AfghanistanTaliban greifen Diplomatenviertel von Kabul an

Kämpfer der Taliban haben das Zentrum Kabuls attackiert, dort befindet sich die US-Botschaft. Die afghanische Polizei erschoss einen mutmaßlichen Attentäter.

Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben das Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. In der Nähe des Hauptquartiers der Internationalen Schutztruppe Isaf und der US-Botschaft lieferten sich Taliban Schusswechsel mit Sicherheitskräften, berichteten Polizei und Augenzeugen. Es habe heftige Explosionen gegeben. Es gibt noch keine Angaben zu möglichen Opfern.

Mindestens fünf bewaffnete Angreifer hätten sich in einem im Bau befindlichen Hochhaus am Abdul-Haq-Platz nahe der amerikanischen Botschaft verschanzt, sagte der Chef der Kabuler Kriminalpolizei, Mohammad Sahir. Ein Isaf-Sprecher erklärte, die Sicherheitskräfte würden "angemessen" auf den Angriff reagieren. Polizisten sperrten das Gebiet weiträumig ab. 

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Afghanische Sicherheitskräfte erschossen nach Angaben des Polizeichefs einen mutmaßlichen Selbstmordattentäter, der versucht hatte, in das Hauptquartier der Grenzpolizei einzudringen. Zwei weitere mutmaßliche Extremisten seien unweit des Parlaments sowie auf der Straße zum Internationalen Flughafen getötet worden. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid bekannte sich zu dem Angriff. 

Kämpfer hätten mehrere Regierungsgebäude, Einrichtungen des Geheimdienstes sowie die US-Botschaft und weitere diplomatische Vertretungen angegriffen, sagte er. Angaben der Aufständischen gelten als wenig zuverlässig und haben sich oft als falsch herausgestellt.

Erst vor dreieinhalb Wochen hatte ein Selbstmordkommando der Taliban das britische Kulturinstitut in Kabul angegriffen und neun Menschen getötet, darunter zwei Ausländer.

 
Leserkommentare
  1. Das Ergebnis nach 10 Jahren !!!! Krieg - "Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt" ist nicht besonders beeindruckend.

    Peter Scholl-Latour sagte dieses Ergebnis vor 10 Jahren voraus.

    4 Leserempfehlungen
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    Die Verantwortlichen für die Attacken vom 11.September kamen aus Saudi Arabien nicht aus Afghanistan.

    "Former Democratic Senator Bob Graham on Monday called on the U.S. government to reopen its investigation into 9/11 after a report found that links between Saudi Arabia and the hijackers were never disclosed by the FBI to the 2002 joint Congressional intelligence committee investigating the attacks."
    http://www.rawstory.com/r...

    "A former FBI agent has accused the CIA of deliberately withholding photographs and information about two al-Qaeda operatives living in the United States before the Sept. 11 attacks. The agent, Ali Soufan, writes in a new book that the CIA rejected repeated FBI requests for information before 9/11 about possible al-Qaeda operatives. Then, hours after the World Trade Center was attacked, Soufan claims a CIA official in Yemen finally turned over the material that the FBI had requested months earlier. The CIA’s files included photographs of two of the hijackers who had been living in California. The CIA reportedly became aware of one of the hijackers, Nawaf al-Hazmi, a few days after he attended a secret planning meeting of al-Qaeda in Malaysia in January 2000."
    http://www.democracynow.o...

    Die Verantwortlichen für die Attacken vom 11.September kamen aus Saudi Arabien nicht aus Afghanistan.

    "Former Democratic Senator Bob Graham on Monday called on the U.S. government to reopen its investigation into 9/11 after a report found that links between Saudi Arabia and the hijackers were never disclosed by the FBI to the 2002 joint Congressional intelligence committee investigating the attacks."
    http://www.rawstory.com/r...

    "A former FBI agent has accused the CIA of deliberately withholding photographs and information about two al-Qaeda operatives living in the United States before the Sept. 11 attacks. The agent, Ali Soufan, writes in a new book that the CIA rejected repeated FBI requests for information before 9/11 about possible al-Qaeda operatives. Then, hours after the World Trade Center was attacked, Soufan claims a CIA official in Yemen finally turned over the material that the FBI had requested months earlier. The CIA’s files included photographs of two of the hijackers who had been living in California. The CIA reportedly became aware of one of the hijackers, Nawaf al-Hazmi, a few days after he attended a secret planning meeting of al-Qaeda in Malaysia in January 2000."
    http://www.democracynow.o...

  2. Die Verantwortlichen für die Attacken vom 11.September kamen aus Saudi Arabien nicht aus Afghanistan.

    "Former Democratic Senator Bob Graham on Monday called on the U.S. government to reopen its investigation into 9/11 after a report found that links between Saudi Arabia and the hijackers were never disclosed by the FBI to the 2002 joint Congressional intelligence committee investigating the attacks."
    http://www.rawstory.com/r...

    "A former FBI agent has accused the CIA of deliberately withholding photographs and information about two al-Qaeda operatives living in the United States before the Sept. 11 attacks. The agent, Ali Soufan, writes in a new book that the CIA rejected repeated FBI requests for information before 9/11 about possible al-Qaeda operatives. Then, hours after the World Trade Center was attacked, Soufan claims a CIA official in Yemen finally turned over the material that the FBI had requested months earlier. The CIA’s files included photographs of two of the hijackers who had been living in California. The CIA reportedly became aware of one of the hijackers, Nawaf al-Hazmi, a few days after he attended a secret planning meeting of al-Qaeda in Malaysia in January 2000."
    http://www.democracynow.o...

    Eine Leserempfehlung
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    Hätten die Taliban Binladen ausgeliefert wären sie noch ander Regierung.
    Dass sie es nicht taten hat sie als Verbündete der Alqaida ausgewiesen.
    Wo ist der Mullah Omar eigentlich versteckt ? Die mutigen Anführer, die Selbstmordattentäter vorschicken, die dumm genug sind an das Paradis zu glauben, sind ja nach Ihrer Ansicht bedauernswerte Opfer.

    Hätten die Taliban Binladen ausgeliefert wären sie noch ander Regierung.
    Dass sie es nicht taten hat sie als Verbündete der Alqaida ausgewiesen.
    Wo ist der Mullah Omar eigentlich versteckt ? Die mutigen Anführer, die Selbstmordattentäter vorschicken, die dumm genug sind an das Paradis zu glauben, sind ja nach Ihrer Ansicht bedauernswerte Opfer.

  3. ...die Amerikaner sollten vielleicht mal in ihren Akten unter "Tet-Offensive" nachschauen ( http://de.wikipedia.org/w... )

    • vril
    • 13.09.2011 um 16:21 Uhr

    Wenn ich mir die Entwicklung in Afghanistan / dem Kaukasus, Pakistan, Nordafrika, Jemen, der Türkei, dem Iran etc. und in der EU anschaue, wird mir ganz mulmig. Für mich hat der Kampf gegen den Westen, die westlichen Werte und Freiheiten schon ein Stadium erreicht, das wir kaum noch stoppen können, wenn wir nicht sofort Stärke zeigen und konsequent Grenzen setzen. Man könnte fast schon auf die Idee kommen, dass die wirtschaftlichen Turbolenzen auf den Märkten durch milliardenstarke Ölmultis mitverantwortet werden.

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    "Für mich hat der Kampf gegen den Westen, die westlichen Werte und Freiheiten schon ein Stadium erreicht..." Die Menschen dort kämpfen für Freiheit, so wie sie sie verstehen. Freiheit unter der Militärdiktatur der NATO wäre für mich auch keine erstrebenswerte Freiheit. Warum nehmen wir uns das Recht, anderen Völkern unsere Vorstellungen von Freiheit aufzudrängen? Dadurch dreht sich das Bild um. Nicht die westlichen Werte werden bekämpft, sondern der Westen bekämpft abweichende Werte, und zwar ziemlich brutal, rechnen Sie mal nach. Wäre es dem Westen mit seinen Idealen von Freiheit wirklich ernst, würde man auf Angriffskriege verzichten und auf die inhaltliche Wirkungskraft dieser Werte setzen.

    • grrzt
    • 13.09.2011 um 17:26 Uhr

    bin ich auch schon gekomemn, jedoch lese ich zur Zeit auch von Andreas Eschbach "Ausgebrannt" - Wenn ich davon ausgehe, dass jedes Geschehen in einem Zusammenhang mit anderen Ereignissen steht, so wird mir eins klar, die Zusammenhänge sind (zumindest mir) noch nicht klar und deutlich. Es wird schwer genug Verschwörungstheorien von "guten" Erklärungen zu unterscheiden. Ob ich mir von den Journalisten hierbei Hilfe erhoffen darf?

    "Für mich hat der Kampf gegen den Westen, die westlichen Werte und Freiheiten schon ein Stadium erreicht..." Die Menschen dort kämpfen für Freiheit, so wie sie sie verstehen. Freiheit unter der Militärdiktatur der NATO wäre für mich auch keine erstrebenswerte Freiheit. Warum nehmen wir uns das Recht, anderen Völkern unsere Vorstellungen von Freiheit aufzudrängen? Dadurch dreht sich das Bild um. Nicht die westlichen Werte werden bekämpft, sondern der Westen bekämpft abweichende Werte, und zwar ziemlich brutal, rechnen Sie mal nach. Wäre es dem Westen mit seinen Idealen von Freiheit wirklich ernst, würde man auf Angriffskriege verzichten und auf die inhaltliche Wirkungskraft dieser Werte setzen.

    • grrzt
    • 13.09.2011 um 17:26 Uhr

    bin ich auch schon gekomemn, jedoch lese ich zur Zeit auch von Andreas Eschbach "Ausgebrannt" - Wenn ich davon ausgehe, dass jedes Geschehen in einem Zusammenhang mit anderen Ereignissen steht, so wird mir eins klar, die Zusammenhänge sind (zumindest mir) noch nicht klar und deutlich. Es wird schwer genug Verschwörungstheorien von "guten" Erklärungen zu unterscheiden. Ob ich mir von den Journalisten hierbei Hilfe erhoffen darf?

    • imame
    • 13.09.2011 um 16:54 Uhr

    daß dieser Staat keine, vom Westen aufgedrückte, Reform und Erneuerung will. Wollen wir noch weitere 10 Jahre Blutvergießen in Afghanistan? Der Hass auf den Westen wird doch immer größer und unser Einfluß dort immer kleiner.

  4. Hätten die Taliban Binladen ausgeliefert wären sie noch ander Regierung.
    Dass sie es nicht taten hat sie als Verbündete der Alqaida ausgewiesen.
    Wo ist der Mullah Omar eigentlich versteckt ? Die mutigen Anführer, die Selbstmordattentäter vorschicken, die dumm genug sind an das Paradis zu glauben, sind ja nach Ihrer Ansicht bedauernswerte Opfer.

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    Hatten die Taliban Bin Laden in ihrer Gewalt? Gab es
    Beweise fuer die Drahtzieherschaft bin Ladens? Und wenn
    alle diese Bedingung zutraefen, darf man ein Land bombardieren, wenn es einem Auslieferungsantrag nicht
    nachkommt? Z. B. die Schweiz betreffend Polanski?

    Hatten die Taliban Bin Laden in ihrer Gewalt? Gab es
    Beweise fuer die Drahtzieherschaft bin Ladens? Und wenn
    alle diese Bedingung zutraefen, darf man ein Land bombardieren, wenn es einem Auslieferungsantrag nicht
    nachkommt? Z. B. die Schweiz betreffend Polanski?

  5. "Für mich hat der Kampf gegen den Westen, die westlichen Werte und Freiheiten schon ein Stadium erreicht..." Die Menschen dort kämpfen für Freiheit, so wie sie sie verstehen. Freiheit unter der Militärdiktatur der NATO wäre für mich auch keine erstrebenswerte Freiheit. Warum nehmen wir uns das Recht, anderen Völkern unsere Vorstellungen von Freiheit aufzudrängen? Dadurch dreht sich das Bild um. Nicht die westlichen Werte werden bekämpft, sondern der Westen bekämpft abweichende Werte, und zwar ziemlich brutal, rechnen Sie mal nach. Wäre es dem Westen mit seinen Idealen von Freiheit wirklich ernst, würde man auf Angriffskriege verzichten und auf die inhaltliche Wirkungskraft dieser Werte setzen.

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    • grrzt
    • 13.09.2011 um 17:45 Uhr

    [...] Dass der Westen abweichende Werte bekämpft, vielleicht ist das so, und manchmal ist das auch notwendig. Ihr Kommentar scheint mit jedoch unvollständig, solange Sie nicht deutlich machen, welche Werte der Westen in Afghansitan bekämpft. Unabhängig davon, dass "der Westen" (wer ist das eigentlich? Mir scheint, in derlei Kriegen ist der Westen durch den militärisch industriellen Komplex und nicht durch seine Werte vetreten) in Afghanistan nix zu suchen hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die afghanischen Jugendlichen ihrer Überzeugung von der individuellen Bedeutung westlicher Werte Ausdruck verleihen würden, - wenn man sie nur ließe.

    Teil entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    • grrzt
    • 13.09.2011 um 17:45 Uhr

    [...] Dass der Westen abweichende Werte bekämpft, vielleicht ist das so, und manchmal ist das auch notwendig. Ihr Kommentar scheint mit jedoch unvollständig, solange Sie nicht deutlich machen, welche Werte der Westen in Afghansitan bekämpft. Unabhängig davon, dass "der Westen" (wer ist das eigentlich? Mir scheint, in derlei Kriegen ist der Westen durch den militärisch industriellen Komplex und nicht durch seine Werte vetreten) in Afghanistan nix zu suchen hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die afghanischen Jugendlichen ihrer Überzeugung von der individuellen Bedeutung westlicher Werte Ausdruck verleihen würden, - wenn man sie nur ließe.

    Teil entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    • grrzt
    • 13.09.2011 um 17:26 Uhr

    bin ich auch schon gekomemn, jedoch lese ich zur Zeit auch von Andreas Eschbach "Ausgebrannt" - Wenn ich davon ausgehe, dass jedes Geschehen in einem Zusammenhang mit anderen Ereignissen steht, so wird mir eins klar, die Zusammenhänge sind (zumindest mir) noch nicht klar und deutlich. Es wird schwer genug Verschwörungstheorien von "guten" Erklärungen zu unterscheiden. Ob ich mir von den Journalisten hierbei Hilfe erhoffen darf?

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