Militäroffensive Kenianische Armee greift Al-Shabaab-Miliz in Somalia an
Kenias Militär ist in Somalia einmarschiert und soll bereits einen Ort eingenommen haben. Anlass der Offensive ist die Entführung von Europäerinnen durch Islamisten.
© Tony Karumba/AFP/Getty Images

Kenianische Sicherheitskräfte nahe der Stadt Liboi an der Grenze zu Somalia
Im Kampf gegen die islamistische Miliz al-Shabaab sind kenianische Truppen weiter ins Nachbarland Somalia vorgestoßen. Sie hätten bereits die Stadt Afmadow erreicht, meldeten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Augenzeugen. Unterstützt von Luftangriffen kenianischer Flugzeuge bewegten sich die Soldaten zudem auf die 45 Kilometer von der kenianischen Grenze entfernte Ortschaft Qoqani zu.
Qoqani gilt als Basis der Al-Shabaab-Miliz, die von Kenia für die Entführung mehrerer Europäerinnen und Angriffe auf kenianischem Gebiet verantwortlich gemacht wird. "Unterstützt von Panzern und anderen Militärfahrzeugen haben die kenianischen Truppen bei Qoqani Stellung bezogen", sagte ein Vertreter eines Nachbardorfs, Saleban Mohamed. 32 Lastwagen und Panzer hätten Hunderte Soldaten in die Region gebracht. Die kenianischen Soldaten hätten damit begonnen, bei Qoqani Schützengräben auszuheben, heißt es. Ein Reporter des britischen Senders BBC berichtete, das kenianische Militär habe Luftangriffe auf Stützpunkte der radikalislamischen Miliz geflogen.
Hintergrund der Aktion ist die Entführung zweier spanischer Mitarbeiterinnen der Organisation Ärzte ohne Grenzen in der Nähe des kenianischen Flüchtlingscamps Dadaab. Sie wurden in den vergangenen Wochen vermutlich von Al-Shabaab-Kämpfern nach Somalia verschleppt. Der kenianischen Polizei gelang es trotz des Einsatzes von Hubschraubern nicht, die Entführer zu stellen. Zuvor soll die Gruppe, die Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida hat, bereits eine Britin und eine Französin vom kenianischen Inselarchipel Lamu nach Somalia verschleppt haben. Insider halten es aber auch für möglich, dass die beiden Frauen von gewöhnlichen Banditen oder somalischen Piraten entführt wurden.
Das kenianische Militär war daraufhin auf somalisches Gebiet vorgerückt, um eine Pufferzone im Grenzgebiet zwischen den beiden Ländern zu schaffen. Unklar ist, ob die Aktion mit der Übergangsregierung in Mogadischu abgesprochen war. "Wir verstehen die Besorgnis Kenias sehr gut", sagte der UN-Sondergesandte in Somalia, Omar Jamal, der BBC. "Aber die somalische Regierung muss über jede Aktion informiert sein und genau und in allen Details wissen, was vor sich geht." Wenn dies nicht der Fall sei, handele es sich um ein schwerwiegendes territoriales Eindringen eines fremden Landes. Der Sprecher der Mission der Afrikanischen Union in Somalia, Paddy Akunda, sagte, Somalia sei ein souveräner Staat, und Kenia sei deshalb verpflichtet, die Regierung zu informieren. Augenzeugen hatten aber auch berichtet, dass sich die kenianischen Soldanten im Verbund mit Soldaten der somalischen Übergangsregierung sowie örtlicher Milizen bewegten.
- Datum 18.10.2011 - 08:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Kenia ist auf jeden Fall viel Erfolg zu wünschen bei der Sicherung seiner Grenzen und somit der Sicherung der Flüchtlinge und deren Helfer.
Der Konflikt zur Nordgrenze ist wahrlich nicht neu. Schon vor 20 Jahren war eine Reise in den Norden Kenias nur mit Militärschutz möglich.
Das Somalia ein souveränes Land ist ( der Sprecher der AU )
ist mir neu da fehlt sowohl die Nation als auch souverän.
Es ist aber höchste Zeit , dass sich die Nachbarländer des Problems annehmen, wenn sie Teile annektieren, wen stört es ?
Bzw. für die, die noch flüchten wollen. Natürlich werden bei diesem Konflikt wieder Unschuldige sterben, aber wenn Kenia die Miliz ausrottet und aus Somalia ein vernünftiger Staat mit einigermaßen gesicherten Menschenrechten wird, hat es sich gelohnt.
die Dankbarkeit der Menschen der Region dürfte ihm sicher sein. In Somalia zeigt sich, dass fast jeder Staat besser ist, als kein Staat. Denn kein Staat bedeutet immer die Willkür bewaffneter Banden, so einfach ist das.
"Aber die somalische Regierung muss über jede Aktion informiert sein".
Das Problem ist, dass es eine somalische Regierung nicht wirklich gibt, und das solche Informationen wahrscheinlich sofort an die Milizen weitergegeben werden.
Menschlich ist das Vorgehen Kenias gut nachzuvollziehen.
Für mich wirft es aber (wieder einmal) die Frage auf, wie sich denn ein guter und wie ein schlechter Krieg definieren, wer dies bewerten und ob aus einem guten irgendwann ein schlechter Krieg werden kann.
Es wird Zeit, dass in Somali wieder ein Rechtsstaat für alle Bürger entsteht. Es sollte wieder ein festes Staatsgebäude errichtet werden.
Hoffentlich können die kenianischen Soldaten dieses Land von den verschiedenen Banden und Al-Shabaab entrümpeln.
So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Leib und Leben möglich ist.
Muss natürlich heißen: So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Schaden an Leib und Leben möglich ist.
Muss natürlich heißen: So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Schaden an Leib und Leben möglich ist.
Muss natürlich heißen: So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Schaden an Leib und Leben möglich ist.
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