Al-Shabaab droht mit Vergeltungsaktionen gegen Kenia
Der kenianische Außenminister Moses Masika Wetangula hatte zuvor erklärt, mit dem militärischen Vordringen werde einem Gesuch der somalischen Regierung nachgekommen, Kenia handele aber auch in eigenem Interesse. Die al-Shabaab sei eine "Gruppe, die Terror und Chaos verbreitet und Morde und Entführungen durchführt, und zwar sowohl unter Somaliern als auch unter Kenianern und Besuchern". Kenias Verteidigungsminister Yusuf Haji sagte, seine Regierung ergreife "robuste Maßnahmen zum Schutz der Integrität des Landes". Ziel der Militäraktion in Somalia sei es "dort die Al-Shabaab-Miliz zu verfolgen, die wir für Entführungen und Angriffe in unserem Land verantwortlich machen".
Aber auch innenpolitisch könnte in Kenia ein Somalia-Einsatz von Bedeutung sein. 2012 stehen Wahlen an und das Thema Somalia ist populär. Der Einfluss durch die Instabilität des Nachbarlandes wird gefürchtet und das riesige Flüchtlingslager Dadaab im Norden ist auch nicht bei allen Kenianern wohlgelitten.
Die Al-Shabaab-Miliz drohte Kenia mit Vergeltung, sollte es seine Soldaten nicht zurückziehen. Ihr Sprecher Ali Mohamud Rage sagte, wenn die kenianische Regierung Appelle ignoriere, "die Aggression auf somalischem Boden einzustellen", dann müsse Kenia mit Gegenschlägen "ins Herz seiner Interessen" rechnen. Die kenianischen Soldaten würden es "bereuen", auf somalisches Gebiet vorgedrungen zu sein, sagte auch Al-Shabaab-Sprecher Scheich Hassan Turki. "Sie werden auf heilige Kämpfer treffen und am Ende nur Leichen und verletzte Soldaten zurückbringen, während wir die feindlichen Waffen beschlagnahmen", sagte er. Zugleich versicherte die Al-Shabaab-Miliz in einer Erklärung, dass sie mit der Verschleppung von Ausländern in Kenia nichts zu tun habe.
Die Al-Shabaab-Miliz kontrolliert große Teile des von einer Hungerkatastrophe heimgesuchten Bürgerkriegslandes. Sie kämpft seit Jahren gegen die schwache vom Westen unterstützte Übergangsregierung. Die Gruppe, die in Somalia die islamische Rechtsprechung Scharia durchsetzen will, musste aber zuletzt militärische Rückschläge einstecken. Dazu zählt auch die Vertreibung aus der Hauptstadt Mogadischu.
- Datum 18.10.2011 - 08:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Kenia ist auf jeden Fall viel Erfolg zu wünschen bei der Sicherung seiner Grenzen und somit der Sicherung der Flüchtlinge und deren Helfer.
Der Konflikt zur Nordgrenze ist wahrlich nicht neu. Schon vor 20 Jahren war eine Reise in den Norden Kenias nur mit Militärschutz möglich.
Das Somalia ein souveränes Land ist ( der Sprecher der AU )
ist mir neu da fehlt sowohl die Nation als auch souverän.
Es ist aber höchste Zeit , dass sich die Nachbarländer des Problems annehmen, wenn sie Teile annektieren, wen stört es ?
Bzw. für die, die noch flüchten wollen. Natürlich werden bei diesem Konflikt wieder Unschuldige sterben, aber wenn Kenia die Miliz ausrottet und aus Somalia ein vernünftiger Staat mit einigermaßen gesicherten Menschenrechten wird, hat es sich gelohnt.
die Dankbarkeit der Menschen der Region dürfte ihm sicher sein. In Somalia zeigt sich, dass fast jeder Staat besser ist, als kein Staat. Denn kein Staat bedeutet immer die Willkür bewaffneter Banden, so einfach ist das.
"Aber die somalische Regierung muss über jede Aktion informiert sein".
Das Problem ist, dass es eine somalische Regierung nicht wirklich gibt, und das solche Informationen wahrscheinlich sofort an die Milizen weitergegeben werden.
Menschlich ist das Vorgehen Kenias gut nachzuvollziehen.
Für mich wirft es aber (wieder einmal) die Frage auf, wie sich denn ein guter und wie ein schlechter Krieg definieren, wer dies bewerten und ob aus einem guten irgendwann ein schlechter Krieg werden kann.
Es wird Zeit, dass in Somali wieder ein Rechtsstaat für alle Bürger entsteht. Es sollte wieder ein festes Staatsgebäude errichtet werden.
Hoffentlich können die kenianischen Soldaten dieses Land von den verschiedenen Banden und Al-Shabaab entrümpeln.
So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Leib und Leben möglich ist.
Muss natürlich heißen: So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Schaden an Leib und Leben möglich ist.
Muss natürlich heißen: So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Schaden an Leib und Leben möglich ist.
Muss natürlich heißen: So dass das Leben für den Einzelnen wieder ohne Schaden an Leib und Leben möglich ist.
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