Nahostkonflikt Israels neues Problem auf dem Sinai

Unzufriedene Beduinen, radikalisierte Palästinenser und eine zeitweilig fehlende Ordnungsmacht haben den Sinai wieder zu einer Konfliktregion werden lassen.

Ein israelischer Soldat an der Grenze zum Sinai, 19. August 2011

Ein israelischer Soldat an der Grenze zum Sinai, 19. August 2011

Das Ende des Autokratenregimes von Hosni Mubarak in Ägypten hat das Leben in Israel unsicherer gemacht. Acht Tote und 25 Verletzte forderten mehrere koordinierte Terrorattacken nahe dem israelischen Badeort Eilat an der Grenze zum Sinai, ausgeführt unter anderem mit panzerbrechenden Waffen und Mörsergranaten. Israel hat daraufhin im Gaza-Streifen zurückgeschlagen, zu befürchten ist in Folge des Terrorangriffs eine erneute Spirale der Gewalt in Nahost.

Die Anschläge selbst wurden aber erst möglich, weil die ägyptischen Behörden seit Januar im Zuge der Unruhen in Kairo die Autorität vor allem über den Nordosten des Sinai verloren hatten. Die Region wird seither von den dort ansässigen Beduinenstämmen kontrolliert. Doch ist die Sicherheitslage dort prekär.

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Eine Reihe von Attacken auf Polizeiwachen vor allem durch bewaffnete Beduinen hatte zur Folge, dass sich seit Januar ein Großteil der ägyptischen Polizisten aus dem Nordosten zurückzog. Rund 15 solcher Stämme gibt es im Sinai, zwei davon sind im Nordosten ansässig. Laut dem Sicherheitsexperten Andrew McGregor von Aberfoyle International Security sind die Beduinen auf der Halbinsel schon lange unzufrieden mit dem Staat Ägypten. Sie sind gut bewaffnet und traditionell im Schmuggelgeschäft tätig, dazu gehören auch Waffen und Drogen. Unter Mubarak war die Präsenz von Sicherheitskräften in der Region massiv ausgebaut worden, um die Grenze nach Gaza und Israel zu schützen. Viele Beduinen kamen in dieser Zeit aufgrund ihrer Schmuggeleien ins Gefängnis, was zur verstärkten Entfremdung vom Staat beitrug.

Schmuggel-Boom nach Mubarak

Nach dem Rückzug des ägyptischen Staates kam es zu einem wahren Schmuggel-Boom zwischen dem Sinai und dem Gaza-Streifen, der auf israelischer Seite komplett abgeriegelt ist und von der militanten Hamas beherrscht wird. Die Beduinen organisieren auch den Waffenschmuggel, Endabnehmer sind die islamistischen Milizen in Gaza, wodurch die Geschäfte der Beduinen eine politische Dimension bekamen.

Von der Gaza-Seite sickerte im Gegenzug islamistisch-militantes Gedankengut in den Sinai ein, zudem leben viele Palästinenser in Städten wie Rafah oder der Provinzhauptstadt al-Arisch an der Straße nach Gaza. Unzufriedene Beduinen und radikalisierte Palästinenser sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für schlechte Stimmung im Nordosten des Sinai.

Die ägyptische Übergangsregierung unter Mohammed Tantawi war daher nach dem Sturz Mubaraks an besseren Beziehungen zur Hamas interessiert. Ein Zeichen des guten Willens sollte die Öffnung des Grenzübergangs von Rafah sein. Doch im rechtsfreien Raum des Sinai nahm nicht nur der Schmuggel zu, sondern auch die Anschläge. Die Sicherheitslage verschlechterte sich, auch, weil wegen des Rückzugs des Staates zahlreiche Gefangene aus den Gefängnissen im Sinai fliehen konnten, sowohl Schmuggler als auch radikale Palästinenser.

Leser-Kommentare
  1. Norden/Libanon: Hisballah
    Nordosten/Syrien: Golan-Höhen
    Osten/Jordanien: scheint derzeit sicher zu sein, jedoch nur bis der dortige Marionettenkönig gestürzt wird
    Süden/rotes Meer: da sitzen die freundlichen Saudis
    Südosten/Gaza, Sinai: Hamas und Ägypten siehe Bericht
    Nach innen: der große Pälästinenserkäfig, wo die Insassen dann und wann Verzweiflungsaktionen starten

    Fazit: gefährliche Umgebung

    Frage: selbstverursacht?
    (ich enthalte mich an der Stelle einem Statement, das tun bestimmt schon andere)

    3 Leser-Empfehlungen
  2. Ich habe mich schon länger gewundert, dass das Thema "Sicherheitsvakuum auf dem Sinai" nicht schon länger von den deutschen Medien aufgegriffen wurde. Hier liegt mittlerweile die grösste Bedrohung für den Frieden im Nahen Osten.

    Übrigens handelte es sich bei dem Gaspipeline-Angriff um einen Terrorakt, der nicht nur Israel bedroht. Jordanien bezieht fast seine gesamte Energie über diese Pipeline und ist von den Gaseinfuhren aus Ägypten extrem abhängig.

    Dass die Verantwortlichen in Israel wieder mal den Gaza-Streifen bombardierten, obwohl ihnen mit Sicherheit bekannt war, dass die Angreifer aus Ägypten über die israelische Grenze kamen, ist leider die altbekannte Taktik. Erstmal Stärke demonstrieren - ob es die "Richtigen" trifft, ist ja nicht so wichtig.

    4 Leser-Empfehlungen
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    ist entweder Unkenntnis von der "Bedrohung" als sochen oder aber ein Mutwilliger Versuch von den tatsächlichen Bedrohungen im Nahen Osten ab zu lenken. Der Berg hat eine Maus geboren!
    Ene ganz schlechte Diagnose Herr Doktor! Die Größte Gefahr ist die Israelische Politik, die seit Jahrzenten UN- Resolutionen ignoriert, die Palästinenser gefangen hält und Staatsterrorismus betreibt. Ich farge mich schon seit ich denken kann, was es wohl wäre wenn Israel, nicht die heimat Jesus wäre und wenn es die Judenverfolgung nicht gegeben hätte. Aber in der Psychologie gilt die Erkenntnis, dass Kinder die keine Liebe erfahren in der Regel böse werden. Weder Jesus, noch Hollocaust reftfertigen die sytematische und Menschenverachtende Politik Isreals. Meine bitte ist, Ursache und Wirkung nicht verkennen, Bedrohungen nicht relativieren. Eine falsche Diagnose hat in der Medizin mit unter den Todesfall zur Folge.

    "Dass die Verantwortlichen in Israel wieder mal den Gaza-Streifen bombardierten, obwohl ihnen mit Sicherheit bekannt war, dass die Angreifer aus Ägypten über die israelische Grenze kamen, ist leider die altbekannte Taktik."

    Gleich der erste israelischen Gegenschlag galt der operativen Führung des terroristischen Volkswiderstandskomitee (PRC), dass mutmaßlich im Auftrag von Hamas die gestrige komplexe und blutige terroristische Aktion gegen Israel durchgeführt hat. Bei dem israelischen Luftangriff kamen der operative Führer des PRC und weitere terroristische Führungskader ums Leben.

    Der terroristische Angriff wurde offensichtlich von Hamas beim PRC in Auftrag gegeben und von dessen im Gazastreifen dafür trainierten Terrorkommandos ausgeführt, wofür sie zuerst verdeckt vom Gazastreifen in den ägyptischen Sinai überwechselten, um dann vom Sinai aus über die bisher nur wenig gesicherte und meist sehr ruhige ägyptisch-israelische Grenze in Israel einzudringen, wo sie dann an drei verschiedenen Stellen in mitnahmesuizidalen Terrorattacken möglichst viele israelische Bürger töteten, bevor sie selbst getötet wurden.

    Was bisher über die israelischen militärischen Gegenschläge in Reaktion auf diese koordiniert verübten Terrorattacken bekannt ist, widerlegt Ihre obige Behauptung.

    "Luftangriffe töten fünf palästinensische Extremisten"
    http://www.welt.de/politi...

    ist entweder Unkenntnis von der "Bedrohung" als sochen oder aber ein Mutwilliger Versuch von den tatsächlichen Bedrohungen im Nahen Osten ab zu lenken. Der Berg hat eine Maus geboren!
    Ene ganz schlechte Diagnose Herr Doktor! Die Größte Gefahr ist die Israelische Politik, die seit Jahrzenten UN- Resolutionen ignoriert, die Palästinenser gefangen hält und Staatsterrorismus betreibt. Ich farge mich schon seit ich denken kann, was es wohl wäre wenn Israel, nicht die heimat Jesus wäre und wenn es die Judenverfolgung nicht gegeben hätte. Aber in der Psychologie gilt die Erkenntnis, dass Kinder die keine Liebe erfahren in der Regel böse werden. Weder Jesus, noch Hollocaust reftfertigen die sytematische und Menschenverachtende Politik Isreals. Meine bitte ist, Ursache und Wirkung nicht verkennen, Bedrohungen nicht relativieren. Eine falsche Diagnose hat in der Medizin mit unter den Todesfall zur Folge.

    "Dass die Verantwortlichen in Israel wieder mal den Gaza-Streifen bombardierten, obwohl ihnen mit Sicherheit bekannt war, dass die Angreifer aus Ägypten über die israelische Grenze kamen, ist leider die altbekannte Taktik."

    Gleich der erste israelischen Gegenschlag galt der operativen Führung des terroristischen Volkswiderstandskomitee (PRC), dass mutmaßlich im Auftrag von Hamas die gestrige komplexe und blutige terroristische Aktion gegen Israel durchgeführt hat. Bei dem israelischen Luftangriff kamen der operative Führer des PRC und weitere terroristische Führungskader ums Leben.

    Der terroristische Angriff wurde offensichtlich von Hamas beim PRC in Auftrag gegeben und von dessen im Gazastreifen dafür trainierten Terrorkommandos ausgeführt, wofür sie zuerst verdeckt vom Gazastreifen in den ägyptischen Sinai überwechselten, um dann vom Sinai aus über die bisher nur wenig gesicherte und meist sehr ruhige ägyptisch-israelische Grenze in Israel einzudringen, wo sie dann an drei verschiedenen Stellen in mitnahmesuizidalen Terrorattacken möglichst viele israelische Bürger töteten, bevor sie selbst getötet wurden.

    Was bisher über die israelischen militärischen Gegenschläge in Reaktion auf diese koordiniert verübten Terrorattacken bekannt ist, widerlegt Ihre obige Behauptung.

    "Luftangriffe töten fünf palästinensische Extremisten"
    http://www.welt.de/politi...

  3. "radikalisierte Palästinenser" - stimmt ja, die haben wir vorher nie gekannt. Ganz neu.
    Eine "zeitweilg fehlende Ordnungsmacht" - hoffentlich wird sich das auch ohne noch mehr unbeteiligte zivile Tote auf israelischer Seite ändern - wie stehen da die Aussicht?
    Sind Hamas und Moslembrüder nicht Moslembrüder?
    Wo ist da eine Ordnungsmacht?
    Heute heisst es wenigstens noch "Israels neues Problem auf dem Sinai" - mal sehen wie lange es dauert bis da steht "Nun hat Israel auch den Sinai auf dem Gewissen".

    Bitte beteiligen Sie sich sachlich und vermeiden Sie Polemik. Danke. Die Redaktion/lv

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  4. Die ganze Nah-Ost Geschichte wird zu einseitig dargestellt. Es sind immer die bösen Palästinenser, die mit Terror den friedlichen israelischen Staat mit barbarischen Anschlägen in Grund und Boden erschüttern. Es wird nicht davon berichtet, oder viel zu selten, mit welchen Methoden die israelische Regierung die Palästinenser quält. Die Mehrheit der Palästinenser hat schon eine Zwei Staaten Lösung akzeptiert, akzeptieren ja sogar die illegal besetzten Gebiete, aber die israelische Regierung mit ihren konservativen Hardlinern sind diejenigen, die gierig schauen und mehr haben wollen. Würde die amerikanische Regierung eine Zwei Staaten Lösung wollen, könnten sie das auch durchsetzen, aber sie wollen das nicht. All das fantasier ich nicht rum, sondern ist zu lesen in Antisimitismus als politische Waffe von Finkelstein, einem Juden. Man muss sich nur die Berichtserstattung von Amnesty International mal auf der Zunge zergehen lassen und dann erst realisiert man, wieso es Menschen gibt, die sich freiwillig in die Luft sprengen. Wenn ein Vater zusehen muss, wie sein querschnittsgelähmtes Kind, bei einer typischen Häuservernichtung ums Leben kommt und er zusehen muss, denn er kann ihn nicht retten, da er entweder erschossen oder auch begraben wird, wenn er sich in die Wohnung begibt Wohnung begibt, dann kann ich das absolut nachvollziehen, wenn er von Hass gesteuert eine Bombe nimmt und Rache will. Wie Finkelstein schreibt. Als Opfer vom Opfer hat man es doppelt so schwer.

    13 Leser-Empfehlungen
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    "Die ganze Nah-Ost Geschichte wird zu einseitig dargestellt."

    Das sehe ich ganz genauso. Ihnen ist nur ein kleiner Fehler unterlaufen: Es sind nicht die bösen Palästinenser, sondern die bösen Israelis, die an allem Schuld sind. Sie sind es, die für alles geradestehen müssen, was in der Region passiert; das sieht man ja alleine schon an den vielen israelfeindlichen Kommentaren. Der Grund ist natürlich nicht Antisemitismus. Der Grund ist vielmehr, dass Israel eben der einzige demokratischer Rechtsstaat in dieser Region und damit eben voll schuldfähig ist.

    Und kommen Sie bitte nicht mit Finkelstein. Es gibt bei den Juden eine Tradition von Selbstkritik; diese wird von ihren Gegnern natürlich bereitwillig aufgegriffen und gegen sie verwendet. Schade, dass es keine solche Tradition bei den Palästinensern gibt. Sie könnten ja damit anfangen zu klären, wie es kam, dass der von Israel geräumte Gazastreifen unter die Herrschaft der Hamas geriet - die ihn komplett zu Grunde gerichtet hat...

    • eras
    • 19.08.2011 um 19:23 Uhr

    "Die Mehrheit der Palästinenser hat schon eine Zwei Staaten Lösung akzeptiert"

    Haben Sie dafür eine (vertrauenswürdige!) Quelle?

    "Wenn ein Vater zusehen muss, wie sein querschnittsgelähmtes Kind, bei einer typischen Häuservernichtung ums Leben kommt..."

    Und wo ist die Quelle für diese Geschichte? Oder haben Sie die einfach mal erfunden, weil es gerade so wunderbar passte...?

    • Karl63
    • 20.08.2011 um 9:19 Uhr

    konnte sich bislang gegen Netanjahu nicht durchsetzen. Theoretisch wären die USA wohl in der Lage auf Israel soviel Druck auszuüben, um eine Lösung in deren Sinne zu erzwingen. In der Realität wird Obama dies so nicht machen, weil es in seiner Partei immer noch eine sehr einflussreiche Lobby Israels gibt.
    Man könnte meinen, eine völlig verfahrene Situation und es bewegt sich (wie so oft zuvor) gar nichts - wären da nicht die anhaltenden Proteste in Israel. Ganz offensichtlich vereint dieser Protest Staatsbürger Israels aller Glaubensrichtungen, will heißen: man redet / diskutiert miteinander und dies gewaltfrei.
    Was davon hier in dem Medien kommuniziert wird lässt durchaus den Schluss zu, es entsteht - quer durch alle Lager in Israel - ein Bewusstsein dafür, dass die "Siedlungspolitik" in vielerlei Hinsicht Mittel gebunden hat, die man in Israel selbst viel dringender für Sozialwohnungen, für Bildung, für das Gesundheitswesen und vieles Anderes benötigen würde.
    Worauf ich hinaus will ist, eine Politik die zunehmend auf Gewalt und Repression setzt hat nichts gebracht, weder Sicherheit noch eine ökonomische Zukunftsperspektive.

    Der ganze Nah-Ost-Konflikt wird zu einseitig dargestellt. Es sind immer die bösen Israelis, die mit Terror die friedlichen Palästinenser mit barbarischen Anschläge in Grund und Boden erschüttern. Es wird nicht darüber gepostet, oder viel zu selten, mit welchen Anschlägen die Palästinenser Isrealis töten. Israel hat längst die Zwei-Staaten-Lösung akzepeptiert, sogar Nethanjahu; aber die Hamas und Hisbollah mit ihren islamistischen Hardlinern sind diejenigen, die gierig schauen und mehr haben wollen.

    Usw.

    "Die ganze Nah-Ost Geschichte wird zu einseitig dargestellt."

    Das sehe ich ganz genauso. Ihnen ist nur ein kleiner Fehler unterlaufen: Es sind nicht die bösen Palästinenser, sondern die bösen Israelis, die an allem Schuld sind. Sie sind es, die für alles geradestehen müssen, was in der Region passiert; das sieht man ja alleine schon an den vielen israelfeindlichen Kommentaren. Der Grund ist natürlich nicht Antisemitismus. Der Grund ist vielmehr, dass Israel eben der einzige demokratischer Rechtsstaat in dieser Region und damit eben voll schuldfähig ist.

    Und kommen Sie bitte nicht mit Finkelstein. Es gibt bei den Juden eine Tradition von Selbstkritik; diese wird von ihren Gegnern natürlich bereitwillig aufgegriffen und gegen sie verwendet. Schade, dass es keine solche Tradition bei den Palästinensern gibt. Sie könnten ja damit anfangen zu klären, wie es kam, dass der von Israel geräumte Gazastreifen unter die Herrschaft der Hamas geriet - die ihn komplett zu Grunde gerichtet hat...

    • eras
    • 19.08.2011 um 19:23 Uhr

    "Die Mehrheit der Palästinenser hat schon eine Zwei Staaten Lösung akzeptiert"

    Haben Sie dafür eine (vertrauenswürdige!) Quelle?

    "Wenn ein Vater zusehen muss, wie sein querschnittsgelähmtes Kind, bei einer typischen Häuservernichtung ums Leben kommt..."

    Und wo ist die Quelle für diese Geschichte? Oder haben Sie die einfach mal erfunden, weil es gerade so wunderbar passte...?

    • Karl63
    • 20.08.2011 um 9:19 Uhr

    konnte sich bislang gegen Netanjahu nicht durchsetzen. Theoretisch wären die USA wohl in der Lage auf Israel soviel Druck auszuüben, um eine Lösung in deren Sinne zu erzwingen. In der Realität wird Obama dies so nicht machen, weil es in seiner Partei immer noch eine sehr einflussreiche Lobby Israels gibt.
    Man könnte meinen, eine völlig verfahrene Situation und es bewegt sich (wie so oft zuvor) gar nichts - wären da nicht die anhaltenden Proteste in Israel. Ganz offensichtlich vereint dieser Protest Staatsbürger Israels aller Glaubensrichtungen, will heißen: man redet / diskutiert miteinander und dies gewaltfrei.
    Was davon hier in dem Medien kommuniziert wird lässt durchaus den Schluss zu, es entsteht - quer durch alle Lager in Israel - ein Bewusstsein dafür, dass die "Siedlungspolitik" in vielerlei Hinsicht Mittel gebunden hat, die man in Israel selbst viel dringender für Sozialwohnungen, für Bildung, für das Gesundheitswesen und vieles Anderes benötigen würde.
    Worauf ich hinaus will ist, eine Politik die zunehmend auf Gewalt und Repression setzt hat nichts gebracht, weder Sicherheit noch eine ökonomische Zukunftsperspektive.

    Der ganze Nah-Ost-Konflikt wird zu einseitig dargestellt. Es sind immer die bösen Israelis, die mit Terror die friedlichen Palästinenser mit barbarischen Anschläge in Grund und Boden erschüttern. Es wird nicht darüber gepostet, oder viel zu selten, mit welchen Anschlägen die Palästinenser Isrealis töten. Israel hat längst die Zwei-Staaten-Lösung akzepeptiert, sogar Nethanjahu; aber die Hamas und Hisbollah mit ihren islamistischen Hardlinern sind diejenigen, die gierig schauen und mehr haben wollen.

    Usw.

  5. ist entweder Unkenntnis von der "Bedrohung" als sochen oder aber ein Mutwilliger Versuch von den tatsächlichen Bedrohungen im Nahen Osten ab zu lenken. Der Berg hat eine Maus geboren!
    Ene ganz schlechte Diagnose Herr Doktor! Die Größte Gefahr ist die Israelische Politik, die seit Jahrzenten UN- Resolutionen ignoriert, die Palästinenser gefangen hält und Staatsterrorismus betreibt. Ich farge mich schon seit ich denken kann, was es wohl wäre wenn Israel, nicht die heimat Jesus wäre und wenn es die Judenverfolgung nicht gegeben hätte. Aber in der Psychologie gilt die Erkenntnis, dass Kinder die keine Liebe erfahren in der Regel böse werden. Weder Jesus, noch Hollocaust reftfertigen die sytematische und Menschenverachtende Politik Isreals. Meine bitte ist, Ursache und Wirkung nicht verkennen, Bedrohungen nicht relativieren. Eine falsche Diagnose hat in der Medizin mit unter den Todesfall zur Folge.

    6 Leser-Empfehlungen
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    Mir ist nicht ganz klar, was Sie eigentlich von mir wollen.

    Habe ich irgendwo bestritten, dass es bestimmte Ursachen für die Gewaltspirale im Nahen Osten gibt? Habe ich nicht - genaugenommen habe ich mich dazu überhaupt nicht geäussert.

    Deshalb ist mir schleierhaft, warum Sie mich wegen etwas angreifen, was ich überhaupt nicht "diagnostiziert" habe.

    Dass allerdings die Gefahr, dass es im Nahen Osten (und ich habe ausdrücklich nicht nur von Israel gesprochen) zu einem grossen Knall kommt, in letzter Zeit gestiegen ist und dass der Sinai da der grösste Gefahrenherd ist, wird Ihnen wohl kein Experte bestreiten wollen.

    "dass Kinder die keine Liebe erfahren in der Regel böse werden" -
    Nun erklären Sie mir einmal warum in Israel ein Anteil von 20% arabischstämmigen Staatsbürgern frei und unbeschadet leben können (unter lauter bösen bösen Israelis - die sie ja auch sind, sein können dank Israels Demokratie selbst unter aufgezwungenem Kriegszustand!)
    und genau so entgegen ihrer persönlichen Tiefenanlysejeder Israeli, der seinen Fuß auf palästinensisches Gebiet setzt (ich rede jetzt von Zivilpersonen), uns anschließend als zerfledderte Leiche vorgeführt wird?
    Wie passt das zu Ihrer Verortung des Bösen in Nahost?

    Mir ist nicht ganz klar, was Sie eigentlich von mir wollen.

    Habe ich irgendwo bestritten, dass es bestimmte Ursachen für die Gewaltspirale im Nahen Osten gibt? Habe ich nicht - genaugenommen habe ich mich dazu überhaupt nicht geäussert.

    Deshalb ist mir schleierhaft, warum Sie mich wegen etwas angreifen, was ich überhaupt nicht "diagnostiziert" habe.

    Dass allerdings die Gefahr, dass es im Nahen Osten (und ich habe ausdrücklich nicht nur von Israel gesprochen) zu einem grossen Knall kommt, in letzter Zeit gestiegen ist und dass der Sinai da der grösste Gefahrenherd ist, wird Ihnen wohl kein Experte bestreiten wollen.

    "dass Kinder die keine Liebe erfahren in der Regel böse werden" -
    Nun erklären Sie mir einmal warum in Israel ein Anteil von 20% arabischstämmigen Staatsbürgern frei und unbeschadet leben können (unter lauter bösen bösen Israelis - die sie ja auch sind, sein können dank Israels Demokratie selbst unter aufgezwungenem Kriegszustand!)
    und genau so entgegen ihrer persönlichen Tiefenanlysejeder Israeli, der seinen Fuß auf palästinensisches Gebiet setzt (ich rede jetzt von Zivilpersonen), uns anschließend als zerfledderte Leiche vorgeführt wird?
    Wie passt das zu Ihrer Verortung des Bösen in Nahost?

    • chamsi
    • 19.08.2011 um 15:42 Uhr

    den ich voll teile .......
    ......"What a fast investigation ! Strange that Israel could kill those responsible for this tragic act so soon after it happened, and yet fail to prevent it in the first place"...
    Die Attentäter wurden doch getötet...woher die klare Aussage, wer
    hinter dem Anschlag steht.....
    Die PCR ist eine Gruppe, die mit der HAMAS gar nichts zu tun hat.
    Natürlich rechtfertigt dies die erneute Bombadierung Gazas und den Tod von Zivilisten dort ?
    ....Auge um Auge.....Nethanyahu nannte es bewußt "Vergeltung"....diese traf dann auch zwei Kinder,heute wurden wieder mehrere Personen verletzt, unter ihnen eine schwangere Frau.
    Die Luftangriffe auf Gaza sind zur Zeit noch nicht beendet.

    "Radikalisierte Palästinenser"....diese werden nicht weniger durch derartige Kollektivbestrafungen.......

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    @chamsi.

    [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf rassistische Kommentare. Die Redaktion/er

    @chamsi.

    [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf rassistische Kommentare. Die Redaktion/er

  6. Kollektivbestrafung verstoßen gegen die genfer Konventionen und sind damit als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bezeichnen. [...]

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie differenziert. Danke. Die Redaktion/er

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    "Kollektivbestrafung verstoßen gegen die genfer Konventionen und sind damit als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bezeichnen."

    Möglichst gezielte und präzise Angriffe auf jene Terrororganisationen und deren Kommandeure, die Israel den Krieg erklärt haben (und die ihren "Dschihad" gegen Israel mit völkerrechtswidrigen terroristischen Mordattacken gegen unbewaffnete friedliche israelische Zivilisten führen!) stellen in diesem bewaffneten Konflikt selbstverständlich das gute Recht und die angemessene Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Mordterror jener palästinensischen Extremisten dar, deren Ziel bekanntlich das vorsätzliche Ermorden sovieler israelischer Zivilisten wie möglich ist.

    Die israelischen Gegenschläge und die Abwehrangriffe gegen die Raketenstellungen von pal. Extremisten, von denen aus israelische Ortschaften und Städte mit Raktenen attackiert werden, sind nach geltendem internationalen Recht legitim und verhältnismäßig.

    Denn Israel attackiert in Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Mordterror palästinensischer Extremisten nicht blindwütig die palästinensische Zivilbevölkerung, sondern so gezielt wie möglich und mit hoher Effizienz die terroristischen Aggressoren.

    Leider gehört es zu deren dschihadistischer Kampftaktik, die eigene Zivilbevölkerung als 'lebendes Schutzschild' zu missbrauchen, was übrigens -ebenso wie der vorsätzliche Mordterror gegen Zivilisten- eklatant gegen das internationale Recht in Kriegen und bewaffneten Konflikten verstößt.

    "Kollektivbestrafung verstoßen gegen die genfer Konventionen und sind damit als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bezeichnen."

    Möglichst gezielte und präzise Angriffe auf jene Terrororganisationen und deren Kommandeure, die Israel den Krieg erklärt haben (und die ihren "Dschihad" gegen Israel mit völkerrechtswidrigen terroristischen Mordattacken gegen unbewaffnete friedliche israelische Zivilisten führen!) stellen in diesem bewaffneten Konflikt selbstverständlich das gute Recht und die angemessene Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Mordterror jener palästinensischen Extremisten dar, deren Ziel bekanntlich das vorsätzliche Ermorden sovieler israelischer Zivilisten wie möglich ist.

    Die israelischen Gegenschläge und die Abwehrangriffe gegen die Raketenstellungen von pal. Extremisten, von denen aus israelische Ortschaften und Städte mit Raktenen attackiert werden, sind nach geltendem internationalen Recht legitim und verhältnismäßig.

    Denn Israel attackiert in Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Mordterror palästinensischer Extremisten nicht blindwütig die palästinensische Zivilbevölkerung, sondern so gezielt wie möglich und mit hoher Effizienz die terroristischen Aggressoren.

    Leider gehört es zu deren dschihadistischer Kampftaktik, die eigene Zivilbevölkerung als 'lebendes Schutzschild' zu missbrauchen, was übrigens -ebenso wie der vorsätzliche Mordterror gegen Zivilisten- eklatant gegen das internationale Recht in Kriegen und bewaffneten Konflikten verstößt.

  7. Mir ist nicht ganz klar, was Sie eigentlich von mir wollen.

    Habe ich irgendwo bestritten, dass es bestimmte Ursachen für die Gewaltspirale im Nahen Osten gibt? Habe ich nicht - genaugenommen habe ich mich dazu überhaupt nicht geäussert.

    Deshalb ist mir schleierhaft, warum Sie mich wegen etwas angreifen, was ich überhaupt nicht "diagnostiziert" habe.

    Dass allerdings die Gefahr, dass es im Nahen Osten (und ich habe ausdrücklich nicht nur von Israel gesprochen) zu einem grossen Knall kommt, in letzter Zeit gestiegen ist und dass der Sinai da der grösste Gefahrenherd ist, wird Ihnen wohl kein Experte bestreiten wollen.

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    Würden Sie bitte den Versuch machen und mir eine Deffinition "der Größten Gefahr" liefern?
    Im Atomjargor gilt der Supergau als die größte Gefahr.
    Was gilt im Nahen Osten: Ein Staatt wie Israel, mit der vermutlich modernsten Armee der Welt. Ein Volk bestehend als Soldaten, eine Regierung die mit exremen Ausnahmen militärische Erfahrung haben, die modernste Luftartelllerie... das ist keine Gefahr, aber ein Paar Beduienen, die sich möglicherweise ein Paar Waffen beschaffen, das ist die "größte Gefahr?

    Würden Sie bitte den Versuch machen und mir eine Deffinition "der Größten Gefahr" liefern?
    Im Atomjargor gilt der Supergau als die größte Gefahr.
    Was gilt im Nahen Osten: Ein Staatt wie Israel, mit der vermutlich modernsten Armee der Welt. Ein Volk bestehend als Soldaten, eine Regierung die mit exremen Ausnahmen militärische Erfahrung haben, die modernste Luftartelllerie... das ist keine Gefahr, aber ein Paar Beduienen, die sich möglicherweise ein Paar Waffen beschaffen, das ist die "größte Gefahr?

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