlimmer.
Denn obwohl es so einfach ist, mit dem Finger auf andere zu zeigen, muß ich mich ja selber fragen, wie oft ich mich früher mit meiner Meinung daran orientiert habe, was gerade "angesagt" war.

Das erschreckt, denn so aufzutreten ist zutiefst undemokratisch und feige: wer heute anders redet als denkt, weil er sonst beschimpft würde, was tut der dann, wenn morgen ein paar braune Köter ihre Zähne fletschen?

Wer schon bei ein paar Beschimpfungen vorbeugend gehorsam sein Fähnchen in den Wind hängt, auf den ist als Demokrat in einer echten Krise erst recht kein Verlass.
Zivilcourage ist eben leider keine deutsche Tugend.

Aber da wer ohne Schuld ist, den ersten Stein werfen möge, kann ich eben nur bei mir selbst anfangen.
Und da muß es mir egal sein, wie mich manche Menschen hier titulieren.

Bei 218 nur die Überschrift stehengeblieben, bei 219 aber ein

ganzer Satz, der "Rechtspopulisten" pauschal beschimpft,
obwohl es doch die Individualperson Breivik war, ebenso
ist die Überschrift v. 218 mit der Mehrzahl "Nazipack" auf
die Individualperson Breivik, der laut eigener Aussage in seinem Internetkonvolut sich als größter Hitlergegner ausgibt
ebenso völlig unzutreffend!
Warum haben Sie in meinem Kommentar die Aussagen über seine
Freimaurer-Mitgliedschaft und über seine erklärte Anhängerschaft für den Staat Israel gelöscht? Sie wissen doch, daß die norwegischen Sozialdemokraten und die derzeitige Regierung den Zorn Israels hervorgerufen hat, weil sie sich für die Rechte der Palästinenser aussprach, eine israelische Ölfirme von dern norwegischen Ölgewinnung ausgeschlossen hatte!

Jens Stoltenberg ....

ist der erste politiker der neueren geschichte,der angesichts des unermässlichen leides seiner nation ,nicht zu mehr polizei und auch nicht zu mehr kontrollen aufgerufen hat...desweiteren auch nicht den willen zur poiltischen profilierung verspühren ließ....er stand nicht vor seinen landsleuten und bediente ängste hass wut und rache....
im gegeteil.. er teilte ohmacht,ratlosigkeit und schmerz....
er appelierte an seine landsleute sich auf das zu besinnen was ihre gesellschaft zu dem gemacht hat was sie heute ist und dazu gehört eben offenheit, auch wenn sie verletzbar macht.

tja...ich würde ihn ja für den friedennobelpreiss nominieren...mir fehlt nur leider das nominierungsrecht ...

Rücken Sie doch mal mit einer Definition raus

@Lagenorhynchus
"96. Linkspopulisten
Lieber Zenobit,
Raider heisst jetzt Twix, geändert hat sich nix.
Und Linkspopulist ist ein durchaus legitimer weil zutreffenderer Begriff als "Gutmenschen".
Um ein guter Mensch zu sein, muss man nämlich nicht zwangsläufig links sein.
Oder?
Und hetzen tun einige davon so ziemlich gegen alle politischen Meinungen, die ihnen nicht in den Kram passen."

Was ist denn Ihrer Ansicht nach ein "Linkspopulist"? Was verstehen Sie unter "Hetzen"?

wer nicht Rechtspopulist ist, ist links?

So einfach geht das.
Wie wäre es damit, wenn Sie diejenigen, die zwischen links, rechts, mitte, radikal, normal, populistisch einfach mal als "Unterscheider", oder - noch schlimemr - analytisch bezeichnen?

Icj jedenfalls habe im Forum hier meine Definitionen klargemacht. Tun Sie das doch auch! Und: wer andere als "rechtspopulistisch" bezeichnet, ist Linkspopulist, das würde mir nicht ausreichen. Könnte auch ein Konservativer oder Liberaler sein. Oder gar völlig neutraler "Wissenschaftler".