Russland Putin hält Zusammenschluss mit Weißrussland für möglich
Eine Rückkehr zur Einheit ähnlich der Sowjetunion sei wünschenswert, sagte Putin vor kremltreuen Jugendlichen. Weißrussland lehnte einen Beitritt umgehend ab.
Der russische Regierungschef Wladimir Putin hält einen Zusammenschluss seines Landes mit dem westlichen Nachbarn Weißrussland 20 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion für möglich. Die Rückkehr zu einer Einheit nach sowjetischem Vorbild sei wünschenswert, sagte Putin bei einem Ferienlager kremltreuer Jugendlicher. Die Teilnehmer am propagandistischen Ferienlager gelten als Kaderreserve Russlands.
Ein Beitritt hänge aber "gänzlich vom Willen des weißrussischen Volkes ab", sagte Putin. Auch Weißrusslands autoritärer Staatschef Alexander Lukaschenko hatte in den 1990er Jahren mit dem Projekt sympathisiert. Er lehnt die Idee aber mittlerweile ab. Auf Lukaschenkos Ablehnung verwies nun Außenamtssprecher Andrej Sawinych in seiner Reaktion auf Putins Äußerung. Lukaschenko habe Weißrusslands Unabhängigkeit als "heilige Sache" bezeichnet. Auch die weißrussische Opposition sprach sich gegen einen Beitritt aus. "Putin träumt davon, Weißrussland an Russland anzubinden, und hat es nun offen ausgesprochen", sagte der Oppositionspolitiker Rygor Kazusew, der im vergangenen Jahr gegen Lukaschenko kandidiert hatte.
Russland und Weißrussland verbindet eine Zollunion, der auch die Ex-Sowjetrepublik Kasachstan angehört. Bürger beider Länder können dank einer offenen Grenze weitgehend ungehindert ins Nachbarland reisen. Die Zehn-Millionen-Einwohner-Republik Weißrussland steckt derzeit in der schwersten Finanzkrise seit der Unabhängigkeit 1991.
Putin schloss in dem Sommerlager am Seligersee nordwestlich von Moskau auch einen möglichen Anschluss der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien an Russland nicht aus. Auch dies sei "eine Entscheidung des südossetischen Volkes". Politiker in dem Gebiet hatten wiederholt einen möglichen Zusammenschluss mit der russischen Teilrepublik Nordossetien ins Spiel gebracht. Georgien hatte die Kontrolle über Südossetien und Abchasien nach einem Krieg gegen Russland im August 2008 verloren. Russland hat beide Gebiete als unabhängig anerkannt und dort Truppen stationiert.
Doch auch in Südossetien begeisterten Putins Beitrittspläne nicht. Der südossetische Botschafter in Moskau, Dmitri Medojew, sagte im russischen Rundfunksender Radio Moskau: "Unser Volk hat sich im Jahr 2006 in einem Referendum für die Unabhängigkeit entschieden und hegt nicht die Absicht, Mitglied der Russischen Föderation zu werden."
Putin hält sich Präsidentschafts-Kandidatur offen
Sieben Monate vor der Präsidentenwahl in Russland hielt sich Putin eine mögliche Kandidatur weiter offen. Vor den Teilnehmern des Ferienlagers betonte er seine Zusammenarbeit mit Kremlchef Dmitrij Medwedjew. "Dieses berüchtigte Tandem, von dem so viel gesprochen wird, hat sich als effektiv erwiesen." Natürlich gebe es unterschiedliche Ansichten. Das Wichtigste sei aber, dass beide "ausgewogene Beschlüsse im Rahmen der eigenen Kompetenz fassen" würden.
Zuletzt gab ein Video der Regierungspartei Geeintes Russland Spekulationen über eine mögliche Kandidatur Putins neue Nahrung. Der Film mit dem Titel "Wir bauen ein neues Russland" zeigt den Regierungschef als entschlossenen Macher. Putin war von 2000 bis 2008 bereits Präsident. Auch Medwedjew hält sich eine mögliche Kandidatur bei der Präsidentenwahl im März 2012 bisher offen.
- Datum 02.08.2011 - 08:24 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 34
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..dass Putin und der Gewaltherrscher Lukaschenko "Gemeinsamkeiten" entdecken.
"Dieses berüchtigte Tandem, von dem so viel gesprochen wird, hat sich als effektiv erwiesen." Fragt sich nur, wobei. Am effizientesten war bestimmt die Pflege und der Ausbau der Korruption. Die hat mittlerweile einen historischen Höchststand erreicht. Aber sonst? Nachdenken...
der BRD. Wieviel hat FJS an Vermögen hinterlassen. 350 Mios...Alles als MP verdient....lol
der BRD. Wieviel hat FJS an Vermögen hinterlassen. 350 Mios...Alles als MP verdient....lol
sehr gut, Russland nimmt endlich eigene Interessen wahr.
Eine Expansion im Süden wäre ebenfalls wünschenswert.
Ich wusste gar nicht, dass die EU-Erweiterung durch militärische Mittel erreicht wurde. Eine Wiederauferstehung des russischen Imperiums wird Putin nur mit Gewalt gelingen. Selbst Co-Diktatoren wie Lukaschenko wollen nicht zu Russland gehören. Putin zeigt von Zeit zu Zeit sein wahres Gesicht, das sollten alle bedenken, die Putin immer noch für einen normalen Politiker halten. In Wirklichkeit gehört er in die Kategorie Grössenwahn.
Ich wusste gar nicht, dass die EU-Erweiterung durch militärische Mittel erreicht wurde. Eine Wiederauferstehung des russischen Imperiums wird Putin nur mit Gewalt gelingen. Selbst Co-Diktatoren wie Lukaschenko wollen nicht zu Russland gehören. Putin zeigt von Zeit zu Zeit sein wahres Gesicht, das sollten alle bedenken, die Putin immer noch für einen normalen Politiker halten. In Wirklichkeit gehört er in die Kategorie Grössenwahn.
Wünsche mir ein starkes Russland, als weltpolitisches Gegengewicht. Insbesondere Deutsche, Polen und Russen (aber natürlich auch alle anderen Europäer) sollten gemeinsam an einem Strang ziehen und ihre Beziehungen weiter ausbauen.
Putin spricht mehrere Fremdsprachen, ist ein aktiver Judo-Kämpfer, kann jagen und fischen, ist intelligent und gebildet ... so einen hätte ich hier auch gerne mal als führenden Politiker.
Putin spricht nicht mehrere, sondern nur eine Fremdsprache: Deutsch. Judokämpfer war er mal vor vielen Jahren – und der Rest ist Macho-Gehabe von eher primitivem Muster. Der Mann ist korrupt bis unter die Haarwurzeln, Rechtsstaatlichkeit kümmert ihn einen Dreck. Intelligent und gebildet? Wenn Intelligenz eine Person wäre, würde sie jetzt rot werden vor Scham und sich heftigst dagegen verwahren, mit Putin in einem Atemzug genannt zu werden.
Eine solche Person sich als führenden Politiker zu wünschen kann nur, wer ihn und die Verhältnisse in Russland nicht kennt.
Entfernt. Bitte begründen Sie Ihren Beitrag mit Quellen. Danke. Die Redaktion/er
Achja, zu was und wen denn bitte schön ein Gegengewicht?
Ob der Mann fischen oder jagen geht, oder gar Judo-Kämpfer ist,
wen interessiert das schon?
Bildung und Intelligenz... Klar, sollten bei führenden Politikern Vorraussetzungen sein,
aber wozu sie diese Fähigkeiten nutzen bzw. ausnutzen, ist wiederum eine andere Sache!
ist doch nur die Neuauflage der alten Diktatur und Hegemonie.
Die Politik Russlands ist ziemlich eindeutig und durchschaubar:
Erweiterung des Einflusses nach Westen sowohl terretorial als auch wirtschaftlich mittels Gasexporte.
Dazu gehört die Schwächung der EU, Verhinderung weiterer Konsolidierung oder Erweiterung der EU. ebenso wir die Aufrechterhaltung der Instabilitäten in den großen ehemaligen Sowjettepubliken Weissrussland und Ukraine
Hier war Russland, insbesondere mit dem deutschen Kanzler Schröder höchst erfolgreich, dessen Politik die Wurzel für den massiven Vertrauensverlust innerhalb der EU begründet hat, ebenso den Einflussverlust im Osten.
Man hätte es im Hinblick auf dieses Ziel nicht besser bestellen können, egal ob Zufall, Dummheit oder gezielt aus Deutschland unterstützt.
die historische Gelegenheit Europa machtpolitischen Ersatz als Ersatz für die UDSSR zu etablieren wurde leichtfertig verspielt, primär aus bodenloser Dummheit.
H.
Putin spricht nicht mehrere, sondern nur eine Fremdsprache: Deutsch. Judokämpfer war er mal vor vielen Jahren – und der Rest ist Macho-Gehabe von eher primitivem Muster. Der Mann ist korrupt bis unter die Haarwurzeln, Rechtsstaatlichkeit kümmert ihn einen Dreck. Intelligent und gebildet? Wenn Intelligenz eine Person wäre, würde sie jetzt rot werden vor Scham und sich heftigst dagegen verwahren, mit Putin in einem Atemzug genannt zu werden.
Eine solche Person sich als führenden Politiker zu wünschen kann nur, wer ihn und die Verhältnisse in Russland nicht kennt.
Entfernt. Bitte begründen Sie Ihren Beitrag mit Quellen. Danke. Die Redaktion/er
Achja, zu was und wen denn bitte schön ein Gegengewicht?
Ob der Mann fischen oder jagen geht, oder gar Judo-Kämpfer ist,
wen interessiert das schon?
Bildung und Intelligenz... Klar, sollten bei führenden Politikern Vorraussetzungen sein,
aber wozu sie diese Fähigkeiten nutzen bzw. ausnutzen, ist wiederum eine andere Sache!
ist doch nur die Neuauflage der alten Diktatur und Hegemonie.
Die Politik Russlands ist ziemlich eindeutig und durchschaubar:
Erweiterung des Einflusses nach Westen sowohl terretorial als auch wirtschaftlich mittels Gasexporte.
Dazu gehört die Schwächung der EU, Verhinderung weiterer Konsolidierung oder Erweiterung der EU. ebenso wir die Aufrechterhaltung der Instabilitäten in den großen ehemaligen Sowjettepubliken Weissrussland und Ukraine
Hier war Russland, insbesondere mit dem deutschen Kanzler Schröder höchst erfolgreich, dessen Politik die Wurzel für den massiven Vertrauensverlust innerhalb der EU begründet hat, ebenso den Einflussverlust im Osten.
Man hätte es im Hinblick auf dieses Ziel nicht besser bestellen können, egal ob Zufall, Dummheit oder gezielt aus Deutschland unterstützt.
die historische Gelegenheit Europa machtpolitischen Ersatz als Ersatz für die UDSSR zu etablieren wurde leichtfertig verspielt, primär aus bodenloser Dummheit.
H.
Putin spricht nicht mehrere, sondern nur eine Fremdsprache: Deutsch. Judokämpfer war er mal vor vielen Jahren – und der Rest ist Macho-Gehabe von eher primitivem Muster. Der Mann ist korrupt bis unter die Haarwurzeln, Rechtsstaatlichkeit kümmert ihn einen Dreck. Intelligent und gebildet? Wenn Intelligenz eine Person wäre, würde sie jetzt rot werden vor Scham und sich heftigst dagegen verwahren, mit Putin in einem Atemzug genannt zu werden.
Eine solche Person sich als führenden Politiker zu wünschen kann nur, wer ihn und die Verhältnisse in Russland nicht kennt.
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...für die pressefreiheit, den lebensstandard und den pluralismus generell wäre eine wiedervereinigung weißrusslands mit russland sicherlich nicht schlecht.
Nach "sowjetischem Vorbild"?
Bitte nicht!
Putins Sympathien für einen letzten Autokraten Europas sind kein positives Signal.
Aber vielleicht stecken auch Russlands expanisven und wirtschaftlichen Interessen dahinter.
Weißrussland ist pleite und außerdem schwelt dort eine Oppositions-Bewegung, die auch den großen Nachbarn vielleicht etwas unlieb ist.
Achja, zu was und wen denn bitte schön ein Gegengewicht?
Ob der Mann fischen oder jagen geht, oder gar Judo-Kämpfer ist,
wen interessiert das schon?
Bildung und Intelligenz... Klar, sollten bei führenden Politikern Vorraussetzungen sein,
aber wozu sie diese Fähigkeiten nutzen bzw. ausnutzen, ist wiederum eine andere Sache!
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