9/11 Al-Qaida setzt auf Einzelkämpfer
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Aussteigerprogramme für Extremisten

Ebenso wichtig ist künftig der Umgang mit bereits inhaftierten Terroristen. Denn anders als in den USA, wo verurteilte Terroristen meist jahrzehntelange oder de facto lebenslängliche Haftstrafen verbüßen, werden die selbsternannten Heiligen Krieger in Deutschland und anderen europäischen Staaten Europas oft nach einigen Jahren guter Führung wieder in jene Gesellschaft entlassen, die sie zuvor angegriffen haben. Darauf zu vertrauen, dass allein die Haftzeit aus Terroristen rechtstreue Bürger macht, ist naiv.

Bestehende Entradikalisierungsprogramme in islamischen Ländern versuchen, mit Hilfe von Ex-Terroristen, religiösen Autoritäten und aktiver Wiedereingliederungshilfe nach der Haftentlassung, die Extremisten zumindest zum Gewaltverzicht zu bringen. Damit sind zwar kurzfristige Sicherheitsgewinne möglich, langfristig wäre die Rückfallquote aber hoch.

Europäische Entradikalisierungsprogramme sollten deshalb versuchen, auch das Weltbild der Extremisten zu verändern. Sie könnten auf den klassischen Resozialisierungskonzepten aus dem Strafvollzug aufbauen und zum Beispiel mit den Erfahrungen des deutschen Exit-Programms für Rechtsextremisten angereichert werden. Dabei müssten die persönlichen Konflikte des Häftlings, sein Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, seine Angst vor der Komplexität der freien Welt und ganz praktische Ausbildungs- und Berufsfragen behandelt werden.

Die Mainstream-Muslime unterstützen

Al-Qaidas Ziel ist es von Anfang an gewesen, im Nahen Osten ein von ihr geführtes Regime zu errichten. So soll die Welt von der Überlegenheit der eigenen Ideologie überzeugt werden. Im Kampf um weltliche Vorherrschaft und religiöse Interpretationshoheit wollen die Extremisten dabei den Mainstream-Muslimen ihren Willen mit Gewalt aufzwingen. Der Westen ist in erster Linie deshalb Terrorziel, weil er diesen Ambitionen von al-Qaida im Weg steht.

Die Extremisten verfügen über Netzwerke, finanzielle Unterstützung und oft auch eine spezielle Ausbildung. Mainstream-Muslime sind seltener politisch aktiv, sondern kümmern sich um ihre Arbeit, ihre Familien – genauso wie Nicht-Muslime. Denjenigen, die sich aktiv für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie einsetzen, fehlt häufig ein belastbares Netzwerk, finanzielle Unterstützung und es mangelt an öffentlicher Aufmerksamkeit.

Gerade in Europa und Nordamerika sollten deshalb geeignete muslimische Multiplikatoren, beispielsweise Aktivisten, Unternehmer, Schriftsteller, Medienleute, Studenten und andere, die zu Meinungsführern in ihren Communitys werden könnten, viel stärker als bisher gezielt gefördert werden. Wenn vor allem Informanten gewonnen oder Sicherheitskooperationen aufgebaut werden, könnten al-Qaidas Ziele eher unterlaufen werden.

Osama bin Laden wird mit den Worten zitiert, dass die Menschen sich, sollten sie ein schwaches und ein starkes Pferd sehen, immer dem starken zuwenden. Wenn es in den kommenden Jahren gelingt, die beschriebenen Herausforderungen zu meistern und al-Qaida weiter zu marginalisieren, dann darf er gerne Recht behalten.

 
Leser-Kommentare
  1. ...derzeit eher Artikel wie dieser.

    Aber irgendwie muß man ja die nächsten 30 Jahre Kolonial-...ups, "Anti-Terror"-Kriege begründen.

    "Ich glaube nicht, dass man diesen Krieg gewinnen kann. Ich glaube, wir kämpfen immer weiter. Es ist eigentlich ein bisschen wie im Irak… Ja, es gab enorme Fortschritte im Irak. Aber es gibt nach wie vor furchtbare Anschläge im Irak, und man muss wachsam sein. Man muss am Ball bleiben. Dies ist die Art des Kampfs, den WIR FÜR DEN REST UNSERES LEBENS erleben werden und wohl auch noch unsere Kinder."

    General Petraeus

    http://www.spiegel.de/kul...

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    Unsere Regierungen terrorisieren uns mit diesem Meldungen, um uns gefügig zu machen. Macht sie das nicht zu Regimen? Wie sollen verängstigte Bürger eine Demokratie bilden? Das geht überhaupt nicht. Jemand mit dem Lauf an der Schläfe hat keine Wahl. Über den "11.Sept" denkt inszwischen jeder was er will - das ist auch gut so. Hier ein Ausschnitt aus einem US-TV-Film vom März'01, wie man sich den 11.Sept damals gedacht hat:
    http://www.youtube.com/wa...
    Irgendwie lustige Idee, nicht wahr?

    Dann paßt ja seine Aussage perfekt.

    Unsere Regierungen terrorisieren uns mit diesem Meldungen, um uns gefügig zu machen. Macht sie das nicht zu Regimen? Wie sollen verängstigte Bürger eine Demokratie bilden? Das geht überhaupt nicht. Jemand mit dem Lauf an der Schläfe hat keine Wahl. Über den "11.Sept" denkt inszwischen jeder was er will - das ist auch gut so. Hier ein Ausschnitt aus einem US-TV-Film vom März'01, wie man sich den 11.Sept damals gedacht hat:
    http://www.youtube.com/wa...
    Irgendwie lustige Idee, nicht wahr?

    Dann paßt ja seine Aussage perfekt.

  2. Die Mär vom gefaehrlichen Einzeltaeter hatten wir doch kuerzlich erst. Meinen Kommentar dazu finde ich nicht, muss es aus einer anderen Zeitung sein. Sieht aber wohl eher nach einer Medienkampagne/PR-Aktion aus, als nach einem zufaelligen Gastkommentar...

    Einzeltaeter sind keine Terroristen sondern eher verkannte Amoklaeufer. Geistig kranke oder einfach nur verzweifelte Leute. Vernuenftige Betreuung und Finanzierung der Kindergaerten, Schulen und Unis sind da das Mittel der Wahl. Es ist realitaetsfern zu meinen, dass wir jeden Jugendlichen auf seine gewaltaetigen Tendenzen hin ueberwachen koennten.

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    ... wenn er auf die "Terrororganisation" al Kaida abgesprochen wird? "Das ist Quatsch. Es gibt keine Terrororganisation al Kaida. Al Kaida ist ein Mythos der Amerikaner."

    Übrigens ist Scholl-Latour der fast einzige Araber-Kenner seit 10 Jahren, dessen Meinungen und Ansichten sich in der Rücksicht als stichhaltig erwiesen haben. Das ganze andere Journalisten- und Politiker-Gewäsch über 9/11, Osama bin Laden und al Kaida wurde durch den Lauf der Geschichte bestenfalls als Kommentare Ahnungsloser schlechterenfalls als Propaganda entlarvt.

    ... wenn er auf die "Terrororganisation" al Kaida abgesprochen wird? "Das ist Quatsch. Es gibt keine Terrororganisation al Kaida. Al Kaida ist ein Mythos der Amerikaner."

    Übrigens ist Scholl-Latour der fast einzige Araber-Kenner seit 10 Jahren, dessen Meinungen und Ansichten sich in der Rücksicht als stichhaltig erwiesen haben. Das ganze andere Journalisten- und Politiker-Gewäsch über 9/11, Osama bin Laden und al Kaida wurde durch den Lauf der Geschichte bestenfalls als Kommentare Ahnungsloser schlechterenfalls als Propaganda entlarvt.

  3. 3. .....

    An beide Vorgänger. Auch ein einzelner Mensch kann zur Bedrohung werden. Das haben wir in Frankfurt vor kurzem geseehn, als ein islamistischer Kosovo-Albaner grundlos unschuldige US-Amerikaner töten wollte. Da hatte man noch das Glück, dass seine Waffe klempte. Dieses Glück könnten wir das nächste mal nicht haben. Und zu pepe. Ja, das ist ein Terrorist auch wenn er alleine ist. Ein Amokläufer ist was anders. Ein Amokläufer kämpft nicht gegen das bestehende politische System. Deswegen war der Terrorist in Norwegen ein Terrorist und kein Amokläufer. Während psychisch kranke Schüler die in der Schule ihre Mitschüler töten, ganz sicher keine Terroristen sind.

  4. Der 11.September 2001 wird immer wieder als Ausgangspunkt des sogenannten "war on terror" propagiert, obwohl viele Aussagen von Mitgliedern der Bush-Regierung bezüglich dieses Schicksalstages nachweislich nicht der Wahrheit entsprachen:

    „Nobody in our government at least, and I don't the think the prior government, could envisage flying air planes into buildings (George W.Bush)

    „I don't think anybody could have predicted that ... they would try to use an airplane as a missile, a hijacked airplane as a missile." (Condoleezza Rice)

    „There were no warning signs that I'm aware of that would indicate this type of operation in the country." (FBI Director Robert Mueller)

    Eine umfangreiche Sammlung von Zeitungs-und Onlineartikeln über die Verwicklungen westlicher Geheimdienste im muslimischen Extremismus, die Vertuschungen der US-Regierung nach den Anschlägen, das Vorabwissen diverser Nachrichtendienste, die Behinderung der 9/11 Commission und die physikalisch schwer vermittelbaren Einstürze der 3 WTC-Gebäude, findet sich hier:

    http://machtelite.wordpre...

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    Ich dachte, dass sowas nur 16-Jährige Kids an Hauptschulen noch glauben. Ich habe das damals sogar wirklich geglaubt.

    Ich dachte, dass sowas nur 16-Jährige Kids an Hauptschulen noch glauben. Ich habe das damals sogar wirklich geglaubt.

  5. 5. .....

    Ich dachte, dass sowas nur 16-Jährige Kids an Hauptschulen noch glauben. Ich habe das damals sogar wirklich geglaubt.

    Eine Leser-Empfehlung
  6. Unsere Regierungen terrorisieren uns mit diesem Meldungen, um uns gefügig zu machen. Macht sie das nicht zu Regimen? Wie sollen verängstigte Bürger eine Demokratie bilden? Das geht überhaupt nicht. Jemand mit dem Lauf an der Schläfe hat keine Wahl. Über den "11.Sept" denkt inszwischen jeder was er will - das ist auch gut so. Hier ein Ausschnitt aus einem US-TV-Film vom März'01, wie man sich den 11.Sept damals gedacht hat:
    http://www.youtube.com/wa...
    Irgendwie lustige Idee, nicht wahr?

    Antwort auf ""Angst schüren"..."
  7. Al Quaida war nie mehr als ein paar versprengte Eizeltäter, die es einige Male geschafft haben, mit sehr begrenzten Mitteln riesige mediale Wirkung zu entfalten. Der Rest ist reine Kriegspropaganda unserer Politiker, allen voran Bush und Konsorten.
    Ab und zu wird es auch in Zukunft vereinzelt Terror geben, damit muss die Welt leider leben. Die effektivste Waffe dagegen ist, eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag zu legen.
    Infolge der politischen Ausschlachtung von Terrorattentaten sind hunderttausende unschuldige Menschen in Afghanistan, Pakistan, Irak etc. umgebracht worden. Die sollten nicht vergessen werden.

  8. Wenn es wirklich so viele Terroristen in Deutschland geben würde, wie Politik und Medien glauben machen, würden uns täglich Bomben um die Ohren fliegen.
    In Berlin kann man gerade sehen, wieviel Schaden schon eine (vermeintlich kleine) Gruppe von mutmaßlichen Linken anrichten kann.

    Was lernt man daraus? Der Terror in Deutschland ist eine vernachlässigbare Gefahr; Ärztepfusch durch Überlastung, Verkehrsunfälle, Depression - all diese Dinge bringen Jahr für Jahr tausendfach mehr Menschen um ihr Leben, als der "Terror".
    Doch Gelder und Medieninteresse erlangen diese Themen kaum bis gar nicht.

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    und inwieweit der Krieg in Afghanistan uns vor Terrorismus geschützt hat, hat mir auch noch keiner erklärt.

    Terrorismus ist schließlich nichts, wofür man große Strukturen oder enorme Geldmittel bräuchte; ein Abiturwissen mit Leistungskurs Chemie und eine gewisse Fanatisierung gepaart mit Hoffnungslosigkeit reicht da schon aus, wie man an Brevik sehen mußte.

    Wir geben auch hunderte Milliarden pro Jahr in die Forschung aus, damit unsere Autos sicherer sind, damit es weniger Opfer bei Autounfällen gibt. Bisher mit mäßigen Erfolg, aber es gibt tatsächlich weniger Todesopfer, obwohl es mehr Verkehrt gibt.

    Wieso sollten wir auf andere Gefahren nicht achten? Sollen wir etwa alles ignorieren, weil es viele Gefahren gibt?

    Und Medieninteresse erlangen auch Autounfälle. Ich wünsche sogar, es würde weniger Interesse erlangen. Lokalzeitungen sind voll mit so einem Zeug.

    und inwieweit der Krieg in Afghanistan uns vor Terrorismus geschützt hat, hat mir auch noch keiner erklärt.

    Terrorismus ist schließlich nichts, wofür man große Strukturen oder enorme Geldmittel bräuchte; ein Abiturwissen mit Leistungskurs Chemie und eine gewisse Fanatisierung gepaart mit Hoffnungslosigkeit reicht da schon aus, wie man an Brevik sehen mußte.

    Wir geben auch hunderte Milliarden pro Jahr in die Forschung aus, damit unsere Autos sicherer sind, damit es weniger Opfer bei Autounfällen gibt. Bisher mit mäßigen Erfolg, aber es gibt tatsächlich weniger Todesopfer, obwohl es mehr Verkehrt gibt.

    Wieso sollten wir auf andere Gefahren nicht achten? Sollen wir etwa alles ignorieren, weil es viele Gefahren gibt?

    Und Medieninteresse erlangen auch Autounfälle. Ich wünsche sogar, es würde weniger Interesse erlangen. Lokalzeitungen sind voll mit so einem Zeug.

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