Somalia Mindestens 65 Tote bei Anschlag in Mogadischu

Die Explosion einer Autobombe in der somalischen Hauptstadt hat vor allem Studenten getroffen. Zu dem Attentat bekannte sich die radikalislamische Miliz Al-Schabaab.

Bei einem Bombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 65 Menschen getötet worden. Einige Quellen sprechen von mehr als 70 Toten. Augenzeugen zufolge explodierte ein mit Sprengstoff beladener Lkw vor einem Regierungsgebäude. Rettungskräfte berichteten, dass außerdem etwa 50 Personen verletzt wurden.

Unter den Opfern sind viele Studenten, die dort gerade Schlange standen, um Prüfungen im Bildungsministerium für ein Türkei-Stipendium zu absolvieren, berichtete der britische TV-Sender BBC. Das Hauptgebäude des Regierungskomplexes sei durch die Explosion zerstört worden, andere Fahrzeuge in der Umgebung würden brennen. Auf der Straße lägen zahlreiche Leichen. Zahlreiche Retter waren im Einsatz, um Verletzte zu versorgen und Opfer aus den Trümmern zu bergen.

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Zu dem Anschlag bekannte sich die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz. Ein Sprecher der Miliz sagte, einer ihrer Kämpfer habe den Anschlag verübt, um Beamte der somalischen Übergangsregierung, Soldaten der Afrikanischen Union und "andere Informanten" in dem Gebäude zu töten.

In dem Land am Horn von Afrika, wo die Bevölkerung derzeit unter der schwersten Dürre seit 60 Jahren leidet, gibt es seit 20 Jahren keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die vom Westen unterstützte Übergangsregierung beherrscht bisher nur kleine Teile des seit dem Bürgerkrieg von 1991 zerrissenen Landes. Sie wird von Friedenstruppen der Afrikanischen Union unterstützt.

Die Al-Shabaab-Miliz kämpft seit 2007 gegen die schwache Übergangsregierung und für einen islamischen Gottesstaat am Horn von Afrika. Sie hat weite Teile des Südens und des Zentrums des Landes in ihrer Kontrolle. Dort behindern die Kämpfer nach Angaben der Uno die Hilfe für die Opfer der Hungerkatastrophe am Horn von Afrika, von der Somalia am schwersten betroffen ist.
 

 
Leser-Kommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf geschmacklose Kommentare. Danke. Die Redaktion/ag

  2. Das ist unglaublich, dass es in der heutigen Zeit möglich ist, dass Millionen Menschen an Hunger sterben und so vom Krieg geplagt sind und die Welt schaut zu!
    Leider besitzen Somalier kein Öl, sonst wäre unsere Weltpolizei längst zur Stelle...

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