Eine kurdische Untergrundgruppe hat sich zu einem Bombenanschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara bekannt, bei dem am Dienstag drei Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden waren.

Die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), die als Splittergruppe der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK gelten, hätten zugleich weitere Anschläge angekündigt, berichtete die Nachrichtenagentur Firat. Die Gruppe habe in einer an die Agentur geschickten E-Mail mitgeteilt, sie habe auch Anschläge in der türkischen Stadt Eskisehir und an einem Urlauberstrand in der Provinz Antalya verübt. Ende August waren dort zehn Touristen von umherfliegenden Kieselsteinen verletzt worden, als ein versteckter Sprengsatz explodierte.

"Es wird überall Angriffe geben. Überall sind Ziele", hieß es in der E-Mail. Im "Krieg gegen die faschistische AKP-Regierung betrachten wir jeden Ort als legitimes Ziel". Die AKP ist die islamisch-konservative Regierungspartei von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan.

Einen Tag nach dem Anschlag von Ankara hatte die militärische Führung der PKK bestritten, die Tat verübt zu haben.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat.