Nahost Die arabische Öffentlichkeit fordert Israel heraus

Mit der neuen Freiheit in Nahost muss Israel seine Beziehungen zu den Nachbarn umgestalten. Dort wirkt jetzt auch die Volksmeinung auf die Politik.

Anti-israelische Ausschreitungen Ende August in Kairo

Anti-israelische Ausschreitungen Ende August in Kairo

Warum bloß hat sich plötzlich alles gegen Israel verschworen? Nächste Woche wollen die Palästinenser ihren Staat von den Vereinten Nationen anerkennen lassen. In Kairo stürmen Krawalldemonstranten die israelische Botschaft, in Amman sammeln sich Protestierende vor der Vertretung, die Türkei weist den israelischen Botschafter aus . Israel scheint in diesen Wochen zu zerbrechen, was es sich über Jahrzehnte mühselig aufgebaut hat: diplomatische Beziehungen und verhaltene Freundschaft mit wichtigen Staaten des Nahen Ostens. Ist das alles eine Folge des Arabischen Frühlings, weil nun Islamisten und andere Feinde Israels das Sagen haben?

Nein. Die sich überschlagenden Ereignisse haben mehr mit der Öffnung und zunehmenden Vernetzung des Nahen Ostens zu tun. Mit der neuen Freiheit wird die Volksmeinung wichtiger. Das schlägt auf die Außenpolitik durch und wirkt zurück in die Innenpolitik. Die Beispiele Ägypten, Türkei und Palästina zeigen das. Israel muss sich darauf neu einstellen.

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Über Jahrzehnte hatte die Jerusalemer Regierung in Ägypten ziemlich genau zwei Freunde – den Präsidenten und den Geheimdienstchef. Das reichte in autoritären Verhältnissen. Seit dem Sturz des Herrschers Hosni Mubarak im Februar aber ist Außenpolitik plötzlich Teil der Innenpolitik – und umgekehrt. Nur so lässt sich erklären, dass der Zorn der in Kairo stets überfüllten arabischen Straße plötzlich die Beziehungen zwischen Israel und Ägypten überschattet. Die ägyptische Regierung kann und will die Volksmeinung nicht mehr einfach ignorieren wie früher.

Viele, nicht nur Islamisten, fordern die Neuverhandlung des Camp-David-Friedens und das Ende von Gaslieferungen zu Vorzugspreisen an Israel. Hinzu kommt politisches Kalkül. Die Militärherrscher in Kairo zögerten lange, bis sie den Sturm auf die israelische Botschaft beendeten. Das Chaos liefert der Armee nun eine willkommene Begründung, künftig noch härter gegen Demonstranten vorzugehen und die Notstandsgesetze anzuwenden. Das Verhältnis zu Israel ist die Sache aller Ägypter geworden – und wird im innenpolitischen Kampf ausgenutzt.

Niemand weiß das besser als der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdoğan , der Anfang der Woche in der ägyptischen Hauptstadt wie ein populärer arabischer Führer empfangen wurde. Er hatte vorige Woche den türkischen Streit mit Israel über die Erschießung türkischer Aktivisten auf hoher See vor Gaza 2010 noch einmal verschärft, was auch die Stimmung in Kairo hochkochen ließ.

Erdoğan versteht sich prächtig auf das Wechselspiel von Innen- und Außenpolitik. Daheim hält er mit Attacken gegen Israels Gaza-Blockade und Siedlungspolitik die türkische Opposition in Schach. In seiner Rede vor der arabischen Liga in Kairo warb er damit um die Herzen der Empörten und mehrt das Ansehen der Türkei. Nicht zuletzt profiliert er sich so gegen den iranischen Konkurrenten. Erdoğan, nicht Ahmadineschad ist der Held der arabischen Welt.

Leser-Kommentare
  1. Es weht ein eisiger Wind für die gegenwärtige israelische Mitte-Rechts-Ganz-Rechts Regierungskoalition.

    Die Unruhen in Israel, deren Auslöser die wachsende Unzufriedenheit der Israelis mit der Sozialpolitik gewesen ist, sucht die Regierungskoalition mit Polizeigewalt zu unterbinden, ein unmögliches Unterfangen, schenkt man den Worten Danny Dayans, dem Vorsitzenden der Yesha, dem "Rat der jüdischen Siedlungen von Judäa, Samaria und Gaza", Glauben.

    Mit den innenpolitischen Unwägbarkeiten korrespondieren außenpolitische Herausforderungen, die in Art und Umfang gleichermaßen brisant sind. Den Wind, den der Palmer-Report in die Segel der Regierungskoalition wehte, als er die Gaza-Blockade als legal bezeichnet, hat sich vergangene Nacht gedreht, als fünf unabhängige Völkerrechtler im Auftrag der UNHRC eben jene als illegal bezeichneten und dem Palmer-Report die Verkennung offensichtlicher Tatsachen attestierten. Der Kolumnist Anner Shalev schreibt in der heutigen Ausgabe der Haaretz über die Weigerung Israels, um Entschuldigung zu bitten, daß "ein Staat kein vierjähriges Kind ist, selbst wenn es sich wie eines verhält." Damit gibt er dem türkischen Premier in einem entscheidenden Punkt Recht und fährt fort: "Der Monat 'Elul" ist der Monat der Bitte um Vergebung [...], nicht jedoch um Schwäche, sondern Stärke und Empathie zu zeigen." Dieser Spagat gelingt dem türkischen Premier besser, selbst die NYT titelte gestern: "Premier of Turkey Takes Role in Region". Auf ein Gutes...

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    ...geht es um die Erfüllung von angeblich göttlichen Verheißungen; es geht um von der Bibel vorgeschriebenen Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen, damit der Messias endlich kommen kann. Die Ermordung Rabins hat gezeigt, dass genau diese religiösen Eiferer allerdings zu keinerlei Zugeständnissen bereit sind - und sie kennen ihr politisches Gewicht als Zünglein an der Waage genau.

    zu den "unabhängigen" völkerrechtlern des unmenschenrechtsrates empfehle ich mal folgende doku:

    http://tinyurl.com/24jq76d

    Und? Die fünf "Unabhängigen" schlagen den Palmer-Report. Behaupten die fünf "Unabhängigen". Und Sie.

    Morgen kommen noch Unabhängigere und bestärken den Palmer-Report.

    Und dann?

    Tatsache ist, dass Erdogan nach Entmachtung der kemalistischen Generäle den Konsens-Kurs mit Israel aufgegeben hat und die Blockade benutzt hat, seinen Kurs in Richtung eines islamischen Staates fortzusetzen und sich bei seinen muslimischen Freunden als starker Mann zu präsentieren.

    Dafür hat er seine Landsleute als Provokateure missbraucht und sie in den Tod geschickt.

    Erdogan wird sich bei seinem "Spagat" als islamischer Demagoge und starkem Mann der Region mehr als nur Zerrungen holen. Leider ist zu befürchten, dass das türkische Volk ihm "volkt".

    > Es weht ein eisiger Wind für die gegenwärtige
    > israelische Mitte-Rechts-Ganz-Rechts Regierungskoalition.

    Eine Büttenrede, nur nicht lustig: Mit dieser Einleitung wird die Agitprop-Zielrichtung vorgegeben: Israel ist schuld.

    > Die Unruhen in Israel, deren Auslöser die wachsende
    > Unzufriedenheit der Israelis mit der Sozialpolitik
    > gewesen ist, sucht die Regierungskoalition mit
    > Polizeigewalt zu unterbinden...

    Sodann folgt ein "Beleg", der die Absicht, nämlich die Denunzierung der israelischen Regierung und damit des israelischen Handelns im Nahostkonflikt, unterstützen soll. Aber der "Beleg" ist eine Falschdarstellung: Weder gibt es "Unruhen" - sondern Demonstrationen - noch gibt Polizeigewalt dagegen.

    > Mit den innenpolitischen Unwägbarkeiten
    > korrespondieren außenpolitische Heraus-
    > forderungen...

    Und sogleich wird auf das eigentlich Ziel übergeleitet - der übliche Antiisraelismus im Gewand des Propalästinensismus.

    > ...als fünf unabhängige Völkerrechtler im Auftrag
    > der UNHRC eben jene als illegal bezeichneten...

    Faktenfälschung Nr. 2, wenn denn die freudige Zustimmung zur offensichtlichen Lüge der "fünf unabhängigen Völkerrechtler" einer Faktenfälschung gleichkommt. Die UNO, die ja nicht eben als israelfreundlich bekannt ist, musste nolens volens die Blockade als rechtmäßig bezeichnen, weil dies so offensichtlich ist, dass jeder, der dies bestreitet, sich unweigerlich als Antisemit outet, denn die Blockade richtet sich gegen völlig unstrittige...#

    ...Lieferungen von Waffen, mit denen jüdische Männer, Frauen und Kinder getötet werden sollen.

    > Der Kolumnist Anner Shalev schreibt in der heutigen
    > Ausgabe der Haaretz über die Weigerung Israels, um
    > Entschuldigung zu bitten...

    Die Türkei hat die IHH-Kähne, man wird es kaum noch bestreiten können, zur Vorbereitung der unter Ausnutzung des "arabischen Frühlings" durchgeführten gegenwärtigen antisemitischen Großoffensive schlau in Szene gesetzt. Und diese Aktion war mit neun Toten genauso ein voller Propagandaerfolg wie die von der Hamas ins israelische Gegenfeuer geschickten Kinder regelmäßig ein Propagandaerfolg sind - der antisemitische Mob in den braunen und roten Internetforen tobt auftragsgemäß.

    Aber natürlich werden sich die Juden - und es dürfte klar sein, das es hier nicht mehr angebracht ist, von "Israel" zu reden - nicht dafür entschuldigen, angegriffen worden zu sein. Auch diesesmal nicht. Und die Türkei wird sich für die Propaganda-Schiffstour mit mutmaßlich vorausgeplanter Todesfolge vermutlich genauso wenig entschuldigen wie für den Armenien-Holocaust.

    Bleibt festzuhalten, wie raffiniert Pallywood doch geworden ist, wie geschickt es die Fakten verschleiert und verdreht, wie es im Gewand des Gutmeinenden daher kommt ("Auf ein Gutes") und wie es dem alten antisemitischen Grundsatz treu bleibt: Die Juden sind immer schuld - ob sie angreifen oder zurückschlagen, sie sind schuld, sie haben keine Chance, sie sind schuld, sie sind schuld...

    ...geht es um die Erfüllung von angeblich göttlichen Verheißungen; es geht um von der Bibel vorgeschriebenen Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen, damit der Messias endlich kommen kann. Die Ermordung Rabins hat gezeigt, dass genau diese religiösen Eiferer allerdings zu keinerlei Zugeständnissen bereit sind - und sie kennen ihr politisches Gewicht als Zünglein an der Waage genau.

    zu den "unabhängigen" völkerrechtlern des unmenschenrechtsrates empfehle ich mal folgende doku:

    http://tinyurl.com/24jq76d

    Und? Die fünf "Unabhängigen" schlagen den Palmer-Report. Behaupten die fünf "Unabhängigen". Und Sie.

    Morgen kommen noch Unabhängigere und bestärken den Palmer-Report.

    Und dann?

    Tatsache ist, dass Erdogan nach Entmachtung der kemalistischen Generäle den Konsens-Kurs mit Israel aufgegeben hat und die Blockade benutzt hat, seinen Kurs in Richtung eines islamischen Staates fortzusetzen und sich bei seinen muslimischen Freunden als starker Mann zu präsentieren.

    Dafür hat er seine Landsleute als Provokateure missbraucht und sie in den Tod geschickt.

    Erdogan wird sich bei seinem "Spagat" als islamischer Demagoge und starkem Mann der Region mehr als nur Zerrungen holen. Leider ist zu befürchten, dass das türkische Volk ihm "volkt".

    > Es weht ein eisiger Wind für die gegenwärtige
    > israelische Mitte-Rechts-Ganz-Rechts Regierungskoalition.

    Eine Büttenrede, nur nicht lustig: Mit dieser Einleitung wird die Agitprop-Zielrichtung vorgegeben: Israel ist schuld.

    > Die Unruhen in Israel, deren Auslöser die wachsende
    > Unzufriedenheit der Israelis mit der Sozialpolitik
    > gewesen ist, sucht die Regierungskoalition mit
    > Polizeigewalt zu unterbinden...

    Sodann folgt ein "Beleg", der die Absicht, nämlich die Denunzierung der israelischen Regierung und damit des israelischen Handelns im Nahostkonflikt, unterstützen soll. Aber der "Beleg" ist eine Falschdarstellung: Weder gibt es "Unruhen" - sondern Demonstrationen - noch gibt Polizeigewalt dagegen.

    > Mit den innenpolitischen Unwägbarkeiten
    > korrespondieren außenpolitische Heraus-
    > forderungen...

    Und sogleich wird auf das eigentlich Ziel übergeleitet - der übliche Antiisraelismus im Gewand des Propalästinensismus.

    > ...als fünf unabhängige Völkerrechtler im Auftrag
    > der UNHRC eben jene als illegal bezeichneten...

    Faktenfälschung Nr. 2, wenn denn die freudige Zustimmung zur offensichtlichen Lüge der "fünf unabhängigen Völkerrechtler" einer Faktenfälschung gleichkommt. Die UNO, die ja nicht eben als israelfreundlich bekannt ist, musste nolens volens die Blockade als rechtmäßig bezeichnen, weil dies so offensichtlich ist, dass jeder, der dies bestreitet, sich unweigerlich als Antisemit outet, denn die Blockade richtet sich gegen völlig unstrittige...#

    ...Lieferungen von Waffen, mit denen jüdische Männer, Frauen und Kinder getötet werden sollen.

    > Der Kolumnist Anner Shalev schreibt in der heutigen
    > Ausgabe der Haaretz über die Weigerung Israels, um
    > Entschuldigung zu bitten...

    Die Türkei hat die IHH-Kähne, man wird es kaum noch bestreiten können, zur Vorbereitung der unter Ausnutzung des "arabischen Frühlings" durchgeführten gegenwärtigen antisemitischen Großoffensive schlau in Szene gesetzt. Und diese Aktion war mit neun Toten genauso ein voller Propagandaerfolg wie die von der Hamas ins israelische Gegenfeuer geschickten Kinder regelmäßig ein Propagandaerfolg sind - der antisemitische Mob in den braunen und roten Internetforen tobt auftragsgemäß.

    Aber natürlich werden sich die Juden - und es dürfte klar sein, das es hier nicht mehr angebracht ist, von "Israel" zu reden - nicht dafür entschuldigen, angegriffen worden zu sein. Auch diesesmal nicht. Und die Türkei wird sich für die Propaganda-Schiffstour mit mutmaßlich vorausgeplanter Todesfolge vermutlich genauso wenig entschuldigen wie für den Armenien-Holocaust.

    Bleibt festzuhalten, wie raffiniert Pallywood doch geworden ist, wie geschickt es die Fakten verschleiert und verdreht, wie es im Gewand des Gutmeinenden daher kommt ("Auf ein Gutes") und wie es dem alten antisemitischen Grundsatz treu bleibt: Die Juden sind immer schuld - ob sie angreifen oder zurückschlagen, sie sind schuld, sie haben keine Chance, sie sind schuld, sie sind schuld...

  2. Falls sich Israel so sturr verhält wie eh und je hat es keine Zukunft. Die alten bösen Nachbarn verschwinden einer nach dem anderen, was kommt ist ungewiss, aber vielleicht sind die neuen Machthaber, wenn es denn sogar die Bevölkerung sein sollte,schwieriger ruhig zu stellen.
    Israel kann sich nicht länger als Staat präsentieren der sich in einer Welt voller Feinde behaupten muss.
    Es ist zu hoffen das der Staat Israel alles unternimmt um mit dieser neuen Welt Freundschaft zu schließen und die all weltlichen (aber oftmals angeblich religiösen) Differenzen zu überkommen.
    Dazu ist ein Stop der Gewalt gegen Gaza und jeglicher Vergeltung notwendig.

    Nur weil sie keine Trikots hatten haben sich die Menschen in der Religion für gemeinsame Interessen verbündet.
    Es geht heute nicht mehr um die Religion sondern um Begriffe wie Freiheit, Würde und Menschenrechte.

    Israel muss aufhören Gottesstaat zu sein. Und einfach nur ein Land.

    17 Leser-Empfehlungen
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    Am Tage der von der UNO verfügten Staatsgründung wurde Israel von den umliegenden Ländern angegriffen. Das war nicht das einzige Mal. Jeden dieser Kriege gewann Israel und bemühte sich später, erobertes Gelände gegen Frieden einzutauschen. Ganz Sinai war von Israel erobert worden. Der Westen installierte säkulare Marionetten in einigen Staaten, um den Islamismus zu neutralisieren. Das funktionierte ein paar Jahrzehnte. Inzwischen ist es mit dem Frieden vorbei und die Marionetten wurden verjagt. Der Islam erobert die Nachbarstaaten zurück. Auch der Libanon wird als Ergebnis der demografischen Entwicklung inzwischen islamisch dominiert. Die Vernichtung Israels steht bei diesen Länder weit oben auf der Agenda. Dieser Vernichtung können die Juden Israels (ein erheblicher Teil der Einwohner Israels besteht aus gut integrierten Arabern) nur entgehen, wenn sie das Land verlassen (unwahrscheinlich) oder den kommenden Krieg gewinnen. Im Falle eines Sieges darf Israel die eroberten Gebiete - ähnlich wie die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg - nicht zurückgeben. Die nicht geflüchteten Einwohner muss es - so wie das die Siegermächte nach 1945 in Deutschland taten - kompromisslos zu Demokraten erziehen.

    der botschafter der plo bei der un, maen areikat, hat heute verlauten lassen, dass der kommende staat palästina "free of jews" sein solle.

    http://www.ynetnews.com/a...

    noch fragen?

    Am Tage der von der UNO verfügten Staatsgründung wurde Israel von den umliegenden Ländern angegriffen. Das war nicht das einzige Mal. Jeden dieser Kriege gewann Israel und bemühte sich später, erobertes Gelände gegen Frieden einzutauschen. Ganz Sinai war von Israel erobert worden. Der Westen installierte säkulare Marionetten in einigen Staaten, um den Islamismus zu neutralisieren. Das funktionierte ein paar Jahrzehnte. Inzwischen ist es mit dem Frieden vorbei und die Marionetten wurden verjagt. Der Islam erobert die Nachbarstaaten zurück. Auch der Libanon wird als Ergebnis der demografischen Entwicklung inzwischen islamisch dominiert. Die Vernichtung Israels steht bei diesen Länder weit oben auf der Agenda. Dieser Vernichtung können die Juden Israels (ein erheblicher Teil der Einwohner Israels besteht aus gut integrierten Arabern) nur entgehen, wenn sie das Land verlassen (unwahrscheinlich) oder den kommenden Krieg gewinnen. Im Falle eines Sieges darf Israel die eroberten Gebiete - ähnlich wie die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg - nicht zurückgeben. Die nicht geflüchteten Einwohner muss es - so wie das die Siegermächte nach 1945 in Deutschland taten - kompromisslos zu Demokraten erziehen.

    der botschafter der plo bei der un, maen areikat, hat heute verlauten lassen, dass der kommende staat palästina "free of jews" sein solle.

    http://www.ynetnews.com/a...

    noch fragen?

  3. palaestinensichen Unabhaengigkeit, die es ohnehin nicht
    verhindern kann, die Iniatitive uebernehmen und von den
    Palaestinensern einfordern, was diese in Eigenverantwortung
    zu leisten haben. Damit haette man den Erdogan & Cie.
    den Wind aus den Segeln genommen und koennte sie mitverant-
    wortlich machen. Eine Regierung Peres haette das moeglicherweise gekonnt, bei Netanjahu habe ich groesste
    Zweifel und Israel sitzt damit am kuerzeren Hebel.

    6 Leser-Empfehlungen
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    Der Friedensnobelpreisträger Shimon Peres hat 1996 persönlich den Befehl gegeben, die "Operation Grapes of Wrath" auszuführen. Bei diesem Angriff auf Libanon, um einen einzigen Fall zu nennen, wurden fast 100 Zivilisten, überwiegend Kinder und Frauen, die Schutz in einer UN-Lager in Cana gesucht hatten, von israelischen Bomben getötet. Er hatte damit einen UN-Lager voller Flüchtlinge bombardieren lassen. Er ist also kein bisschen vernünftiger als Benjamin Netanjahu oder andere bisherige israelische Premieren. Daher konnte er meiner Meinung nach, nichts machen, um Frieden zu schaffen.

    Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen und diskutieren Sie differenziert. Danke, die Redaktion/fk.

    Die Palästinenser und ihre Vorfahren leben in dieser Region seit tausenden von Jahren. Sie sind Araber und Muslimen. Sie sind weder jüdisch noch möchten sie dem Staat Israel gehören, der vor 60 Jahren überwiegend von Emmigranten aus Europa und Russland gegründet wurde. Daher haben Sie meines Erachtens ein Recht, in ihrem eigenen Land einen eigenen Staat zu gründen.
    Was gibt Isreal (und Ihnen) das Recht, überhaupt irgendetwas von ihnen "einzufordern"?

    Weder Ägypten noch der Libanon, weder die Hamas, die Fatah oder die Hizbolah werden ernsthaft mit Israel verhandeln. Die Vernichtung Israels steht unter Artikel 7 der Hamas-Charta. Sie ist seit vielen Jahren Kindergartenerziehung in den palästinensischen Gebieten. Kinder werden im Gaza-TV gelobt, wenn sie geloben, Israel zu vernichten. Israel wird in der Region niemals toleriert werden. Derartige Gedankenspiele sind völlig absurde Vorstellungen von Leuten, die sich mit der lokalen Realität nicht auskennen. Nur Stärke kann Israel vor der Vernichtung bewahren.

    Der Friedensnobelpreisträger Shimon Peres hat 1996 persönlich den Befehl gegeben, die "Operation Grapes of Wrath" auszuführen. Bei diesem Angriff auf Libanon, um einen einzigen Fall zu nennen, wurden fast 100 Zivilisten, überwiegend Kinder und Frauen, die Schutz in einer UN-Lager in Cana gesucht hatten, von israelischen Bomben getötet. Er hatte damit einen UN-Lager voller Flüchtlinge bombardieren lassen. Er ist also kein bisschen vernünftiger als Benjamin Netanjahu oder andere bisherige israelische Premieren. Daher konnte er meiner Meinung nach, nichts machen, um Frieden zu schaffen.

    Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen und diskutieren Sie differenziert. Danke, die Redaktion/fk.

    Die Palästinenser und ihre Vorfahren leben in dieser Region seit tausenden von Jahren. Sie sind Araber und Muslimen. Sie sind weder jüdisch noch möchten sie dem Staat Israel gehören, der vor 60 Jahren überwiegend von Emmigranten aus Europa und Russland gegründet wurde. Daher haben Sie meines Erachtens ein Recht, in ihrem eigenen Land einen eigenen Staat zu gründen.
    Was gibt Isreal (und Ihnen) das Recht, überhaupt irgendetwas von ihnen "einzufordern"?

    Weder Ägypten noch der Libanon, weder die Hamas, die Fatah oder die Hizbolah werden ernsthaft mit Israel verhandeln. Die Vernichtung Israels steht unter Artikel 7 der Hamas-Charta. Sie ist seit vielen Jahren Kindergartenerziehung in den palästinensischen Gebieten. Kinder werden im Gaza-TV gelobt, wenn sie geloben, Israel zu vernichten. Israel wird in der Region niemals toleriert werden. Derartige Gedankenspiele sind völlig absurde Vorstellungen von Leuten, die sich mit der lokalen Realität nicht auskennen. Nur Stärke kann Israel vor der Vernichtung bewahren.

  4. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se

    14 Leser-Empfehlungen
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    Israel hätte Militärisch Null Komma Null Chancen gegen Ägypten, Türkei, eventuell Iran und Co. Dafür sind sie viel zu abhängig von USA, die genug Probleme mit sich selbst haben. Schon 2006 erlitt Israel eine vernichtende Niederlage, als sie im Libanon feige und menschenunwürdige Luftangriffe auf Zivilisten flog. Der Gewinner damals hieß Hizbollah, das sagt schon alles. Die Türkei und Agypten sind schon ein anderes Kaliber als die hilfslosen Gaza Bewohner!

    Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke, die Redaktion/fk.

    Entfernt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/se

    Israel hätte Militärisch Null Komma Null Chancen gegen Ägypten, Türkei, eventuell Iran und Co. Dafür sind sie viel zu abhängig von USA, die genug Probleme mit sich selbst haben. Schon 2006 erlitt Israel eine vernichtende Niederlage, als sie im Libanon feige und menschenunwürdige Luftangriffe auf Zivilisten flog. Der Gewinner damals hieß Hizbollah, das sagt schon alles. Die Türkei und Agypten sind schon ein anderes Kaliber als die hilfslosen Gaza Bewohner!

    Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke, die Redaktion/fk.

    Entfernt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/se

    • Zadek
    • 14.09.2011 um 18:15 Uhr

    Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um sachliche und differenzierte Beiträge. Danke. Die Redaktion/sc

    3 Leser-Empfehlungen
    • rugero
    • 14.09.2011 um 18:21 Uhr

    Es ist für Israel sicher schwer zu begreifen, daß die Zeit der Narrenfreiheit vorbei ist. 60 Jahre lang wurde absolut jede Entscheidung von Washington abgenickt, verteidigt und finanziert. Ein Staat, der sich wie ein ungezogenes Kind verhielt und sicher durch Vaters Rückendeckung sicher sein konnte. Auf Dauer geht das nicht.
    Die USA haben mit sich selber genug zu tun und sind finanziell am Ende und der gesamte Nahe Osten verändert sich dramatisch.

    Es gibt ein Völkerrecht und Menschenrechte. Je eher sich Israel in den Kreis der Nationen einreiht, die diese Rechte achten, desto eher wird auch Israel in Frieden mit den Nachbarn leben können und die Sicherheit haben, die es braucht.

    Nach einem Ende der ewigen Kriegsspiele bleibt dann genügend Raum, um sich den starken sozialen Herausforderungen im Inneren zu stellen und eine Wirtschaft aufzubauen, die alle besser ernährt und sozial absichert.

    12 Leser-Empfehlungen
  5. Der Wind, welcher Israel aus den Ländern des Nahen Ostens ins Gesicht bläst, kann auf unterschiedliche Arten und Weisen interpretiert werden:

    Entweder ist es der aggressive Judenhass als Teil eines Volkszorns, der von Extremisten hochgeputscht und von einigen Politikern schamlos ausgenutzt wird, oder

    [...]

    Tatsache ist: Israel hat den "Arabischen Frühling" nicht eingeplant, vielmehr auf die trügerische Stabilität eines Status quo gesetzt, in dem es alle Trümpfe in der Hand hatte. Durch die zunehmende Isolation wird alles auf einen einzigen Trumpf herunterkochen: die militärische Hegemonie, inkl. des Besitzes von Atomwaffen.

    Bitte verzichten Sie auf diskriminierende Äußerungen. Danke, die Redaktion/fk.

    4 Leser-Empfehlungen
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    Der entfernte Teil stellte nicht meine Ansicht, sondern eine Wiedergabe von Ressentiments, die man halt zu dem Thema findet. Ich habe nicht behauptet, sie stimmen, sondern sie als einen der extremen Standpunkte innerhalb der Diskussion erwähnen wollen.

    Diese extremen Pole der Diskussion waren Teil meiner Argumentation. Die Empfindlichkeit geht da eindeutig zu weit.

    Die Streichung der Redaktion beschäftigt mich; insbesondere, weil ich nicht ganz verstehen kann, was an der gestrichenen Stelle "diskriminierend" gewesen sein soll.

    Gestellt war ein extremer Teil der Wahrnehmung der Geschehnisse, die diese als Reaktion auf die Politik Israels gegenüber den Palästinensern und den Nachbarstaaten wahrnimmt. Charakterisiert habe ich diese Wahrnehmung der derzeitigen Probleme Israels in der Außenpolitik als "backlash".

    Warum dies "diskriminierend" sein sollte - selbst wenn man mit dieser Meinung übereinstimmen sollte - erschliesst sich mir nicht.

    Der entfernte Teil stellte nicht meine Ansicht, sondern eine Wiedergabe von Ressentiments, die man halt zu dem Thema findet. Ich habe nicht behauptet, sie stimmen, sondern sie als einen der extremen Standpunkte innerhalb der Diskussion erwähnen wollen.

    Diese extremen Pole der Diskussion waren Teil meiner Argumentation. Die Empfindlichkeit geht da eindeutig zu weit.

    Die Streichung der Redaktion beschäftigt mich; insbesondere, weil ich nicht ganz verstehen kann, was an der gestrichenen Stelle "diskriminierend" gewesen sein soll.

    Gestellt war ein extremer Teil der Wahrnehmung der Geschehnisse, die diese als Reaktion auf die Politik Israels gegenüber den Palästinensern und den Nachbarstaaten wahrnimmt. Charakterisiert habe ich diese Wahrnehmung der derzeitigen Probleme Israels in der Außenpolitik als "backlash".

    Warum dies "diskriminierend" sein sollte - selbst wenn man mit dieser Meinung übereinstimmen sollte - erschliesst sich mir nicht.

    • Harzer
    • 14.09.2011 um 18:32 Uhr

    Das läßt sich ganz einfach mit einem Sprichwort erklären.
    Dieses gilt für alle, auch für Israel:

    "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück."

    14 Leser-Empfehlungen
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    weil die Völker der Welt 1948 der Meinung waren, dass ein Volk, dass zur Hälfte auf bestialische Weise ermordet worden war, ein keines Stückchen Land in einem dünn besiedelten Streifen Wüste verdient hätte. Deshalb ermöglichte die UNO die Staatsgründung Israels. Am Tage seine Gründung wurden die Überlebenden der Shoa von den umliegenden Staaten angegriffen. Seit dieser Zeit versucht man Israel zu vernichten. Die Araber müssen sich damit abfinden, dass es Israel gibt. Sie müssen aufhören, Bomben in das Land zu tragen und Raketen darauf abzuschießen. Die Araber sind selbst Eroberer und stammen - man staune - aus Arabien. Palästina ist ein griechisches Wort. Israel bedeckt 1 Prozent der heute arabisch dominierten Fläche. Die Muslime haben kein erstrangiges Heiligtum auf dem Gebiet Israels.

    weil die Völker der Welt 1948 der Meinung waren, dass ein Volk, dass zur Hälfte auf bestialische Weise ermordet worden war, ein keines Stückchen Land in einem dünn besiedelten Streifen Wüste verdient hätte. Deshalb ermöglichte die UNO die Staatsgründung Israels. Am Tage seine Gründung wurden die Überlebenden der Shoa von den umliegenden Staaten angegriffen. Seit dieser Zeit versucht man Israel zu vernichten. Die Araber müssen sich damit abfinden, dass es Israel gibt. Sie müssen aufhören, Bomben in das Land zu tragen und Raketen darauf abzuschießen. Die Araber sind selbst Eroberer und stammen - man staune - aus Arabien. Palästina ist ein griechisches Wort. Israel bedeckt 1 Prozent der heute arabisch dominierten Fläche. Die Muslime haben kein erstrangiges Heiligtum auf dem Gebiet Israels.

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