Gilad Schalit Ein wenig Hoffnung für Nahost

Der Gefangenentausch löst nicht die angestauten Probleme im Nahen Osten. Aber er könnte Bewegung in die festgefahrene politische Situation bringen.

Der Austausch des von der Hamas verschleppten Gilad Schalit gegen 1.027 Palästinenser war von historischer Bedeutung. Wird er zur Befriedung der Region beitragen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Folgen des Deals.

Wer ist der politische "Gewinner" dieses Gefangenenaustauschs – die Israelis oder die Palästinenser?

Beide Seiten präsentieren sich als Gewinner – zu Recht. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat die jüdische Bevölkerung hinter sich geeint in einer Zeit, in der Sozialproteste die tiefen Risse, die durch die israelische Gesellschaft gehen, offenbaren. Das überragende Thema dieser Proteste sind die soziale Ungerechtigkeit und Entsolidarisierung in der israelischen Gesellschaft – mit der Rückkehr des jungen Soldaten sind diese Gräben wenigstens kurzzeitig überbrückt.

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Israelis verfolgen die Heimkehr des freigelassenen Soldaten Gilad Schalit am Fernseher.

Israelis verfolgen die Heimkehr des freigelassenen Soldaten Gilad Schalit am Fernseher.

Außerdem wird Netanjahu nun zumindest als der Politiker in die Geschichtsbücher eingehen, der Gilad Schalit heimgebracht hat. Den Vorwurf, er habe dafür Gefangene freigelassen, die "Blut an den Händen" hätten, scheint dagegen nur eine Minderheit zu erheben.

Auf palästinensischer Seite ist die islamistische Hamas der Sieger, weil sie geschafft hat, was Palästinenserpräsidenten mit Verhandlungen nicht geschafft haben: Mehr als 1.000 politische und "Sicherheitsgefangene" heimzuholen, unter denen sich knapp 300 Personen befinden, die in Israel zu lebenslanger Haft verurteilt waren. Allerdings musste Hamas große Abstriche machen: Die beiden Führungspersönlichkeiten Marwan Barghouti und Ahmed Saadat sind nicht unter den Freigelassenen. Außerdem dürfen Duzende freigelassener Palästinenser nicht in ihre Heimat zurückkehren.

Einer gegen 1.027 – was sagt diese Relation aus?

Diese Relation zeigt die Ungleichheit im Kräfteverhältnis zwischen Israel und den Palästinensern. Israel hielt etwa 6.000 Palästinenser in seinen Gefängnissen fest, von denen allerdings nur ein Teil an Anschlägen auf Zivilisten in Israel beteiligt war. Denn die israelische Armee kann in die Westbank und den Gaza-Streifen einrücken und Menschen festnehmen. In dem Abkommen zum Gefangenenaustausch soll sich Israel auf Druck der Hamas verpflichtet haben, die Freigelassenen nicht gleich wieder aus Gaza oder der Westbank gewaltsam zurückzuholen.

Die palästinensische Seite, in diesem Fall die Hamas, hatte einen einzigen israelischen "Gefangenen", den entführten Soldaten Schalit. Daher ist der Eindruck nicht falsch, dass ein Israeli mehr wert ist als ein Palästinenser – aber das ist nicht einfach eine Frage der moralischen Überlegenheit Israels, sondern auch ein Ergebnis des Ungleichgewichts der Kräfte in diesem Konflikt.

Ermuntert der Gefangenenaustausch die Hamas zu weiteren Entführungen?

Wahrscheinlich. Und das ist ja auch die Sorge israelischer Kritiker des Deals. Denn die Botschaft Israels lautet natürlich: Wenn ihr einen unserer Soldaten in eurer Gewalt habt, sind wir bereit, ziemlich weit auf eure Forderungen einzugehen. Bei friedlichen Verhandlungen ist das nicht der Fall – so empfinden das viele Palästinenser, die sich gut erinnern, wie Präsident Jassir Arafat nach der Unterzeichnung des Wye River Abkommens 1998 ausgetrickst worden war. Um daheim Rückhalt für seine Politik des Ausgleichs zu gewinnen, hatte Arafat durchgesetzt, dass 750 politische Gefangene freigelassen werden. Die palästinensische Seite ging davon aus, dass dies "Sicherheitsgefangene" sein würden. Doch stattdessen ließ Israel hauptsächlich Autodiebe, Vergewaltiger, Verurteilte wegen illegalen Aufenthalts in Israel und andere einfache Kriminelle frei.

Der Palästinenser Haled Muhasen (oben) feiert mit Freunden und Verwandten in Ost-Jerusalem seine Freilassung aus israelischer Haft.

Der Palästinenser Haled Muhasen (oben) feiert mit Freunden und Verwandten in Ost-Jerusalem seine Freilassung aus israelischer Haft.

Allerdings wird sich die Hamas eine erneute Entführung – wenn sich denn dafür die Gelegenheit ergäbe – gut überlegen. Denn der Preis für die Entführung Schalits war für die Bewohner des Gaza-Streifens extrem hoch: Hunderte sind bei anschließenden israelischen Angriffen getötet worden und die jahrelange fast hermetische Abriegelung Gazas wurde auch mit der Entführung Schalits begründet.

Wird nun die Blockade des Gazastreifens gelockert?

Das ist die entscheidende Frage. Nach Angaben von Hamas war das Ende der Blockade, die bis jetzt den Wiederaufbau nach dem Gaza-Feldzug von 2009 verhindert hat, implizit Teil des Abkommens über den Gefangenenaustausch. Mahmud Zahar, einer der Hamas-Führer in Gaza, sagte der israelischen Tageszeitung Ha`aretz, Israel habe dem vor langer Zeit in Gesprächen mit Gerhard Konrad, dem deutschen Unterhändler vom Bundesnachrichtendienst, zugestimmt und dies sei noch immer Teil des Abkommens.

Von offizieller israelischer Seite ist zu hören, dass über eine weitere Lockerung der Blockade nachgedacht werde, wenn keine weiteren Angriffe auf Israel vom Gazastreifen ausgingen. Der israelische Abgeordnete der Kadima-Partei, Nacham Shai, forderte bereits, die Beziehungen zur Hamas, die den Gazastreifen regiert, nach diesem Deal zu überdenken. "Die Blockade Gazas war diktiert durch Gilads Entführung und Gefangenschaft", sagte Shai der Tageszeitung Ha`aretz.

Was bedeutet diese Aktion für den erhofften Friedensprozess im Nahen Osten?

Obwohl weltweit alle Politiker die Hoffnung aussprechen, dies möge neue Friedensverhandlungen beflügeln, gibt es dafür bisher kein Indiz. Denn es ist nicht die Hamas, die auf palästinensischer Seite die Verhandlungen führt, sondern der PLO-Vorsitzende Mahmud Abbas – der aber nicht in den Deal involviert war.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat in seiner Rede weiterhin Härte gegen den "Terrorismus" angekündigt. In der Ansprache war kein versöhnliches Wort zu finden. In Israel wird zudem darüber spekuliert, ob die Genehmigung zum Bau weiterer Siedlungen auf palästinensischem Land pünktlich zum Gefangenaustausch ein Zugeständnis an Kritiker des Deals war. Das Haupthindernis für die Aufnahme von Friedensverhandlungen ist aber genau der andauernde Siedlungsbau. Versöhnliche Worte hingegen kamen von dem freigelassenen Gilad Schalit. Er sprach in seinem ersten Interview die Hoffnung aus, dass auch die restlichen palästinensischen Gefangenen freikommen und der jetzige Austausch zu Frieden zwischen beiden Völkern führen werde.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
  1. warum in israelischen Gefaengnissen so viele Araber einsitzen ist, dass die Araber ihre Verbrecher nicht selbst wegsperren. Wuerde die arabische Polizei im Westjordanland selbst die Terroristen einsperren, dann muesste Israel das nicht tun.

    Aber natuerlich tun sie es nicht, weil es ja in ihrem Interesse liegt, dass diese Terroristen frei sind.

    Israel hingegen sperrt seine Kriminellen selbst ein. Es sitzen in israelischen Gefaengnissen auch Israelis, die geplant hatten Araber umzubringen.

    Warum sollten die auch von der Hamas eingesperrt werden.

    Es ist also voellig absurd den gekidnappten Shalit mit gefangenen Terroristen zu vergleichen. Wie kann sowas hier ernsthaft geschrieben werden???

    Das hat auch nichts mit dem Kraefteverhaeltnis zu tun, das hiesse ja, dass irgendein Recht bestand Gilad zu entfuehren.

    Die Terroristen in Israelischen Gefaengnissen muessen uebrigens nicht alle unmittelbar Juden auf dem Gewissen haben, es reicht ja aus andere Straftaten gegen Israel begangen zu haben. Diese Verbrecher sind legitim inhaftiert. Wer das bestreitet, sollte mal ein Gegenbeispiel bringen.

    Journalismus bedeutet auch Recherche und nicht lediglich das zu schreiben, was ohnehin schon jeder weiss. Wie Leser wollen ja auch mal was lernen und nicht immer gezwungen sein, hier selbst die Dinge klar zu stellen.

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    Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen Umgangston. Die Redaktion/mak

    ist leicht widerlegbar:
    "Diese Verbrecher sind legitim inhaftiert. Wer das bestreitet, sollte mal ein Gegenbeispiel bringen."

    nichts einfacher als das:
    "In den von Israel besetzten Gebieten (seit 2005 nur mehr Westjordanland) richten eigene Militärgerichte über Palästinenser nach den speziellen 1.500 Militärverordnungen. Obwohl in diesen Gebieten nur Militärrecht gilt, werden die Militärgerichte nur für Palästinenser eingesetzt. Israelische Siedler, die im selben Gebiet wohnen, kommen immer vor ein ziviles Gericht (meist Bezirksgericht Jerusalem). Ebenso Ausländer und wichtige internationales Aufsehen erregende Fälle [...] weil Militärgerichte abseits der Öffentlichkeit verhandeln. Dieses Vorgehen ist problematisch, da die 4. Genfer Konvention Prozesse außerhalb der besetzten Gebiete verbietet.
    [...]
    Festgenommene können 12 Tage festgehalten werden, ohne über den Grund dafür informiert zu werden. Sie dürfen bis zu 180 Tage lang verhört werden und müssen erst nach 90 Tagen einen Anwalt bekommen. Die Miltärgerichte können auch ohne Urteil oder Anklage eine administartive Haft von ein bis 6 Monaten verhängen und immer wieder verlängern. In einem Fall waren es über 8 Jahre. Den Gerichten ist es auch möglich, eine Haftstrafe noch nachträglich zu verlängern. Während der Angeklagte gegen ein Militärurteil keine Berufungsmöglichkeit hat, kann der Militärstaatsanwalt eine höhere Strafe verlangen.
    "
    http://de.wikipedia.org/w...

    "Die Terroristen in Israelischen Gefaengnissen muessen uebrigens nicht alle unmittelbar Juden auf dem Gewissen haben, es reicht ja aus andere Straftaten gegen Israel begangen zu haben.
    Man könnte auch einfach ehrlich sagen: Von den Gefangenen haben zwar nur die wenigsten Menschen umgebracht - aber irgendetwas haben diese Gefangenen offensichtlich getan, was Israel aus irgend einem Grund gegen den Strich ging. Also Terroristen!

    Terroristen wie der Bauer Ibrahim Amireh z.B., der - wie 160 andere Bewohner seines Dorfes - doch glatt so dreist war zu seiner Existenzgrundlage, seinen Olivenbäumen, laufen zu wollen. Ein Zeichen immenser krimineller Energie, schliesslich hat Israel die Olivenhaine des Dorfes einfach mal zu militärischem Sperrgebiet erklärt und den Bauern mal eben so ihre einzigen Existenzgrundlage entzogen. Klar, dass Israel Amireh deswegen festnehmen, und in unterirdischen Militärgefängnissen schlagen und foltern musste! (Was nach israelischem Recht und somit vermutlich auch nach ihrer Definition "legitim inhaftiert" bedeutet).

    Aber seid deswegen nicht traurig, liebe Palästinenser: Wenn jüdische Siedler das nächste Mal mit einer Entscheidung der israelischen Regierung nicht zufrieden sind, dann könnt ihr eure Olivenbäume vermutlich wenigstens mal richtig schön brennen sehen. Mit einer hohen Chance auf Wiederholung des Spektakels, denn dass Brandstifter-Siedler festgenommen oder gar verurteilt werden, kommt in der Praxis quasi nicht vor.

    Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen Umgangston. Die Redaktion/mak

    ist leicht widerlegbar:
    "Diese Verbrecher sind legitim inhaftiert. Wer das bestreitet, sollte mal ein Gegenbeispiel bringen."

    nichts einfacher als das:
    "In den von Israel besetzten Gebieten (seit 2005 nur mehr Westjordanland) richten eigene Militärgerichte über Palästinenser nach den speziellen 1.500 Militärverordnungen. Obwohl in diesen Gebieten nur Militärrecht gilt, werden die Militärgerichte nur für Palästinenser eingesetzt. Israelische Siedler, die im selben Gebiet wohnen, kommen immer vor ein ziviles Gericht (meist Bezirksgericht Jerusalem). Ebenso Ausländer und wichtige internationales Aufsehen erregende Fälle [...] weil Militärgerichte abseits der Öffentlichkeit verhandeln. Dieses Vorgehen ist problematisch, da die 4. Genfer Konvention Prozesse außerhalb der besetzten Gebiete verbietet.
    [...]
    Festgenommene können 12 Tage festgehalten werden, ohne über den Grund dafür informiert zu werden. Sie dürfen bis zu 180 Tage lang verhört werden und müssen erst nach 90 Tagen einen Anwalt bekommen. Die Miltärgerichte können auch ohne Urteil oder Anklage eine administartive Haft von ein bis 6 Monaten verhängen und immer wieder verlängern. In einem Fall waren es über 8 Jahre. Den Gerichten ist es auch möglich, eine Haftstrafe noch nachträglich zu verlängern. Während der Angeklagte gegen ein Militärurteil keine Berufungsmöglichkeit hat, kann der Militärstaatsanwalt eine höhere Strafe verlangen.
    "
    http://de.wikipedia.org/w...

    "Die Terroristen in Israelischen Gefaengnissen muessen uebrigens nicht alle unmittelbar Juden auf dem Gewissen haben, es reicht ja aus andere Straftaten gegen Israel begangen zu haben.
    Man könnte auch einfach ehrlich sagen: Von den Gefangenen haben zwar nur die wenigsten Menschen umgebracht - aber irgendetwas haben diese Gefangenen offensichtlich getan, was Israel aus irgend einem Grund gegen den Strich ging. Also Terroristen!

    Terroristen wie der Bauer Ibrahim Amireh z.B., der - wie 160 andere Bewohner seines Dorfes - doch glatt so dreist war zu seiner Existenzgrundlage, seinen Olivenbäumen, laufen zu wollen. Ein Zeichen immenser krimineller Energie, schliesslich hat Israel die Olivenhaine des Dorfes einfach mal zu militärischem Sperrgebiet erklärt und den Bauern mal eben so ihre einzigen Existenzgrundlage entzogen. Klar, dass Israel Amireh deswegen festnehmen, und in unterirdischen Militärgefängnissen schlagen und foltern musste! (Was nach israelischem Recht und somit vermutlich auch nach ihrer Definition "legitim inhaftiert" bedeutet).

    Aber seid deswegen nicht traurig, liebe Palästinenser: Wenn jüdische Siedler das nächste Mal mit einer Entscheidung der israelischen Regierung nicht zufrieden sind, dann könnt ihr eure Olivenbäume vermutlich wenigstens mal richtig schön brennen sehen. Mit einer hohen Chance auf Wiederholung des Spektakels, denn dass Brandstifter-Siedler festgenommen oder gar verurteilt werden, kommt in der Praxis quasi nicht vor.

  2. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und beteiligen Sie sich konstruktiv an der Diskussion. Danke, die Redaktion/mk

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    zu erwaehnen, dass das Shalit Interview in Aegypten erzwungen war. Das ist ein Fakt. Es kann in der israelischen Presse jedweder Richtung nachgelesen werden.

    Daher verstehe ich nicht, was mit Unterstellung gemeint ist.

    Weiterhin ist es unprofessionell, die von Shalit gemachten Aeusserungen in einem solchen Interview dem Leser hier als seine Aussagen zu verkaufen ohne zu erwaehnen in welcher Situation er sie gemacht hat.

    Das ist eine klare Kritik an dem Artikel und daher wohl auch wohl plaziert in den Kommentaren.

    zu erwaehnen, dass das Shalit Interview in Aegypten erzwungen war. Das ist ein Fakt. Es kann in der israelischen Presse jedweder Richtung nachgelesen werden.

    Daher verstehe ich nicht, was mit Unterstellung gemeint ist.

    Weiterhin ist es unprofessionell, die von Shalit gemachten Aeusserungen in einem solchen Interview dem Leser hier als seine Aussagen zu verkaufen ohne zu erwaehnen in welcher Situation er sie gemacht hat.

    Das ist eine klare Kritik an dem Artikel und daher wohl auch wohl plaziert in den Kommentaren.

    • Fifty4
    • 19.10.2011 um 17:27 Uhr

    "Aber er könnte Bewegung in die festgefahrene politische Situation bringen."

    Träumen Sie weiter!

    Gar nichts wird daraufhin passieren!

    Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

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    • Fifty4
    • 20.10.2011 um 20:09 Uhr

    Nur Ihnen zu liebe habe den Kommentar geschrieben. Kurz, prägnant, sachlich.

    Ich sehe, Sie habe verstanden.

    • Fifty4
    • 20.10.2011 um 20:09 Uhr

    Nur Ihnen zu liebe habe den Kommentar geschrieben. Kurz, prägnant, sachlich.

    Ich sehe, Sie habe verstanden.

  3. Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen Umgangston. Die Redaktion/mak

    Antwort auf "Der feine Unterschied,"
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    Shalit wurde nicht im Gazastreifen entführt.

    Das sind also die Dinger mit denen die immer so aufgeregt in die Luft schießen.

    1. Gilad Shalit wurde -laut israelischer lesart- am und nicht im gazastreifen entführt.
    http://de.wikipedia.org/w...
    für details bezüglich der grenzziehung beachten sie bitte den kommentar der geschätzten mitforistin "Räubertochter".

    2. "Die Palästinensische Autonomiebehörde unterhält Polizeikräfte im Umfang von etwa 40.000 bis 80.000 Mann, die über gepanzerte Fahrzeuge verfügen und automatische Waffen tragen. Seitens des Auswärtigen Amts wird die palästinensische Zivilpolizei seit 2008 unter Anderem mit neuen Einsatzfahrzeugen unterstützt."
    http://de.wikipedia.org/w...

    Routinedienst am Gazastreifen. http://de.wikipedia.org/w...

    Bei dem Übergriff und Entführung von Schalit, sind 2 isra. Soldaten umgekommen. An sie denkt leider niemand mehr.

    „Witzig“ ist vor allem die Angewohnheit vollkommen falsche Informationen mit einer Selbstsicherheit vorzutragen, als ob es anerkannte Tatsachen sind.

    Erstens ist die Polizei in der Westbank durchaus bewaffnet, zur Standartbewaffnung zählen neben der Pistole im normalen Dienst automatische Gewehre und in der Regel gepanzerte Fahrzeuge. Also frage ich mich, wie alt die Informationsquelle ist, aus der Sie Ihre Informationen haben.

    Zweitens war Gilad Shalit nicht im Gazastreifen unterwegs sondern wurde am 25. Juni 2006 in Israel von einem Militärposten entführt und über die Demarkationslinie verschleppt.

    Also auf wen beziehen Sie ahnungslos?

    Shalit wurde nicht im Gazastreifen entführt.

    Das sind also die Dinger mit denen die immer so aufgeregt in die Luft schießen.

    1. Gilad Shalit wurde -laut israelischer lesart- am und nicht im gazastreifen entführt.
    http://de.wikipedia.org/w...
    für details bezüglich der grenzziehung beachten sie bitte den kommentar der geschätzten mitforistin "Räubertochter".

    2. "Die Palästinensische Autonomiebehörde unterhält Polizeikräfte im Umfang von etwa 40.000 bis 80.000 Mann, die über gepanzerte Fahrzeuge verfügen und automatische Waffen tragen. Seitens des Auswärtigen Amts wird die palästinensische Zivilpolizei seit 2008 unter Anderem mit neuen Einsatzfahrzeugen unterstützt."
    http://de.wikipedia.org/w...

    Routinedienst am Gazastreifen. http://de.wikipedia.org/w...

    Bei dem Übergriff und Entführung von Schalit, sind 2 isra. Soldaten umgekommen. An sie denkt leider niemand mehr.

    „Witzig“ ist vor allem die Angewohnheit vollkommen falsche Informationen mit einer Selbstsicherheit vorzutragen, als ob es anerkannte Tatsachen sind.

    Erstens ist die Polizei in der Westbank durchaus bewaffnet, zur Standartbewaffnung zählen neben der Pistole im normalen Dienst automatische Gewehre und in der Regel gepanzerte Fahrzeuge. Also frage ich mich, wie alt die Informationsquelle ist, aus der Sie Ihre Informationen haben.

    Zweitens war Gilad Shalit nicht im Gazastreifen unterwegs sondern wurde am 25. Juni 2006 in Israel von einem Militärposten entführt und über die Demarkationslinie verschleppt.

    Also auf wen beziehen Sie ahnungslos?

  4. Shalit wurde nicht im Gazastreifen entführt.

    Antwort auf "Bpolzei"
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    ein Großteil der Israelischen Sperranlagen verläuft innerhalb des Gebietes Gazas.

    Insofern wurde er mit Sicherheit jenseits der Sperranlagen entführt. Was aber nicht notwendiger Weise bedeutet, dass Schalit auf Israelischem Gebiet entführt wurde.

    Wenn Sie hier mal den Gaza Streifen ranzoomen und die grüne Linie und dazu den Verlauf der Sperranlagen betrachten müsste es Ihnen deutlich werden. Und gerade bei Kerem Shalom (in deren Nähe Schalit entführt wurde) reichen Israels Sperranlage und der Grenzübergang recht weit in Palästinensisches Gebiet.

    http://peacenow.org/map.php

    http://de.wikipedia.org/w...

    Also ist die Frage: Hinter der Grenze auf israelischem Gebiet oder hinter dem Sperrzaun auf palästinensischem Gebiet?

    ein Großteil der Israelischen Sperranlagen verläuft innerhalb des Gebietes Gazas.

    Insofern wurde er mit Sicherheit jenseits der Sperranlagen entführt. Was aber nicht notwendiger Weise bedeutet, dass Schalit auf Israelischem Gebiet entführt wurde.

    Wenn Sie hier mal den Gaza Streifen ranzoomen und die grüne Linie und dazu den Verlauf der Sperranlagen betrachten müsste es Ihnen deutlich werden. Und gerade bei Kerem Shalom (in deren Nähe Schalit entführt wurde) reichen Israels Sperranlage und der Grenzübergang recht weit in Palästinensisches Gebiet.

    http://peacenow.org/map.php

    http://de.wikipedia.org/w...

    Also ist die Frage: Hinter der Grenze auf israelischem Gebiet oder hinter dem Sperrzaun auf palästinensischem Gebiet?

  5. Das sind also die Dinger mit denen die immer so aufgeregt in die Luft schießen.

    Antwort auf "Bpolzei"
  6. ein Großteil der Israelischen Sperranlagen verläuft innerhalb des Gebietes Gazas.

    Insofern wurde er mit Sicherheit jenseits der Sperranlagen entführt. Was aber nicht notwendiger Weise bedeutet, dass Schalit auf Israelischem Gebiet entführt wurde.

    Wenn Sie hier mal den Gaza Streifen ranzoomen und die grüne Linie und dazu den Verlauf der Sperranlagen betrachten müsste es Ihnen deutlich werden. Und gerade bei Kerem Shalom (in deren Nähe Schalit entführt wurde) reichen Israels Sperranlage und der Grenzübergang recht weit in Palästinensisches Gebiet.

    http://peacenow.org/map.php

    http://de.wikipedia.org/w...

    Also ist die Frage: Hinter der Grenze auf israelischem Gebiet oder hinter dem Sperrzaun auf palästinensischem Gebiet?

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    sondern eine Grenze die Israelische civilisten verteidigt!!

    sondern eine Grenze die Israelische civilisten verteidigt!!

  7. ist leicht widerlegbar:
    "Diese Verbrecher sind legitim inhaftiert. Wer das bestreitet, sollte mal ein Gegenbeispiel bringen."

    nichts einfacher als das:
    "In den von Israel besetzten Gebieten (seit 2005 nur mehr Westjordanland) richten eigene Militärgerichte über Palästinenser nach den speziellen 1.500 Militärverordnungen. Obwohl in diesen Gebieten nur Militärrecht gilt, werden die Militärgerichte nur für Palästinenser eingesetzt. Israelische Siedler, die im selben Gebiet wohnen, kommen immer vor ein ziviles Gericht (meist Bezirksgericht Jerusalem). Ebenso Ausländer und wichtige internationales Aufsehen erregende Fälle [...] weil Militärgerichte abseits der Öffentlichkeit verhandeln. Dieses Vorgehen ist problematisch, da die 4. Genfer Konvention Prozesse außerhalb der besetzten Gebiete verbietet.
    [...]
    Festgenommene können 12 Tage festgehalten werden, ohne über den Grund dafür informiert zu werden. Sie dürfen bis zu 180 Tage lang verhört werden und müssen erst nach 90 Tagen einen Anwalt bekommen. Die Miltärgerichte können auch ohne Urteil oder Anklage eine administartive Haft von ein bis 6 Monaten verhängen und immer wieder verlängern. In einem Fall waren es über 8 Jahre. Den Gerichten ist es auch möglich, eine Haftstrafe noch nachträglich zu verlängern. Während der Angeklagte gegen ein Militärurteil keine Berufungsmöglichkeit hat, kann der Militärstaatsanwalt eine höhere Strafe verlangen.
    "
    http://de.wikipedia.org/w...

    Antwort auf "Der feine Unterschied,"

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